Leserstimmen zu
Ash Princess

Laura Sebastian

Die Ash Princess-Reihe (1)

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Hardcover
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Der Klappentext: „Sie kommt aus der Asche und greift nach den Sternen Theo ist noch ein Kind, als ihre Mutter, die Fire Queen, vor ihren Augen ermordet wird. Der brutale Kaiser raubt dem Mädchen alles: die Familie, das Reich, die Sprache, den Namen. Und er macht aus ihr die Ash Princess, ein Symbol der Schande für ihr Volk. Aber Theo ist stark. Zehn Jahre lang hält die Hoffnung sie am Leben, den Thron irgendwann zurückzuerobern, allem Spott und Hohn zum Trotz. Als der Kaiser Theo eines Nachts zu einer furchtbaren Tat zwingt, wird klar: Um ihren Traum zu erfüllen, muss sie zurückschlagen – und die Achillesferse des Kaisers ist sein Sohn. Doch womit Theo nicht gerechnet hat, sind ihre Gefühle für den Prinzen ...“ Cover: Das Cover ist wirklich atemberaubend schön und hat mich dazu verführt das Buch zu lesen. Meine Meinung: Geschichte & Charaktere: Aus Thora’s Sicht (Theo) wird die Geschichte erzählt. Man erlebt mit, was sie in ihrer Gefangenschaft gebrochen hat und merkt wie Sie sich wieder zu sich Selbst entwickelt. Der Kaiser hat sie immer wieder bestraft durch Auspeitschen und sogar Mord (wen Theo ermorden muss, das findet ihr am Besten selbst heraus). Dann gibt es Prinz Soren, er ist der Sohn des Kaisers. Man merkt, dass er nicht immer mit den Handlungen seines Vaters einverstanden ist. Und man erfährt, dass auch er unter seinem Vater leidet. Da gab es die Stelle im Buch, wo er Theo erzählt, dass er sein Boot selbst bauen und seetüchtig machen musste. Am Hafen haben sich die Katzen an seinem Boot erfreut und auch an ihm. Er wurde von den Seeleuten am Hafen mit einer Art „Katzengott“ verglichen. Als der Kaiser dies mitbekam, musste Soren etwas gegen die Katzen unternehmen und diese letztendlich in den Tod schicken. Da hat man erkannt, dass auch er es nicht einfach hatte/hat. Und dann sind da noch Theo’s Schatten. Ihre unsichtbaren Bewacher und Verbündeten. Zu ihnen gehört auch Blaise ein Rebell den Theo bereits seit Ihrer Kindheit kennt. Und natürlich gibt es etwas Romantik über ein Liebesdreieck. Allerdings hat mir die Umsetzung eher weniger gefallen. Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und detailliert. Das hat mir auch gefallen. Aber ich kam nicht so richtig in die Geschichte rein. Leider war das Buch sehr langatmig und hätte stellenweise mehr Action vertragen können. Je weiter ich gelesen hatte, desto langweiliger wurde die Story für mich. Deshalb habe ich das Buch bei fast 300 Seiten beiseite gelegt. Bei mir ist der Funke leider nicht übergesprungen, obwohl ich dieses Buch wirklich mögen wollte. Ein paar drastische Wendungen wären auch hilfreich gewesen. Leider hatte die Autorin nicht den Mut dazu, etwas unerwartetes geschehen zu lassen. Ich denke ich werde mich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal an dem Buch versuchen. Auch in Hinblick auf den 2. Band, da dort die Geschichte eigentlich im Gange sein sollte, denn mir gefällt die Grundidee der Geschichte und der Schreibstil sehr. Ich bewerte es mit 2 von 5 Sternen. (Vielen Dank an den Verlag für dieses Rezensionsexemplar - meine Meinung wurde deshalb nicht beeinflusst)

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Zehn Jahre ist es mittlerweile her, dass der kalovaxianische Kaiser mit seinen Truppen in Astrea einmarschiert ist und das Land an sich gerissen hat. Zehn Jahre, die Thora von einer Thronanwärterin zu einer Siegestrophäe und einem Spottsymbol gemacht haben – von Theodosia zur Ascheprinzessin. Doch schließlich erweckt eine neue, grausame Tat des Kaisers ihren vor Angst gelähmten Geist – und öffnet ihre Augen für die Wahrheit. Sie kann nicht darauf warten, gerettet zu werden. Zumindest nicht nur. Sie muss den Kampf für Astrea selbst austragen... Als Feuerkönigin aus dem Leben der Ascheprinzessin hervorgehen, stark und strahlend wie ein Phönix. Ich habe verhältnismäßig lang für dieses Buch gebraucht, schlappe zwei Wochen, was aber absolut nicht an der Geschichte gelegen hat. Ganz im Gegenteil. Mein Leben war in den letzten vierzehn Tagen ziemlich stressig und dass ich überhaupt die Muße hatte, mich in den wenigen ruhigen Minuten hinzusetzen und zu lesen, anstatt einfach nur vor dem Fernseher zu hängen, zeigt, wie sehr mich „Ash Princess“ gefangen genommen hat. Dementsprechend gibt es von mir auch satte fünf Sternchen! Kommen wir zu dem, was mich so überzeugt hat. Angefangen mit dem offensichtlichen: Dem Cover. OH MEIN GOTT! Ehrlich. Wie SCHÖN ist es? Das Buch kommt jetzt erst mal wieder frontal in mein Regal, alles andere wäre Verschwendung. Das wunderbare Cover wurde dann von der eigentlichen Geschichte aber tatsächlich noch in den Schatten gestellt, auch wenn ich das anfangs nicht für möglich hielt, da es für mich Liebe auf den ersten Blick war. Doch die Welt zwischen diesen Seiten ist so allumfassend aufgebaut, dass man sich selbst darin verliert. Man merkt, wie viele Gedanken sich Laura Sebastian gemacht hat. Von ausgefallenen Namen (kleines Manko war die Tatsache, dass ich die Silben dazu am Anfang manchmal doppelt sortieren musste), über Religionen, Traditionen und Feiertagen bis hin zu Wiegenliedern. Außerdem kratzt man nicht nur an der Oberfläche von den Charakteren, sondern lernt sie wirklich kennen und verstehen. Die Entwicklung, die von der Protagonistin an den Tag gelegt wird, ist atemberaubend – vor allem, weil es dabei so realistisch bleibt. Man merkt den Kampf, den sie mit sich selbst führt. Im Gegensatz zu anderen Filmen und Büchern erfolgt der Wendepunkt von der Ascheprinzessin zur angehenden Königin nicht wie das Umlegen eines Schalters, was es viel interessanter macht und den Leser zum Mitfühlen bewegt. Es gab Stellen, an denen ich das Buch weglegen musste, um mich erst mal sammeln und auf das vorbereiten zu können, was wohl im Anschluss folgen würde. Ich will hier auch ehrlich gesagt nicht viel mehr berichten, weil dieses Buch eine Erfahrung ist, die jeder selbst machen sollte. Fantasy-Herzen, aufgepasst: Suchtgefahr!

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Inhalt des Buches: Vor uns liegt das Land Astrea Ein gebrochenes Land. Wo vor vielen Jahren die Kalloxianer ein fielen und all versklavten. Die Königin wurde vor den Augen ihrer 6-Jährigen Tochter ermordet. Das Kind wurde gefangenen genommen. Die Tochter der ermordeten Königin, Lady Tora (Theo) lebt und das sogar noch im Schloss, allerdings ist sie dort eine gefangene unter all ihren Feinden. Sie wird verspottet und gestraft, für jede noch so kleine Kleinigkeit, die dem Kaiser missfällt. Doch eines Tages erhebt sie sich aus der Asche. Ihr Kampfgeist steigt aus ihrem inneren hervor und auch wenn es aussichtslos ist, will sie sich für ihr Volk in Zukunft einsetzen. Ob sie es schafft wissen leider nur die Götter. Charaktere: Lady Tora (Theo): Theo ist ein gebrochenes Mädchen. Umgeben von Feinden im eigenen Land. Sie hat nicht den Mut aus eigener Kraft etwas zu unternehmen. Dazu ist sie zu eingeschüchtert. Doch im Buch macht sie eine beeindruckende Entwicklung durch. Sie ist sehr einfühlsam und gefühlvoll und muss sehr viel durchmachen. Soren: Soren ist ein Krieger und ein Kalloxianer. Er wird jedoch von seinem Vater unterdrückt und findet auch nicht alles richtig was dieser tut. Er hat einen starken Geist und ist auch ein helles Köpfchen, nicht einfach so der hau drauf Typ. Er liebt das Segeln mit seinem Schiff, was er selbst gebaut hat. Er ist gefühlvoller als die anderen Kalloxianer. Meine Meinung zum Buch: (Vorsicht in der Meinung sind Spoiler enthalten. Falls du sie nicht lesen möchtest, springe zum Fazit weiter. Dort ist alles nochmal zusammengefasst und ohne Spoiler) Das Cover von dem Buch finde ich wirklich beeindruckend. Es gefällt mir wirklich sehr gut und ich habe das Buch eigentlich nur wegen dem Cover gekauft. Wenn man das Buch etwas gelesen hat, versteht man schnell die Verbindung zwischen Cover und Buch. Ich finde dies sehr gut dargestellt. Der Inhalt des Buches hat mir wirklich mega gut gefallen. Ich habe wirklich an dem Buch geklebt und dies vom ersten Moment an. Mir hat der Einstieg des Buches sehr gut gefallen. Er hatte eine sehr heftige Wirkung auf mich. Man wusste sofort, in welcher Situation man sich in diesem Buch befand und wie die Lage in der Geschichte im Moment ist. Der Inhalt ist etwas brutal. Man bekommt immer wieder mit wie Leute umgebracht oder als Bestrafung ausgepeitscht werden. Dies wird mal mehr mal weniger genau beschrieben. Von den Charakteren her erlebt man, besonders von der Hauptcharakterin her, eine besonders starke Entwicklung der Persönlichkeit. Aus dem gebrochenen Mädchen wird eine kampfbereite Königin. Sie steht immer wieder schweren Entscheidungen bevor. Ich habe zu der Hauptcharakterin eine gute Verbindung herstellen können. Man konnte sich gut in sie und ihre Situation hineinversetzen. Die Situation hat sich für sie immer weiter zugespitzt, dass sie letztendlich zum Handeln gezwungen war. Dennoch muss sie immer wieder einen inneren Kampf ausführen. Sie war am Anfang mehr Zwiegestalten als sie es am Ende des Buches war. Sie selbst betrachtet sich als zwei Personen, dass bis zum Ende hin, wobei sich die „Personen“ auch als Masken bezeichnen lassen. Ob es in diesem Buch noch zu einer „Liebesgeschichte“ kommt, weiß ich nicht. Es spricht einiges dafür, aber auch einiges dagegen. Ich habe die Vermutung, dass eventuell eine Dreiecksbeziehung zwischen ihr, Blaise und Soren entstehen könnte. Allerdings deutet auch einiges darauf hin, dass sie Soren abgeschrieben hat. In diesem Fall könnte noch eine Liebesgeschichte zwischen ihr und Blaise entstehen. Aber vielleicht trifft auch Garnichts davon ein. Die Autorin hat den Leser auch eine gute Verbindung zu Soren aufbauen lassen. Ich hasse ihn deshalb nicht und habe sogar Mitleid mit ihm. Somit frage ich mich ober er doch noch eine wichtigere Rolle spielt, als ihm zurzeit zuteilwird. Meine erste Vermutung war es, dass er die Rebellion unterstützt, aber ob das noch der Fall wird ist ungewiss. Auch bei Blaise und der Minenkrankheit wirft mir das Buch Fragen auf. Lässt ihn die Autorin wirklich sterben oder besser gesagt verrückt werden oder gibt es doch irgendein unbekanntes Heilmittel. Denn ich denke nicht, dass sich Soren irrt. Fazit: Das Buch hat mir wirklich sehr beschäftigt. Es ist eine Geschichte voller extremer Emotionen. Eine Geschichte von einem Land und seiner Königin, die längst untergegangen sind und sich nun wie ein Phönix langsam aus der Asche erheben. Ich konnte mich sofort in dieses Buch hineinversetzen. Die Charaktere haben mir wirklich sehr gut gefallen. Besonders die Hauptcharakterin macht in diesem Buch eine wirklich große Entwicklung durch. Die Geschichte an sich war zu jeder Zeit spannend und wirklich sehr fesselnd. Ich war wirklich sehr traurig, als das Buch zu Ende war. Leider gibt es noch keinen zweiten Teil und ich muss mich noch gedulden bis ich endlich erfahre wie es weitergeht. Ich kann dieses Buch wirklich nur weiterempfehlen. Ich bin wirklich sehr froh, dass ich es in der Buchhandlung bei einem spontanen Besuch gefunden habe und doch noch gekauft habe. Auch wenn es nur wegen dem Cover war. Ansonsten wäre mir etwas entgangen. Es ist eine wirkliche Bereicherung für jedes Buchregal. Bewertung: Ich gebe diesem Buch 10 von 10 Federn! - Kriegsfeder

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„I was a princess made of ashes; there is nothing left of me to burn. Now it’s time for a queen to rise.” – Theodosia from Ash princess by Laura Sebastian Laura Sebastian hat in “Ash Princess” eine unglaublich interessante, recht düstere und brutale Fantasy-Welt erschaffen. Man wird schon am Anfang in die Brutalität dieser Geschichte reingeworfen und begleitet die Hauptprotagonistin Theodosia durch ihre ganz eigene Hölle! Sie muss nämlich nicht nur die Menschen ertragen, die ihre Mutter ermordet und ihr Volk versklavt haben, sondern wird auch von ihnen missbraucht und gedemütigt. Der Einstieg fiel mir sehr leicht, was vor allem an den poetische Schreibstil der Autorin liegt. „Theodosia hat mich Ampelio genannt. Ein Name, der von Stärke zeugt – es ist der Name, den mir meine Mutter gab. Der Name einer Königin.“ – Ash Princess von Laura Sebastian Dieses Buch bringt so viele Emotionen aus einem heraus und es war schwer es aus der Hand zu legen. Die Geschichte wird sehr ruhig erzählt, aber es war definitiv nie langweilig. Ganz im Gengenteil; die Handlung war spannend, tiefgründig und emotional. Die Autorin schildert mit ihren angenehmen, flüssigen Schreibstil die Gefühle von Theo im Detail, was die Entwicklung von Theo noch intensiver macht. Man fühlt, leidet und zittert mit ihr mit! Obwohl man manchmal ihre Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen kann, gefiel mir ihre Entwicklung am besten! Sie wurde nämlich sich zu einer wahren „Königin“, die das Wohl ihres Volkes vor ihrem stellt. Auch die Nebenpersonen, ihre „Schatten“, haben es mir richtig angetan und ich hoffe im zweiten Band mehr von ihnen lesen zu können! Ich würde dieses Buch jedem Fatasyfan, der auch gerne düstere und tiefgründiger Geschichten liest, weiterempfehlen! Außerdem ist dieses Cover (und auch das Cover vom zweiten Band) ein absoluter Traum und passt wie die Faust aufs Auge zu der Geschichte. Love it! Fazit: Ein gelungener Fantasy-Auftakt, mit einer tollen Fantasy-Welt und einer starken Protagonistin, die versucht in einer grausamen Welt sich ihren Platz zu erkämpfen. Ich liebe das World-Building, die Götter und Magie, die die Autorin hier vorstellt und kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu lesen! *Danke an den Randomhouse Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Meine Meinung zu diesem Buch wurde dadurch nicht beeinflusst.*

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Das ganze Buch war generell sehr ruhig und langsam. Doch trotzdem wurde es nicht langweilig. Am Anfang wurde erstmal die Situation vorgestellt und man hat schnell den Titel verstanden. Ab und zu wurde es etwas aufregender, durch Begegnungen mit dem Kaiser oder noch später mit den Schatten. Doch es blieb bis kurz vorm Schluss ein Prolog sozusagen für die Revolution. Die Autorin hat es hier besser gemacht, als z.B. Bei Iron Flowers 1. Dort kam mir der Anfang sehr lang vor, so als würde nicht viel passieren. Doch bei diesem Buch ist komischerweise total viel passiert. Am Ende kam dann etwas Spannung auf, das ganze wurde schneller und auch sehr raffiniert. Und dadurch hat einen das Ende echt umgehauen. Ich freue mich sehr auf Band 2 und hoffe, dass der Bald raus kommt. 4 1/2 Sterne!!!

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Als ich das Cover von "Ash Princess" sah war ich sprachlos. Ich finde es wunderschön, es ist atemberaubend und es passt perfekt zur Story. Kaum hielt ich dieses Buch in den Händen schon begann ich mit dem lesen. Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr leicht, das lag vor allem an den wundervollen Schreibstil der Autorin. Sie schreibt zum einen sehr locker und flüssig, auf der anderen Seite ist ihr Stil einnehmend, fesselnd und bildhaft. Ich habe somit dieses Buch in Rekordzeit ausgelesen, denn die Autorin weiß genau wie sie ihre Leser an die Seiten fesselt. Was mich besonders reizte und faszinierte war die Grundidee und die Thematik des Buches. Ich war gespannt wie sie es schaffen würde das ganze umzusetzen. Nun nach dem lesen kann ich sagen sie hat es geschafft. Sie hat das ganze grandios umsetzen können. Die Charaktere im Buch wurden authentisch und voller Leben dargestellt. Besonders Theo habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Sie ist eine wahre Kämpferin und sie gibt niemals auf. Sie erträgt die Demütigungen des Kaisers und sie tut alles was man von ihr verlangt. Das einzige was sie am Leben erhält ist die Hoffnung, die Hoffnung eines Tages den Thron zu besteigen... Die Handlung war unglaublich spannend, nervenaufreibend und auch emotional. Das ganze glich wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Es war ein ständiges auf und ab. Ich habe mit gelitten und mit gezittert, ich war sprachlos und es gab einige Momente da konnte ich es kaum glauben. Ich saß mit offenen Mund vor dem Buch und war geradezu geschockt. Das ist es was dieses Buch so besonders macht. Es ist unvorhersehbar, es fesselt, es ist spannend und durch geschickte Wendungen gelingt es der Autorin das ganze noch zu toppen. Hut ab, ich bin mehr als begeistert. Natürlich kann ich gar nicht anders als euch dieses Buch zu empfehlen. Fazit: Mit "Ash Princess" gelingt der Autorin ein Reihenauftakt der es in sich hat. Ein spannendes, nervenaufreibendes, tiefgründiges und fesselndes Buch. Bitte mehr davon! Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.

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Die 16-jährige Thora hat alles verloren, ihre Mutter, ihre Herkunft, ihren eigenen Willen, ja, sogar ihren Namen. Im Königreich ihrer Mutter war sie Theodosia, die Thronerbin. Seitdem ihre Mutter getötet wurde und die Stadt durch eine Belagerung in die Hände des Kaisers gelangte, gehört das alles Vergangenheit an. Thora ist nichts weiter als eine gut gehütete Sklavin. Wenn es dem Kaiser danach ist, holt er sie hervor und lässt sie öffentlich als die Ash Princess auspeitschen. Etwa wenn die ehemaligen Bewohner Astreas in den Minen aufbegehren und einen Protestversuch wagen. Als Thora von Menschen aus ihrer Vergangenheit kontaktiert wird, schöpft sie neue Hoffnung. Die Geschichte rund um die Ash Princess Theo enthält alles, was das Fantasy-Herz begehrt: Prinzen, Regenten, einen Hauch Magie, Göttermythen, Liebe, Intrigen und den ein oder anderen Hinterhalt. Laura Sebastian, ihres Zeichens Amerikanerin, versteht sich bestens darauf, die Geschichte interessant zu erzählen und alles in der genau richtigen Dosis einzufügen. Theo erzählt dabei aus ihrer Perspektive alle Geschehnisse. Sie kennt Astrea vor und nach der Belagerung und erinnert sich teilweise noch recht deutlich an ihre ersten sechs Lebensjahre, als ihre Mutter noch lebte und Astrea in vollem Glanz erstrahlte. Geprägt von einem großen Glauben an die Götter wohnt den meisten Bewohnern von Astrea auch ein Hauch Magie inne. Es gibt Steine, mit denen man diese Magie verstärken kann. Im Königreich Kalovaxia allerdings sind die magischen Steine zu Modeschmuck verkommen und niemand wäre so dumm, Theo einen der Steine in die Hand zu geben. Denn ist er noch so klein, sie könnte damit Großes schaffen. Hinzu kommt Theos innere Zerrissenheit. Über 10 Jahre war sie zwischen den Menschen zu Hause, die für den Tod ihrer Mutter verantwortlich sind. Sich gegen sie zu richten, vor allem gegen ihre beste Freundin, fällt ihr deshalb gar nicht so leicht. Laura Sebastian gelingt es toll, diese Zerrissenheit in Worte zu fassen. Theo als Heldin der Geschichte wird verständlich und greifbar, man beobachtet sie gerne auf ihrem schweren Weg. Für Jugendliche ab 14 Jahren und interessierte erwachsene Leser und Leserinnen kann „Ash Princess“ tolle Unterhaltung bieten. Auf Englisch sorgt die Autorin im Februar 2019 bereits für Nachschub mit dem zweiten Band namens „Lady Smoke“ – mit einer deutschen Übersetzung ist da wohl mehr als zu rechnen!

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"Die Freiheit ist zum Greifen nah, und doch jagt mir der Gedanke gleichermaßen Angst ein, wie er mich begeistert. Schließlich war ich schon einmal der Freiheit ganz nah, und es tut furchtbar weh, wenn sie einem wieder entrissen wird." ~ S. 72 "Vermutlich ist es leicht, sich in einer Welt heimisch zu fühlen, in der man ganz oben steht. Man übersieht leicht, wer die Knochen dafür hinhalten muss, damit man dortbleiben kann. Man nimmt diejenigen nicht einmal wahr." ~ S. 306 ~ Cover & Gestaltung ~ Die Aufmachung des Buches ist einfach gelungen, ein richtiger Blickfang! Es ist in dunklen Farben und eher schlicht gehalten, trotzdem sehr ausdrucksstark und geheimnisvoll. Ich bin froh, dass zur Abwechslung kein Mädchengesicht abgebildet ist, sondern lediglich die Aschekrone, die im Buch eine zentrale Rolle spielt. Die Krone scheint noch leicht zu glühen und ihre Asche rieselt nach unten auf den Buchtitel. Beides wird mit glänzendem Spotlack hervorgehoben, der alle wichtigen Elemente des Covers stärker vom dunklen Hintergrund abgrenzt. Auffällig ist, dass das Buch größer ist als die regulären Hardcover von cbj, wodurch es noch mehr ins Auge sticht. Im Innenteil finden sich darüber hinaus zwei Karten, jeweils eine Weltkarte und eine der Insel Astrea. Etwas enttäuscht bin ich leider von der Papierqualität, da die einzelnen Seiten sich am Buchschnitt langsam auflösen. Dass sich beim Lesen andauernd Papierfusseln von den Seiten lösten wie die Asche von der Krone, hat mich sehr gestört. Scheint ein Produktionsfehler zu sein. ~ Umsetzung ~ Momentan findet man Jugendfantasy mit verfeindeten Königreichen, Intrigen und starken Heldinnen ja wie Sand am Meer, weshalb ich dem Buch vorab recht skeptisch gegenüberstand. Auf gewisse Art und Weise liebe ich dieses Schema F mit der Prinzessin, die ihr Land zurückerobern muss - allerdings muss ein solches Buch auch neue Aspekte bieten können, um aus der Masse hervorzustechen. Laura Sebastian ist dies mit "Ash Princess" teilweise gelungen, doch es konnte mich nicht zu 100% überzeugen. Wir landen direkt im Geschehen und lernen Prinzessin Theodosia kennen, deren Volk in Astrea von den Kalovaxianern unterdrückt wird. Theo selbst wird nur noch Lady Thora oder Ascheprinzessin genannt, lebt im Schloss des Kaisers wie ein Vogel im Käfig und ist täglich seinen Bestrafungen und seinem Spott ausgesetzt. Bereits am Anfang war ich sehr überrascht, wie brutal es hier zugeht und wie detailreich diese Gewalt beschrieben wird. Doch nicht anders geht es nun einmal im Krieg zu: Es wird versklavt, gefoltert und gemordet. Ich habe es aus diesem Grund als sehr positiv empfunden, dass man als Leser nicht mit Samthandschuhen angefasst, sondern ein klares Bild gezeichnet wird, welche Art von Unmenschlichkeiten unter der Herrschaft des Kaisers geschehen. Es passt einfach zum Buch und macht viele Szenen authentischer. Nach einem schrecklichen Ereignis ist Theo am absoluten Tiefpunkt angelangt, doch kommt es schon bald zu einer Begegnung, die alles ändert. Theo weiß, sie muss auch weiterhin die Maske der gebrochenen Ascheprinzessin aufrechterhalten und im Hintergrund die Fäden ziehen, um dieses Spiel zu gewinnen. Nur dann kann sie ihre Freiheit und die Art von Rache erlangen, an die sie lange Zeit über nicht mehr zu hoffen glaubte. Als Teil ihres Plans nähert sie sich langsam Prinz Søren an, um Zwietracht zwischen ihm und seinem Vater zu sähen. Doch durch ihre gemeinsame Zeit beginnt sie mehr und mehr daran zu zweifeln, ob er ihr nicht wirklich etwas bedeutet. Ob Menschen wie der Prinz oder ihre beste Freundin Crescentia es wirklich verdient haben zu sterben, nur weil sie dem Volk der Kalovaxianer angehören. Theos innerer Konflikt spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte, denn ihre Gefühle und Moralvorstellungen kommen ihren Plänen immer wieder in die Quere. Dadurch kann man sich bis zum Schluss nicht sicher sein, welche Entscheidungen sie treffen wird. Allgemein habe ich viele Wendungen absolut nicht kommen sehen. Von vielen Charakteren müssen wir uns bereits in diesem ersten Band überraschend (und manchmal auch weniger überraschend) wieder verabschieden. Hat mich stellenweise sehr an Game of Thrones erinnert. Leider hatte das Buch für mich einen längeren Durchhänger in der Mitte, wodurch es nur noch schleppend mit dem Lesen voranging. Die Handlung verlagert sich stark auf Theos Gefühlswelt: Ihre Beziehung zu Søren, die sich langsam entwickelnden Intrigen sowie ihre echten Gefühle, derer sie sich schleichend bewusst wird. Noch dazu entsteht ein Liebesdreieck, dass sich im ersten Band zwar noch nicht voll und ganz entfaltet, aber mich trotzdem ein wenig genervt hat. Während Theo die Nähe des Prinzen sucht und ihm Briefe schreibt, um sich sein Vertrauen zu erschleichen, bewegt sich die Geschichte leider sehr auf der Stelle. Dies ändert sich gegen Ende des Buches aber zum Glück wieder. Als Theos Pläne endlich Gestalt annehmen und sie nach all den Jahren ihre Chance ergreift, überschlagen sich die Ereignisse und münden in einen packenden Showdown. Ich konnte das Buch ab diesem Punkt kaum noch zur Seite legen. Die Autorin trumpft noch einmal ordentlich mit spannenden Wendungen, grausigen Szenarien und intensiven Gefühlen auf. Wem der Anfang schon zu brutal war, sollte wohl lieber nicht bis zum Ende weiterlesen, denn die Gewaltbeschreibungen und der psychische Druck haben es für ein Jugendbuch wirklich in sich. ~ Charaktere ~ Protagonistin dieser Geschichte ist Prinzessin Theodosia, die nicht nur ihre Mutter, sondern auch ihren Stand und ihre Freiheit verloren hat. Sie ist ein sehr starker Charakter, der sich trotz seelischer Folter, Auspeitschungen und Hohn nicht unterkriegen lässt, während sie insgeheim auf eine Gelegenheit wartet, zurückzuschlagen. Wie ein Phönix aus der Asche erhebt sie sich und beweist dabei nicht nur innere Stärke. Als Teil der Rebellion muss sie sich zudem vielen schwierigen Entscheidungen stellen, die sie schon bald in einen Zwiespalt zwischen dem Pflichtgefühl gegenüber ihrem Volk und ihren eigenen Überzeugungen und Gefühlen bringen. Ab und an konnte ich mich mit ihren Handlungen nicht ganz anfreunden und wünschte, sie hätte sich anders entschieden. Das lässt sich aber leicht sagen, wenn man selbst nicht das Schicksal tausender Menschen in der Hand hält. Von daher konnte ich mich trotzdem gut mit ihr identifizieren. Weitere wichtige Figuren sind der kalovaxianische Kaiser, Lady Crescentia, Prinz Søren sowie die astreanischen Rebellen Blaise, Heron und Artemisia. Crescentia, kurz Cress, ist die Tochter des Theyn, der hoch in der Gunst des Kaisers steht, und zugleich Theos einzige Freundin. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft betrachten sie sich gegenseitig als Herzensschwestern. Als sich die Dinge immer weiter zuspitzen, muss sich Theo aber zunehmend fragen, ob sie ihr wirklich vertrauen kann und was eine echte Freundschaft überhaupt ausmacht. Ihre Beziehung zueinander fand ich sehr interessant dargestellt und es hat mir ein wenig das Herz zerrissen, wie schwerwiegend sich Theos Entscheidungen dadurch entwickeln. Mit Prinz Søren und ihrem Kindheitsfreund Blaise treten gleich zwei attraktive junge Männer in ihr Leben. Der freundliche, fürsorgliche Sohn des Kaisers, der so gar nicht in das Bild zu passen scheint, das sich Theo von einem typischen Kalovaxianer gemacht hat, und der Rebell, der alles für seine Königin tun würde. Ein bisschen unglücklich war ich damit, dass es zu einem Liebesdreieck kommt, ich mich aber mit keinem der Auserwählten wirklich identifizieren konnte. Beide Charaktere bleiben für meinen Geschmack noch etwas blass, folglich war es mir ziemlich egal, für wen nun Theos Herz schlägt. Auch Blaises Freunde, der gutmütige Heron und die aufbrausende Artemisia, wirken im ersten Band eher eindimensional. Den Kaiser dagegen finde ich in seiner Rolle als Antagonisten sehr gut ausgearbeitet. Er ist intrigant, blutrünstig, grausam und unberechenbar. Schon in den ersten Kapiteln entwickelt man eine Abneigung gegen ihn, die sich im weiteren Verlauf der Geschichte immer mehr festigt. Dabei bleibt er stets authentisch, ohne erzwungen böse zu wirken. Eine sehr interessante Figur ist meiner Meinung nach auch Königin Anke, eine undurchschaubare und geheimnisvolle Frau. ~ Schreibstil ~ Laura Sebastians Schreibstil empfand ich als sehr angenehm. Theo erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive, wodurch ihre ausweglose Situation am Kaiserhof sehr gefühlvoll und einnehmend beschrieben wird. Sie nimmt dabei kein Blatt vor den Mund, wodurch die bereits angesprochenen Gewaltdarstellungen expliziter ausfallen als in manch anderem Buch dieses Genres. Besonders auffällig stechen auch die ungewöhnlichen Eigennamen heraus, mit denen die Autorin wahre Zungenbrecher eingebaut hat (zB Theodosia, Crescentia, Kallistrade, Artemisia, Dagmær oder die Völker Kalovaxianer und Astreaner). Die Dialoge sind zwar ganz nett, mir aber nicht wirklich im Gedächtnis geblieben. ~ Fazit ~ "Ash Princess" ist ein gelungener Fantasyroman über Freiheit, Unterdrückung, Loyalität, innere Stärke, Liebe und Hass. Besonders gut gefallen haben mir die spannenden Wendungen und Theodosia, die, gefangen zwischen Moral und Pflichtbewusstsein, trotzdem niemals den Mut verliert. Die Geschichte liest sich authentisch und intensiv, ist jedoch aufgrund der stark ausgeprägten Gewalt eher nicht für zartbesaitete Leser geeignet. Leider gab es einen längeren Durchhänger in der Mitte und auch die teilweise austauschbaren Charaktere sowie das Liebesdreieck haben mir eher weniger zugesagt. Alles in allem ein spannender Auftakt mit überschaubaren Schwächen.

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