Leserstimmen zu
Meine Nachmittage mit Eva

Bärbel Schäfer

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Zwei Frauen, zwei Generationen, zwei Erfahrungswelten. „Dieses Buch soll eine Anregung sein, über eigene Identität, Humanität, Hoffnung, Ehrlichkeit, Freundschaft, Toleranz, Geborgenheit, Respekt nachzudenken. Werden wir nicht glücklicher, wenn wir Wärme und Liebe geben, statt Hass und Gewalt zu säen? Welche Welt und welche Werte wollen wir unseren Kindern vorleben?“ Eva Szepesi war elf, als sie nach Auschwitz musste. Sie ist eine der letzten Zeitzeugen dazu, was damals passiert ist. Eine der letzten Überlebenden eines Konzentrationslagers. Bärbel Schäfer trifft sich jeden Mittwoch mit ihr und redet über all den Schrecken, der geschehen ist. „Ich sehe ihre Nummer am Unterarm und möchte weinen.“ Ich habe bisher noch kein Buch in diese Richtung gelesen, kann es aber jedem direkt schon mal empfehlen. Die Gefühle, Gedanken und Momente, die man dadurch erlebt, sind überwältigend. Allein der Buchrücken hat mich zu Beginn so neugierig gemacht, dass ich es unbedingt lesen wollte. Schäfer und Szepesi nehmen einen in eine Welt mit, die man sich nicht vorstellen kann. Man lernt nicht nur Eva Szepesis Welt kennen, sondern auch die von Bärbel Schäfer. Durch diese beiden Geschichten wird man stark in die Geschichte mitgerissen und selbst, wenn es mal nicht so ausführlich beschrieben ist (die Umgebung, die Gefühle, …), kann man sich trotzdem unfassbar stark reinfühlen. Ihre Kritik, die sie wie nebenbei immer erwähnt, hat mir gut gefallen! Vor allem das Kapitel 22 „Wehret den Anfängen“ hat mich begeistert und auch traurig gemacht. Es ist schade, wozu Menschen fähig sind, aber es ist gut, dass Frau Schäfer das nochmal hervorbringt. Der Schreibstil von Bärbel Schäfer ist interessant. Sie hat kurze Sätze, sodass man das Buch leicht versteht und schnell durchliest. Manchmal fand ich es etwas verwirrend, wenn sie in ihren Gedanken gesprungen ist und auf einmal nicht die Geschichte ihrer Familie erzählt wurde, sondern Eva Szepesis Geschichte. Dennoch konnte ich der Geschichte gut folgen. Ja, die Geschichte ist nicht chronologisch erzählt, aber das macht das Buch so besonders. Es kommt wirklich so rüber, als hätte Frau Schäfer immer ihre Gedanken und Gespräche mit Frau Szepesi aufgeschrieben und nicht erst lange darüber nachgedacht und alles sortiert. Ich finde, dass auch Jugendliche dieses Buch lesen können. Dadurch wird einem nochmal näher gebracht, wie die Menschen sich gefühlt haben und was sie erlebt haben. Es hätte zwar manchmal etwas ausführlicher sein können, aber dadurch können auch etwas schwächere Gemüter das Buch lesen. Mir hat das Buch gut gefallen, es zeigt einen Einblick in die grausame Welt von damals, die von vielen so „verschluckt“ wurde. Sarah Schröder, 18 Jahre

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Das Buch von Bärbel Schäfer, erzählt die erschreckende Geschichte von der damals 12-jährigen ungarischen Jüdin Eva Szepesi, die ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert wurde und dort Monate unter den unmenschlichsten Bedingungen verbrachte. Am 27. Januar 1945 wurde sie in einer Baracke von einem Sowjetischen Soldaten gefunden und gerettet. An diesem Tag wusste sie, sie hatte Hitler besiegt! Dabei schildert die Autorin die schreckliche Lebensgeschichte, auf sehr emotionale und ergreifende Weise, so das man sich als Leser einigermaßen, wenn logischerweise auch nur schwer, hineinversetzen kann, was die junge Eva erlebt und durchgemacht haben muss. Zudem erzählt die Autorin von ihrer eigenen Familie und auch ihrem eigenen Privatleben und gibt dazu unmissverständlich ihre Sichtweise und ihre Meinung, zu diesem Thema wieder. Trotz allem und einer sehr ernsten Thematik, mit dem sich das Buch auseinandersetzt, gibt es auch einige Stellen, die humorvoll sind. Trotz allem muss eines erwähnt werden, da es sich die Autorin mit manchen Aussagen, doch relativ einfach macht. Denn einige Aussagen, sind eben so formuliert und geschrieben, dass es so scheint, als ob es für die Autorin keinerlei Freiraum für Diskussionen gibt und sie Deutschland und jeden einzelnen Deutschen dieser Generation pauschal als Mörder, Verräter, Feigling, etc. etikettiert. Dies sollte man als Leser berücksichtigen, denn man kann nie wissen, was man selbst zu jener Zeit, unter solchen Bedingungen getan, gemacht und so weiter hätte. Somit auch die Tatsache, dass dies eben bedeuten würde, dass jeder einzelne Deutsche, ein von Herzen überzeugter Nationalsozialist war, bzw. gewesen sein müsste. Womit sich die Autorin, wie schon erwähnt ,die Sache etwas zu einfach macht. Zusammenfassend kann man aber dem Buch eine sehr positive Resonanz geben und der Autorin eine sehr einfühlsame und menschliche Seite zusprechen.

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Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht genau wo und wie ich anfangen soll. Das Buch hat mich sehr zum Nachdenken angeregt, auch wenn ich schon öfters dieses Genre gelesen haben. Bärbel Schäfer hat hier einen Zeitzeugenbericht mit Parallelen zu ihrem eigenen Leben gemischt. Man erfährt dadurch einiges über Bärbel Schäfer – Überlegungen, Handlungen und Meinungen, die abhängig von ihrem jetzigen Leben und auch von ihrer Abstammung und der Abstammung ihres Mannes sind. Leider muss ich sagen, dass mir in diesem Buch zu viele Informationen über Bärbel Schäfer geliefert werden beziehungsweise mir kommt es so vor, dass es im Vergleich zu wenig über Eva zu lesen gibt. Eva ist eine sehr starke und bemerkenswerte Frau, die Auschwitz irgendwie überlebt hat. Und ich sage bewusst irgendwie, denn es war wirklich ein Wunder, dass überhaupt jemand überlebte und derjenige die Chance und die Möglichkeit bekam ein neues Leben aufzubauen. Und genau das hat Eva geschafft und alleine dafür bekommt sie meinen vollsten Respekt. Eva hat Jahrzehnte lang geschwiegen und sich jetzt dazu bereit erklärt über ihre Vergangenheit zu reden. Man merkt, dass es ihr wirklich schwer fiel darüber zu reden, aber ich hätte viel lieber noch mehr über sie erfahren. Diese Geschichte hat mich so oft zu Tränen gerührt. Ich dachte immer umso mehr ich diese Zeitzeugenberichte lese, desto härter werde ich was dieses Thema angeht, aber dem ist ganz und gar nicht so. Es ist einfach immer wieder auf´s Neue erschreckend (und das ist komplett untertrieben) wie die Leben damals aussahen und was mit unschuldigen Menschen passierte. Unschuldige Menschen, die einfach anderer Abstammung waren. Unschuldige Menschen, die einfach nur ein normales Leben in Deutschland verbringen wollten – mit vernünftigen Jobs, eigenen Geschäften und eigener Familie. Diese Menschen kamen mit viel Hoffnung nach Deutschland und bekamen alles andere als das. Zwischendurch zählt Bärbel Schäfer viele Ereignisse auf, die selbst in den letzten Jahren passiert sind, wie zum Beispiel sämtliche Brandanschläge auf Synagogen in ganz Deutschland oder Gewalt an Menschen mit jüdischer Abstammung. Ereignisse, von denen ich zum Beispiel nichts wusste und das ist für mich wieder entsetzlich, da es einfach unter den Tisch gekehrt wird. Dabei steckt da viel mehr dahinter. Es zeigt, dass heutzutage immer noch diese Art von Menschen unter uns Leben und das ist für mich einfach nur erschreckend und nicht in Worte zu fassen. Wann hört das endlich mal auf? Was ich leider nicht so gut finde, ist der Schreibstil von der Autorin. Die Kapitel sind zwar ziemlich kurz und lassen sich flüssig lesen, aber ich kam mit den teilweise kurzen abgehackten Sätzen, die manchmal auch nur aus einem Wort bestehen, nicht klar und ich hatte arge Schwierigkeiten mit den Perspektivensprüngen. Ich wusste oft nicht von wem die Autorin da jetzt gerade spricht. Deshalb würde ich es schöner finden, wenn am Kapitelbeginn der Name stehen würde. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig. Fazit Auch, wenn ich mir etwas anderes vorgestellt und mehr Zeitzeugenbericht gewünscht hätte, würde ich jedem dieses Buch empfehlen. Ich bin einfach der Meinung, dass jeder – auch diejenigen, die vom Alter her nichts mehr damit zu tun haben – dieses Buch und überhaupt dieses Genre lesen sollten. Diese schrecklichen Geschehnisse gehören zu diesem Land und leider werden wir heutzutage immer wieder daran erinnert.

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Inhaltsangabe Zwei Frauen, zwei Generationen, zwei Erfahrungswelten: Bärbel Schäfer und die 85-jährige Eva Szepesi. Eva trägt eine tätowierte Nummer auf dem Unterarm. Sie war erst elf Jahre alt, als sie allein vor den Nazis fliehen musste und schließlich nach Auschwitz gebracht wurde ... Jeden Mittwoch besucht Bärbel Schäfer ihre Freundin, und die beiden sprechen über Gewalt, Schrecken und Angst, aber auch über Freundschaft, Toleranz, Geborgenheit und Respekt. Es geht in diesem Buch um eine der letzten Überlebenden eines Konzentrationslagers. Bärbel Schäfer gelingt es auf empathische Weise und literarisch brillant, ihre eigene Lebensgeschichte vor den Erzählungen Evas zu spiegeln und damit ihre erschütternden Erfahrungen ins Heute zu holen. Fazit: Ich habe etwas anderes von dem Buch erwartet. Ich bin mit der Erwartung ran gegangen etwas über das Leben im KZ bzw. über das Leben danach, mit den schrecklichen Erinnerungen im Kopf. So war das Buch aber nicht gedacht und daher auch anders aufgebaut. In diesem Buch ging es mehr um zwei Lebensgeschichten als solches. Es fielen natürlich auch ein paar Sätze über das Leben im KZ, aber nicht wie gedacht als ganze Geschichte oder gar als Interview. Eva hat schreckliche Dinge erlebt und ist dennoch ein lebensfroher Mensch. Auch die Geschichte von Bärbel Schäfer lässt tief in ihre Vergangenheit blicken und sie nimmt kein Blatt vor den Mund. Versucht immer wieder ihre Familie aus der Reserve zu locken, indem sie versucht das Verhältnis zu den Nazis zu erfragen. Es war sicherlich keine leichte Zeit damals und heutzutage lassen sich leicht Vorwürfe in den Raum werfen, warum sich keiner gewährt hat. In diesem Punkt finde ich ihren Umgang mit der eigenen Familie etwas sehr drastisch. Aber so hat jeder seine Einstellung und Vorstellungen. Dieses Buch lohnt sich zu lesen. Allerdings ist es keine Beschreibung wie das Leben im KZ war, sondern eine umfangreiche Darstellung über das Leben in der damaligen Zeit. Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen. Ich wünsche viel Spaß mit dem Buch.

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Bärbel Schäfer beschreibt in diesem Buch Ausschnitte aus ihrem Leben, das ihrer Verwandten während der NS Zeit und den Aufenthalt ihrer Freundin Eva im KZ Auschwitz als 11 Jährige. Hierbei versucht sie Parallelen zu ziehen: was hat meine Familie während dieser Zeit gemacht? Haben sie sich gewehrt? Haben sie sich für andere stark gemacht? Dieses Buch hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Zum einen, weil die NS Zeit und all ihre Schrecken immer noch für die heutige Zeit relevant ist, zum anderen aber auch, weil die meisten Menschen nicht mehr nachvollziehen können, wie es damals war zu leben. Es gibt viele Dinge in diesem Buch, die mich gestört haben. Viele haben mir aber auch sehr gut gefallen. Sehr gut gefallen hat mir die Erzählungen von Eva über ihre Zeit im KZ, da auch mir nicht immer klar ist, was es wirklich hieß in einem Konzentrationslager gefangen zu sein und dabei gequält und gedemütigt zu werden. Diese Erzählungen werden ohne Beschönigungen beschrieben. Was mir nicht so gut gefallen hat, waren Bärbel Schäfers Anschuldigungen an die Menschen von damals und vor allem an ihre Verwandten. Die Autorin schreibt, dass sie sich dafür schämt, das damals nicht genug/kaum Menschen Widerstand geleistet haben. Diesen Teil finde ich nicht gut, da ich mir selber nicht das Recht nehmen würde über das Verhalten von Menschen zu urteilen, wenn ich nicht selber in der Zeit gelebt habe. Nicht jeder Mensch ist mutig genug oder generell in der Lage, die eigene Meinung zu vertreten oder sich sogar für andere einzusetzen. Wir wissen nicht, wie es damals war zu leben und können deshalb nicht nachvollziehen, wie einfach oder schwierig es war, Widerstand zu leisten. Ich weiß nicht, wie ich gelebt und welche Entscheidungen ich getroffen hätte. Zum Schreibstil generell lässt sich sagen, dass dieser die meiste Zeit sehr direkt, schockierend und klar ist. An manchen Stellen habe ich aber auch den Überblick verloren, da für mich nicht immer direkt ersichtlich war, von wem Bärbel Schäfer gerade schreibt. Eine sehr wichtige Aussage trifft Bärbel Schäfer mit diesem Buch, die wir alle (vor allem in den heutigen Zeiten) uns zu Herzen nehmen sollten. Es kann nicht "Wehret den Anfängen" lauten, wenn seit dem 2. Weltkrieg (und auch davor schon) immer noch regelmäßig Attentate jeglicher Art gegen Juden verübt werden. Attentate nicht nur gegen Juden, sondern gegen alle aus den unterschiedlichsten Gründen. Das sind keine Anfänge; wir sind schon mitten im Geschehen. Dieses Buch würde ich trotz meiner Kritikpunkt empfehlen zu lesen, da es die Zeit in Auschwitz aus einer besonderen Perspektive zeigt, nämlich aus der eines jungen Mädchens. Außerdem regt dieses Buch zum Nachdenken an über die NS Zeit, die Schuldfrage und vieles mehr. Allerdings hätte das Buch mir besser gefallen, wenn nur Eva darin vorgekommen wäre, ohne die Ver- und Beurteilungen Bärbel Schäfers, auch wenn einige ihrer Aussagen und Gedanken noch wichtig für die heutige Zeit sind und zum Nachdenken anregen.

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