Leserstimmen zu
Und wenn die Welt verbrennt

Ulla Scheler

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Der Funke ist übergesprungen

Von: My.book.moments

28.03.2018

StartseiteRezensionenÜber michImpressum Und wenn die Welt verbrennt - Ulla Scheler März 28, 2018 Werbung! (Das Buch habe ich freundlicherweise vom Bloggerportal als Rezensionexemplar bekommen, dennoch handelt es sich hierbei um meine eigene, freie Meinung) [Pin on Pinterest] Titel: Und wenn die Welt verbrennt Autor: Ulla Scheler Verlag: Heyne fliegt Seiten: 432 Preis: 14,99€ (broschiert), 11,99€ (Ebook) Klappentext: Wenn aus Funken Flammen werden Er ist ein Junge mit bunten Kreiden, der Menschen in Bildern auf dem Asphalt einfängt. Sie ist ein Mädchen mit einem dunklen Geheimnis, das niemanden an sich heranlässt. Felix und Alisa. Beide leben in ihrer eigenen Welt, bis sie sich durch Zufall begegnen. Und plötzlich ist es ausgerechnet Alisa, die Felix versteht wie niemand sonst. Zusammen sind sie stark, fast unschlagbar. Bis ein Haus brennt und Alisa von den Schatten der Vergangenheit eingeholt wird ... Meine Meinung: Ehrlich gesagt konnte ich nach dem Klappentext gar nicht so genau sagen, ob mich dieses Buch anspricht oder nicht, aber ich war neugierig und habe es deswegen gelesen. Ich bin echt froh, dass ich dieses Buch gelesen habe, denn es war echt toll! Hier auch schonmal vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionexemplar. In diesem Buch begleiten wir Alisa und Felix. Beide studieren in München und müssen lernen sich selbst zu akzeptieren und auch auf eigenen Beinen zu stehen. Beide haben ihre ganz eigene Vergangenheit, mit denen sie abschließen müssen, aber dennoch finden sie zueinander und können sich gegenseitig helfen. Ich mochte die Handlung sehr sehr gerne. Das Buch wurde abwechselnd aus Alisa und Felix Sicht geschrieben was mir sehr gut gefallen hat. Während man Felix im Verlauf der Buches immer besser kennengelernt hat, hat man bei Alisa das Gefühl man würde sie kennen, aber gleichzeitig auch nicht. Das war ein echt schönes Leseerlebnis und so habe ich das auch zum ersten Mal in einen Buch gehabt. Das Buch ist insgesamt sehr ruhig und es wird sehr starken Wert darauf gelegt Felix näher kennenzulernen. Am Anfang sah ich es recht skeptisch, dass Alisa und Felix sehr schnell zueinanderkamen, aber am Ende war es definitiv die richtige Entscheidung, denn so hat man keine Liebesgeschichte über das Zusammenkommen, sondern eine Liebesgeschichte in der die Beziehung zwischen Alisa und Felix. Man erlebt mit den beide Höhen und Tiefen in einer Beziehung und das Buch zeigt auch deutlich, wie sehr Krisen zwei Menschen zusammenschweifen können und das fand ich echt schön. Jedoch bin ich mit dem Ende absolut unzufrieden und hätte mir ein anderes Ende gewünscht. Felix und Alisa waren mir beide sympathisch. ich mochte die geheimnisvolle Art von Alisa, aber gleichzeitig wusste ich so viel über sie. Manchmal kam sie mir so vertraut vor, als würde ich sie ein Leben lang kennen, aber im nächsten Kapitel war sie mir vollkommen fremd. An Alisa habe ich immer wieder neues entdeckt, was ich echt toll fand. Felix wirkte an vielen Stellen oft wie ein kleines Kind, was noch lernen muss erwachsen zu werden, aber ich finde, dass er echt eine Entwicklung durchmacht und wurde im Verlauf der Geschichte erwachsen. Ich denke vieles was an Felix nagt, nagt auch an uns und Felix kann uns Wege zeigen mit unseren Zweifeln umzugehen. Manche sind vielleicht nicht gerade die besten, aber auch das mochte ich. Felix hat immer wieder ein zwei fehlerhafte Entscheidungen getroffen, aber gerade das machte ihn so authentisch und ich hätte es nicht anders gewollt. "Das bist nicht du. Alles, was du eben aufgezählt hast - der Job, die Stadt, das Studium -, macht dich vielleicht zu jemanden, aber es hat nichts damit zu tun, wer du gerade bist." (Alisa S. 150) Zum Schreibstil kann ich nur sagen, dass er fantastisch ist. Er ist an vielen Stellen schon fast poetisch, aber trotzdem leicht und locker. Auch gibt es immer wieder so tiefgründige Zitate wie oben, die einen irgendwie zum nachdenken anregen. Ich habe diesen Schreibstil geliebt und macht meiner Meinung nach das Buch zu etwas einzigartigen, denn so einen guten und schönen Schreibstil erlebe ich selten. Fazit: Diese Buch fand ich wunderbar. Es wird die Geschichte von Felix und Alisa erzählt mit all ihren Fassaden und wir begleiten die beiden in einem Stück in ihrem Leben. Es ist ein Jugendbuch, bei dem man viele über das Erwachsenwerden lernen kann, wenn man sich die Zeit für das Buch nimmt und sich auch wirklich darauf einlässt Zudem unterhält sich die Geschichte. Leider fand ich das Ende "blöd" und auch Felix war mir an manchen Stellen zu unreif. Ich vergebe dem Buch 4 von 5 Sternen! Auch nochmal ein Danke an das Bloggerportal für das Rezensionexemplar ★★★★

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Herzergreifendes Buch

Von: Bibliobibula

21.02.2018

Als ich den Klappentext gelesen habe dachte ich, dass das Buch mir gefallen könnte, auch wenn ich nicht genau wusste, worum es gehen soll und ob es wirklich etwas für mich ist. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt und die möchte ich auch separat besprechen. Den ersten Teil habe ich geliebt. Es war wunderschön geschrieben, Felix und Alisa waren mir unheimlich sympathisch. Die beiden hatten eine so besondere Art und Weise gemeinsam zu interagieren, die mich einfach sehr berührt hat und mein kleines Herz wurde absolut erwärmt. Es ist ergreifend und emotional und die Autorin schafft es das alles rüber zu bringen, obwohl wenig passiert. Es passiert sehr viel Zwischenmenschliches zwischen den beiden und man bekommt einen Einblick in ihre Sicht, da das Buch aus Felix und Alisas Sicht geschrieben ist und man lernt die beiden einfach gut kennen und wie sie miteinander umgehen ist so lieb, nett, vorsichtig und ach es war einfach süß, ohne kitschig zu sein. Den zweiten Teil mochte ich auch, das sollte von Anfang an gesagt sein, aber etwas weniger und auf eine andere Art und Weise. In diesem Teil wurde es handlungstechnisch spannender und man hat versucht hinter bestimmte Verhaltensmuster zu schauen und zu verstehen, warum die Person so reagiert. Was mich ein wenig gestört hat an dem Teil war, dass ich zum einen die Person, welche neu hinzukommt einfach nicht so gerne mochte. Ich fand sie nicht unsympathisch, aber habe auch keine Bindung zu ihr aufgebaut. Felix und Alisa haben mich im zweiten Teil etwas mehr genervt, besonders wenn Felix, meiner Meinung nach, aus irrationalen Gründen eifersüchtig geworden ist. Das Ende war nicht nur erschütternd, sondern hat mich so sehr zum Weinen gebracht, dass ich manchmal Pause machen musste. Wer sind nun aber Felix und Alisa? Die beiden Protagonisten dieses Buches. Ich glaube, aber dass das Anhand des Klappentextes schon verständlich rüber gebracht worden ist. Die beiden mochte ich sehr gerne und es ist gut für die Geschichte und für die beiden Charaktere, dass die Kapitel immer abwechselnd aus einer anderen Sicht erzählt werden und die Angst, dass sich Dinge dann unnötigerweise wiederholt werden können ist in dem Buch unbegründet. Felix nervt mich im zweiten Teil zwar schon an einigen Stellen auch extrem, aber allgemein ist er ein sehr feinfühliger und liebenswerter Mensch. Er sieht etwas in Menschen, was viele übersehen würden. Aufgrund seines sehr erfolgreichen großen Bruders hat er Unsicherheiten, aber die kann man nachvollziehen. Dazu ist er unheimlich kreativ und kann sich mit einer Intensität auf Menschen einstellen, die wirklich schön ist. Außerdem mag ich es wirklich sehr, dass er ruhig ist und nicht immer total laut sein muss. Alisa ist auch ein wundervoller Mensch. Sie muss einige Pakete tragen, aber meiner Meinung nach geht sie damit so großartig um und meistert das total. Sie ist sehr stark und darf trotzdem „schwach“ sein, weil einen Laster eben auch manchmal zu schwer werden können. Sie ist eher der zurückhaltende und beobachtende Typ. Sie ist einfach sehr nett und freundlich und besonders um Felix herum mag ich sie sehr gerne. Ein sehr emotionales Buch, welches von den beiden Hauptfiguren getragen wird und einem ein schönes Gefühl gibt, auch wenn das Thema sehr kalt sein kann.

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Das Buch wirkt auf den allerersten Blick vielleicht zunächst etwas unscheinbar, doch spätestens nach Lesen des Klappentextes hatte es meine volle Aufmerksamkeit. Ich wollte die beiden Charaktere Felix und Alisa undbedingt kennenlernen. Das Buch besteht aus sehr vielen einzelnen Kapiteln, die abwechselnd aus der Perspektive von Felix und der Perspektive von Alisa erzählt werden. Ich mag Perspektivwechsel in Geschichten immer relativ gerne und auch hier fand ich dieses Stilmittel sehr passend. Man konnte die beiden Charaktere einfach viel besser verstehen und sich besser in sie hineinversetzen. Mir persönlich hat Felix als Person wirklich ausgesprochen gut gefallen. Er war mir auf Anhieb sympathisch. Seine freundliche und fürsorgliche Art passten gut zu seinem künstlerischen Talent. Einzig seine ständigen Selbstzweifel waren auf die Dauer etwas nervig, da er sonst eigentlich eher ein selbstbewusster Typ ist. Schwieriger hatte ich es da auf jeden Fall mit Alisa. Sie war ein sehr verschlossener Charakter, und hat sich nicht nur Felix, sondern auch mir als Leser zunächst kaum geöffnet. Lange blieb sie mir als Figur wie hinter einer dicken Tür verschlossen. Vielleicht konnte ich deshalb auch nicht allzu viele Sympathien für sie aufbringen. Die Geschichte und ihr Verlauf haben mir gut gefallen. Wir begleiten Felix und Alisa auf ihrem Weg durchs Leben, bei dem sie immer wieder mit der unangenehmen Vergangenheit konfrontiert werden, mit ihren eigenen ganz persönlichen Dämonen zu kämpfen haben und langsam den Weg zueinander finden. Besonders gut hat mir in diesem Zusammenhang der Schreibstil der Autorin gefallen. So sanft und fließend und mit genau der richtigen Portion an Details, dass sich die Bilder in meinem Kopf wie von selbst geformt haben. Auch die Gefühle der beiden Hauptcharaktere wurden so sehr präsent und greifbar für mich. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, waren die Längen, die es zwischenzeitlich in der Geschichte gab und der Schluss. Für mich war der Schluss sehr passend zur Geschichte, aber ich persönlich hatte ihn so kommen sehen. Mein Fazit: Eine wirklich schöne Geschichte über das Leben, mit Höhen und Tiefen, Erfolgen und Rückschlägen. Ich vergebe 4 von 5 möglichen Büchern!

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Kurzbeschreibung Wenn aus Funken Flammen werden Er ist ein Junge mit bunten Kreiden, der Menschen in Bildern auf dem Asphalt einfängt. Sie ist ein Mädchen mit einem dunklen Geheimnis, das niemanden an sich heranlässt. Felix und Alisa. Beide leben in ihrer eigenen Welt, bis sie sich durch Zufall begegnen. Und plötzlich ist es ausgerechnet Alisa, die Felix versteht wie niemand sonst. Zusammen sind sie stark, fast unschlagbar. Bis ein Haus brennt und Alisa von den Schatten der Vergangenheit eingeholt wird … (Quelle: Heyne) Meine Meinung Der Roman „Und wenn die Welt verbrennt“ stammt von der Autorin Ulla Scheler. Es ist mein zweiter Roman der Autorin und nachdem sie mich mit dem anderen schon für sich gewonnen hatte war ich hier richtig gespannt was mich erwarten würde. Das Cover gefiel mir sehr gut und der Klappentext hat mit neugierig gemacht. Die handelnden Charaktere empfand ich als gut gezeichnet. Ich konnte sie mir gut vorstellen und ihre Handlungen waren für mich verständlich. Alisa ist die weibliche Protagonistin dieser Geschichte. Als Leser muss man sich hier so sein ganz eigenes Bild von ihr machen. Man erfährt immer häppchenweise etwas über sie, erst nach und nach fügt sich alles zu einem vollständigen Bild zusammen. Ich mochte sie sehr gerne, sie ist interessant und facettenreich. Felix ist Straßenkünstler. Auch ihn mochte ich total gerne, er ist sehr aufgeschlossen und geht auch mal auf Menschen zu. Er und Alisa ergänzen sich sehr gut, ergeben zusammen ein gutes Duo. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut zu lesen. Ulla Scheler schreibt flüssig und locker, ich bin sehr gut durch die Zeilen hier gekommen und konnte ohne Probleme folgen. Geschildert wird das Geschehen hier abwechselnd aus den Sichtweisen von Alisa und Felix. Für beide hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet, was ich als sehr passend empfand. So erfährt man auch die Gedanken und Gefühle der beiden, ist immer an ihnen dran. Die Handlung beginnt hier ohne Umschweife. Man ist sofort drin und es wird auch auf Anhieb sehr interessant. Man merkt hier als Leser das da wesentlich mehr dahinter steckt, was Spannung erzeugte. Was es allerdings genau ist, das erfährt man erst später. Man bekommt aber als Leser eine gewisse Vorahnung. Immer wieder hat Ulla Scheler Wendungen und Überraschungen ins Geschehen eingebaut, somit wird es auch nicht langweilig. Im Geschehen eingebaut ist auch eine Liebesgeschichte. Diese geht aber leider ein wenig schnell vonstatten. Hier hätte man mehr rausholen können. Das Ende lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Einerseits, es werden die offenen Fragen soweit gut beantwortet. Dennoch so richtig klar ist nicht was die Autorin mit diesem Schluss wirklich sagen möchte. Hier liegt es letztlich am Leser was er damit anfängt. Fazit Abschließend gesagt ist „Und wenn die Welt verbrennt“ von Ulla Scheler ein Roman, der mich soweit für sich gewonnen hat. Sehr gut gezeichnete Charaktere, ein flüssiger gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich bis auf die Liebesgeschichte und das Ende wirklich als spannend und abwechslungsreich empfand, haben mir hier unterhaltsame Lesestunden beschert. Durchaus lesenswert!

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-MEINE MEINUNG Ich bin sehr lange um das erste Werk von Ulla Scheler rumgeschlichen, hatte aber irgendwie nie die Zeit, das Geld oder die Lust das Buch mitzunehmen und schließlich zu lesen. Als nun allerdings die Nachricht von einem neuen Buch kam, wollte ich mein Glück also versuchen und es als Rezensionsexemplar anfragen. Wie ihr euch wahrscheinlich denken könnt, hat das auch erfolgreich geklappt und nun sind wir hier. Und ehrlich gesagt fehlen mir die Worte dieses Buch, diese Geschichte und ganz besonders diesen Schreibstil zu beschreiben. Eins kann ich euch allerdings sagen, ich habe noch nie so etwas gelesen. Dieses Buch ist nämlich besonders. Sehr besonders sogar. Ulla Scheler schafft es nämlich dich gefangen zu nehmen und dich mit unglaublicher Wortmacht staunend da sitzen zu lassen. Wirklich! Das ist keine Übertreibung. Ihr Schreibstil ist sehr poetisch und regt zum Nachdenken an, es macht das ganze Buch magisch ohne einen funken Magie zu besitzen. Der Schreibstil macht dieses Buch zu etwas besonderem, etwas einmaligen. Den ohne sagen zu wollen das mir die Charaktere und die Geschichte an sich nicht gefallen hätten, aber ohne diesen besonderen Schreibstil wäre sie nur halb so gut gewesen. Die gesamte Geschichte wird aus beiden Sichten erzählt, was in diesem Fall sehr angenehm ist, da man so beide Seiten der Geschichte angenehm Verfolgen kann. Am Ende konnte ich einfach nur sprachlos da sitzen, ein unglaubliches Buch. - COVER Wunderschön und gut gewählt! Die Farben sind gut gewählt, sowie die Typografie. Insgesamt sehr schön und definitiv ein Highlight im Regal.

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Meine Meinung zum Buch Gestaltung: Als im vergangenen Jahr ihr Debüt "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" erschien, war ich sofort Feuer und Flamme von der Autorin. Natürlich blieb es dabei und ich las das Buch noch nicht. Umso erfreuter war ich, als ich den zweiten Roman von Ulla Scheler entdeckt habe. Ich habe mir den Klappentext auch nicht großartig durchgelesen, sondern wollte mich viel mehr überraschen lassen. Bevor ich weiter inhaltlich eingehen werde, möchte ich noch kurz ein Wort zum Cover sagen. Es sieht einfach schick aus. Einstieg: Die junge Autorin beginnt in diesem Buch augenblicklich mit der eigentlichen Handlung und der Leser wird förmlich in die erste Begegnung von Felix und Alisa hineingeworfen, die ich nebenbei bemerkt sehr interessant fand. Der Schreibstil von Ulla Scheler gefiel mir sehr schnell und auch in der Handlung kam ich recht zügig an. Durch das erste Aufeinandertreffen der beiden Figuren, lernte ich beide zum selben Zeitpunkt kennen, wie Felix und Alisa selber, das fand ich sehr gelungen. Charaktere: Ulla Scheler wählte für ihren Roman den personalen Ich-Erzähler. Abwechselnd kommt so einmal Felix und mal Alisa zu Wort, was ich sehr gelungen fand, denn so konnte ich nach Belieben in die Gedankenwelt desjenigen eintauchen, der die Geschichte gerade erzählt. Interessant fand ich den Aspekt, dass mich die Autorin bezüglich Alisa ein wenig zappeln ließ. Mir wurde hier nicht gleich ein "vorgefertigter Charakter" geboten, sondern ich musste mir zunächst ein eigenes Bild von der jungen Frau machen, ehe dann Ulla Scheler genauer auf diesen interessant gezeichneten Charakter einging. So erfuhr ich erst recht spät über ihre Vergangenheit. Was aber nicht weniger schlimm war. So war sie wie ein Puzzle, und Ulla Scheler gab mir immer ein kleines Stück vom gesamten Bild. In Felix konnte ich mich sehr viel schneller hineinversetzen, da er im Gegensatz zu Alisa nicht so verschlossen ist und gerade als Straßenkünstler eher aufgschlossen auf Menschen wirkt. Gerade durch die verschiedenen Eigenschaften ergänzen sich Alisa und Felix sehr gut, was mir sehr gut gefiel. Handlung: Durch die erste Begegnung der beiden Figuren beginnt das Buch beinahe vorsichtig. Schnell merkte ich, dass hinter Alisas Fassade deutlich mehr steckt, aber die Autorin hat mich diesbezüglich ein wenig zappeln lassen. Nach und nach entwickelte ich eine Vermutung, welche Rolle Alisa spielt, die zwar am Ende auch in irgendeiner Weise bestätigt wurde, aber das bremste meinen Lesefluss nicht. Denn vorrauschauend würde ich die Geschichte nicht nennen, nur dass beim Lesen vermutlich ein paar Vorahnungen entstehen. Aber das muss ja nichts schlechtes sein. Trotz der Vorahnungen, wusste ich lange Zeit nicht welche Richtung die Geschichte einnimmt. Einzig die Liebesgeschichte von Alisa und Felix fand ich ein wenig zu schnell und irgendwie hielten sich die Gefühle ein wenig in Grenzen, dennoch las ich die Geschichte unglaublich gerne. Gerade das Ende muss ich hier an dieser Stelle erwähnen: Zwar beantwortete Ulla Scheler ein Großteil meiner Fragen, aber ich wusste am Ende nicht so genau, was mir die Autorin mit diesem Ende sagen wollte. Es war recht offen. Ich glaube das muss jeder für sich selbst interpretieren. Schreibstil: Der Schreibstil von Ulla Scheler ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Manchmal merkte man am Erzählstil, dass die Autorin noch sehr jung ist, aber das fand ich gar nicht mal schlimm, denn schreiben kann Ulla Scheler allemal. Immer wieder baut sie gefühlsvolle und schöne Passagen ein, aber auch Szenen, in dem die inneren Werte der Menschen ganz besonders zählen, vor allem im Hinblick auf Felix spürte ich das Zwischenmenschliche immer wieder. Die Mischung der verschiedenen Passagen, machten dieses Buch zu einem Lesegenuss. Mein Urteil "Und wenn die Welt verbrennt" wird definitiv nicht das letzte Buch gewesen sein, was ich aus der Feder von Ulla Scheler lesen werde. Denn dass sie schreiben kann, hat sie mir mehr als einmal bewiesen. In der Autorenwelt ist sie absolut richtig. Mit ihrem Buch bescherte sie mir sehr schöne Lesestunden, auch wenn ich lange nicht wusste, in welche Richtung sie mich bringt, gerade das Ende fand ich recht offen, was aber viel Raum zum Überlegen mit sich bringt. Insgesamt ist "Und wenn die Welt verbrennt" ein schöner Roman, der zwar an manchen Stellen nicht ganz rund ist, mir aber dennoch oder gerade wegen der kleinen Ungenauigkeiten gut gefiel. Ich vergebe gute 4 von 5 Welten.

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Dies ist mein zweites Buch von Ulla Scheler. Ihr erstes Werk 'Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen' hat mir schon sehr gut gefallen. Auch bei diesem Buch fällt einem sofort wieder die sehr angenehme Schreibweise von der Autorin auf. Einfach, dennoch poetisch, schnell zu lesen und unverfälscht. Die Kapitel werden abwechselnd aus er Sicht der Protagonisten Alisa und Felix erzählt. Somit kann man sich sehr gut in die beiden Personen hinein versetzen und ihre Sichtweisen und Handlungen besser verstehen und nachvollziehen. Die klare Linie in dem Buch mit dem steigenden Spannungsaufbau ist sehr angenehm für den Leser. Man tappt zwar oft im Dunkeln, aber viele Geheimnisse kommen nach und nach ans Licht. Ein wirklich tolles Buch! Ich freue mich auf das nächste Werk der Autorin!

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Inhalt Felix malt mit Kreide die Menschen auf die Straßen, so wie er sie sieht. Und eines Tages malt er Alisa, aber sie reagiert nicht wie die anderen auf ihr Bild, sie läuft davon. Doch dann begegnen sie sich wieder und plötzlich versteht Alisa Felix wie niemand sonst und er lässt sich von ihren Ängsten nicht abschrecken. Sie sind füreinander da. Aber dann sind da die Dinge, die Alisa keinen Frieden lassen. Albträume plagen sie und sie lässt sich von allem leicht erschrecken. Was verbirgt sie vor Felix? Welche Geister ihrer Vergangenheit lassen sie nicht in Ruhe? Protagonisten Felix malt leidenschaftlich gerne und kocht auch sehr gut, außerdem hat er ein sehr sanftes Gemüt und ist einfach ein sehr netter Kerl. Ich habe ihn so schnell ins Herz geschlossen und konnte ihm nichts, was er tat, irgendwie übel nehmen. Er hat sich quasi sofort in Alisa verliebt, weil sie seine Bilder versteht und er sich mit ihr auf einer Wellenlänge fühlt. Er ist fasziniert von ihr, aber machmal sehr verwirrt von ihrem abweisenden Verhalten. Er versucht aber, ihr so gut er kann entgegenzukommen und sie zu nichts zu drängen. Aber manchmal verhält sich Alisa so seltsam, dass selbst Felix nicht wirklich etwas tun kann, auch wenn er immer versucht, Verständnis zu zeigen. Er hat selbst Komplexe und Unsicherheiten, weil er weiß, dass er nicht der Beste in seinem Fach ist und auch irgendwie im Schatten seines Bruders steht. Er kann meistens gar nicht glauben, dass Alisa jemanden wie ihn mögen kann, daher neigt er auch zu Eifersucht - wenn auch nicht wirklich zu grundloser Eifersucht, wie ich finde. Alisa hat etwas schreckliches erlebt und trägt ein Geheimnis mit sich herum. Während Felix immer offen und ehrlich ist, ist Alisa verschlossen und braucht ewig, bis sie Vertrauen fasst. Sie mag Felix zwar, hat aber Angst davor, ihn an sich ranzulassen. Sie ist paranoid und schreckhaft, aber Felix schreckt das nicht ab - und das fasziniert sie auch. Ich fand Alisa etwas anstrengend, weil sie sich eben immer in ihr Schneckenhaus verkriecht und manchmal auch nicht so nett zu Felix ist, wie er es verdient hätte. Sie ist verletzlich und unsicher und lebt noch in ihrer Vergangenheit und schafft es nicht, die Sachen hinter sich zu lassen, um mit ihm glücklich sein zu können. Andere Charaktere David ist Felix Bruder und einerseits himmelt Felix ihn an und andererseits ärgert ihn sein Verhalten manchmal. David ist eher zielorientiert und sieht in Felix' Hobby keine Zukunft, weil es einfach keinen Nutzen hat. Olli - Olivia - ist Felix' beste Freundin und ein sehr sympathischer Charakter. Sie ist frech und lebensfroh und ist bei Alisas Ernsthaftigkeit und Distanz wirklich erfrischend. Kleiner Käfer ist eine Person, die Alisa immer anredet und die man irgendwann auch kennenlernt. Man kann sich eigentlich schnell denken, was für eine Beziehung die beiden zueinander haben, aber es gibt trotzdem Überraschungen. Ich fand ihn eigentlich ganz nett, aber die Perspektiven der Protagonisten wurden ihm vielleicht nicht ganz gerecht. Handlung und Schreibstil Es gibt zwei Perspektiven, Alisa und Felix und beide schildern die Handlung jeweils in der ersten Person, was an sich nicht ungewöhnlich ist. Aber Alisa redet jemanden direkt an, den sie meist "kleiner Käfer" nennt, und das fand ich teilweise doch etwas ungewohnt - auch, weil Felix das nicht tat. Damit konnte ich mich nicht ganz anfreunden. Alisas Geheimnisse haben Spannung in das Buch gebracht, mich mit der Zeit aber auch etwas genervt. Zwischendurch wurde man mit Informationshäppchen gefüttert, um es eben spannend zu halten, aber zum Ende hin wurden es mir einfach zu viele Geheimnisse, zu viele Dinge, die enthüllt werden konnten. Und selbst wenn ich dachte, ich würde alles wissen, gab es neue Überraschungen - und mit der Zeit ließ die Wirkung irgendwie bei mir nach. Nur die letzte Enthüllung konnte mich dann wieder packen. Fazit Mir hat "Und wenn die Welt verbrennt" eigentlich sehr gut gefallen, weil ich Felix so schnell ins Herz geschlossen habe, aber dafür hat mich Alisa manchmal enttäuscht und mit der Zeit hat auch die Wirkung der Überraschungen nachgelassen.

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