Leserstimmen zu
Von allen Seiten

Tore Renberg

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*unbezahlte Werbung/Rezensionsexemplar* ▫️"Von allen Seiten" von @torerenberg aus dem @Heyne.verlag▫️ ▪ ▪ Ben und Rikki, zwei Brüder, haben keine Lust mehr, bei ihrer psychotischen Mutter und ihrem geizigen, gewalttätigen Vater zu leben. Sie beschließen abzuhauen, um bei ihrem kriminellen Onkel Rudi und seiner "Gang" unterzukommen, die einen letzten großen Überfall planen wollen, um dann die kriminelle Vergangeheit steinreich hinter sich zu lassen. ▪ Der Schreibstil von Tore Renberg ist etwas außergewöhnlich, aber sehr angenehm. Er beschreibt unsagbar gut bildlich und sorgt mit der sehr viel verwendeten, etwas übertriebenen, Jugendsprache für eine total lockere und heitere Atmosphäre. ▪ Ich habe vom Klappentext zwar andere Schlüsse gezogen, wurde aber positiv überrascht. ▪ Durch den stetigen Sichtenwechsel, war immer Hochspannung angesagt und er zeigte, wie es im Inneren der vielen komplett verschiedenen Protagonisten aussah. ▪ Die Protagonisten.. hachja. Ich hab allesamt, auch durch den bereits erwähnten Sichtenwechsel, sehr in mein Herz geschlossen. Die Protas sind alle von Grund auf verschieden und trotzdem allesamt mehr als faszinierend. Besonders Ben. Mit Abstand der interessanteste Charakter, von dem ich in letzter Zeit gelesen habe. Er ist super intelligent, unberechenbar, schön und knallhart. ▪ Ich hatte am Anfang ein paar Probleme, was die Namen anbelangte, da die Geschichte in Norwegen spielt, aber das ist wahrscheinlich Gewöhnungssache. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass man, während 2 Personen sprachen, häufig nicht wusste, wer was sagt, da es nicht mit Namen gekennzeichnet war und etwas für Verwirrung sorgte. Später legte sich das dann, weil ich einschätzen konnte, wie sich der jeweilige Protagonist ausdrückt. ▪ Ein tolles, erfrischendes Buch, dass einen gut zum schmunzeln bringen kann, jedoch auch andere, dunklere Seiten hat. 》LESEEMPFEHLUNG《 ▪ ▪ 4,9 von 5 Sternen🌟 ▪ Mein Lieblingszitat: ,,Ben fand, dass das Wort – lieben – wie abstrakte Poesie klang, und an manchen Tagen bedeutete es für ihn das Gleiche wie Horror, wie Säbel, wie Grab. Er erwischte sich oft bei dem Wunsch, nicht zu lieben. Fand es unwürdig. Schwach. Widerlich."

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„Hey, underagers! Wisst ihr, was Großmutter immer gesagt hat? Lebt wild, lebt voll Freude und tut Gutes, dann werden Berge und Hügel euch zujubeln, und alle Bäume der Erde werden euch beklatschen!“ Zwei Jungs, die genug haben von ihrem tristen Leben und abhauen, um irgendwo ein neues Leben zu beginnen. Was im Klappentext nach einer Art Roadstory klingt, entpuppt sich als eine kluge, philosophische aber zugleich humorvolle Erzählung über Wagemut, Freiheit und die Macht der Erinnerung. Tore Renbergs Roman Von allen Seiten erzählt von großen und kleinen Träumen und davon, dass jeder Mensch, egal ob jung oder alt, die Möglichkeit hat, sein Leben zu verändern. Auf berührende Weise zeigt er jedoch auch, dass Träume manchmal an der Realität zerschellen und dass sich aber auch hieraus ganz neue, ungeahnte Chancen ergeben können. „Wir schleichen jetzt auf Zehenspitzen aus diesem Haus […] und wenn wir es das nächste Mal betreten, dann kommen wir nicht zum Abendessen. Dann kommen wir mit Rudi und Jan Inge, und wir kommen, um dieses Haus auszurauben.“ Die im Klappentext angepriesene Geschichte der Brüder Ben und Rikki, die genug haben von ihrer psychotischen Mutter und ihrem krankhaft geizigen Vater und sich darum auf den Weg zu ihrem kriminellen Onkel Rudi machen, bildet nur einen Handlungsstrang, der ein ganzes Netz aus unterschiedlichsten Personen zusammenhält. Alle Protagonisten des Romans haben jedoch eines gemeinsam: Den Willen oder auch den unbewussten, inneren Drang ihr Leben zu ändern. Ob zum Guten oder zum Schlechten ist dabei nicht immer ganz klar. Da sind zum einen die beiden Kriminellen Rudi und Jan Inge, die noch einen letzen großen Bruch machen wollen, um dann für immer straffrei zu leben. Zum anderen ist da der Polizist Tommy, der seine eigene kriminelle Vergangenheit überwunden und eine Familie gegründet hat und der dann doch mit einem Mal alles aufs Spiel setzt… In dieser Erzählung haben die Protagonisten mitunter eine Menge Geheimnisse, die ständig unvermittelt aus ihnen herausplatzen. Es scheint, als befände sich jeder in der Schwebe und stünde vor einem bedeutenden Neuanfang. Die meisten tun es tatsächlich, doch Renberg stellt ebenso heraus, dass nicht alles, was sich als Neubeginn tarnt, auch tatsächlich einer ist. Die Geister der Vergangenheit lassen sich eben nicht immer abschütteln und im Leben gibt es keinen Reset-Schalter. „Ben fand, dass das Wort – lieben – wie abstrakte Poesie klang, und an manchen Tagen bedeutete es für ihn das Gleiche wie Horror, wie Säbel, wie Grab. Er erwischte sich oft bei dem Wunsch, nicht zu lieben. Fand es unwürdig. Schwach. Widerlich.“ Nicht nur mit den ungleichen Brüdern Ben und Rikki sind Renberg zwei interessante Protagonisten gelungen. Auch das Verbrecherduo Rudi und Jan Inge ist brillant konzipiert. Sie erinnern fast ein wenig an Dick und Doof. Während der eine tatsächlich stark übergewichtig, aber doch relativ gerissen ist, ist der der andere wirklich ziemlich dämlich. Sprachlich bewegt sich der Roman darum zwischen poetischen und beinahe philosophischen Äußerungen und derber Jugendsprache. Diese ungewöhnliche Mischung sorgt zum einen für den nötigen Tiefgang und zum anderen aber auch für viel Witz, so dass der Leser mehr als nur einmal ins Schmunzeln gerät. Von allen Seiten – Ein sprachlich ausgefeilter Roman über Träume, Neuanfänge und den Sinn des Lebens. Eine großartige Sommerlektüre.

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Erfrischender und toll geschriebener Roman. Im Frühling bekommt man direkt Lust an den Abenteuern der beiden Brüder teilzunehmen. Unglaublich gut und sehr fesselnd formuliert. Bis zum Schluss drückt man den Hauptdarstellern die Daumen, dass Sie endlich den Sinn Ihres Lebens entdecken.

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Norwegen, Ben und sein älterer Bruder Rikki, fristen ihrem Dasein bei ihrem geizigen und gewalttätigen Vater und ihrer psychotischen Mutter. Der einzige Wermutstropfen der beiden, der sich in der Adoleszenz – Phase befindlichen Jugendlichen, ist das schnüffeln von Benzin. Doch dann, hat der intelligente und charismatische Ben einen unglaublich waghalsigen Plan. Zusammen mit seinem Bruder Rikki will er sich auf den Weg zu Onkel Rudi machen um mit ihm gemeinsam, dem grauenhaften Vater seines vielen Geldes zu berauben. Rudi und sein Bruder sind sich verhasst und jede Art von Kontakt ist abgebrochen. Er lebt mit seiner schwangeren Freundin Cecilie und seinem besten Freund Jan Inge gemeinsam in einem Haus. Rudi freut sich sehr auf den Nachwuchs und möchte sein chaotisches und gewaltbereites Leben gerne ändern. Er arbeitet daran. Rückfälle nicht ausgeschlossen. Auch Jan Inge möchte sein Leben positiv verändern, doch dafür benötigt er Geld, viel Geld . Tommy Pogo, Leiter der Projektgruppe > Wiederholungstäter < bei der Polizei, beschäftigt einen Spitzel der die > schwarzen Schafe < beobachtet und aushorcht. Dieser Spitzel, selbst einiges auf dem Kerbolz, hat den nächsten Coup am Start. Drei Erzählstränge fügen sich hier zum großen Ganzen, speedmäßig zusammen. Doch das Schicksal wählt einen ganz anderen Weg. Tore Renberg glänzt mit einer dichten Story, die an Intensität, schrägem Humor und absoluter Spannung kaum zu toppen ist. Sein brillianter Erzählstil ist teilweise obszön und hemmungslos anmutend, doch dies verleiht dem Ganzen die gewisse Würze. Mit einem rasanten Tempo fliegen die Seiten nur so dahin und lassen uns in faszinierende Situationen abtauchen. Und ganz obendrauf, nach all der großen Spannung, der Tragik und des wärmenden Humors, kredenzt er uns als Sahnehäupchen, die Angst. Tore Renberg, gehört zu einer meiner Entdeckungen 2019! Wärmste Leseempfehlung ! 5 von 5

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