Leserstimmen zu
Das Spiel der Mächtigen

Jeffrey Archer

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Mitreißender Roman trotz unsympathischer Protagonisten

Von: Lesendes Federvieh

08.10.2019

Lubji Hoch und Keith Townsend könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine ist der Sohn osteuropäischer Juden, musste schon früh lernen ums Überleben zu kämpfen und beginnt im Nachkriegs-Berlin mit dem Aufbau einer Zeitung. Der andere ist Australier, Sohn eines Zeitungsbesitzers in Melbourne und steigt nach dem Tod seines Vaters zum bedeutendsten Verleger Australiens auf. Doch beide Männer haben eins gemeinsam: Den Wunsch, das größte Medienimperium der Welt zu besitzen. Deshalb ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Leben der beiden im Kampf um Einfluss und Macht überschneiden werden. Aber nur einer wird es überleben. Seit "Kain und Abel" bin ich ein glühender Jeffrey Archer Fan, weshalb "Das Spiel der Mächtigen" auf meiner Want-to-Read Liste natürlich ganz oben stand. Manch einem wird das Buch unter dem Titel "Imperium" schon geläufig sein, ich kannte die Geschichte allerdings noch nicht und war deshalb sehr neugierig auf den Inhalt. Jeffrey Archer ist für mich ein Meister des epischen Erzählens. Seine exzentrischen Charaktere sind bis ins kleinste Detail perfekt ausgearbeitet, ihre Lebensgeschichte entfaltet sich mit beinahe sogartiger Wirkung. Deshalb fällt es mir jedes Mal schwer auch nach knapp 900 Seiten die angenehme erzählerische Umarmung Archers zu verlassen. Zugegebenermaßen waren mir allerdings noch nie zwei Protagonisten so unglaublich unsympathisch wie Lubji Hoch und Keith Townsend. Archers Hauptcharaktere sind stets speziell, eigensinnig und hauptsächlich an der Vergrößerung ihres Profits interessiert, aber dennoch schließt man sie ins Herz und fiebert mit ihnen mit. Denn sie haben ihre liebenswerten Schwächen, sie wirken trotz ihrer Erfolge und eher zwielichtigen Handlungen menschlich. Hoch und Townsend hingegen sind derart rücksichtslos und egoistisch, sodass ich ihren Werdegang mit zunehmender Abscheu verfolgt habe. Ehrlichkeit und Nächstenliebe scheinen den beiden zwei Fremdwörter zu sein, schamlos und ohne das Anzeichen eines schlechten Gewissens nutzen sie ihre Freunde und die Menschen, die ihnen vertrauen, aus. Ich habe immer wieder gehofft, dass doch noch ein wenig Humanitäres in ihnen steckt, allerdings ließ die nächste erbarmungslose Aktion meistens nicht lange auf sich warten. Faszinierenderweise habe ich "Das Spiel der Mächtigen" trotz der unsympathischen Protagonisten sehr gerne gelesen und freue mich schon auf weitere mitreißende Romane aus der Feder von Jeffrey Archer.

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Ich dachte erst, es gehöre zu einer der Reihen, aber es scheint ein separates Buch mit einer eigenständigen Geschichte zu sein. Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen, ist super recherchiert und lebendig authentisch und glaubwürdig an den Leser gebracht. Die Geschichte liest sich durchweg spannend und fesselnd und ist flüssig zu lesen. Man nimmt dem Autor seine Idee zu 100 Prozent ab und kann sich sehr gut in Charaktere und Szenen hinein versetzen. Wir lernen Lubji Hoch keinen, einen osteuropäischen Juden und Keith Townsend, den Sohn eines Zeitungsbesitzers aus Melbourne. Dieser wird Verleger - einer der bedeutendsten Australiens - sein und Lubjis - aus einer armen Familie stammend - Leben wird sich bald kreuzen. Beide wollen hoch hinaus - bis an die Spitze, aber es kann nur einer gewinnen ... Es geht um Machtbesessenheit, aber auch um Liebe - alles ist gut miteinander verwoben, man kann sich von Beginn an super in die Handlung eindenken und die Charaktere in ihren Gefühlen und Handlungen nachvollziehen. Interessant und spanned geschrieben, hat mir gut gefallen. Im Stil ein typischer Archer.

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