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Jillian Cantor: Das Mädchen mit dem Edelweiß

Das Mädchen mit dem Edelweiß Blick ins Buch

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-42238-4

NEU
Erschienen:  10.09.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

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Ein sehr spannender historischer Roman

Von: werder38 Datum : 18.10.2018

Ein empfehlenswertes Buch , das wirklich fesselt und nicht einen Augenblick langweilig wird in der Zeit des vor während und nach dem Zweiten Weltkrieg.
Großes Kompliment an die Autorin , en Meisterwerk.

Eine Geschichte, die man einfach lesen muss

Von: Monika Schulte Datum : 17.10.2018

monikaschulte.blogspot.de


Katies Vater leidet an Alzheimer. Seine große Leidenschaft waren immer seine Briefmarken. Sein ganzes Leben lang hat er gehofft, irgendwann einen großen Schatz darunter zu entdecken, doch inzwischen ist er so krank, dass er sich nicht mehr wirklich daran erinnern kann. Katie versucht, ihm diesen Wunsch zu erfüllen. Sie packt die vielen, vielen Briefmarken und bringt sie zu dem Philatelisten Benjamin. Er entdeckt unter den unsortierten Sachen tatsächlich einen ungeöffneten Brief mit einer außergewöhnlichen Marke, einer Marke mit einem Edelweiß. Welches Geheimnis, welche Geschichte mag hinter dieser Briefmarke stecken? Und werden sie Absender und Adressat finden können?

Noch ahnen weder Katie noch Benjamin, dass diese außergewöhnliche Marke sie nach Österreich ins Jahr 1938 führen wird, in der einst der junge Christoph als Lehrling bei Friedrich Faber anfangen darf, einem Briefmarkengraveur. Christoph fühlt sich zu der jungen Elena hingezogen, doch die Zeiten sind unruhig und die Fabers sind Juden. Die Nazis ergreifen auch in Österreich die Macht. Den kleinen Ort, in dem die Fabers leben und ihre Werkstatt haben, machen sie dem Erdboden gleich. Gerade noch rechtzeitig konnte die jüngere Tochter der Fabers nach England geschickt werden. Elena sollte sie begleiten, doch diese will sich um die Eltern kümmern. Der Vater gilt als tot, die Mutter als vermisst. Christoph und Elena versuchen, die Werkstatt am laufen zu halten, doch die junge Frau darf nicht entdeckt werden. Eines Tages sind alle verschwunden, nur Christoph ist übrig...

"Das Mädchen mit dem Edelweiß" - eine fesselnde und sehr bewegende Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt. Eine Geschichte, die den Leser mitnimmt auf eine Reise in eine Welt, in der alles im Umbruch ist. Trotz aller Tragik ist der Roman unterhaltsam, geheimnisvoll und sehr, sehr spannend. Durch seine überraschenden Wendungen hält er seine Spannung. Es ist dramatische Liebesgeschichte zweier Menschen, die durch den Krieg auseinander gerissen wurden. Interessante Persönlichkeiten begleiten den Leser durch die Geschichte, die einen ständig beschäftigt.

"Das Mädchen mit dem Edelweiß" - unbedingt lesen!

Die geheime Sprache der Briefmarken

Von: Martinas Buchwelten Datum : 17.10.2018

martinasbuchwelten.blogspot.co.at/

Bewertung: 4 1/2 Sterne

Vom Verlag erhielt ich die Anfrage, ob ich diesen Roman lesen und rezensieren möchte. Da ich selbst in Österreich lebe und Bücher mit dem Thema Zweiter Weltkrieg gerne lese, war meine Neugierde geweckt. Außerdem war mein Vater ebenfalls Briefmarkensammler und hat mich schon als Kind in diese Materie eingeführt. Trotzdem hatte ich etwas Bedenken, denn ich fragte mich, ob es eine amerikanische Autorin schafft, mein Heimatland zur Zeit des Zweiten Weltkrieges und das Thema Briefmarken realitätsnah und authentisch zu beschreiben. Da ich bereits einmal einen Roman einer britischen Autorin gelesen habe, die über das Skifahren schrieb und dabei wirklich hanebücherne Dinge verfasste (ich muss noch heute den Kopf darüber schütteln!), war ich sehr skeptisch. Doch Jillian Cantor hat mich positiv überrascht und schließlich überzeugt!

Die Handlung wird in zwei Zeitebenen aufgeteilt. Wir befinden uns 1989 in Kalifornien und 1938/39 in einem kleinen Dorf in Österreich.
Katie lebt in L.A. und hat im Moment eine schwere Zeit. Die Scheidungspapiere liegen zum Unterzeichnen in ihrer Wohnung, ihr baldiger Ex-Mann ist noch dazu ihr Chef und ihr Vater leidet immer mehr an Demenz. Schweren Herzens muss sie ihn ins Heim bringen. Seine große Leidenschaft im Leben waren seine Briefmarken. Jeden Sonntag nahm er seine Tochter mit auf diverse Flohmärkte und träumte davon, irgendwann einen besonderen Schatz zu finden. Katie bringt seine Sammlung zum Schätzen zum Briefmarkenhändler Benjamin Grossmann. Dieser findet tatsächlich etwas Außergewöhnliches: einen nicht abgeschickten Briefumschlag an Fräulein Elena Faber mit einer sonderbaren Briefmarke darauf. Es ist eine alte Marke aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und zeigt den Stephansdom in Wien. Doch auf der Kirchturmspitze befindet sich - fast unkenntlich - ein Edelweiß. Katie und Benjamin beschließen daraufhin, herauszufinden, welches Geheimnis diese Marke birgt.
1938: Christoph, ein Waisenjunge, darf das Handwerk des Briefmarkengraveurs beim berühmten jüdischen Graveur Friedrich Faber erlernen. Dort wird er liebevoll in die Familie aufgenommen. Christoph ist fasziniert von der kunstvollen Arbeit. Er ist ein guter Zeichner, doch mit dem Stichel und der Metallplatte tut er sich anfangs sehr schwer. Fabers Tochter Elena arbeitet selbst heimlich mit dem Stichel und ist nicht ungeschickt. Politisch ist die Zeit keine leichte, denn Österreich wird von Deutschland ins Deutsche Reich "aufgenommen" und die Hetzte gegen die Juden wird immer schlimmer. Friedrich Faber, seine Frau und die Töchter Miriam und Elena sind in Gefahr....

Jillian Cantor hat die Faszination des Gravurhandwerks hervorragend beschrieben. Im Widerstand gegen Hitler wurden auf Briefmarken öfters geheime Botschaften versteckt und so weiter gegeben.
Die Autorin hat die Lage in Österreich zur Zeit der Besatzung und des anschließenden Beginns des Zweiten Weltkrieges sehr anschaulich dargestellt. Das Niederbrennen und die Ausrottung einzelner Dörfer, die Enteignung der Juden und ihrer Geschäfte, sowie im besonderen Fall die Aufgabe, eigene österreichische Briefmarken im Deutschen Reich herzustellen. Es geht auch um Fluchthilfe und Widerstand.
Aber auch das Jahr 1989 ist ein politisch wichtiges Jahr. Mit Katie reisen wir kurz nach dem Fall der Mauer nach Berlin und der Leser erlebt auch hier einen denkwürdigen Moment. Im Gegenwartshandlungsstrang nimmt sich die Autorin der Alzheimererkrankung und menschlichen Verlusten an. Auch diese Themen hat sie gut umgesetzt.

Die Charaktere sind sehr lebendig und liebevoll gestaltet. Ich hatte sie alle vor Augen und die individuellen Charaktere haben mir äußerst gut gefallen. Katie liebt ihren Vater sehr und kümmert sich rührend um ihn. Benjamin blieb mir allerdings ein bisschen zu blass. Er war generell die einzige Figur, die ich nicht richtig greifen konnte. Katies Großmutter hingegen ist mir besonders ans Herz gewachsen. Auch Christoph ist ein sehr liebenswürdiger Mensch, der vor allem für Andere da ist. Elena ist eine sehr impulsive junge Frau, die oft handelt und erst später denkt. Sie ist im Widerstand tätig und sich oftmals der Gefahr, in die sie sich begibt, nicht richtig bewusst. Eine sehr starke Frau!

Was ich nicht unbedingt gebraucht hätte, war die Liebesgeschichte in der Gegenwart. Sie hat mich auch nicht zu 100% überzeugt.

Schreibstil:
Der bewegende und bildhafte Schreibstil der Autorin hat mich mit den Figuren mitfiebern lassen. Jillian Cantor hat hervorragend zu den Themen Briefmarken, Beginn des zweiten Weltkrieges in Österreich und auch zum Thema Alzheimer recherchiert. Ihre Ausführungen über die politischen Ereignisse in Österreich 1938/39 und die der Wende in Deutschland 1989 wurden sehr interessant und authentisch dargestellt.

Fazit:
Ein Roman auf zwei Zeitebenen, der teilweise in meinem Heimatland spielt. Eine bewegende Geschichte mit Tiefe, die mich überzeugen konnte und mir spannende Lesestunden gebracht hat. Gerne empfehle ich diesen Roman weiter.
Vielen Dank an den Heyne Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

die Bedeutung des Edelweiß

Von: Franzi Datum : 17.10.2018

Mit dem Buch „Das Mädchen mit dem Edelweiß“ erscheint der erste Roman der Autorin Jillian Cantor in Deutschland.

Ihr Buch entführt den Leser in die Jahre 1938/1939 (Österreich) und 1989/1990 (Los Angeles).
Die junge Frau Katie lebt in Los Angeles und besucht trotz privater Probleme regelmäßig ihren an Alzheimer erkrankten Vater. Früher gingen beide gerne zu Flohmärkten, immer auf der Suche nach seltenen und außergewöhnlichen Briefmarken.
Nun will Katie wissen, ob in der Sammlung ihres Vaters nicht doch ein Schatz verborgen ist, nach dem dieser so viele Jahre gesucht hat. Mit einem Briefmarkenkenner versucht sie, das Geheimnis hinter einer sonderbaren Briefmarke, die auf einem ungeöffneten Brief klebt, zu finden. Auf ihrer Suche lernen sie mehr über die Briefmarkenherstellung in den 30er Jahren und über den Künstler jener Briefmarke kennen.
Diese Reise wird zu einem Erlebnis, mit dessen Ausgang so niemand von ihnen gerechnet hätte.

Jillian Cantor schildert die Lebensverhältnisse ihrer Figuren sehr eindrucksvoll. Dadurch sind sie einem auf Anhieb sympathisch.
Allein der Wechsel der Erzählperspektiven ist gerade zu Anfang recht gewöhnungsbedürftig. Die Kapitel die in Österreich spielen und die in Los Angeles, sind in verschiedenen Erzählperspektiven verfasst worden.

Wer gerne mehr über Briefmarken erfahren möchte oder einfach einen guten Roman für lange Winterabende sucht, macht mit diesem Buch auf jeden Fall nichts falsch.

Eine ergreifender Reise!

Von: Booklove15_11 Datum : 16.10.2018

Schon als kleines Mädchen geht Katie mit ihrem Vater auf Flohmärkten und in Trödelläden, immer auf der Suche nach kostbaren Briefmarken. Eine Schatzsuche unter tausenden kleinen Papierquadraten, was Katie nie verstanden hat, was genau ihr Vater suchte. Als ihr Vater schwer an Alzheimer erkrankte, vertraut er die ganzen Kiste voller Sammlung Katie an. Katie, die immer noch nicht weiß, was sie mit der Sammlung machen soll, beschließt sie bei einem Philatelist wertzuschätzen und bringt sie zu Benjamin. Er soll herausfinden, ob sich unter den vielen Marken doch ein Schätzchen befindet. Und tatsächlich entdeckt Benjamin einen vergilbten ungeöffneten Brief, der mit einer seltsamen und untypischen Briefmarke aus den Dreißigerjahren versehen ist. Auf dem Marke ist der Stephansdom abgebildet mit kaum sehbaren Edelweiß, was Benjamin merkwürdig findet. Benjamin hat nie an Zufälle geglaubt und beschließt dem Geheimnis des Briefs auf die Spur zu gehen. Katie dagegen glaubt, dass es eine Zeitverschwendung ist, dennoch willigt sie nur ein, weil sie endlich verstehen möchte, warum ihre Vater die Sammlung über alles liebt. Aber die beiden ahnen nicht, dass sie ihre Spurensuche ins Österreich des Jahres 1938 führen wird, genau an den Ort, an dem ein junges Paar sich einst begegnete und ewige Liebe versprach...


Ich muss zugeben, ich bin sehr skeptisch an das Buch herangetreten. Ich meine, seit Jahrzehnten schreibt man Bücher über den Zweiten Weltkrieg, da denkt man, gibt es überhaupt noch irgendwelche Ecken, die im Dunkeln geblieben sind? Und noch dazu, dass eine junge amerikanische Autorin über diese Thematik schreibt, ob das gut geht? Und ob das geht! Bin begeistert! Als erfahrener Leser merkt man schnell, wie sorgfältig und gründlich die Autorin recherchiert hat. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Kapitelweise reist man zwischen dem Jahr 1938 nach Österreich und in dem Jahr 1989 nach Los Angeles, welcher den Leser einen sehr guten Einblick in die jeweiligen Geschehen ermöglicht und diese zwei Erzählstränge sind so gut verknüpft, dass sie richtig ineinander übergehen. Die Autorin hat schwierige Themen wie Krieg, Antisemitismus und Krankheiten ausgesucht, aber ordentlich mit Mut, Hilfsbereitschaft und Liebe gewürzt, sodass man nicht nur traurig reinblickt sondern oft schmunzelt. Ihr Schreibstil ist leicht und locker, sodass man ohne Verständnisprobleme lesen kann. Alle Charaktere sind sehr sympathisch und bildhaft, aber mir haben die besonders starken Protagonistinnen sehr gut gefallen. Die komplette Geschichte ist schon ein bisschen vorhersehbar. Aber mich hat es nicht gestört, weil gewisse Spannung auch dabei war, wobei man einfach weiterlesen möchte. Im Großen und Ganzen ist es ein sehr gut gelungener, bewegender Roman. Sehr empfehlenswert!

Tolle Unterhaltung mit sympathischen Charakteren

Von: SchoLu Datum : 15.10.2018

Eigentlich ist das Buch nicht unbedingt mein Lieblingsgenre bzw. mein Lieblingsthema; von Büchern mit dem Thema "2. WK" halte ich mich normalerweise eher fern, wahrscheinlich hab ich da in jüngeren Jahren zuviel von gelesen. Ich kann auch gar nicht nachvollziehen, wie ich an das Buch gekommen bin, aber ich bin total froh, es gelesen zu haben!
Dieses Buch spielt zum Teil zu Beginn des 2. Weltkrieges in Österreich und zum Teil 1989 in Amerika.
Die Autorin greift dabei in ihrem Werk viele verschiedene Themen auf: Der Waise Christoph, der bei der jüdischen Familie Faber das Gravieren von Briefmarken erlernen will, die Verschleppung der Juden und den Kindertransport. Demgegenüber in der "Gegenwart" Kathie mit ihrem demenzkranken Vater, einem Briefmarkensammler, der immer auf der Suche nach einem Schatz war. Diese Suche führt nun Kathie sogar bis nach England und Deutschland, welches gerade wiedervereinigt wird ...
Trotz dieser vielen Themen gelingt es Jillian Cantor, die Geschichten einfühlsam miteinander zu verweben. Es scheint gut recherchiert und keine Information ist überflüssig
Der Sprachstil ist flüssig, und die Personen sind allesamt sympathisch! Obwohl es nicht mein bevorzugtes Genre ist, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und war gespannt, wie sich am Ende alles verbindet. Frau Cantor hat mich wirklich begeistert und ich bin gespannt, ob bald weitere ihrere Bücher ins Deutsche übersetzt werden!

das Mädchen mit dem Edelweiß

Von: helgus Datum : 15.10.2018

Spannung von der ersten bis zur letzten Minute. Sehr schön zum Lesen. Besonders hat mir der ständige Rückblick in die Vergangenheit gefallen.

Buchbewertung

Von: Ilona Löcherbach Datum : 15.10.2018

Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt...jede freie Minute war es in meiner Hand...es lässt sich leicht lesen und lässt einen am Zeitgeschehen teilhaben.

Eine wundervolle Liebesgeschichte

Von: Gabriela Datum : 13.10.2018

Als Katies Vater an Alzheimer erkrankt, gibt Katie seine Briefmarkensammlung zu dem Philatelisten Benjamin, um sie schätzen zu lassen. Benjamin entdeckt eine ungewöhnliche Briefmarke auf einem noch verschlossenen Brief.
Ist es ein Schatz? Was steht in dem Brief?
Katie und Benjamin begeben sich auf eine Zeitreise nach Österreich in das Jahr 1939, als Hitler einmarschiert ...
Jillian Cantor versteht es, 2 Zeitebenen miteinander zu verschmelzen. Es ist ein packender Roman mit einem Ende, das ich nicht erwartet hätte.
Ich würde mich freuen, wenn auch ihre anderen Bücher in Deutschland veröffentlicht werden.

Nur eine Briefmarke

Von: Bibliomarie aus Düsseldorf Datum : 12.10.2018

Katies Vater hat leidenschaftlich Briefmarken gesammelt. Zusammen mit ihm hat sie viele Flohmärkte besucht, er war immer auf der Suche nach einem ganz besonderen Schatz. Nun lebt er seit einiger Zeit in einem Heim für Demenzkranke. Sein Gedächtnis schwindet immer mehr und Katie bringt die Sammlung zu einem Briefmarkenhändler. Vielleicht findet sich ja doch eine besonders wertvolle Marke darunter.

Tatsächlich findet Benjamin Grossman etwas Besonderes. Einen vergilbten, nie abgeschickten Brief mit einer österreichischen Marke, an der einige Linien sein Interesse erwecken. Katie und er machen sich daran, die Geschichte des Briefes und der besonderen Marke zu erforschen und das führt sie in das Jahr 1939 nach Österreich. Katie ahnt noch nicht, wie die Geschichte und die Briefmarke mit ihrem Leben verknüpft sein werden.

Der Roman von Jillian Cantor spielt auf zwei Zeitebenen, die sich abwechseln, die Gegenwart ist Los Angeles im Jahr 1989, die Vergangenheit in Österreich sind die Jahre 1938/1939.
Katie ist eine Frau, die an einem Wendepunkt ihres Lebens angekommen ist. Ihre Ehe ist gescheitert, der Vater, ihre Verbindung zur Kindheit erkennt sie nur noch an guten Tagen. Sie ist verletzt und ein wenig aus ihrer Lebensbahn geworfen. Mit der Suche nach der Empfängerin des alten Briefes findet sie eine Herausforderung und auch einen Grund sich öfters mit Benjamin Grossman zu treffen. Der schüchterne, wortkarge Mann beginnt sie zu interessieren.

Liebesgeschichte und historischer Roman gehen hier eine Verbindung ein. Je tiefer Katie in der Vergangenheit gräbt, umso besser kann sie ihre Gegenwart und ihre Zukunft einschätzen. Die Idee ist nun nicht sonderlich originell, aber die Umsetzung fand ich gelungen. Der Roman wird immer spannender und dramatischer, je näher Katie der Wahrheit kommt. Die Wahl der Zeitebenen hat mir auch gut gefallen, der Anschluss Österreichs an Nazideutschland und die Folgen auf die jüdischen Bewohner geben einen dramatischen und sehr persönlichen Hintergrund und das Jahr 1989 ist ebenfalls von vielen Umbrüchen geprägt. Mit dem Fall der Mauer in Deutschland bekommt auch die deutsche Herkunft von Katies Großeltern eine Bedeutung.

Auch wenn ich den Verlauf der Geschichte und ihr Ende schon früh ahnte, bleibt mir die Geschichte doch positiv in Erinnerung. Auch über einige Längen konnte ich gut hinwegsehen. Gute Unterhaltung mit Anspruch, wie ich finde.

Der Schatz

Von: hasirasi2 Datum : 10.10.2018

nichtohnebuch.blogspot.de/

Los Angeles 1989: „Die Marken waren mein Ein und Alles.“ (S. 23) sagt Katies Vater, als sie ihm erzählt, dass sie seine Sammlung veräußern will. Das ist an einem guten Tag, an dem er sie erkennt und sich erinnern kann, denn er leidet an Demenz. In ihrer Kindheit sind sie jeden Sonntag losgezogen, um auf Flohmärkten und bei Haushaltauflösungen nach besonderen Briefmarken zu suchen. Jetzt hofft sie, dass sich wirkliches etwas Wertvolles in der Sammlung befindet.
Bis auf eine ungewöhnliche Marke (die auf einem ungeöffneten, nie abgeschickten Brief klebt) fällt dem Händler Benjamin Grossmann nichts auf. Aber „die Eine“ hat es in sich. Sie muss um 1938 in Österreich entstanden sein. Im eigentlichen Bild versteckt sich ein Edelweiß – das deutet lt. Benjamin darauf hin, dass es sich um einen Liebesbrief handelt. Aber er sagt Katie auch, dass die Marke so nie gedruckt wurde. Warum gibt es sie dann aber? „Vielleicht waren die Geschichten hinter den Marken der eigentliche Schatz.“ (S. 123) Die Suche führt die Beiden weit in die Vergangenheit.

Die Geschichte hat mich sehr bewegt. Jillian Cantor verwebt darin geschickt zwei Zeitebenen und Handlungsstränge. Da ist zum einen Katie, die 1989 unbedingt den Graveur der Marke oder die Empfängerin des Briefes finden möchte. Gleichzeitig fällt in Berlin die Mauer und ihre Großmutter träumt davon, noch einmal ihre Heimat zu sehen, denn auch sie musste als Jüdin im 2. WK fliehen und konnte / wollte danach nicht in de DDR zurückkehren.
Die zweite Ebene spielt in 1938 Österreich. Der ehemalige Waisenjunge Christoph hat beim jüdischen Briefmarkengraveur Friedrich Faber und dessen Familie endlich eine Lehrstelle und ein Zuhause gefunden. Doch dann wird Österreich an Deutschland „angeschlossen“ und die Fabers sind in Gefahr.

„Das Mädchen mit dem Edelweiß“ ist extrem spannend geschrieben. Ich habe mit Katie und Benjamin auf ihrer Suche mitgefiebert. Katie ist eine zutiefst verunsicherte und einsame Frau. Ihr Mann lässt sich gerade scheiden, weil sie sich nur noch um ihren erkrankten Vater gekümmert und dabei ihre Ehe vernachlässigt hat. Ihr Vater lebt in der Vergangenheit und erkennt sie kaum noch. Ihren Glauben lebt sie seit Jahren nicht mehr, da ihr Mann kein Jude war. Sie hat ihre Wurzeln verloren.
Durch die Suche und die Konfrontation mit der Vergangenheit versteht Katie endlich, was ihre Vorfahren mit der Flucht alles aufgeben mussten, was Heimat eigentlich bedeutet – und findet sich selbst wieder.

Jillian Cantor beschreibt sehr mitreißend, wie die Nazis gegen die österreichischen Juden vorgegangen sind und wie geschickt diese sich dagegen gewehrt haben. Sehr interessant fand ich ihren Blick als Amerikanerin auf die Wende- und Nachwendezeit der DDR, da ich dort aufgewachsen bin.

Meine unbedingte Leseempfehlung.

Das Mädchen mit dem Edelweiß

Von: Ann-Cathrin K. Datum : 05.10.2018

Katies Vater ist aufgrund seiner Alzheimererkrankung in ein Heim gezogen, seine geliebte Briefmarkensammlung hat er ihr geschenkt. Die beiden sind in Katies Kindheit von Flohmarkt zu Flohmarkt gezogen und haben nach dieser einen besonderen Briefmarke gesucht, "dem Hope-Diamanten unter den Briefmarken". Um ihrem Vater eine Freude zu machen, bringt Katie die Briemarkensammlung zu dem Philatelisten Benjamin und es befindet sich wirklich eine außergewöhnliche Marke in der Sammlung. Katie und Benjamin begeben sich auf eine Reise bis ins Österreich des Jahres 1938 und Katie erkennt, dass der eigentliche Wert der Marke nicht sein Geldwert ist.

Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, die auf den ersten Blick nicht ganz so viel miteinander zu tun haben. Im Jahr 1989 geht es um Katie, die in LA lebt und sich auf die Suche nach der Bedeutung der Briefmarke macht. In den Jahren ab 1938 geht es um Christoph, der in Österreich bei der Familie Faber das Gravurhandwerk lernt. Gleichzeitig erhält man auch einen Einblick in die Geschehnisse von damals, dem Beginn des 2. Weltkrieges und den Mauerfall in der Zeit von Katie.

Die Charaktere sind schön gestaltet und man kann gar nicht anders und muss einfach immer weiter lesen, damit man erfährt, wie es weitergeht mit den einzelnen Protagonisten.

Die Handlung ist spannend und flüssig geschrieben, so dass man auch den Zeitsprüngen immer gut folgen kann. Es ist interessant, wie alles miteinander verwoben ist und mit der Zeit an Tageslicht kommt.

Das Mädchen mit dem Edelweiß ist ein bewegender Roman, der einen auf eine Zeitreise schickt. Dieses Buch hat 5 von 5 Sternen mehr als verdient!

Tolles Buch

Von: Katja Dörseln Datum : 02.10.2018

Das war ein tolles Buch ganz nach meinem Lesegeschmack.
Ich fand es wieder einmal interessant und schockierend, den Antisemitismus während des 2. Weltkrieges aus einer neuen Perspektive zu betrachten.
Die Philatelie wurde dabei zu einem spannenden Thema. Ich werde die wenigen Briefmarken, die es überhaupt noch gibt, jetzt auch genauer anschauen.
Mir hat auch der ständige Wechsel zwischen den Zeiten gut gefallen, denn es erhöhte die Spannung, wie diese im Zusammenhang stehen würden.

Ein sehr schönes Buch

Von: PD Datum : 01.10.2018

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es wird in zwei Zeitebenen erzählt (Früher und Gegenwart), die sich immer abwechseln. Durch die relativ kurzen Kapitel habe ich das Buch in fast einem Rusch durchgelesen. Es war das erste Buch, das ich von Jillian Cantor gelesen habe, aber bestimmt nicht das letzte.

Auf der Suche nach einem Geheimnis

Von: Haskuscha Datum : 30.09.2018

Ich finde, dass das Cover schlicht und einfach gehalten ist, aber auf seine Weise auch anziehend schön. Aus meiner Sicht ist dieses sehr gut gelungen und hat etwas "Geheimnisvolles". Aus dem Grund wollte ich es auch so gern lesen.

Das Buch ist in zwei "Zeitzonen" aufgeteilt (1938/1939 + 1989-1991) und sehr interessant gestaltet. Zeitweise ist es sehr tiefgründig und einfühlsam. Die zeitweise geschichtliche Seite ist gut recherchiert und es gibt gute Übergänge zwischen den beiden "Zeitzonen".

Zu der Story:
Kate versucht ihrem dementen Vater eine Freude zu bereiten und macht sich auf die Suche nach seinem "ganz besonderen Schatz". Sie geht davon aus, dass er auf der Suche nach einer besonderen Briefmarke ist und aus diesem Grund bittet sie den Philatelisten Benjamin Grossman um Hilfe. Als dieser einen erstaunlichen Fund zwischen all den Marken macht, begeben sich Kate und Ben vagemutig auf die Suche, um das geheimnisvolle Rätsel zu lösen. Dabei reisen sie zwischen Österreich, Wales, Deutschland, und einigen Staaten Amerikas hindurch.

Meines Erachtens nach eine sehr bewegende Geschichte mit überraschendem Ausgang.

Buch zum Verschlingen

Von: SanPat Datum : 30.09.2018

Ich habe dieses Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen, trotz der 396 Seiten. Viel über den Inhalt möchte ich nicht verraten. Die Geschichte ist gut geschrieben und geht ans Herz. Dieses Buch ist weiter zu empfehlen.

Gefühl und Spannung von Anfang bis Ende

Von: Kaytie Datum : 28.09.2018

Buch:
Als ich das Paket öffnete, erwartete mich ein wunderschönes, qualitativ hochwertiges Taschenbuch, welches problemlos den Transport in einer Handtasche übersteht. Auch von der Größe her lässt es sich gut unterwegs lesen. Der erste Blick ins Buch zeigte eine angenehme Schriftgröße und einen übersichtlichen Aufbau. Das Buch ist nicht mit Werbung zugekleistert und es wurden keine unnötigen Blankoseiten eingefügt.

Inhalt:
"Das Mädchen mit dem Edelweiß" von Jillian Cantor hat mich vom ersten Moment an gefesselt. Die Autorin nimmt den Leser in eine wunderschöne und gleichzeitig unbegreifliche und verstörende Zeit mit. Sie erzählt die Geschichte von Christoph und Elena, die trotz aller Widrigkeiten eine unfassbar starke Liebe zueinander entwickeln. Parallel dazu erzählt sie die Geschichte von Katie und Benjamin, die 50 Jahre später erst ein Geheimnis lüften müssen, um zu sich selbst finden zu können. Dabei gelingt es der Autorin, den Spannungsbogen und das Gefühl in einem für den Leser sehr angenehmen Maße aufrecht zu erhalten. Man beginnt das Buch und ist so gefesselt, dass man Seite für Seite weiterliest und das Buch in einem Rutsch beendet. Dabei zeichnet sie wunderbare, vielschichtige und authentische Charaktere. Der Schreibstil ist sehr angenehmund flüssig.

Fazit:
Ein wundervolles Buch, welches mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen hat. Eins meiner Lesehighlights 2018.

Edelweiß, Zeichen glücklichen Mutes

Von: Miss Norge aus Rabenau Datum : 25.09.2018

✿ Meine Meinung ✿
Ein wunderbarer Roman, den ich von Herzen empfehlen kann. Von der ersten Seite an, wurde ich vom aussagekräftigen Schreibstil der Autorin, in die Geschichte und somit auch in die damalige Zeit getragen. Die beiden Erzählungen sind in den Jahren 1938/1939 und 1989/1990 angesetzt. Der Plot nähert sich abwechselnd in den Zeiten immer mehr der Wahrheit an und Jillian Cantor hat es geschafft, eine große Liebe zu einem würdevollen Ende zu bringen. Ob gut oder schlecht, das verrate ich nicht. Wie die Autorin erwähnt, sieht man die Briefmarke doch als gängige Sache an. Oder hat sich von Euch schon einmal jemand näher damit befasst, wie früher Briefmarken entworfen und hergestellt wurden? Also ich nicht, obwohl ich jahrelang damit beruflich zutun hatte. Zack, auf einen Brief geklebt und der soll eigentlich nur seinen Weg vom Absender zum Empfänger finden. Doch hier ist die Briefmarke mehr, als nur das notwendige Übel für die Beförderung, hier übermittelt sie geheime Botschaften im Krieg, die Hitler und seine Konsorten nicht mitbekommen sollen. Ein wirklich interessanter Hintergrund verbunden mit der großen Liebe und dem Verlust von lieben Menschen, die im Krieg auf der Verliererseite stehen. Die Hauptperson, Ende der 80er Jahre ist Kate, die die Briefmarkensammlung ihres Vaters an Benjamin, einen Briefmarkenhändler gibt um vielleicht doch die eine oder andere wertvolle Marke zu finden. Und Ende der 1930er Jahre ist es Christoph, der bei Friedrich Faber das Handwerk der Briefmarkengravur erlernen soll. Dann sprengt der Krieg die Familie Faber auseinander und Hitler kommt an die Macht. Christoph und Faber´s Tochter Elena erleben eine schreckliche Zeit und sie träumen abends zusammen von einem glücklicheren Leben, welches sie zusammen in Frieden verbringen möchten.
✿ Fazit ✿
Ein toller Roman, der alle Gefühlsebenen anspricht. Die Geschichte ist: bezaubernd, traurig, stark, kämpferisch, liebevoll und herzlich.

Mein ganz persönliches Highlight im Leseherbst 2018 !

Von: katikatharinenhof Datum : 17.09.2018

Katie hat bereits als Kind mit ihrem Vater die Flohmärkte unsicher gemacht, immer auf der Suche nach Schätzen, Briefmarken, die eine Geschichte erzählen.
Doch diese Erinnerungen gehen Katies Vater immer mehr verloren, denn er ist an Alzheimer erkrankt. Um ihm eine große Freude zu bereiten, lässt Katie die Briefmarken von einem Philatelisten schätzen und ahnt nicht, dass sie damit unbewusst ganz tief in die Geschichte zweier Liebenden eintaucht, die 1938 gegen den Rest der Welt bestehen und kämpfen mussten...

Ich verneige mich vor Jillian Cantor und ihrem Buch - dieser Roman hat mich tief berührt, mich bewegt und mich auf eine emotionale Zeitreise mitgenommen, die ich so zu Beginn des Buches nicht erwartet hätte. Die Autorin lässt ihre Protagonisten in zwei Zeitsträngen agieren und gestaltet dabei beide so intensiv und lebhaft, sodass ich mich unmittelbar in den Jahren 1938 und 1989 befinde, um die grandiose Geschichte hautnah mitzuerleben. Die Charaktere sind außerordentlich vielschichtig gestaltet, ihre Handlungen und ihr Tatendrang sind so kraftvoll geschildert, sodass ich mich mitten im Geschehen befinde, mit ihnen hoffe und bange, mich voller Neugier auf die Suche nach der Vergangenheit begebe und so erlebe, wie sich nach und nach die Nebel der Vorgeschichte verziehen und eine wahnsinnig dichte Erzählung vom Vorschein kommt. Atmosphärisch dicht und einfühlsam werden hier beide Erzählstränge miteinander verknüpft und ich kann nicht anders, als immer noch eine Seite und noch eine Seite zu lesen, bis ich schließlich am Ende des Buches angekommen bin, wieder in die Gengenwart katapultiert werde und die Taschentücher bereithalten muss. Der Roman überzeugt durch akribische Recherche, verknüpft Wahrheit und Fiktion durch eine angenehme Erzählweise, die dramaturgisch perfekt inszeniert und mit vielen kleine Details ausgestattet ist , die der Geschichte die nötige Tiefe verliehen.

Für mich mein ganz persönliches Highlight im Leseherbst 2018 !

Herzlichen Dank an Corinna Schindler vom Freelance-Team und an den Heyne Verlag für die kostenfrei Überlassung dieses Lese-Exemplares. Diese Tatsache hat jedoch nicht meine ehrliche Lesermeinung beeinflusst.