Leserstimmen zu
Die Erfindung des Marxismus

Christina Morina

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Auf knapp 600 Seiten schafft es Christina Morina ein ganz anderes Bild von der Geburtsstunde des Marxismus zu zeichnen, als ich bisher gelesen habe. Exemplarisch anhand von neun Intellektuellen – darunter Lenin, Rosa Luxemburg und Victor Adler – wird gezeigt wie Marx Ideen aufgenommen wurde und wie ihre Verbreitung stattfand. Dabei werden sowohl die Unterschiede, aber eben auch die Gemeinsamkeiten all dieser großen Namen klar: die bildungsnahen Elternhäuser und die Begeisterung die Marx Ideen in ihnen auslösten. Eine neue Gesellschaftsform, ein Ziel vor Augen, ein bestehender Klassenkampf. Interessant vor allem auch was all diese Personen nicht waren: Vertreter der Arbeiterschicht. Wenn auch teilweise verarmt stammten sie doch alle aus bürgerlichen Verhältnissen. Das Buch ist in drei Kapitel unterteilt: Sozialisation, Politisierung und Engagement. Trotz der Fülle an Informationen, Personen, Daten sowie reichhaltiges Faktenwissen, ist das Buch gut lesbar und vor allem unglaublich spannend. Die Autorin selbst ist studierte Historikerin sowie Politikwissenschaftlerin und hat mit diesem Buch ein verständliches und fesselndes Werk über die Anfänge einer weitreichenden Idee verfasst.

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(0) Revolutionäre Umgestaltung, statt Klassengesellschaft. Die Welt verändert sich nicht nur, sondern sie lässt sich verändern. So in etwa lässt sich wohl sinngemäß der Marxismus zusammenfassen. Karl Marx bezeichnete sich nicht als Marxist, dennoch hat er den Weg zu Emanzipation und Co. geebnet. Ich kenne bereits das Ursprungsbuch „Das Kapital“ von Karl Marx. Hier schreibt nun nicht der Karl selbst, sondern eine Person, die nicht (nur) ihn, sondern seine Geschichte schreibt. Denn nicht er selbst hat den Marxismus gegründet. Dieses Buch fasst alles zusammen: Den Grundgedanken, die Entstehung, den Verlauf und auch die Zukunftwindungen. Für ein Sachbuch, zu einem doch recht trockenen Thema, ist der Schreibstil angenehm. Es liest sich nicht wie ein Geschichtsbuch, sondern ist durchaus spannend geschrieben. Leider hat es dennoch einige Längen.

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