Leserstimmen zu
Abschied in Prag

Alyson Richman

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eBook
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Das der Zweite Weltkrieg Millionen von Menschen das Leben gekostet hat, wissen wir und unsere Ahnen. Wir wissen auch, wie es in den KZ´s zuging, dass Juden verfolgt wurden.. Auschwitz, Dachau, Buchenwald… Wir kennen die Geschichte. Aber nicht die, über zwei Herzen die sich fanden und (endgültig?) getrennt wurden. Lenka und Josef! Lenka, die an der Kunstakademie in Prag Kunst studiert, lernt über Versuka ihren Bruder Josef kennen. Soweit so gut, aber der Krieg klopfte allmählich an und die Unruhen, die in Deutschland tagein tagaus herrschten, schwappten in andere Länder über. Doch sie bekannten sich zu ihrer Liebe. Lenka wurde von Josef schwanger, heirateten so schnell es nur ging und dann zog der Krieg ein. Josef, der Medizin studierte, konnte für seine Familie und seiner Liebe Visas beantragen. Weg vom Krieg, weg aus Prag. Doch als Lenka erfuhr, und das nach ihrer Hochzeit, dass er für ihre Familie nichts bekommen hatte, entschied sie sich zu bleiben. Ihre Eltern drängten sie mit zu gehen, wollten, dass sie in Sicherheit war, ein neues Leben anfing. Lenka jedoch blieb stur und dies sollte sich als Fehler erweisen… Lenka verlor das Kind nach der Meldung, dass ein Rettungsboot durch die Schiffsschraube zerstört wurde und man Josef für tot erklärte… Aber auch Josef versuchte ausfindig zu machen, ob seine Lenka noch lebt. Ging jede Woche zum Stand des Roten Kreuz und eines Tages musste er sich der Wahrheit stellen, aber sein Herz sagte immer wieder: Lenka, meine Lenka lebt! Das Buch zeigt eine Art Tagebuch und wird aus der Sicht der beiden beschrieben. Es ist erschreckend, wie tief die Autorin in die Materie geht, aber es ist unsagbar spannend und auch übelkeitserregend, wie man mit den Menschen damals umgegangen war. Ein tolles Buch!

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Die 1930er-Jahre in Prag. Lenka ist Kunststudentin und verliebt sich in Josef, dem Bruder ihrer besten Freundin Veruska. Die beiden werden ein Paar, heiraten. Kurz nach der Hochzeit marschieren die Deutschen in Prag ein. Josef kann Papiere besorgen für die Überfahrt nach Amerika, doch Lenka lässt ihn mit seinen Eltern und seiner Schwester alleine fahren. Sie kann und will ihre Familie nicht zurücklassen. Josef verlässt sie mit dem Versprechen, sie und ihre Familie bald nachzuholen, doch das Schiff  mit seiner Familie an Bord wird torpediert und geht unter. Lenka erhält die Nachricht von seinem Tod, doch Josef überlebt. Er emigriert nach Amerika, kann sich dort ein neues Leben aufbauen, doch auch er hält seine große Liebe für tot, bekommt er doch die Mitteilung, dass Lenka nach Auschwitz deportiert und dort umgebracht wurde, doch wie durch ein Wunder überlebt die junge Frau das Grauen. Zusammen mit ihrem Retter geht auch sie in die USA und gründet eine neue Familie. Lenka und Josef, eine Liebe, die einen grauenvollen Krieg und lange 60 Jahre überdauert. Eine Liebe, die nie aufgehört hat. Eines Tages, inzwischen hochbetagt, stehen sie sich gegenüber... Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich schon wieder Tränen in den Augen. Es ist nicht nur eine Geschichte gegen das Vergessen. Eine tragische, unheimlich bewegende Geschichte, die sehr nahe geht. Am Schluss des Buches erfährt der Leser, dass diese Geschichte angelehnt wurde an eine wahre Begebenheit. Wie müssen sich zwei Menschen, zwei Liebende fühlen, die sich aneinander über Jahrzehnte für tot gehalten haben und sich plötzlich nach dieser langen Zeit gegenüberstehen?  "Abschied in Prag" - ein stilles, hochemotionales Drama mit unvergesslichen Protagonisten. Die Autorin versetzt den Leser in einen gewaltigen Bilder- und Gefühlsrausch. Die sehr authentischen Beschreibungen über das Leben im Konzentrationslager Theresienstadt und schließlich die Deportation nach Auschwitz. Ich musste das Gelesene oftmals erst sacken lacken. Natürlich sind mir die Verbrechen bekannt, aber wieder darüber zu lesen, macht das Grauen nicht geringer.  Die Tötungsmaschinerie der Nazi-Herrschaft, immer wieder fragt man sich, wie das möglich war. Auch hervorragend von der Autorin aufgenommen, das Schuldbewusstsein der Holocaust-Überlebenden, die das Erlebte oft tief in sich begraben haben, nicht darüber sprechen konnten. Die jahrzehntelangen Albträume.  "Abschied in Prag" - eine Geschichte über eine großartige Liebe, unendlich traurig. Wer dieses Buch gelesen hat, wird es nicht mehr vergessen! 

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