Leserstimmen zu
Dreck am Stecken

Alexandra Fröhlich

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Die in Hamburg lebende Autorin Alexandra Fröhlich, deren Bücher Gestorben wird immer und Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen monatelang auf der Spiegel-Bestsellerliste gestanden haben, hat uns mit Dreck am Stecken einen spannenden Roman vorgelegt, der einerseits ein regelrechter Thriller um die Nazivergangenheit ihres Großvaters, andrerseits aber eine spannende Familiensaga ist. Vier Brüder, alle mit verschiedenen Vätern, die unterschiedlicher nicht sein könnten, werden in die dunklen Seiten ihrer Familienvergangenheit verwickelt. Kommen Opas verschwiegene Geheimnisse endlich ans Licht des Tages? "Die Vergangenheit soll man ruhen lassen", sagte der, und eigentlich wollen es die Brüder genauso damit bewenden lassen. Tja - erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Beim Lesen der unterschiedlichen Charaktere der Brüder kommt man oft aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus, aber genau so oft sieht man, welche Seilschaften im Krieg und auch noch danach ihre Pläne schmieden. Fröhlich beschreibt dies in einem schön zu lesenden Stil, bei dem man zwischen Lachen und Weinen hin und her pendelt. Kann ja durchaus sein, dass ein Leser dadurch an eine dunkle Vergangenheit in seiner eigenen Familie erinnert wird. Etwas Dreck am Stecken hat fast jeder - wenn man nur tief genug in der Vergangenheit wühlt. Mit einigen wenigen langatmigen Passagen zwischendrin oder dem etwas derb aufgetragenen kriminellen Höhepunkt ist der Roman aber trotzdem sehr lesenswert.

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Dreck am Stecken

Von: Heinz-Leo Lüttgens aus 52511 Geilenkirchen

27.10.2019

Ich habe dieses Buch in wenigen Tagen gelesen, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. So sehr hat mich die Familiengeschichte fasziniert. Nach meiner Meinung endet das Buch ein weinig abrupt, ich hätte mir durchaus noch ein oder zwei Kapitel vorstellen können, in denen die weitere Entwicklung der Familiengeschichte fortgeführt würde. Ich kann das Buch nur empfehlen, es ist ganz toll geschrieben, spannend und unterhaltsam. Ein Lob der Autorin.

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Die Mutter wollte die Vergangenheit immer ruhen lassen, sprach nicht von ihren Eltern. Sie hatte schließlich auch mit der Gegenwart genug zu tun - vier Kinder von vier verschiedenen Männern, psychische Probleme, bei Alkohol und Zigaretten mehr Konsum, als gut tat Eine eher prekäre Existenz, zahlt doch nur einer der Väter regelmäßig Unterhalt. Für Johannes und seine Brüder ist die Mutter dennoch das unbestrittene Zentrum ihres kindlichen Universums und auch die vier Jungen halten zusammen wie Pech und Schwefel in Alexandra Fröhlichs Roman "Dreck am Stecken". Und dann ist da noch Opa Heinrich, der lange Zeit unbekannte Opa, der eines Tages mit seinem Köfferchen vor der Tür der Hamburger Wohnung steht und sich gewissermaßen selbst einquartiert. Er stört die Kreise des brüderlichen Rudels nicht sonderlich und erweist sich spätestens dann als nützliches Familienmitglied, als sich die Mutter einen Tag nach Johannes´ 18. Geburtstag die Pulsadern aufschneidet. Opa Heinrich übernimmt die Vormundschaft für die verwaisten Jungen - den stotternden Johannes, den smarten und geschäftstüchtigen Jakob, den intelligenten aber schon früh dem Alkohol zugeneigten Philip und Nesthäkchen Simon, der sensible und künstlerisch talentierte Junge, der die psychischen Probleme der Mutter geerbt zu haben scheint und als schwarzes Kind besonders Anfeimdungen ausgesetzt ist. Kaum ist die Familie dem Leser vertraut, springt die Autorin in die Gegenwart. Johannes, immer noch stotternd, ist Journalist geworden, Jacob jettet als Finanzhai durch die Weltgeschichte, Philipp ist der Chirurg mit den alkoholbedingt zitternden Händen und Simon lebt als Künstler mit fragilem Seelenleben mit seiner resoluten polnischen Betreuerin auf dem Land. Opa Heinrich, der die letzten Jahre seines Lebens mit schwerer Alzheimer-Erkrankung in einem Pflegeheim verbrachte, ist gestorben und bei der Beerdigung tauchen zur Überraschung der Brüder eine ganze Reihe von Menschen auf, die sie noch nie gesehen haben, einige aus Argentinien angereist. Bei der Sichtung der Unterlagen des toten Großvaters stoßen sie auf ein Tagebuch, das auf dunkle Flecken in der Familiengeschichte hindeutet. In Argentinien versuchen sie mehr in Erfahrung zu brinngen - hatte Opa Heinrich Dreck am Stecken? Ist es ein Zufall, dass er nach dem Krieg mit der bislang unbekannten Oma nach Argentinien auswanderte - das Land, in dem so viele alte Nazis einschließlich von Kriegsverbrechern nach 1945 Aufnahme fanden? Hatte sich auch die eigene Familie in Verbrechen verstrickt und kann vergangenes Unrecht wieder gut gemacht werden? Fröhlich läst die Erzählung zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her springen in diesem Familienroman der etwas anderen Art. Die gemeinsame Mission verbindet die Brüder wieder, die sich seit der schwierigen Jugend auseinandergelebt haben. Irgendwie sind sie trotz aller Unterschiede und Streitereien eben doch noch die verschworene Gang von einst. Der Versuch einer Vergangenheitsbewältigung ist unterhaltsam erzählt aus der Sicht von Ich-Erzähler Johannes. Das schräge Quartett wächst dem Leser dabei ohne Sentimentalitäten und mit schnoddrigem Humor ans Herz. Das locker und flüssig geschriebene Buch lässt sich gut in einem Rutsch durchlesen, ohne angesichts der manchmal etwas überzeichneten Charaktere ins Alberne abzugleiten. Macht Spaß.

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Inhalt: Die Brüder Johannes, Jakob, Philipp und Simon leben mit ihrer Mutter in einer Hamburger Hochhaussiedlung. Jeder von ihnen hat einen anderen Vater, zu dem es nur wenig bis gar keinen Kontakt gibt. Die Mutter trinkt, raucht, hat depressive Schübe und häufig wechselnde Männerbekanntschaften. Eines Tages steht der bis dahin für die Jungen völlig unbekannte Großvater mit einem Koffer vor der Tür. Doch er stört nicht weiter, außer, dass er Platz wegnimmt. Er sitzt entweder vor dem Fernseher oder ist in der Eckkneipe. Nach seinem Tod hinterlässt er den Brüdern eine Kiste, in der sie sein altes Tagebuch finden und schnell wird klar: Opa hat Dreck am Stecken… Meine Meinung: Die Geschichte wird aus der Sicht von Johannes auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt: „Damals“ und „2008“, dazwischen gibt es Ausschnitte aus Opas Tagebuch. In den Rückblicken zu „Damals“ beschreibt Alexandra Fröhlich die Kindheit und Jugend der vier unterschiedlichen Brüder, die sich mit Einfallsreichtum, Raffinesse und manchmal auch mit den Fäusten durch ihr nicht so einfaches Leben kämpfen müssen. Ganz deutlich wird dabei, wie sehr die Jungen zueinanderhalten. Im Jahr 2008 kommen Johannes, Jakob, Philipp und Simon nach dem Tod des Großvaters zur Testamentseröffnung wieder zusammen. Obwohl sie sich auseinandergelebt haben und jeder seinen eigenen Weg gegangen ist, ist die enge Bindung noch vorhanden. Man spürt, wie sehr ihre Kindheit sie geprägt hat. Sie sind sich einig, dass sie handeln müssen... Das Thema des Buches ist ernst, aber durch den humorvollen Schreibstil und die chaotischen, manchmal auch unglaubwürdigen Situationen, erscheint es weniger tragisch und ich musste häufiger Schmunzeln. Alle Charaktere werden authentisch beschrieben und besonders Johannes mochte ich sehr. Er ist für alle Brüder der Anlaufpunkt und zeigt am meisten Empathie. Fazit: Ich mag den Humor von Alexandra Fröhlich sehr gerne und auch dieses Buch hat mir wieder gut gefallen.

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Heinrich Hugendubel GmbH & Co. KG

Von: Schad aus Landshut

08.10.2019

Gestern habe ich Dreck am Stecken zu Ende gelesen und bin wieder total begeistert! Mir hat schon "Gestorben wird immer" sehr gefallen und das neue Buch ist wieder klasse. Alexandra Fröhlich kann einfach schwere Thema mit viel Wärme und Humor, wenn auch Galgenhumor, erzählen. Das macht sie wirklich großartig! Immer wenn man denkt, jetzt ist es zu schrecklich, findet sie einen Weg, dass man lachen muss und der Druck auf der Brust sich löst. Vielen Dank für dieses tolle Buch!

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Dussmann

Von: Masuck aus Berlin

08.10.2019

Die Geschichte um die vier Brüder habe ich sehr gemocht. Manchmal war mir deren Umgang miteinander und auch mit anderen Leuten zu rau und ich hätte mir einen freundlicheren Ton gewünscht. Doch insgesamt fehlte es nicht an humorvollen Situationen, berührenden Momenten und erschreckenden Enthüllungen - all dies in einem sehr ausgewogenen Mix.

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einzigundartig

Von: Forster aus Köln

08.10.2019

Genau wie schon “Gestorben wird immer” hat es mir ausgesprochen gut gefallen – ich habe es in einem Rutsch durchgelesen! Durch die tolle Mischung der Familiengeschichte mit “historischem” Touch, bei dem auch der Humor nicht zu kurz kommt, wird man wunderbar unterhalten.

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Orell Füssli Thalia AG

Von: Dietrich aus Bern

08.10.2019

Zu Beginn der Geschichte war ich etwas deprimiert über die Zustände der vier aufwachsenden Jungs zu lesen und mein Mutterherz hat geblutet und den Beschützerinstinkt von mir war geweckt! Die Geschichte fand ich gut aufgebaut und die Rückblenden des Grossvaters geschickt eingesponnen. Trotz der Misere fand man immer wieder Trost in dem Familienzusammenhalt der aus der Not jeweils alle fester zusammenkittete. Fand es «flüssig» zum Lesen und die Sprache leicht verständlich und schnörkellos, trotzdem emotional und weitertreibend. +++ Spoiler+++ Wollte unbedingt erfahren was in der Vergangenheit passiert ist und ob sich die böse Grossmutter doch noch auf ihre Wurzeln besinnt und die Enkel anerkennt. Hoffe sie ist bei dem Einbruch gestorben, das skrupellose Geschöpf! Die Alte war mir schon von den ersten Zeilen an unsympathisch. Ueberhaupt sind die Protagonisten toll umschrieben und ich hatte keinen Zweifel, dass sich die Geschichte so zugetragen hat. Werde das Buch « Dreck am Stecken» auf alle Fälle unseren Kunden empfehlen!

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