Leserstimmen zu
Poesias

Angelika Overath

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Angelika Overath - Poesias Romanische Gedichte und ihre deutsche Annäherungen. Klang für mich erstmal sehr interessant. Ich liebe Poesie und schreibe selber gern Gedichte und kleine persönliche Werke. Das Cover und allgemein der Bund sind sehr schön. Stoffähnlich und das Design schlicht und ansprechend, passend zu den schlichten Gedichten. Der Inhalt hat mich fasziniert und ich war begeistert von der Umsetzung und Übersetzung der Sprache. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass zwischen den stilvollen, gefühlvollen und sinnvollen Gedichten, zu, füllen einfach ein paar unwichtige reingepackt wurden, nur um das Buch etwas dicker zumachen, denn viel zu lesen gibt es nicht. Also nur ein kurzer, aber ausreichender Einblick in die romanische Welt. Zum Inhalt kann man nicht viel sagen, da es gut umgesetzt ist, aber die Gedichte an sich keinen Zusammenhang haben. Es wird teilweise sehr schön auf die Sprache eingegangen und man vergleicht automatisch ein bisschen die Gedichte.

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Poesias

Von: EricaSta

30.12.2017

Poesias Romanische Gedichte und deren Annäherungen Neugier bestimmte den Entscheid für dieses Büchlein aus dem btb-Verlag. Es liegt zart in der Hand, es hat mit seinem textilen Einband, der an Stickerei anmutenden Gestaltung etwas biederes und bodenständiges. Doch die Texte schaffen den Spagat zwischen dem Ort, der gewöhnlichen Küche - dem chadafö = was übertragen "das Haus des Feuers" bedeutet - bis zum Mauersegler, dem randurel. Fremde, absolut unverständliche Laute beim lauten Vorlesen der Lyrik! Zur Erläuterung: Wie das Schweizerdeutsche ist auch die vierte Landessprache keine Einheitssprache. Die Leute sprechen verschiedene Dialekte, verstehen sich jedoch trotzdem untereinander. Die meisten Linguisten unterteilen das Romanische in fünf hauptsächlich gesprochene Dialekte: Sursilvan, Sutsilvan, Surmiran, Putér und Vallader. Diese Vielfalt beruht auf der starken Aufsplitterung der Gemeinschaften in einer Region, die für ihre 150 Täler bekannt ist. Es bildete sich kein kulturelles Zentrum heraus, und die fünf offiziellen Dialekte gelten als gleichwertig. Und ich erkenne mitunter etwas französisches in der Schreibweise, beziehungsweise auch italienische Anklänge. Neugierde, die mich beflügelte und nun begeistert, neben den originalen Verstexten zur deutschen Angleichung in der Übersetzung den Werdegang zu verfolgen. Denn, die Autorin erzählt davon! Ihre eigene Findung dieser Sprache, dem Vallader Dialekt. Ihre spröde Annäherung mit umschlagender Euphorie, die Angelika Overath zu eigenen Lyrik in romanischen Worten hinriss, nebst der Herausforderung die Verse einem breiten Publikum zuzuführen in der deutschsprachigen Ausführung. Es sind bewusst keine 1:1 Übersetzungen, die dabei passierten, sondern jeweils gefühlte Worte und Sätze in zwei Sprachen, die sich auf den Buchseiten zunicken. Das Romanische ist eine Sprache, die mehr und mehr zu verschwinden scheint, doch hier wird liebevoll damit gelebt - Zeile für Zeile. Das Büchlein ist in meinen Augen eine kleine Kostbarkeit. Das es verdient, öfter in die Hand genommen zu werden. In üna lingua estra tout es da stà In einer fremden Sprache ist immer Sommer In der anderen Sprache lacht alles Die fremde Zunge spricht dich frei Ich gebe sieben von sieben Lesezeichen

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