Leserstimmen zu
Was ist der Mensch?

Eric Kandel

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Es ist nicht so leicht, rein optisch den Unterschied zu erkennen zwischen Sternenhaufen, Stadtstrukturen und einer Nervenzelle. Und das sagt mehr über uns aus, als wir es die letzten Jahre wahrhaben wollten. Ohne Neurowissenschaften würden wir in vielerlei noch im Dunklen tappen und es gibt noch viel zu entdecken. Neurologie erklärt und verbindet Philosophie, Psychologie, allgemeine Medizin, Biologie und Soziologie miteinander, wie keine Wissenschaft zu vor, abgesehen von der Mathematik der Forschung. In den letzten Jahren sind die Ergebnisse der neurologischen Forschung dabei den Zusammenhang zwischen Geist, Seele und Körper zu erklären und wie unser Nervensystem mit dem Gehirn erschafft und verwirft. Wie funktioniert eine neuronale Zelle, Bewusstsein, Gesundheit … und was bedeuten genetische Ursachen für unsere Gesundheit? Wer könnte da besseren Einblick gewähren, als einer der bedeutendsten Hirnforscher unserer Zeit? Eric Kandel bietet mit diesem Werk, ein Verständnis für Zusammenhänge. Was verrät uns die vorangeschrittene Neurowissenschaft über Autismus, Angst, Demenz, Depression, Kreativität. Wahnvorstellungen, Transgender, Sucht oder posttraumatische Belastungsstörung? Was ist über die Biologie des Geistes und der Seele, bereits erkannt und wohin geht die Reise?

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Eric Kandel behandelt in diesem Buch Störungen des Gehirns. Wie entstehen Krankheiten wie Depressionen, bipolare Störungen, Autismus und Demenz. Interessanterweise gibt es physiologische Merkmale, die darauf hinweisen. Fehlfunktionen der Synapsen führen zu all diesen mentalen Krankheiten, die man in Zukunft effektiv behandeln oder sogar vorbeugen werden kann. Kandel hat eine bemerkenswerte Art und Weise zu erklären und die Abbildungen im Buch helfen dabei ein visuelles Verständnis zu entwickeln. Sehr empfehlenswerte Lektüre!

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Ein Sachbuch was durch erklärende Bilder, sachlich geschilderte Prozesse im Gehirn und einfache Sprache- verknüpft mit wissenschaftlichen Erklärungen besticht. Selten habe ich ein so interessantes und gleichzeitig gut formuliertes Sachbuch zum Thema Hirn und Störungsbilder des Menschen gelesen. Berufsbedingt beschäftige ich mich mit dieser Thematik und muss sagen ich werde Kandel meinen Kollegen empfehlen. Kandel erklärt unheimlich interessant und dennoch gut verständlich die Genetik und den Zusammenhang von wissenschaftlichen neuen Erkenntnissen mit Störungsbildern des Menschen. Besonders treffend fand ich seine Beschreibungen, die aus dem Leben gegriffen sind und auf seinem Erfahrungsschatz beruhen. Er weiß zu lehren und den Leser/die Leserin bei der Stange zu halten. Indem er einige (eher bekannte) Krankheiten, wie Autismus, bipolare Störung, Depression, Schizophrenie, Demenz, Parkinson und Huntington beschreibt, zeigt er dem Leser, wie Forschung funktioniert. Er weckt das Interesse des Lesers und erklärt eindrucksvoll Zusammenhänge, die man zwar schon mal kurz gelesen oder gehört hat, jedoch tiefer, verständlicher und wesentlich bleibender.

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Dieses Buch von einem Nobelpreisträger beschäftigt sich mit der Thematik der Neurowissenschaften und der Psychotherapie. Eigentlich total spannend, denn auch der Titel setzt große Hoffnungen. Es werden neue aber auch schon ältere wissenschaftliche Erkenntnisse vermittelt und durch Abbildungen näher gebracht. Die Abbildungen finde ich sehr hilfreich, um auch schwierige Dinge zu verstehen. Leider hat mich der Schreibstil nicht überzeugt, denn dieser wirkt sehr fachlich und nicht für den Laien gedacht. Es lässt sich sehr schwer lesen und erinnert eher an ein Fachbuch. Ich hätte mir, gerade bei dem Titel, mehr drunter vorgestellt, als reine Fachliteratur.

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Ich habe mich in der Vergangenheit schon des Öfteren in Büchern mit psychischen Krankheiten auseinander gesetzt, jedoch nicht in Zusammenhang mit biologischen und neurologischen Zusammenhängen des Körpers. Die Erklärungen von Eric Kandel haben mir einen tiefen Einblick verschafft und ich fand es besonders toll, eine Einführung in das Thema anhand der medizinischen Forschungsentwicklung zu bekommen. Als Einsteigerwerk in das neurologische/biologische Fachgebiet ist das Buch besonders geeignet, für mich war es daher genau das Richtige. Für jemanden, der sich bereits in die Funktionen des Gehirns besonders im Hinblick auf psychische Krankheiten eingearbeitet hat, wird das Werk von Eric Kandel wahrscheinlich nicht viel neues bieten. Ich habe einige Rezensionen gelesen, in denen kritisiert wird, dass der Titel irreführend sei, das kann ich nicht bestätigen. Eric Kandel erklärt anhand verschiedener Störungen des Gehirnes wie der Mensch zu dem wird, was er ist, für mich passt daher alles sehr gut zusammen. "Was ist der Mensch?" ist hier nicht philosophisch gemeint, aber das hat ja auch niemand behauptet. Der Autor zeigt durch die Erklärungen verschiedener Störungsbilder (Autismus, bipolare Störung, Schizophrenie, Demenz, Parkinson, Huntington-Krankheit, posttraumatischer Stress, Suchterkrankungen) wie das Gehirn sich auf die Psyche bzw. das Bewusstsein auswirkt. Durch die leicht verständlichen Texte und Grafiken konnte ich als Leserin einen leichten Zugang zu den Informationen finden. Durch die hohe Faktendichte ist das Buch keine Lektüre, die man schnell weg liest, aber das muss man ja auch nicht. Was mir weiterhin sehr gut gefallen hat ist, dass Eric Kandel die Medizinier und Forscher nicht als Halbgötter in Weiß darstellt, weil sie schon so vieles herausgefunden haben, sondern er macht ganz deutlich, wieviel die Medizin noch nicht weiß und wie viele schwerwiegende Krankheiten und Störungen daher noch nicht behandelt/geheilt werden können. Er weist auch darauf hin, dass man noch nicht weiß, wieso Medikamente bei einigen Menschen nicht die erwünsche oder gar keine Wirkung zeigen. Fazit: Als Einsteigerlektüre in das Thema Zusammenhang Neurologie/Psyche ist das Buch von Eric Kandel sehr gut geeignet.

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Rezension „Was ist der Mensch?“ Ein guter Lehrmeister, dieser Autor, Eric Kandel, und dieses Buch. Vielleicht versteht er es deshalb, sein Wissen derart interessant und verständlich wiederzugeben, weil er außer Geschichte und Medizin auch Literatur studiert hat. Er ist Psychiater, besitzt ein gutes Allgemeinwissen, scheint ein vielseitig interessierter Mann zu sein, auch sein Interesse an Kunst ist in seinen Texten erkennbar. Ach ja, er ist auch Nobelpreisträger für Medizin. Dieses Buch erschien im Oktober 2018 im Siedler Verlag und ist auch als E-Book erhältlich. Was von diesem Buch zu erwarten ist: Am Anfang jedes Kapitels werden Leser und Leserin durch den Bezug zum eigenen „Ich“ neugierig gemacht. Eric Kandel stellt uns indirekt die Frage, inwieweit das, was in dem betreffenden Kapitel behandelt wird, uns selbst und unsere Mitmenschen betrifft. Der Autor informiert darüber, was wir aus diesem Kapitel lernen können. Das Wissen: Mit Geschichten aus dem Leben, Erlebnissen von realen Personen, will der Psychiater Lebensbezug herstellen und macht klar, wie geforscht, behandelt und prophylaktisch gehandelt wird. Anhand von Menschen, bei denen eine „Störung“, ein Problem, bemerkt wurde, zeigt er auf, welche Erkenntnisse gewonnen wurden, welche Untersuchungen gemacht wurden und warum die Forscher so arbeiten. Niemals sind seine Wiederholungen (Die für die Festigung des Wissens wichtig sind) langweilig. Er formuliert sie so, dass die Erinnerung an vorhergehende Erklärungen auftaucht und Zusammenhänge geknüpft werden können. Nun ja, er weiß ja, wie er unser Gehirn behandeln muss, damit es erfolgreich arbeiten kann. Wer es genau wissen will, vertieft sich in die gut erklärten, wissenschaftlichen Berichte des Forschers. Wie geht es weiter? Jedes Kapitel endet mit der Frage, wie es weitergehe. Was lernen wir, was lernen die Wissenschaftler daraus, wie werden die gewonnen Erkenntnisse angewendet oder wie könnten sie angewendet werden? Eric Kandel scheut auch nicht vor dem Geständnis zurück, dass vieles noch nicht erforscht, vieles, das erforscht wurde, nicht oder noch nicht angewendet werden kann. Kurz und gut, er klärt uns in bester Art und Weise darüber auf, wo die Gehirnforschung derzeit angelangt ist. Einige konkrete Informationen Kandels: Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass Prozesse in unserem Gehirn den Geist entstehen lässt. Nicht so wie es Descartes, der die Ansicht vertrat, dass Geist und Gehirn voneinander unabhängig seien. Jetzt geht man auf biologische Weise an den Geist heran. Unser Gehirn konstruiert die Wahrnehmung der Außenwelt, es erzeugt Erlebnisse, steuert Tätigkeiten. Das Gehirn konstruiert unsere Realität, die Informationen dafür liefern die Sinne. Wenn es dazu kommt, dass diese Prozesse durcheinandergeraten, führt dies zu Krankheiten. Die Wissenschaftler versuchen zu verstehen, warum Prozesse fehlgeleitet werden. Auf diese Weise können sie die Funktionsweise des Gehirns verstehen. Der Autor erklärt uns die Entstehung der Psychiatrie, woher Areale im Gehirn ihren Namen haben. Es wird schnell klar, was wir einzelnen Menschen, die der „Sache“ auf den Grund gehen wollten, zu verdanken haben und dass das, was in einem Menschenleben begonnen, aber nicht vollendet werden konnte, der Grundstein für die weitere Forschung war und ist. Eric Kandel erzählt uns vom Gehirn als Wunder der Rechenkunst, eine Rechenmaschine, in der elektrische Schaltkreise unsere Wahrnehmungen, Empfindungen, Bewusstsein erzeugen. So wird durch seine Erläuterungen schnell klar, warum und auf welche Weise Medikamente unser Gehirn umbauen können und so bei Depressionen oder anderen Problemen helfen können. Dass diese Medikamente leider nicht immer und nicht bei jedem Menschen ihre erwünschte Wirkung zeigen verschweigt der Mediziner nicht. Auch nicht, dass die Wissenschaftler bisher noch nicht herausgefunden haben, warum das so ist. Er weiß zu lehren und den Leser/die Leserin bei der Stange zu halten. Indem er einige (eher bekannte) Krankheiten, wie Autismus, bipolare Störung, Depression, Schizophrenie, Demenz, Parkinson und Huntington beschreibt, zeigt er dem Laien/der Laiin, wie Forschung funktioniert (und manchmal auch nicht). Eric Kandel weitet seine Berichte aus, stets gezielt, er schweift nicht aus und bietet dem Leser/der Leserin immer die Möglichkeit, dieses Buch zu lesen und zu verstehen, ohne sich in seine genauen, hochinteressanten, Details vertiefen zu müssen. Dieses Buch bietet für Neugierige und Interessierte eine sehr gute Wissensbasis, Möglichkeiten zur Vertiefung und ist natürlich auch ein spannendes Nachschlagewerk. Und wie geht es nun im Gehirn des Lesers/der Leserin weiter? Eric Kandel hat ein Lehrwerk geschaffen, das nicht nur lehrende Personen kennen sollten. Seine Informationen haben mit jedem von uns zu tun und er teilt sie uns in gehirngerechter Art und Weise mit. Geschaffen, um das neue Wissen anzuwenden oder einfach im Hinterkopf zu behalten, um das Allgemeinwissen aufzupeppen.

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Ich habe schon einiges über neurologische Vorgänge gelesen und viele Bücher, die sich mit den verschiedensten Aspekten der Psychologie beschäftigen. Bisher hat jedoch keines davon den Zusammenhang zwischen psychologischen Defekten und den biologischen Ursachen so detailliert veranschaulicht. Es spricht definitiv für die fachliche Kompetenz von Kandel, zwei so komplexe Fachgebiete scheinbar mühelos und für den Laien verständlich unter einen Hut zu bekommen. Das Buch ist gespickt mit zahlreichen Grafiken, die der Anschaulichkeit dienen und deutlich zur Verständlichkeit der geschilderten Vorgänge beitragen. Auch die sorgfältig ausgewählten Fotos unterstützen die Aussagen der einzelnen Kapitel. Besonders lobend möchte ich dabei das Kapitel über die psychisch erkrankten Künstler erwähnen: zu diesem Thema würde ich mir ein ganzes Buch wünschen. Manch andere Kapitel waren meiner Ansicht nach dafür etwas schwach, da sie ein bisschen zu trocken geschrieben sind - eben sehr wissenschaftlich und ohne einen Witz oder eine Anekdote des Autors, um das ganze etwas aufzulockern und das Lese-Erlebnis etwas kurzweiliger zu gestalten. Dies ist jedoch der einzige Kritikpunkt, den ich anbringen wollte. Abseits davon war das Buch wirklich sehr überzeugend in seinem Inhalt und seiner Darstellung. Ich würde es denjenigen empfehlen, die sich vielleicht schon ein bisschen mit der Thematik auseinandergesetzt haben, da man sonst wohl schnell den Durchblick verlieren kann. Der Autor startet aber grundsätzlich immer "bei Null" und erklärt wirklich jedes Detail der Krankheiten, wodurch das Buch auch für komplette Neulinge geeignet ist. Auch wenn es dann viel Zeit und Konzentration erfordert, halte ich es in jedem Falle für lesenswert.

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