Leserstimmen zu
Wir werden glücklich sein

Aurélie Silvestre

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Hardcover
€ 17,99 [D] inkl. MwSt. | € 18,50 [A] | CHF 25,50* (* empf. VK-Preis)

Wir alle werden den 13. November 2015 vermutlich nicht vergessen haben. Der Abend, an dem viele in Deutschland den Fernseher eingeschaltet hatten, um das Freundschaftsspiel zwischen den Fußballnationalmannschaften von Frankreich und Deutschland in Paris zu sehen. Der Abend, an dem eine Serie von Terroranschlägen Paris erschütterte. Der Abend, an dem Aurélie Silvestre die Liebe ihres Lebens an eben diesen Terror verlor. Während ich diese Worte tippe, merke ich, wie sich erneut ein Kloß in meinem Hals bildet und ich unwillkürlich blinzeln muss, um die Tränen zurückzuhalten. Ich war damals nicht vor Ort in Paris. Stattdessen habe ich im Kreise meiner Familie einen schönen Abend mit Spielen und gutem Essen verbracht. Nebenbei lief Fußball. Wir hörten den Knall der ersten beiden Detonationen durch den Fernseher und sahen nach kurzer Zeit, wie die Zuschauer auf das Spielfeld strömten, bestrebt sich in dem Durcheinander nicht aus den Augen zu verlieren. Auch von der Geiselnahme im Bataclan-Theater erfuhren wir relativ schnell. Als ich zu Bett ging, war der Ausgang der Geiselnahme noch offen. In der Nacht konnte ich nicht schlafen, aktualisierte ständig die Nachrichten auf meinem Handy und als ich las, dass 90 Menschen ihr Leben verloren hatten, brach ich in Tränen aus. ”Als sie mich aufwecken, um mir zu sagen, dass er tot ist, bricht alles zusammen. Ich befinde mich im Epizentrum des Bebens, und innerhalb eines Augenblicks wird meine Wohnung zum Friedhof." (S.91) Matthieu Girou, Lebensgefährte von Aurélie und Vater ihrer Kinder, war eines der Opfer im Bataclan. In Wir werden glücklich sein oder Nos 14 novembre, wie das Buch im Original heißt, verarbeitet Aurélie ihren tragischen Verlust und beschreibt ihren Weg zurück in ein normales Leben. Das Buch besteht aus sehr kurzen Kapiteln, die in ihrer Schreibweise auf eine gewisse Art an Tagebucheinträge erinnern und begleitet werden durch Fotos, die Aurélie in den beschriebenen Momenten geschossen hat. Es gibt keine bestimmte Chronologie. Wir erfahren, wie der Tag des 13. November für Aurélie und Matthieu begonnen hat, wie sie die Momente der Geiselnahme und auch den kurzen Hoffnungsschimmer danach erlebte. Es treibt einem die Tränen in die Augen, wenn ihr diese Hoffnung genommen wird und ihr Vater ihr mitteilen muss, dass Matthieu tot ist. Im Verlauf des Buches erzählt Aurélie ihre und Matthieus Geschichte, berichtet von den Wochen und Monaten nach dem Anschlag und wie sie den Willen entwickelte, zu leben und glücklich zu sein – für sich selbst, für ihren Sohn Gary und für ihre damals noch ungeborene Tochter Thelma. Aurélies Erzählungen sind dabei so persönlich und intensiv, dass es, und da bin ich mir sicher, jeden tief berührt. Man merkt, dass sie nicht geplant hatte ein Buch zu schreiben und dass es ihr hauptsächlich selbst zur Verarbeitung der Geschehnisse dient und dazu, eine Erinnerung an ihre große Liebe zu schaffen. ”Wir wurden zu einem Symbol der Grausamkeit unserer Zeit. Allein durch unsere Gegenwart verunsichern wir diejenigen, die nicht sehen wollen, dass das Leben brutal und launenhaft sein kann." (S.178) Fazit Ein Buch über das Schicksal einer jungen Frau und Mutter, die außerordentliche Stärke zeigt, Mut beweist und Hoffnung macht, dass es auch nach einem so großen Verlust im Leben weitergehen kann. Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen.

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Je suis Paris

Von: Sarah

21.05.2018

Inhalt: »Das Einzige, was wir tun können, ist, uns jeden Tag noch mehr zu lieben.« Am 13. November 2015 nimmt der Terror Aurélie Silvestre ihre große Liebe. Doch Aurélie lebt weiter, denn sie erwartet ihr zweites Kind. In ihrem bewegenden Bericht erzählt sie von der Trauer um Matthieu in jenem Herbst bis hin zur Geburt ihrer Tochter im darauffolgenden Frühjahr. Voller Kraft und Klarheit setzt sie dem Verlust ihren Lebenswillen und ihre Hoffnung entgegen. Meinung: »Besser gesagt: Ich werde weiterleben. Ich weiß noch nicht, wie ich es anstellen soll, aber ich werde meine ganze Energie darauf verwenden. Das bin ich ihm schuldig, das bin ich uns schuldig. Wir werden glücklich sein.« Niemand wird so schnell glaube ich die Terroanschläge am 13. November 2015 in Paris vergessen. Ich weiß noch, wie ich an diesem Tag vor dem Fernseher saß und geschockt war. Ab diesem Zeitpunkt wurde mir bewusst, dass wir in einer kranken Welt leben, indem andere Menschen sich gegenseitig bekriegen und töten. Ich war fassungslos zu was Menschen fähig sind. Deshalb hat mich auch das Buch von Aurélie Silvstre die Tränen in die Augen getrieben. Es war als, ob man diesen Tag noch mal neu miterleben würde. Man kann, dass Buch gar nicht richtig bewerten, weil es so viele wichtige Themen wie zum Beispiel Trauer, Hoffnung, Terror und so weiter aufgreift. Es erzählt den ewig andauernden Kampf auf ein Leben ohne geliebten Menschen. Es erzählt den Kampf einer mutigen Frau für ein glückliches Leben. Durch Aurélies Geschichte bekommt dieser schrecklicher Tag ein Gesicht und bleibt nicht einfach nur ein farbloser Tag. Es zeigt, dass diese schreckliche Tat viele Gesichter und Schicksalsschläge hat. Aurélie tat mir Leid. Ich habe mit ihr und ihrer Familie getrauert. Gleichzeitig habe ich sie für ihren Mut bewundert. Der Schreibstil ist berührend, melodramatisch und mit einem Hauch Lyrik. Die Kapitel sind kurz und bündig, was ich sehr bevorzuge und mag. Ab und zu wurden auch noch ein paar Foto beigelegt. Das Cover ist schlicht und einfach gehalten. Für meinen Geschmack ist ein bisschen zu schlicht und blass - was dazu führen kann, dass es im Buchladen leicht übersehen werden kann. Was mir aber sehr gefällt ist das Schild mit Je Suis Paris - der Satz, der damals die Anteilnahme von der ganzen Welt gezeigt hat. Alles in allem ist die Biographie von Aurélie ein Buch, welches Mut und neue Hoffnung schöpfen lässt und es gibt dem Terror ein Gesicht. Jeder sollte das Buch einmal gelesen haben, weil es den mutigen Weg einer Frau zeigt, die ihren Weg aus der Trauer herausfindet und nach einem steinigen Weg ihr Glück wiederfindet.

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"Wir werden glücklich sein" geschrieben von Aurélie Silvestre ist im Diana-Verlag erschienen. Das Buch, welches 254 Seiten hat, ist in Deutschland für 17,99€ erhältlich, in Österreich muss man 18,50€ bezahlen. Klappentext: Am 13. November 2015 nimmt der Terror Aurélie Silvestre ihre große Liebe. Doch Aurélie lebt weiter, denn sie erwartet ihr zweites Kind. In ihrem bewegenden Bericht erzählt sie von der Trauer um Matthieu in jenem Herbst bis hin zur Geburt ihrer Tochter im darauffolgenden Frühjahr. Voller Kraft und Klarheit setzt sie dem Verlust ihren Lebenswillen und ihre Hoffnung entgegen. Wie man dem Klappentext entnehmen kann, erzählt die Autorin ihre eigene Geschichte, die leider sehr traurig ist. Aurélie hat einen wunderbaren Schreibstil, als ich das Buch gelesen habe, konnte ich mich richtig in sie hineinversetzen. Tränen sind geflossen, wie bei keinem anderen Buch zuvor. Ich hab Aurélie ins Herz geschlossen, nicht nur ihre Stärke und ihre Ausdrucksweise haben mich verzaubert, nein, es war ihre Denkweise. Mir hat aber auch sehr gut gefallen, dass auch paar Bilder im Buch sind, die zum jeweiligen Kapitel passen. Dieses Buch ist mein derzeitiges Jahreshighlight, und bekommt logischerweise 5 Sterne von mir. Also, ab in den nächsten Buchladen und kauft Euch dieses Schmuckstück. Meine Empfehlung habt Ihr!

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Aurélie Silvestre könnte nicht glücklicher sein. Mit Matthieu hat sie den Mann ihres Lebens gefunden. Er hat ihr bereits einen wunderbaren sohn geschenkt und inzwischen ist sie mir ihrer gemeinsamen tochter ein weiteres Mal schwanger. Es könnte alles perfekt sein. Bis zum 13.November 2015. Dem Tag, der Aurélies Welt in allen Grundfesten erschüttert. Bei einem Terroranschlag, der nicht nur Paris lähmt, verliert ihr geliebten Matthieu im Bataclan sein Leben. Für Aurélie zerbricht alles, was sie sich jemals aufgebaut oder erträumt hat und doch weiß sie, dass sie weitermachen muss. Für Gary, für ihre ungeborene Tochter. Für Matthieu und für sich selbst. Dieses Buch kann man gar nicht richtig bewerten. Es beschreibt die Geschichte einer Frau, die alles, woran sie bislang geglaubt hat, verloren hat. Genommen durch Menschen, die skrupellos den Tod unschuldiger Menschen in Kauf genommen haben. “Je suis Paris” ... diee Worte werden zum Symbol einer ganzen Nation. Aurélie Silvestre beschreibt in ihrem Buch Momente, die sich kaum einer vorstellen, der sie nicht selbst erlebt hat. Ihre Erinnerungen und Gedanken stehen für Momente voller Schmerz und Ungewissheit. Momente, in denen sie verzweifelt und einfach nicht weiter weiß. Wie soll sie ihrem dreijährigen Sohn erklären, dass sein Vater nie wieder kommt? Wie soll sie ihrer ungeborenen Tochter erklären, dass sie ihren Vater nie kennenlernen wird? Und wie soll sie vor allem ihrem eigenen Herzen und Verstand erklären, dass sie nie wieder neben Matthieu aufwachen wird? Ihn nie wieder umarmen kann? Ich habe Aurélie wirklich für ihren Mut bewundert. Für ihren Mut darüber, von Anfang an ehrlich zu den Menschen zu sein, die sie liebt. Vor allem zu ihrem Sohn. Obwohl sie oft genug an ihren Erinnerungen und Gefühlen zu zerbrechen droht, versucht sie stark zu bleiben. Sie versucht sich ein neues Leben ohne Matthieu aufzubauen. Aurélies Erzählungen zeigen deutlich, wie dankbar sie dafür ist, in diesen schweren Momenten nicht alleine zu sein. Zum Schreibstil muss ich sagen, dass er mir wirklich sehr gefallen hat. Ich mag es manchmal nicht, wenn Kapitel kurz gehalten sind, aber hier hat es einfach gepasst. Angehaucht an ein bisschen Lyrik war der Schreibstil melodisch, dramatisch und berührend zu gleich. Es mag sein, dass nicht jeder mit dieser Art der Erinnerungsbewältigung zurecht kommt, aber ich kann euch dieses Buch wirklich nur ans Herz legen. Es zeigt eine unglaublich starke Frau, die mit Mut und Hoffnung Aussicht auf ein neues Leben stellt: Nach dem schlimmsten Moment ihres Lebens, der ihr den wichtigsten Menschen in ihrem Leben genommen hat.. ihren geliebten Matthieu.

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Aurélie Silvestre könnte nicht glücklicher sein. Mit Matthieu hat sie den Mann ihres Lebens gefunden. Er hat ihr bereits einen wunderbaren sohn geschenkt und inzwischen ist sie mir ihrer gemeinsamen tochter ein weiteres Mal schwanger. Es könnte alles perfekt sein. Bis zum 13.November 2015. Dem Tag, der Aurélies Welt in allen Grundfesten erschüttert. Bei einem Terroranschlag, der nicht nur Paris lähmt, verliert ihr geliebten Matthieu im Bataclan sein Leben. Für Aurélie zerbricht alles, was sie sich jemals aufgebaut oder erträumt hat und doch weiß sie, dass sie weitermachen muss. Für Gary, für ihre ungeborene Tochter. Für Matthieu und für sich selbst. Dieses Buch kann man gar nicht richtig bewerten. Es beschreibt die Geschichte einer Frau, die alles, woran sie bislang geglaubt hat, verloren hat. Genommen durch Menschen, die skrupellos den Tod unschuldiger Menschen in Kauf genommen haben. “Je suis Paris” ... diee Worte werden zum Symbol einer ganzen Nation. Aurélie Silvestre beschreibt in ihrem Buch Momente, die sich kaum einer vorstellen, der sie nicht selbst erlebt hat. Ihre Erinnerungen und Gedanken stehen für Momente voller Schmerz und Ungewissheit. Momente, in denen sie verzweifelt und einfach nicht weiter weiß. Wie soll sie ihrem dreijährigen Sohn erklären, dass sein Vater nie wieder kommt? Wie soll sie ihrer ungeborenen Tochter erklären, dass sie ihren Vater nie kennenlernen wird? Und wie soll sie vor allem ihrem eigenen Herzen und Verstand erklären, dass sie nie wieder neben Matthieu aufwachen wird? Ihn nie wieder umarmen kann? Ich habe Aurélie wirklich für ihren Mut bewundert. Für ihren Mut darüber, von Anfang an ehrlich zu den Menschen zu sein, die sie liebt. Vor allem zu ihrem Sohn. Obwohl sie oft genug an ihren Erinnerungen und Gefühlen zu zerbrechen droht, versucht sie stark zu bleiben. Sie versucht sich ein neues Leben ohne Matthieu aufzubauen. Aurélies Erzählungen zeigen deutlich, wie dankbar sie dafür ist, in diesen schweren Momenten nicht alleine zu sein. Zum Schreibstil muss ich sagen, dass er mir wirklich sehr gefallen hat. Ich mag es manchmal nicht, wenn Kapitel kurz gehalten sind, aber hier hat es einfach gepasst. Angehaucht an ein bisschen Lyrik war der Schreibstil melodisch, dramatisch und berührend zu gleich. Es mag sein, dass nicht jeder mit dieser Art der Erinnerungsbewältigung zurecht kommt, aber ich kann euch dieses Buch wirklich nur ans Herz legen. Es zeigt eine unglaublich starke Frau, die mit Mut und Hoffnung Aussicht auf ein neues Leben stellt: Nach dem schlimmsten Moment ihres Lebens, der ihr den wichtigsten Menschen in ihrem Leben genommen hat.. ihren geliebten Matthieu.

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Ich möchte vorneweg sagen, dass ich bei dieser Rezension nicht die Handlung selber bewerten werde. Aurelie Silvestre hat hier von ihren Erfahrungen und ihrem Seelenschmerz berichtet, wie sie mit dem Tod ihres Mannes umgegangen ist und es steht mir einfach nicht zu, dass ich das in irgendeiner Art und Weise beurteile. Ich möchte eher darüber reden, wie sie es rüber gebracht hat und wie es sich angefühlt hat ihre Geschichte zu lesen, aber nicht, ob es spannend war, oder Längen hatte, denn niemand sollte darüber reden. Der Schreibstil ist wirklich schön, also er gefällt mir wirklich gut, denn zum einen ist er einer der Gründe weshalb es einen so berührt, wenn man das Buch liest, aber auch ist er meiner Meinung nach etwas lyrischer, als „normale“ Schreibstile. Dazu sind die Kapitel ziemlich kurz, manchmal auch nur eine Seite lang und das führt alles dazu, dass man in eine gewisse Atmosphäre eingewickelt wird, die ganz speziell für dieses Buch ist und sich etwas schwieriger beschreiben lässt. Der Schreibstil führt außerdem dazu, dass man immer weiter lesen möchte und ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe und vielleicht hat das auch dazu geführt, dass ich das Ende noch in der Vorlesung gelesen habe, weil ich es sonst nicht geschafft hätte, aber pschh. Dass ich das Buch so schnell durchlesen konnte lag auch daran, dass das Buch recht kurz war, aber um die Message rüber zu bringen genau richtig. Die Menschen selber sind sehr sympathisch und man fühlt mit ihnen mit. Die Autorin schafft es wirklich, dass man in ihrem Buch merkt, wie sehr sie die Menschen in ihrem Leben liebt und wie sehr diese auch sie lieben. Das Beeindruckteste war aber, dass mich das Buch sehr berührt hat, aber nicht zwingend wegen der Tatsache, dass sie ihren Mann bei einem Terroranschlag verloren hat, sondern noch wegen ganz vielen anderen Dingen, die fast stärker gewirkt haben. Man muss schon sagen, dass die Tatsache, dass eine junge Familie auseinander gerissen wurde, besonders da die Autorin noch dazu schwanger war, einem sehr aufs Gemüt geschlagen hat und mich etwas heruntergezogen hat, ABER es gab so vieles, was einen auf eine andere Art und Weise berührt hat. Einmal der Schmerz und die Trauer, die so greifbar waren, dass ich das Gefühl hatte, dass ich es anfassen konnte. Aber das absolut Emotionalste war für mich die Stärke der Autorin. Sie wollte kein Opfer sein. Sie wollte für sich und alle da sein. Sie wollte wieder glücklich werden. Sie wollte den Hass nicht siegen lassen. Natürlich hatte sie ihre Rückfälle, aber es wäre auch so falsch und unauthentisch gewesen, wenn das nicht so gewesen wäre. Diese Stärke und diese Willenskraft hat mich wirklich positiv mitgenommen.

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Am 13. November 2015 um 21:46 Uhr erhält Aurélie Silvestre die letzte SMS von der Liebe ihres Lebens, Matthieu, denn er war auf dem Konzert in der Bataclan, welches von Terroristen gestürmt wurde. Nachdem der Tod von Matthieu bestätigt wurde, ist Aurélie sofort klar, dass sie weiterleben muss. Für sich, Matthieu, ihren gemeinsamen Sohn Gary und der noch ungeborenen Tochter. Die Zeit nach dem schrecklichen Anschlag beschreibt Aurélie in ihrem Buch "Wir werden glücklich sein". Sie nimmt den Leser mit in ihr Leben zwischen dem 13. November 2015 und ihrem 35. Geburtstag im Frühling 2016. Aber es gibt auch hin und wieder Rückblicke in die Vergangenheit und auf die glücklichen Tage, die das Paar miteinander verbracht. In den kurzen Kapiteln überzeugt Aurélie Silvestre mit einem schlichten, aber doch gefühlvollen Schreibstil. Sie zieht den Leser in einen Bann, dem man nicht so leicht entkommt. Man lernt die Autorin als äußerst starke und gefasste Persönlichkeit kennen, die keinerlei Hass gegenüber den Täter hat, der sie mit 3 knapp 35 zur Witwe und allein erziehenden Mutter gemacht hat. "Ich richte mich noch etwas mehr auf, wische die Tränen weg, die über meine Wange laufen. Die nächsten sind schon nicht ehr dieselben, langsam lassen sie die wichtigste Entscheidung meines Lebens aufkeimen: Ich werde leben." (Seite 11 ff.) Allerdings merkt man ihr auch ihre Verzweiflung nach dem Anschlag an und wie sehr sie sich bemüht positiv zu bleiben und das beste aus der Situation zu machen. Vor allem aber möchte sie für ihre Kinder stark bleiben. "Ich gehe vorwärts, ich weiche zurück, ich falle hin, ich stehe wieder auf, Ich versuche die Dinge so zu nehmen, wie sie kommen." (Seite 99) Meiner Meinung nach sollte man das Buch gelesen haben, denn es macht Mut und zeigt, dass man immer nach vorne schauen sollte, egal wie aussichtslos die Situation scheint.

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Es fällt mir schwer, dieses Buch zu rezensieren. Die Art, wie Aurélie schreibt, macht den 13. November 2015 und die darauffolgende Zeit zu etwas sehr Persönlichem. Ich hatte die Anschläge nicht wirklich mitbekommen. Zu dem Zeitpunkt war ich in Großbritannien und habe dort nur selten fernsehen geschaut. So richtig bei mir angekommen ist es erst, da waren die Menschen schon wieder aus ihrer Schockstarre erwacht. Erst das Zusammenkommen von Anschlägen, insbesondere in Frankreich, aber beispielsweise auch in Berlin, haben bei mir „Eindruck hinterlassen“ (mir fällt kein besseres Wort dazu ein). Ich gehöre mit zu denen, die – salopp ausgedrückt – sagen: „Weitermachen wie bisher – und den Terroristen damit eine lange Nase drehen.“ Aurélie scheint dies ebenso zu sehen. Mein ursprünglicher Anreiz, Wir werden glücklich sein zu lesen, war daher Neugierde. Wie spiegelt sich diese Einstellung in ihrem Leben nach Matthieus Tod wieder? Denn letztendlich ist es viel einfacher zu sagen „Weitermachen!“, wenn man nicht unmittelbar von den Anschlägen betroffen ist. Aurélie beantwortet die Frage nach dem Weitermachen auf sehr persönliche Art. Manchmal habe ich mich fast geschämt dieses Buch zu lesen. Es fühlte sich an, als würde ich ihr Tagebuch durchwühlen. Größtenteils handelt es sich nur um kurze Abschnitte. Darin berichtet sie von kleinen Momenten; den guten ebenso wie den schlechten. Vom Warten auf eine Nachricht von Matthieu, vom Weinen und Lachen, Rückschlägen, schmerzhaften Erinnerungen, von Spielen mit ihrem Sohn. Eben alles, was das Leben so ausmacht. Länger werden die Absätze nur, wenn sie von der gemeinsamen Zeit erzählt: Vom ersten Kennenlernen oder dem Zusammenleben, aber beispielsweise auch von der Geburt ihres Sohnes. Was mich auch sehr berührt hat, waren die Bilder im Buch. Jedem der Kapitel ist eines vorangestellt. Auf den folgenden Seiten wird klar, woher das Bild stammt; welche Rolle es spielt. Verrückterweise haben genau diese Bilder mir zu schaffen gemacht. Ich reagiere normalerweise sehr stark auf Worte. Hier aber sorgte das visualisieren, zumindest von Ausschnitten, dafür, dass mir Aurélies Texte noch viel näher gingen. Ein hochemotionales Buch, das vor allem Hoffnung macht. Darauf, dass wir uns nicht unterkriegen lassen, sondern aus Gräueltaten wie den Terroranschlägen in Paris gestärkt hervorgehen.

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