Leserstimmen zu
Die Shannara-Chroniken: Die Reise der Jerle Shannara 2 - Das Labyrinth der Elfen

Terry Brooks

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Walter Boh, der letzte noch lebende Druide auf Shannara, hat sich mit einigen Gefährten auf eine lange Reise in einem Luftschiff gemacht, um die Edelsteine von Shannara wiederzufinden. Doch bei einer ungewollten Landung werden die Gefährten getrennt, und während sich die Besatzung des Schiffes einen unerbittlichen Kampf liefert, bekommt es Walter mit Antrax zu tun, einem mächtigen Wesen, das noch aus dem Zeitalter der Technologie stammt... Terry Brooks und seine Shannara-Chronologie haben eine erstaunliche Wandlung durchgemacht. Sind die ersten Bände noch sehr stark an das Ur-Werk der modernen Fanatsy-Unterhaltung, J.R.R. Tolkiens Herr der Ringe, hat er sich später weiter davon entfernt und eigenständige, aber klassische Fantasy-Werke verfasst. Doch spätestens mit der Trilogie um die Reise der Jerle Shannara und deren zweiten Band „Die Labyrinthe der Elfen“ geht er sehr eigene und gewagte Wege. Denn hier werden die typischen Elemente der Bücher mit einigen Science Fiction-Ideen angereichert, was sich insbesondere in dem mächtigen Gegenspieler dieses Romans äußert. Hier wird der Bezug zur heutigen Welt und deren Entwicklung in den Bänden der Chhroniken noch verstärkt, was mir shr gut gefallen hat. Zudem passen die beiden eher gegensätzlichen Ausrichtungen hier äußerst gut zueinander und führen zu einer sehr eigenständigen Atmosphäre. Zudem wirkt dieser Band wieder düsterer und bedrohlicher als einige seiner Vorgänger, besonders die dunklen Katakomben werden sehr stimmungsvoll beschrieben. Die Handlung an sich ist spannend und dynamisch erzählt, immer wieder gibt es dramatische Szenen und unerwartete Wendungen, wobei besonders das Ende überrascht und sehr intensiv erzäht wurde. Zwar gibt es einige Szenen, die etwas in die Länge gezogen wurden, doch durch die vielen kurzweiligen Momente fällt dies nicht weiter negativ auf. Brooks hat sein Talent für eine sehr detaillierte Szenenbeschreibung auch hier eingesetzt, um jeder einzelnen Szene, jedem Schauplatz, jedem Charakter eine sehr individuelle und einprägsame Aura zu verleihen. Er schafft es dabei, Bilder vor dem inneren Auge des Lesers heraufzubeschwören und findet dabei sehr prägnante und stimmige Beschreibungen. Auch die technisiertere Szenerie kann er dabei sehr lebendig erfassen. Die Charaktere sind ebenso stark und vielseitig, man lernt sie immer weiter kennen, sie zeigen neue Facetten und wachsen einem dabei immer mehr ans Herz. Die Labyrinthe der Elfen ist ein weiterer sehr starker Roman der Reihe, der die Ereignisse aus dem Vorgänger fortführt, aber dabei eine neue Richtung einschlägt. Fanatsy-Puristen dürfte zwar die Verknüpfung mit Science Fiction-Elementen nicht gerade zusagen, diese Kombination funktioniert aber prächtig. Vorkenntnisse aus den übrigen Romanen erleichtert dabei das Verständnis ungemein.

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