Leserstimmen zu
Dreck am Stecken

Alexandra Fröhlich

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Buchhandlung Hugendubel

Von: Schad aus Landshut

08.10.2019

Gestern habe ich Dreck am Stecken zu Ende gelesen und bin wieder total begeistert! Mir hat schon "Gestorben wird immer" sehr gefallen und das neue Buch ist wieder klasse. Alexandra Fröhlich kann einfach schwere Thema mit viel Wärme und Humor, wenn auch Galgenhumor, erzählen. Das macht sie wirklich großartig! Immer wenn man denkt, jetzt ist es zu schrecklich, findet sie einen Weg, dass man lachen muss und der Druck auf der Brust sich löst. Vielen Dank für dieses tolle Buch!

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Dussmann

Von: Masuck aus Berlin

08.10.2019

Die Geschichte um die vier Brüder habe ich sehr gemocht. Manchmal war mir deren Umgang miteinander und auch mit anderen Leuten zu rau und ich hätte mir einen freundlicheren Ton gewünscht. Doch insgesamt fehlte es nicht an humorvollen Situationen, berührenden Momenten und erschreckenden Enthüllungen - all dies in einem sehr ausgewogenen Mix.

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einzigundartig

Von: Forster aus Köln

08.10.2019

Genau wie schon “Gestorben wird immer” hat es mir ausgesprochen gut gefallen – ich habe es in einem Rutsch durchgelesen! Durch die tolle Mischung der Familiengeschichte mit “historischem” Touch, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt, wird man wunderbar unterhalten.

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Orell Füssli Thalia AG

Von: Dietrich aus Bern

08.10.2019

Zu Beginn der Geschichte war ich etwas deprimiert über die Zustände der vier aufwachsenden Jungs zu lesen und mein Mutterherz hat geblutet und den Beschützerinstinkt von mir war geweckt! Die Geschichte fand ich gut aufgebaut und die Rückblenden des Grossvaters geschickt eingesponnen. Trotz der Misere fand man immer wieder Trost in dem Familienzusammenhalt der aus der Not jeweils alle fester zusammenkittete. Fand es «flüssig» zum Lesen und die Sprache leicht verständlich und schnörkellos, trotzdem emotional und weitertreibend. +++ Spoiler+++ Wollte unbedingt erfahren was in der Vergangenheit passiert ist und ob sich die böse Grossmutter doch noch auf ihre Wurzeln besinnt und die Enkel anerkennt. Hoffe sie ist bei dem Einbruch gestorben, das skrupellose Geschöpf! Die Alte war mir schon von den ersten Zeilen an unsympathisch. Ueberhaupt sind die Protagonisten toll umschrieben und ich hatte keinen Zweifel, dass sich die Geschichte so zugetragen hat. Werde das Buch « Dreck am Stecken» auf alle Fälle unseren Kunden empfehlen!

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Athesia Buch GmbH

Von: Pernter aus Bozen/Bolzano

08.10.2019

Schon nach den ersten Seiten war für mich klar: dieses Buch gefällt mir! Es ist locker geschrieben, die Figuren sind schön schräg und die Geschichte wirklich ungewöhnlich und voller Überraschungen. Die Handlung ist nicht oberflächlich und doch sehr amüsant, und dass bis zum Ende: ein perfektes Lesevergnügen.

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Buchhandlung Anne von Bestenbostel e.K.

Von: Von Bestenbostel aus Nordenham

08.10.2019

Was für ein tolles Buch! Sprachlich vielseitig (weissu?), geschichtlich interessant und vor allem sehr, sehr menschlich mit den vier Brüdern, die von Johannes alle zusammengehalten werden. Nett sind sie ja nicht alle, aber sie haben sich lieb, und manchmal ist so ein protziges Arschloch (tschuldigung) wie Jakob dann ja auch ganz nützlich. Ich hatte wirklich Spaß mit dem Buch. Jetzt kann ich auch mit einsteigen in den „müssen Sie lesen!“ Reigen meiner Kolleginnen, die das ja schon beim ersten Buch gemerkt haben.

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Buchhandlung Merkel

Von: Merkel aus Rheinfelden

08.10.2019

Ich bin wirklich angetan und habe das Buch in ja doch recht kurzer Zeit verschlungen. Es ist so packend geschrieben, die Story ist super (ernsthaft ohne bedrückend zu sein), die Hauptfiguren wachsen einem ans Herz, und das jeweilige Umfeld ist so gut beschrieben, dass man mit der Autorin (und den "Jungs) durch Zeit und an verschiedene Orte zu reisen scheint. Diesem Roman wünsche ich ganz viele Leser und werde gerne dazu beitragen!

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Fazit: Ich gebe zu, als ich die Lektüre von „Dreck am Stecken“ begann und mich damit auseinandersetzte, welche Bücher Alexandra Fröhlich bislang geschrieben hat und was sie sonst so tut, war ich skeptisch, ob mir ihr Buch tatsächlich gefallen würde -, was vollkommen wertfrei hinsichtlich ihres literarischen Schaffens gemeint ist. Nur bin ich halt nicht unbedingt – Ausnahmen bestätigen die Regel – ein Anhänger humorvoller Literatur, noch lese ich Frauenzeitschriften. Glücklicherweise war die Skepsis im vorliegenden Fall grundlos, denn „Dreck am Stecken“ war ein auf vergleichsweise vielen Ebenen schönes Leseerlebnis. Alexandra Fröhlich erzählt ihre Geschichte rund um die vier Halbbrüder Johannes, Philipp, Jakob und Simon sowie ihren Opa in drei verschiedenen Zeitebenen, indem sie einerseits die Kindheit und Jugend der Halbbrüder beleuchtet, andererseits die Entwicklung im Hier und Heute schildert sowie aus Opas Tagebucheinträgen zitiert. Insgesamt klingt das bei weitem komplizierter, als es letztlich ist. Als Erzähler fungiert dabei Johannes als der älteste der Brüder. Schon zu Beginn des Buches wird deutlich, dass Fröhlich eine Reihe ernster Themen anspricht. Der Leser wird vergleichsweise früh mit dem Alkoholismus, der Depression und dem letzlichen Suizid der Mutter konfrontiert. Klar, dass das nicht spurlos an den vier Jungen, vier Söhnen von vier verschiedenen Vätern, die sich alle nicht bis kaum und sie kümmern, vorbeigeht. Dazu später mehr. Und letztlich gehört auch der namensgebende „Dreck am Stecken“ zu diesen ernsten Themen, auch wenn für den Leser relativ schnell klar ist, welcher Art dieser Dreck bei einem Opa von in den 70ern aufgewachsenen Enkeln denn wohl nur sein kann. Der Autorin gelingt es dabei, ihren Roman nie wirklich schwermütig wirken zu lassen. Erzählt wird dagegen sogar oft in einem humorvoll-trockenen Ton, der mir gut gefiel, zumal er nie wirklich unpassend wirkt. Kritiker mögen einwerfen, dass Fröhlich bei keinem der angesprochenen Bereiche, wie Alkoholismus oder Depression, in die Tiefe, ins Detail geht, aber einerseits stimmt das nicht, denn sie beleuchtet in erster Linie die Auswirkungen, die diese Dinge auf die Folgegeneration haben – und das gut, aber dazu wieder später mehr – und darüber hinaus gelingt es ihr eben nur so, den eben angesprochenen Schwermut zu vermeiden, den Roman auf dem schmalen Grat der Tragikkomödie entlangzubalancieren, ohne ihn in eine der möglichen Richtungen kippen zu lassen. Gleiches gilt auch für die Charaktere. Werden die Brüder in ihrer Kindheit und Jugend auch mit sehr harten Schicksalsschlägen konfrontiert, und geraten sie ob dieser Schicksalsschläge auch ins Schlingern, so bilden sie doch eine gemeinsame Familienfront, an der viele Dinge – vermeintlich – abprallen. Erst später, in ihrem Erwachsenenleben, wird deutlich, welche Spuren das alles hinterlassen hat: Einer der Brüder hat deutliche Bindungsängste und definiert sich größtenteils über seinen Reichtum, der für ihn Macht bedeutet, ein weiterer hat den Alkoholismus der Mutter übernommen, Johannes, der Erzähler, hat ein Stottern ausgebildet und der Jüngste hat immer einen Lorazepam-Vorrat in seiner Umgebung. Man mag diese Charakterentwicklung – am deutlichsten auszumachen an der Figur des alkoholkranken Chirurgen – vielleicht als klischeehaft empfinden, ich empfinde sie als absolut folgerichtig. Die Charaktere wirken nachvollziehbar und authentisch und funktionieren auch im Zusammenspiel sehr gut. Stilistisch kann man der Autorin ebenfalls nichts vorwerfen. Der trockene Humor überzeugt, der Ton ist ebenso authentisch wie die Charaktere und die Dialoge wirken lebensnah. Hinsichtlich der Handlung mag man kritisieren, dass diese teilweise vorhersehbar wirkt und wenig Überraschung bietet. Und im Grunde stimmt das auch. Es tut dem Lesevergnügen nur wenig Abbruch, denn im Kern handelt es sich bei „Dreck am Stecken“ um eine herzerfrischend erzählte Familiengeschichte, die einfach keinen atemberaubenden Spannungsbogen braucht, um zu überzeugen. Lediglich ein kleiner, nennen wir es in Ermangelung eines besseren Wortes Logikfehler, fiel ins Auge, als an einer Stelle niemand Heinrich Himmler auf einem Foto erkennt. Ich mag nicht unbedingt von mir auf andere schließen, aber: Ich würde ihn erkennen! :-) Wer also gerne tragikomische Familiengeschichten mit überzeugenden Familiengeschichten liest, liegt mit „Dreck am Stecken“ absolut richtig.

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