Leserstimmen zu
Und wenn die Welt verbrennt

Ulla Scheler

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Paperback
€ 14,99 [D] inkl. MwSt. | € 15,50 [A] | CHF 21,90* (* empf. VK-Preis)

Bewegend

Von: Pauline aus Düren

04.01.2019

Ich habe schon viele tolle Bücher gelesen, doch dieses Buch ist eine einzigartige, bewegende & berührende Story für sich. Ich glaube Welt trifft es eher. Felix & Alisa sind ein tolles Team & es hat mich bewegt welch schreckliche Vergangenheit auf Alisa's Schultern lastet & wie sie damit umgeht. In diesem Buch sind so viele Emotionen & Blickwinkel drin, ich weiss nicht was ich noch sagen soll. Das ist zwar mein erstes Buch, dass ich von dieser Autorin lese, aber es wird nicht mein letztes sein. Ich liebe die Welten die Sie erschaffen.

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StartseiteRezensionenÜber michImpressum Und wenn die Welt verbrennt - Ulla Scheler März 28, 2018 Werbung! (Das Buch habe ich freundlicherweise vom Bloggerportal als Rezensionexemplar bekommen, dennoch handelt es sich hierbei um meine eigene, freie Meinung) [Pin on Pinterest] Titel: Und wenn die Welt verbrennt Autor: Ulla Scheler Verlag: Heyne fliegt Seiten: 432 Preis: 14,99€ (broschiert), 11,99€ (Ebook) Klappentext: Wenn aus Funken Flammen werden Er ist ein Junge mit bunten Kreiden, der Menschen in Bildern auf dem Asphalt einfängt. Sie ist ein Mädchen mit einem dunklen Geheimnis, das niemanden an sich heranlässt. Felix und Alisa. Beide leben in ihrer eigenen Welt, bis sie sich durch Zufall begegnen. Und plötzlich ist es ausgerechnet Alisa, die Felix versteht wie niemand sonst. Zusammen sind sie stark, fast unschlagbar. Bis ein Haus brennt und Alisa von den Schatten der Vergangenheit eingeholt wird ... Meine Meinung: Ehrlich gesagt konnte ich nach dem Klappentext gar nicht so genau sagen, ob mich dieses Buch anspricht oder nicht, aber ich war neugierig und habe es deswegen gelesen. Ich bin echt froh, dass ich dieses Buch gelesen habe, denn es war echt toll! Hier auch schonmal vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionexemplar. In diesem Buch begleiten wir Alisa und Felix. Beide studieren in München und müssen lernen sich selbst zu akzeptieren und auch auf eigenen Beinen zu stehen. Beide haben ihre ganz eigene Vergangenheit, mit denen sie abschließen müssen, aber dennoch finden sie zueinander und können sich gegenseitig helfen. Ich mochte die Handlung sehr sehr gerne. Das Buch wurde abwechselnd aus Alisa und Felix Sicht geschrieben was mir sehr gut gefallen hat. Während man Felix im Verlauf der Buches immer besser kennengelernt hat, hat man bei Alisa das Gefühl man würde sie kennen, aber gleichzeitig auch nicht. Das war ein echt schönes Leseerlebnis und so habe ich das auch zum ersten Mal in einen Buch gehabt. Das Buch ist insgesamt sehr ruhig und es wird sehr starken Wert darauf gelegt Felix näher kennenzulernen. Am Anfang sah ich es recht skeptisch, dass Alisa und Felix sehr schnell zueinanderkamen, aber am Ende war es definitiv die richtige Entscheidung, denn so hat man keine Liebesgeschichte über das Zusammenkommen, sondern eine Liebesgeschichte in der die Beziehung zwischen Alisa und Felix. Man erlebt mit den beide Höhen und Tiefen in einer Beziehung und das Buch zeigt auch deutlich, wie sehr Krisen zwei Menschen zusammenschweifen können und das fand ich echt schön. Jedoch bin ich mit dem Ende absolut unzufrieden und hätte mir ein anderes Ende gewünscht. Felix und Alisa waren mir beide sympathisch. ich mochte die geheimnisvolle Art von Alisa, aber gleichzeitig wusste ich so viel über sie. Manchmal kam sie mir so vertraut vor, als würde ich sie ein Leben lang kennen, aber im nächsten Kapitel war sie mir vollkommen fremd. An Alisa habe ich immer wieder neues entdeckt, was ich echt toll fand. Felix wirkte an vielen Stellen oft wie ein kleines Kind, was noch lernen muss erwachsen zu werden, aber ich finde, dass er echt eine Entwicklung durchmacht und wurde im Verlauf der Geschichte erwachsen. Ich denke vieles was an Felix nagt, nagt auch an uns und Felix kann uns Wege zeigen mit unseren Zweifeln umzugehen. Manche sind vielleicht nicht gerade die besten, aber auch das mochte ich. Felix hat immer wieder ein zwei fehlerhafte Entscheidungen getroffen, aber gerade das machte ihn so authentisch und ich hätte es nicht anders gewollt. "Das bist nicht du. Alles, was du eben aufgezählt hast - der Job, die Stadt, das Studium -, macht dich vielleicht zu jemanden, aber es hat nichts damit zu tun, wer du gerade bist." (Alisa S. 150) Zum Schreibstil kann ich nur sagen, dass er fantastisch ist. Er ist an vielen Stellen schon fast poetisch, aber trotzdem leicht und locker. Auch gibt es immer wieder so tiefgründige Zitate wie oben, die einen irgendwie zum nachdenken anregen. Ich habe diesen Schreibstil geliebt und macht meiner Meinung nach das Buch zu etwas einzigartigen, denn so einen guten und schönen Schreibstil erlebe ich selten. Fazit: Diese Buch fand ich wunderbar. Es wird die Geschichte von Felix und Alisa erzählt mit all ihren Fassaden und wir begleiten die beiden in einem Stück in ihrem Leben. Es ist ein Jugendbuch, bei dem man viele über das Erwachsenwerden lernen kann, wenn man sich die Zeit für das Buch nimmt und sich auch wirklich darauf einlässt Zudem unterhält sich die Geschichte. Leider fand ich das Ende "blöd" und auch Felix war mir an manchen Stellen zu unreif. Ich vergebe dem Buch 4 von 5 Sternen! Auch nochmal ein Danke an das Bloggerportal für das Rezensionexemplar ★★★★

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Als ich den Klappentext gelesen habe dachte ich, dass das Buch mir gefallen könnte, auch wenn ich nicht genau wusste, worum es gehen soll und ob es wirklich etwas für mich ist. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt und die möchte ich auch separat besprechen. Den ersten Teil habe ich geliebt. Es war wunderschön geschrieben, Felix und Alisa waren mir unheimlich sympathisch. Die beiden hatten eine so besondere Art und Weise gemeinsam zu interagieren, die mich einfach sehr berührt hat und mein kleines Herz wurde absolut erwärmt. Es ist ergreifend und emotional und die Autorin schafft es das alles rüber zu bringen, obwohl wenig passiert. Es passiert sehr viel Zwischenmenschliches zwischen den beiden und man bekommt einen Einblick in ihre Sicht, da das Buch aus Felix und Alisas Sicht geschrieben ist und man lernt die beiden einfach gut kennen und wie sie miteinander umgehen ist so lieb, nett, vorsichtig und ach es war einfach süß, ohne kitschig zu sein. Den zweiten Teil mochte ich auch, das sollte von Anfang an gesagt sein, aber etwas weniger und auf eine andere Art und Weise. In diesem Teil wurde es handlungstechnisch spannender und man hat versucht hinter bestimmte Verhaltensmuster zu schauen und zu verstehen, warum die Person so reagiert. Was mich ein wenig gestört hat an dem Teil war, dass ich zum einen die Person, welche neu hinzukommt einfach nicht so gerne mochte. Ich fand sie nicht unsympathisch, aber habe auch keine Bindung zu ihr aufgebaut. Felix und Alisa haben mich im zweiten Teil etwas mehr genervt, besonders wenn Felix, meiner Meinung nach, aus irrationalen Gründen eifersüchtig geworden ist. Das Ende war nicht nur erschütternd, sondern hat mich so sehr zum Weinen gebracht, dass ich manchmal Pause machen musste. Wer sind nun aber Felix und Alisa? Die beiden Protagonisten dieses Buches. Ich glaube, aber dass das Anhand des Klappentextes schon verständlich rüber gebracht worden ist. Die beiden mochte ich sehr gerne und es ist gut für die Geschichte und für die beiden Charaktere, dass die Kapitel immer abwechselnd aus einer anderen Sicht erzählt werden und die Angst, dass sich Dinge dann unnötigerweise wiederholt werden können ist in dem Buch unbegründet. Felix nervt mich im zweiten Teil zwar schon an einigen Stellen auch extrem, aber allgemein ist er ein sehr feinfühliger und liebenswerter Mensch. Er sieht etwas in Menschen, was viele übersehen würden. Aufgrund seines sehr erfolgreichen großen Bruders hat er Unsicherheiten, aber die kann man nachvollziehen. Dazu ist er unheimlich kreativ und kann sich mit einer Intensität auf Menschen einstellen, die wirklich schön ist. Außerdem mag ich es wirklich sehr, dass er ruhig ist und nicht immer total laut sein muss. Alisa ist auch ein wundervoller Mensch. Sie muss einige Pakete tragen, aber meiner Meinung nach geht sie damit so großartig um und meistert das total. Sie ist sehr stark und darf trotzdem „schwach“ sein, weil einen Laster eben auch manchmal zu schwer werden können. Sie ist eher der zurückhaltende und beobachtende Typ. Sie ist einfach sehr nett und freundlich und besonders um Felix herum mag ich sie sehr gerne. Ein sehr emotionales Buch, welches von den beiden Hauptfiguren getragen wird und einem ein schönes Gefühl gibt, auch wenn das Thema sehr kalt sein kann.

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Inhalt: Felix malt mit bunten Kreiden Porträts auf die Straßen von München. Eines Tages im April begegnet er dadurch der jungen Medizinstudentin Alisa und beide sind von Anfang an fasziniert von einander. Sie verbringen immer mehr Zeit miteinander und dabei merkt Felix, dass es etwas gibt, das Alisa unglaublich Angst einjagt. Als dann ihr Bruder Adrian in München auftaucht, eskaliert die Situation und Felix sieht sich plötzlich mit Alisas Vergangenheit konfrontiert und sie droht ihm zu entgleiten. Meine Meinung: Dieses Buch hat mich gepackt, es hat mich sehr nachhaltig beeindruckt und es fällt mir schwer, das in Worte zu fassen. Aber ich werde mein bestes versuchen, euch nahezubringen, warum mir dieser Roman so unglaublich gut gefallen hat. Wir erleben die Geschichte von Felix und Alisa aus beiden Perspektiven. Abwechselnd erzählen uns Alisa und Felix in der Ich-Perspektive, wie sie zueinander gefunden haben und wie sich ihre gemeinsame Geschichte weiterentwickelt. Das besondere an Alisas Anteilen ist, dass sie ihre Erzählungen an jemanden richtet, den sie liebevoll "Kleiner Käfer" nennt. Dadurch bekommt ihre Geschichte für mich noch mal eine besondere Tiefe, denn es wird schnell klar, dass sie für diese Person eine tiefe Liebe empfindet und ihr diese Person sehr am Herzen liegt. Es waren auch ihre Gedanken und Gefühlte, die mich manchmal dazu gebracht haben, dass ich mit dem Buch pausieren musste. Ulla Scheler gelingt es durch ihren intensiven Schreibstil und wohlgewählten Worte Alinas Ängste unglaublich präsent erscheinen zu lassen. Jeder von uns hat schon einmal Angst verspürt. Die meisten Menschen erleben eine angstauslösende Situation und wenn dieser Moment vorbei ist, können sie diesen recht gut vergessen oder verarbeiten. Doch wie es ist, wenn die Angst das ganze Handeln und Denken eines Menschen beeinflusst und das über einen langen Zeitraum hinweg, das lässt uns die Autorin durch Alisa erleben. "Es tut so weh: ich habe mich so angestrengt, bin wieder und wieder gegen die Angst angerannt, und wofür? Um wieder alleine zu sein. Weil niemand meine Angst ertragen kann und sie wahrscheinlich nie verschwinden wird." (S.108) Und doch hatte ich nie den Eindruck, dass Alisa schwach wäre. Ich habe sie als eine starke und mutige junge Frau erlebt. Als eine Frau, die ihren Bruder über alles liebt und ihn um jeden Preis beschützen möchte. Diese besondere Geschwisterbeziehung hat mich sehr berührt, denn sie zeigt, wie wichtig Geschwister für einen Menschen sein können. Neben Alisa haben wir aber auch noch Felix als Protagonisten. Felix, der unheimlich gerne kocht und für den das Malen mit Kreide seine größte Leidenschaft ist. Er fühlt sich mit seiner Kunst von Alisa verstanden wie von niemand anderem. Er selbst ist voller Zweifel über seine Fähigkeiten, sein Talent. Doch Alisa und auch die Menschen, die er porträtiert, zeigen ihm, dass seine Zweifel unbegründet sind, und im Laufe der Geschichte eröffnet ihm sich eine Möglichkeit, von der er bisher nicht zu träumen gewagt hat.  Meiner Meinung nach gelang es Ulla Scheler, nicht nur Alisa sondern auch Felix absolut authentisch darzustellen. Wir erleben mit Felix seine Ohnmacht gegenüber Alisas Angst, sein Bedürfnis ihr den Raum zu geben, den sie braucht, und gleichzeitig seinen Wunsch ihr zu helfen und ihre Angst zu verstehen. Dabei handelt er nicht immer optimal, er macht Fehler, bei denen ich ihn am liebsten geschüttelt hätte, aber er handelt dabei immer aus Liebe zu Alisa, aus Sorge um sie. Und was für mich das wichtiste ist: er versucht seine Fehler wieder gut zu machen. Ich mochte Felix mit seiner liebe- und humorvollen Art und Weise unheimlich gerne und seine Beziehung zu Alisa wirkt durch Höhen und Tiefen überhaupt nicht konstruiert sondern sehr realistisch und glaubwürdig.  In beiden Perspektiven erleben wir nicht nur die aktuellen Geschehnisse, sondern auch immer wieder Rückblicke in die jeweiligen Vergangenheiten. Zum einen bekommen beide Protagonisten dadurch eine größere Tiefe und zum anderen konnte ich als Leserin ein besseres Verständis für bestimmte Verhaltensweisen entwickeln. Was mir ebenfalls besonders gut gefallen hat, war, dass Alinas Konfrontation mit ihren Ängsten zwar den Höhepunkt des Spannungsbogens darstellt, aber die Geschichte danach nicht einfach "ausplätschert", sondern eine für mich unerwartete Wendung nahm. Mir bleibt wirklich nichts anderes übrig, als vor Ulla Scheler für diesen unglaublich gefühlvollen, intensiven Roman den Hut zu ziehen und vergebe volle 5 Sterne. Ich bin wirklich gespannt, was die Autorin noch für uns bereit hält!

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Das Buch wirkt auf den allerersten Blick vielleicht zunächst etwas unscheinbar, doch spätestens nach Lesen des Klappentextes hatte es meine volle Aufmerksamkeit. Ich wollte die beiden Charaktere Felix und Alisa undbedingt kennenlernen. Das Buch besteht aus sehr vielen einzelnen Kapiteln, die abwechselnd aus der Perspektive von Felix und der Perspektive von Alisa erzählt werden. Ich mag Perspektivwechsel in Geschichten immer relativ gerne und auch hier fand ich dieses Stilmittel sehr passend. Man konnte die beiden Charaktere einfach viel besser verstehen und sich besser in sie hineinversetzen. Mir persönlich hat Felix als Person wirklich ausgesprochen gut gefallen. Er war mir auf Anhieb sympathisch. Seine freundliche und fürsorgliche Art passten gut zu seinem künstlerischen Talent. Einzig seine ständigen Selbstzweifel waren auf die Dauer etwas nervig, da er sonst eigentlich eher ein selbstbewusster Typ ist. Schwieriger hatte ich es da auf jeden Fall mit Alisa. Sie war ein sehr verschlossener Charakter, und hat sich nicht nur Felix, sondern auch mir als Leser zunächst kaum geöffnet. Lange blieb sie mir als Figur wie hinter einer dicken Tür verschlossen. Vielleicht konnte ich deshalb auch nicht allzu viele Sympathien für sie aufbringen. Die Geschichte und ihr Verlauf haben mir gut gefallen. Wir begleiten Felix und Alisa auf ihrem Weg durchs Leben, bei dem sie immer wieder mit der unangenehmen Vergangenheit konfrontiert werden, mit ihren eigenen ganz persönlichen Dämonen zu kämpfen haben und langsam den Weg zueinander finden. Besonders gut hat mir in diesem Zusammenhang der Schreibstil der Autorin gefallen. So sanft und fließend und mit genau der richtigen Portion an Details, dass sich die Bilder in meinem Kopf wie von selbst geformt haben. Auch die Gefühle der beiden Hauptcharaktere wurden so sehr präsent und greifbar für mich. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, waren die Längen, die es zwischenzeitlich in der Geschichte gab und der Schluss. Für mich war der Schluss sehr passend zur Geschichte, aber ich persönlich hatte ihn so kommen sehen. Mein Fazit: Eine wirklich schöne Geschichte über das Leben, mit Höhen und Tiefen, Erfolgen und Rückschlägen. Ich vergebe 4 von 5 möglichen Büchern!

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Mein allererstes Buch von Ulla Scheler. Obwohl ich durchaus weiß, dass ihr Debüt "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" sehr erfolgreich war. Sowohl Cover als auch Klappentext hatten mein Interesse schnell geweckt, als ich das Buch im Bloggerportal von Randomhouse entdeckte. Scheeler gelingt es, ihrer Schreibweise viel Poetisches zu verleihen. So hatte sie mich mit ihrem Stil zu schreiben schnell auf ihrer Seite. Ich mochte die authentischen und klaren Formulierungen und die gut ausgearbeiteten Figuren. Die Geschichte berührt, weil sie viel Platz für Emotionen bietet. Der Charakter der Alisa hat mich an manchen Stellen etwas genervt zurück gelassen, dennoch ist sie eine Sympathieträgerin und ihre Gedanken sind sehr bedeutend für die Geschichte. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Alisa und Felix. Das erleichtert das Lesen und lässt das Buch nicht langweilig werden. Während mich der erste Teil noch oft für sich einnehmen konnte, ließ die Geschichte leider nach. Ich kann schwer beschreiben, woran es genau lag. Sicherlich ist aber einer der Gründe der rasante Anstieg an Wirrungen. Die Handlungen der Protagonisten wirken übereilt und nicht immer nachvollziehbar. Das hat mir das Ende etwas vermiest. Allerdings haben mich auch ab Mitte des Buches viele Textpassagen begeistern können. Insgesamt ein gute Buch mit ansprechenden Charakteren und einem sehr, sehr ansprechenden Schreibstil.

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Wenn aus Funken Flammen werden Er ist ein Junge mit bunten Kreiden, der Menschen in Bildern auf dem Asphalt einfängt. Sie ist ein Mädchen mit einem dunklen Geheimnis, das niemanden an sich heranlässt. Felix und Alisa. Beide leben in ihrer eigenen Welt, bis sie sich durch Zufall begegnen. Und plötzlich ist es ausgerechnet Alisa, die Felix versteht wie niemand sonst. Zusammen sind sie stark, fast unschlagbar. Bis ein Haus brennt und Alisa von den Schatten der Vergangenheit eingeholt wird ... (Klappentext) Letztes Jahr habe ich den Debütroman "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" von Ulla Scheler gelesen und fand den richtig toll. Deshalb war ich auch schon sehr gespannt auf dieses Buch. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Felix und Alisa, wo die Kapitel jeweils mit einem Datum versehen sind und der Leser die Charaktere einige Monate begleitet. Felix war mir als Protagonist gleich sympathisch, ich fand es cool, wie er Menschen auf der Straße mit Kreide zeichnet und ihnen dabei seine ganz eigene Note verleiht. Dabei begegnet er auch zum ersten Mal Alisa und sie geht ihm danach nicht mehr aus dem Kopf. Zitat Felix : "Als sie zurücksah, erhaschte ich ein kurzes Flackern. [...] Ich warf einen kurzen Blick in die Runde der Passanten, aber außer mir schien es niemand gesehen zu haben. War ich der Einzige, der ihren Blick bemerkt hatte ? Ihre Augen waren für einen Moment so offen gewesen, dass sie fast ängstlich aussah." Der Anfang des Buches und wie es sich Alisa und Felix immer wieder getroffen haben, hat mir echt gut gefallen. Die beiden passen super zusammen und ich mochte es gerne, wie sie sich gleich gut verstanden haben und auf einer Wellenlänge sind. Doch es zeigen sich jedoch auch Probleme in der Beziehung, denn Alisa verschließt sich immer in bisschen vor Felix und hat Geheimnisse, die sie belasten und über die sie auf keinen Fall reden will. Leider hat mir dieser Aspekt nicht so gut gefallen, weil mir Alisa insgesamt nicht so sympathisch war. Auch wenn man auch aus ihrer Sicht liest, erfährt man kaum etwas über sie. Sie macht ihr Medizinstudium in München, verbringt viel Zeit mit Felix, und dem Leser unbekannte Ereignisse aus der Vergangenheit sind in ihren Gedanken immer noch stark präsent. Charakterlich blieb sie aber dadurch aus ziemlich blass, ich hätte mir gewünscht mehr über sie zu erfahren. Zitat Alisa : "Mir ist bewusst, dass ich das hier nicht verdient habe und dass ich für dieses Glück irgendwann bezahlen muss. Aber hier im Regen, unter diesem Schirm, kommt es mir vor wie ein Geheimnis, fast nicht echt. Im Regen gibt es keine Ameisen. Und Regen kann Feuer löschen. Vielleicht löscht er auch meine Gedanken." Felix dagegen war deutlich facettenreicher, er liebt seine Kunst, hat jedoch auch Versagensängste, kocht leidenschaftlich gerne und hat Identitätsprobleme wegen seinem großen erfolgreichen Bruder. Super gerne mochte ich den Schreibstil von der Autorin, er hat etwas Schönes und Poetisches und lässt sich toll lesen. Schön gemacht fand ich die Bedeutung von Kunst in diesem Buch und welche Rolle sie insgesamt gespielt hat. Von der Handlung war ich im Ganzen leider nicht so überzeugt. Ich hatte schon recht schnell eine Vorahnung über ein paar Geschehnisse, was ich ziemlich schade fand. Und auch gegen Ende sind ein paar Dinge geschehen, das Buch hat teilweise eine Richtung eingeschlagen, die mir nicht wirklich gefallen hat. Fazit : Leider nicht komplett überzeugend. Konnte mich nicht so begeistern wie der tolle Debütroman der Autorin.

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Er ordnet die Kreide vor sich neu und schiebt einige Farben ein Stück nach vorne. Sind das meine Farben? Die Aufregung sammelt sich in meinem Magen, und ich wünsche mir ein Stück Plopp-Folie, um mich beim Zerdrücken der Blasen zu beruhigen. Dann schaut er auf, und er sieht nicht mein Gesicht an, sondern mich. Das Gefühl ist sofort da: Wie ein Gummiband um meine Brust, das sich spannt, je länger er den Blick hält. Ich schaue zurück, solange ich kann, dann blicke ich weg. "Das war schon richtig", sagt er. "Schau einfach zu mir." Also sehe ich wieder zu den blauen Augen. -- INHALT: Auf der Flucht vor den Schrecken ihrer Vergangenheit ist Alisa in München gelandet, aber wirklich eingelebt hat sie sich nicht - was vor allem daran liegt, dass sie anderen Menschen nach Möglichkeit aus dem Weg geht. Bis sie auf Felix trifft, der mit Kreide Bilder auf dem Asphalt entstehen lässt. Schnell finden sie eine Verbindung zueinander, denn sie beide haben das Gefühl, endlich einmal wirklich gesehen zu werden. Doch es dauert nicht lange und Alisa wird von ihren vergangenen Handlungen und ihren Schuldgefühlen eingeholt. In dem Versuch, Felix vor der Wahrheit zu bewahren, macht sie alles nur noch schlimmer... MEINE MEINUNG: Auch wenn mich Ulla Scheler mit ihrem Debüt Anfang des Jahres (bzw. hauptsächlich mit dessen Ende) nicht vollends überzeugen konnte, ist mir ihr beeindruckend wortgewandter Schreibstil in Erinnerung geblieben. "Und wenn die Welt verbrennt" beeindruckt mit einer ebenso lebendigen Sprache, die inbesondere in den Szenen, die sich um Kunst drehen, wunderbar zur Geltung kommt. Die beiden Protagonisten erzählen abwechselnd aus der Ich-Perspektive von ihren Erlebnissen, wobei Felix' Kapitel im Präteritum und Alisas im Präsens verfasst sind, was sich mir leider nicht ganz erschlossen hat. Sie spricht auch immer wieder eine Person, "Kleiner Käfer", mit Du an, was was zwar im Prinzip Sinn ergibt, aber meistens wie ein überflüssiges Stilmittel wirkt. Wie so oft in Büchern wie diesem hat einer der Hauptcharaktere ein schwerwiegendes Geheimnis - in diesem Falle ist das Alisa. Aus Angst davor, dass ihre Vergangenheit ans Licht kommen könnte, hält sie sich so gut es geht von anderen Menschen fern und stößt diese im Extremfall auch von sich. Sie lernt im Laufe der Handlung, langsam wieder mehr Vertrauen zu fassen, aber ihre ewige Geheimniskrämerei, die sich noch bis kurz zu Schluss zieht, ging mir irgendwann auf die Nerven. Felix ist das genaue Gegenteil von Alisa: Er hat keine Schwierigkeiten, sich an andere Menschen zu binden, und so ist er größtenteils die treibende Kraft hinter der Beziehung. Allerdings ist er sehr schnell eingeschnappt und eifersüchtig, und er trifft besonders auf den letzten 100 Seiten so einige Entscheidungen, die nicht nachzuvollziehen sind. Seine beste Freundin Olli und "Kleiner Käfer" sind die wohl interessantesten Figuren, gehen aber in der Dramatik der Protagonisten einfach zu oft unter. Sieht man von den Schwächen der Figuren ab, werden die Sorgen beider Protagonisten durchaus gut beleuchtet - insbesondere Felix' Angst, einfach nicht gut genug im Zeichnen zu sein und niemals gegen seinen erfolgreichen Bruder anzukommen, weswegen er sich immer wieder in Zweifel flüchtet. Ebenso dreht sich vieles um häusliche Gewalt und Verlust, Themen, die größtenteils sensibel angesprochen werden. Stück für Stück wird Alisas Vergangenheit offenbart, wodurch sich eine gewisse Spannung hält - aber da man sich irgendwann das Puzzle selbst zusammen setzen kann, hätten die Details auch früher offenbart werden können. Vor allem aber hatte ich meine Schwierigkeiten damit, Alisas frühere Taten und Erlebnisse einfach so hinzunehmen, ohne mir über das moralische Dilemma Gedanken zu machen - was Felix ganz eindeutig nicht tut. Das Ende wirkt sehr gehetzt, ohne rechten Abschluss, was sich erklärt, wenn man in der Danksagung liest, welche Schwierigkeiten die Autorin mit dem Buch hatte. Am Schluss fehlt die erforderliche Auseinandersetzung mit einer Straftat, die eigentlich die gesamte Handlung prägt; stattdessen wird das Problem einfach übergangen - und das ist weder wirklich realistisch noch sinnvoll. FAZIT: Ulla Scheler hat einen wunderbaren Schreibstil, der mich immer wieder beeindruckt - aber ihren Geschichten fehlte es für mich bisher jedes Mal an einem guten Ende, das offensichtliche Probleme nicht einfach als gegeben hinstellt. "Und wenn die Welt verbrennt" spricht wichtige Themen an, setzt diese aber nicht konsequent genug um. 3 Punkte.

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