Leserstimmen zu
Stiefmutter

Paula Daly

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€ 10,00 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Diese Rezension kennzeichne ich gem. § 2 Nr. 5 TMG als Werbung, da Rezensionsexemplar: 10,00 [D] inkl. MwSt. 10,30 [A] | CHF 13,90* (* empf. VK-Preis) Taschenbuch, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-48702-8 Erschienen: 19.03.2018 Zum Inhalt: Seit eine Auseinandersetzung mit ihrer Stiefmutter Karen eskalierte, gilt die sechzehnjährige Verity als emotional instabil. Karen ignoriert sie seit dem Vorfall und legt all ihre Aufmerksamkeit auf ihre jüngere Tochter Bronte. Deren Tage sind vollgepackt mit Klavierunterricht und Nachhilfe was immer es braucht, um sie zu neuen Höchstleistungen zu treiben. Denn Karen lässt nichts außer Perfektion gelten. Eines Tages entschließt Verity impulsiv, ihrer kleinen Schwester eine Auszeit zu gönnen, und geht mit ihr auf den Spielplatz. Doch der Ausflug wird zum Alptraum, als in einem kurzen unbeobachteten Moment Bronte spurlos verschwindet ... Zur Autorin: Paula Daly wurde in Lancashire geboren und lebt heute mit ihrem Mann, ihren drei Kindern und Hund Skippy im englischen Lake District. Sie arbeitete freiberuflich als Physiotherapeutin, lebte für kurze Zeit in Frankreich, vermisste aber bald den gewohnten Trubel und kehrte nach Großbritannien zurück. Ihre Romane Der Mädchensucher und Herzgift wurden von Presse und Lesern begeistert gefeiert und etablierten Paula Daly als Autorin brillanter psychologischer Spannungsromane. Meine Meinung: Ich habe ja bereits Der Mädchensucher und Herzgift von der Autorin gelesen und habe mir dieses Buch daher gleich vorgemerkt, da mir Herzgift sehr gut gefallen hatte. Freundlicherweise wurde mir das Buch vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt. Dies beeinflusst aber in keinster Weise meine Meinung. In meiner Videorezension erfahrt ihr mehr über das Buch. Mein Fazit: Alles in allem hat mir dieses Buch wieder sehr gut gefallen. Es konnte mich von der ersten Seite an fesseln und mehrfach überraschen. Es geht hier nämlich nicht nur um das verschwundene Kind, sondern um Einiges mehr. Ich kann hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Daher freue ich mich schon jetzt auf weitere Bücher der Autorin. Von mir bekommt das Buch sehr gute 4,5 Sterne. 4,5 von 5 Sternen Cover, Buchdetails und Klappentext: ©Goldmann Verlag Autoreninfos: ©Goldmann Verlag Rezension: ©lenisveasbücherwelt Videorezension: ©lenisveasbücherwelt Beitragsbild: ©Goldmann Verlag

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Seitdem ein Streit zwischen der sechzehnjährigen Verity und ihrer Stiefmutter eskalierte, hat es das Mädchen nicht allzu leicht zu Hause. Ihre Stiefmutter behandelt sie wie Luft, ihr Vater schiebt mehr Überstunden als gut für ihn ist und ihr Stiefbruder kifft den ganzen Tag. Dafür gilt all der Ehrgeiz Karens, der Stiefmutter, ihrer zehnjährigen Tochter Bronte. Diese hat Zusatzaufgaben von der teuren Privatschule, Harfe- und Klavierunterricht und wird auch sonst in jeder freien Sekunde von ihrer übereifrigen Mutter bedrängt. Um Bronte etwas Gutes zu tun, nimmt Verity sie eines Nachmittags mit in den Park. Als sie beschließt schnell ihre an MS erkrankte Mutter im nahegelegenen Pflegeheim zu besuchen, lässt sie Bronte unbeaufsichtigt im Park zurück. Doch als Verity zurückkommt ist es passiert: Bronte ist fort. Meine Meinung Das Cover ist ansprechend und wirkt auf den ersten Blick wie das eines typischen, britischen Krimis, allerdings wird das Buch als Roman betitelt. Ich muss sagen, dass das hier auch zutreffend ist, denn auch wenn es hier durchaus Krimielemente gibt, wäre das Genre Krimi eher irreführend, denn die Autorin Paula Daly legt ihr Hauptaugenmerk auf ganz andere Bereiche. Der Schreibstil Dalys ist sehr angenehm und lässt sich leicht verständlich und flüssig lesen und die etwas über vierhundert Seiten waren sehr schnell verschlungen. Allerdings war es inhaltlich so eine Mischung aus Spannung und doch Langatmigkeit. Ich habe mich nicht gelangweilt, aber es dauert schon eine Zeit lang, bis die Geschichte etwas mehr Fahrt aufnahm. Wobei Fahrt aufnehmen auch schon wieder nicht so ganz passt, denn Daly hält recht konstant ihr Erzähltempo bei. Allerdings wollte ich doch auch unbedingt wissen, was hier wirklich im Argen liegt, ausser der wirklich grässlichen Helikoptermom Karen. Somit gelang es der Autorin durchaus, mich an ihre Geschichte zu fesseln und immer mal wieder mit Wendungen zu überraschen, die ich so nicht auf mich zukommen sah und auch die endgültige Auflösung hätte ich so nicht vermutet. Somit war es eine Mischung aus Spannung, aber auch sehr detailreicher Darstellung der Familie Bloom, was mich von der Spannung her noch immer ein wenig hin- und hergerissen zurücklässt. Paula Daly erzählt hier eine Geschichte von einer Familie aus dem gehobenen Mittelstand und tatsächlich könnte ich mir hier vorstellen, dass solche Familien überall existieren. Während man den Roman durch die Augen eines personellen Erzählers in der dritten Person mitverfolgt, bekommt man so einige Eindrücke, was nicht zuletzt auch daran liegt, dass die Autorin immer wieder die Blickwinkel ändert und keine der Charaktere komplett in den Fokus rückt. Stattdessen lernt man die gesamte Familie, aber auch die Ermittlerin hier sehr gut kennen und einschätzen. Dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen, da ich hier schon den Eindruck hatte, einen sehr guten Überblick zu bekommen. Die Charaktere waren hier sehr interessant und äußerst authentisch dargestellt und ich konnte mir von so gut wie jedem einen guten oder auch weniger guten Eindruck verschaffen. Verity ist eigentlich ein sehr sympathischer Teenager, für die ich schnell Verständnis aufbrachte, denn auch ich hätte hier Stiefmutter Karen gerne ab und an mal den Hals umgedreht. Diese ist nämlich schon mehr als eine Helikoptermom, denn sie bemuttert Bronte nicht nur, sondern lässt das Mädchen kein bisschen Kind sein. Sie hetzt die Kleine von Termin zu Termin, quält sie durch Musikunterricht, der sie gar nicht interessiert und macht sie zum Mittelpunkt ihres Daseins. Bronte hatte mein vollstes Mitgefühl, denn als Mama einer Tochter im gleichen Alter konnte ich mir hier vorstellen, wie sehr das Mädchen unter all dem Gekreise ihrer Mutter zu leiden hat. Aber auch Vater Noel hätte ich gerne so manches Mal schütteln mögen, denn im Prinzip macht er es sich recht einfach, indem er sich in Überstunden flüchtet und mehr oder weniger nur am Rande erlebt, wie es seiner Familie geht. Die Ermittlerin Joanne war mir hier noch die sympathischste Erwachsene, ich fand sie sehr interessant und glaubwürdig und konnte mich vollstens überzeugen. Auch sonst beweist die Autorin gerade in der Charakterdarstellung ein geschicktes Händchen, denn ihre Figuren und deren Rollen waren allesamt völlig durchdacht und schlüssig. Mein Fazit Auch wenn es nicht immer vor Tempo und Action strotzte, brachte mir der Roman doch durchweg unterhaltsame Lesestunden. Dank eines sehr flüssigen Schreibstils und einer interessanten Familiengeschichte, in der es immer wieder Überraschungen gibt, flog ich nur so durch die Seiten. Das Buch war mein erstes Buch der Autorin, aber mit Sicherheit nicht das Letzte. Lesenswert!

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Seitdem ein Streit zwischen der sechzehnjährigen Verity und ihrer Stiefmutter eskalierte, hat es das Mädchen nicht allzu leicht zu Hause. Ihre Stiefmutter behandelt sie wie Luft, ihr Vater schiebt mehr Überstunden als gut für ihn ist und ihr Stiefbruder kifft den ganzen Tag. Dafür gilt all der Ehrgeiz Karens, der Stiefmutter, ihrer zehnjährigen Tochter Bronte. Diese hat Zusatzaufgaben von der teuren Privatschule, Harfe- und Klavierunterricht und wird auch sonst in jeder freien Sekunde von ihrer übereifrigen Mutter bedrängt. Um Bronte etwas Gutes zu tun, nimmt Verity sie eines Nachmittags mit in den Park. Als sie beschließt schnell ihre an MS erkrankte Mutter im nahegelegenen Pflegeheim zu besuchen, lässt sie Bronte unbeaufsichtigt im Park zurück. Doch als Verity zurückkommt ist es passiert: Bronte ist fort. Meine Meinung Das Cover ist ansprechend und wirkt auf den ersten Blick wie das eines typischen, britischen Krimis, allerdings wird das Buch als Roman betitelt. Ich muss sagen, dass das hier auch zutreffend ist, denn auch wenn es hier durchaus Krimielemente gibt, wäre das Genre Krimi eher irreführend, denn die Autorin Paula Daly legt ihr Hauptaugenmerk auf ganz andere Bereiche. Der Schreibstil Dalys ist sehr angenehm und lässt sich leicht verständlich und flüssig lesen und die etwas über vierhundert Seiten waren sehr schnell verschlungen. Allerdings war es inhaltlich so eine Mischung aus Spannung und doch Langatmigkeit. Ich habe mich nicht gelangweilt, aber es dauert schon eine Zeit lang, bis die Geschichte etwas mehr Fahrt aufnahm. Wobei Fahrt aufnehmen auch schon wieder nicht so ganz passt, denn Daly hält recht konstant ihr Erzähltempo bei. Allerdings wollte ich doch auch unbedingt wissen, was hier wirklich im Argen liegt, ausser der wirklich grässlichen Helikoptermom Karen. Somit gelang es der Autorin durchaus, mich an ihre Geschichte zu fesseln und immer mal wieder mit Wendungen zu überraschen, die ich so nicht auf mich zukommen sah und auch die endgültige Auflösung hätte ich so nicht vermutet. Somit war es eine Mischung aus Spannung, aber auch sehr detailreicher Darstellung der Familie Bloom, was mich von der Spannung her noch immer ein wenig hin- und hergerissen zurücklässt. Paula Daly erzählt hier eine Geschichte von einer Familie aus dem gehobenen Mittelstand und tatsächlich könnte ich mir hier vorstellen, dass solche Familien überall existieren. Während man den Roman durch die Augen eines personellen Erzählers in der dritten Person mitverfolgt, bekommt man so einige Eindrücke, was nicht zuletzt auch daran liegt, dass die Autorin immer wieder die Blickwinkel ändert und keine der Charaktere komplett in den Fokus rückt. Stattdessen lernt man die gesamte Familie, aber auch die Ermittlerin hier sehr gut kennen und einschätzen. Dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen, da ich hier schon den Eindruck hatte, einen sehr guten Überblick zu bekommen. Die Charaktere waren hier sehr interessant und äußerst authentisch dargestellt und ich konnte mir von so gut wie jedem einen guten oder auch weniger guten Eindruck verschaffen. Verity ist eigentlich ein sehr sympathischer Teenager, für die ich schnell Verständnis aufbrachte, denn auch ich hätte hier Stiefmutter Karen gerne ab und an mal den Hals umgedreht. Diese ist nämlich schon mehr als eine Helikoptermom, denn sie bemuttert Bronte nicht nur, sondern lässt das Mädchen kein bisschen Kind sein. Sie hetzt die Kleine von Termin zu Termin, quält sie durch Musikunterricht, der sie gar nicht interessiert und macht sie zum Mittelpunkt ihres Daseins. Bronte hatte mein vollstes Mitgefühl, denn als Mama einer Tochter im gleichen Alter konnte ich mir hier vorstellen, wie sehr das Mädchen unter all dem Gekreise ihrer Mutter zu leiden hat. Aber auch Vater Noel hätte ich gerne so manches Mal schütteln mögen, denn im Prinzip macht er es sich recht einfach, indem er sich in Überstunden flüchtet und mehr oder weniger nur am Rande erlebt, wie es seiner Familie geht. Die Ermittlerin Joanne war mir hier noch die sympathischste Erwachsene, ich fand sie sehr interessant und glaubwürdig und konnte mich vollstens überzeugen. Auch sonst beweist die Autorin gerade in der Charakterdarstellung ein geschicktes Händchen, denn ihre Figuren und deren Rollen waren allesamt völlig durchdacht und schlüssig. Mein Fazit Auch wenn es nicht immer vor Tempo und Action strotzte, brachte mir der Roman doch durchweg unterhaltsame Lesestunden. Dank eines sehr flüssigen Schreibstils und einer interessanten Familiengeschichte, in der es immer wieder Überraschungen gibt, flog ich nur so durch die Seiten. Das Buch war mein erstes Buch der Autorin, aber mit Sicherheit nicht das Letzte. Lesenswert!

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Paula Daly ist bereits einigen Lesern als Autorin psychologischer Spannungsthriller bekannt. Für mich war es ein Kennenlernen mit der Autorin, umso gespannter bin ich immer, ob der jeweilige Stil und das Ideenreichtum mich packen können. Im Mittelpunkt dieses Romans steht die Patchworkfamilie Bloom. Beim Vater Noel wird schnell klar, dass er mit seinem Leben nicht zufrieden ist. Das Familienleben um seine Frau und den drei Kindern bekommt er als vielarbeitender Arzt nur am Rande mit. Flüchtet er sich doch gern in die Arbeit. Seine Frau Karen spielt in diesem Buch eine entscheidende Rolle. Für mich verkörpert sie als Beispiel von „Extremeltern“ die Ursache des nahenden Unheils. Zu ihrem älteren Sohn hat sie eine mehr als emotionslose Beziehung. Ihre zehnjährige Tochter Brontë hingegen, welche das einzige gemeinsame Kind von Noel und Karen ist, vergöttert sie. Und zu guter Letzt lernt man noch die 16-jährige Verity kennen. Nachdem seine erste Ehefrau erkrankte, holte Noel Bloom seine Tochter zu seiner neuen Familie. Allein diese Konstellation verspricht Unheil. Jeder Leser wird sehr schnell Mitleid mit der kleinen Brontë haben, die von ihrer Mutter weniger gefördert, sondern gedrillt wird. Termine über Termine jagen sie durch ihren Alltag. Für Karen völlig normal, für Brontë Stress pur. Demnach kann man es Verity nicht verdenken, als sie ihrer Schwester eine kleine Auszeit im Park mit Freunden gönnen will. Und dann war da nur diese kurze Zeitspanne, in der Verity nicht da war und Brontë verschwand. Als Leser denkt man an dieser Stelle, dass die restlichen Seiten die mysteriöse Kindesentführung behandeln, aber weit gefehlt. Paula Daly überrascht hier mit einer Wende, mit der wohl niemand rechnet. Plötzlich tritt noch ein weiteres Verschwinden in den Fokus und der Strudel zieht die Familie Bloom immer tiefer in einen Sumpf. Beim Lesen fiel mir auf, dass mich der Schreibstil, der Aufbau des Buches und die erstaunlichen Ereignisse wirklich mitgerissen haben. Auch wenn die Atmosphäre und die Thematik an sich sehr düster wirken, schaffte es die Autorin mit kurzen, knackigen Kapiteln mich an die Story zu fesseln. Ein Charakter, den ich an dieser Stelle nicht missen möchte, ist Detective Joanne Aspinall. Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen, aber diese Frau, welche den Fall um die Entführung zugesprochen wird, war mir von Anfang an sympathisch. Das Ende kam wie erwartet überraschend. Ich hatte beim Lesen eine Vermutung, diese beruhte sich nach guten 400 Seiten mindestens einmal auf jeden vorkommenden Charakter, so dass ich absolut nicht sagen kann: ich habe es gewusst. ____________________________________________________________ Auch wenn dieser Roman als psychologischer Thriller einzuordnen ist, fehlte es mir gerade beim Thema Extremeltern und die Auswirkungen auf die Kinder an Emotionen. Karens Perspektive konnte die Autorin noch recht gut darstellen, allerdings gingen mit Brontë und Verity zu stark unter. Dies mag gewollt sein, zerstückelt für mich aber die Message des Buches. Mein Fazit Mit dem Roman „Stiefmutter“ lässt mich die Autorin dennoch zufrieden zurück. Ich hatte Spaß beim Lesen und wollte diesem Geheimnis unbedingt auf die Spur kommen. Dass Paula Daly den Leser an der Nase herumführt, ist hier solide ausgedrückt. Wie gesagt, es hätte jeder sein können. Den Bogen, den sie am Ende schloss fand ich super. Dies führt dazu, dass mich die Autorin neugierig auf ihre anderen Werke macht. Hier erwarte ich mir einen ebendiese Sogwirkung und einem fesselnden Ideenreichtum.

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Karen ist eine Helikopter-Mutter aus dem Bilderbuch. Nachdem ihr 17-jähriger Sohn aus einer vorherigen Beziehung ein kiffender Nichtsnutz ist, soll aus der 10-jährigen Bronte, die sie mit ihrem Ehemann Noel hat, ein Vorzeigekind werden. Dazu wird nicht nur Bronte gedrillt und mit Klavier-, Harfen- und Nachhilfeunterricht in jeder freien Minute unter strenger Kontrolle gehalten, auch der Rest der Familie muss leiden. Und irgendwann wird es Noels Tochter aus erster Ehe, Verity, zuviel und der Teenager rastet aus: Sie würgt Karen. Seitdem ist das Verhältnis tief erschüttert und wird zu einer Katastrophe, als Bronte unter Veritys Aufsicht verschwindet... Dies war mein erstes Buch von Paula Daly und es hat sich sehr flüssig gelesen. Erwartet habe ich einen Krimi mit mehr Spannung. Die wollte aber bei mir leider nicht aufkommen. Es gab tolle Wendungen und unerwartete Entwicklungen und auch die Charaktere waren toll beschrieben. Ich fand alle Gefühle nachvollziehbar geschrieben. Nicht ganz nachvollziehbar waren für mich Kommissarin Joanne und gelegentlich Noel. Beide waren für mich, trotz gut beschriebener Gefühlswelt, manchmal etwas zu egoistisch. Spannung wollte für mich, wie gesagt, nicht richtig aufkommen, denn selbst die Auflösungen waren irgendwie "runterschrieben". Das fand ich in Anbetracht dessen, dass die Geschichte und die Charaktere toll waren, schade. Als Charakterstudie über das Leben mit einer Tigermom und nicht als Krimi, ist das Buch toll. Das Cover und die Kurzzusammenfassung waren meiner Meinung nach aber als Cover angelegt.

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Dies ist bereits mein drittes Buch von Paula Daly. Ihr Name steht für mich für gute und durchdachte Krimis und den wunderschönen Handlungsort Lake District. In diesem Buch besticht sie vor allem durch ihre starke Figurenzeichnung. Mir war der Begriff „Tigermutter“ noch gar nicht bekannt. Ich musste es erst googeln. Auf Karen trifft der Begriff exakt zu. Sie will nur das Beste für ihre Tochter Brontë und das Beste bedeutet für sie Erfolg im Leben. Der lässt sich aber nur mit harter Arbeit erreichen und deswegen gibt es weder Freizeit noch Spielen für die 10jährige. Karen fährt Brontë vom Musikunterricht zum Ballett und von da aus zur Mathenachhilfe. In der Autorfahrt dazwischen ist dann Zeit zum Essen und Leseübungen. Karen ist ein sehr unsympathischer und kalter Charakter. Die kleine Brontë kann einem leidtun. Karen ist mit Noel verheiratet. Für ihn ist es schon die zweite Ehe. Er hat seine erste Frau Jennifer wegen Karen verlassen. Jennifer ist inzwischen an MS erkrankt und lebt in einem Heim. Dadurch wohnt ihre gemeinsame Tochter Veritiy seit einiger Zeit bei ihnen. Karen und Verity verstehen sich gar nicht und es kam auch schon einmal zu einem unschönen Vorfall. Eines Nachmittags, eine Klavierstunde fiel überraschend aus, nimmt Verity Brontë mit auf den Spielplatz. Sie lässt sie kurz bei ihren Freundinnen und besucht ihre Mutter im Heim. In diesen wenigen Minuten verschwindet Brontë. Doch einen Tag später taucht sie gesund und munter wieder auf und hat nur eine lahme Erklärung dafür, wo sie war. Doch dann passiert noch etwas weitaus schlimmeres. Paula Daly hat eine klare und flüssige Schreibweise. Wie schon erwähnt, sind in diesem Buch vor allem die Figuren beeindruckend. Karen ist als extremer Charakter sehr gut gelungen. Man muss sie einfach hassen. Die Polizistin Joanne ist der Sympathieträger der Geschichte. Kleine persönliche Dinge lassen sie sehr lebensecht erscheinen. Noel ist ein wenig Rückratlos. Ich empfand ihn als sehr schwachen Menschen, der sich seiner resoluten Frau gegenüber nicht durchsetzen kann. Aber gerade durch seine Fehler ist er ebenfalls eine sehr glaubwürdige Figur. Die Krimihandlung ist solide und durchaus spannend. Lange tappt Joanne im Dunklen, der Fall bzw. die beiden Fälle, die sich ereignen, sind rätselhaft. Die Story ist ein Mix aus häuslichem Drama, Krimi und der daraus resultierenden Polizeiarbeit. Das Buch lässt sich gut weglesen und ist flüssig geschrieben. Für mich war es jetzt kein Lesehighlight aber durchaus unterhaltsam.

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Habt ihr auch eine böse Stiefmutter/Vater? _________________ *** REZENSION von ©Flotte Buchlotte*** _________________ Angaben zum Buch: Paula Daly Stiefmutter Goldmann Verlag 448 Seiten 19.03.2018 erschienen 978-3-442-48702-8 10,00 € TB Klappbroschur _________________ Angaben zum Cover: Das Cover wird durch seinen dunklen Himmel und den verhangenen Wolken zum echten Hingucker. Die noblen Häuser lassen erahnen, dass es eine eher „gehobene“ Gegend darstellen soll. _________________ Angaben zum Autor: Paula Daly wurde in Lancashire geboren und lebt heute mit ihrem Mann, ihren drei Kindern und Hund Skippy im englischen Lake District. Sie arbeitete freiberuflich als Physiotherapeutin, lebte für kurze Zeit in Frankreich, vermisste aber bald den gewohnten Trubel und kehrte nach Großbritannien zurück. Ihre Romane »Der Mädchensucher« und »Herzgift« wurden von Presse und Lesern begeistert gefeiert und etablierten Paula Daly als Autorin brillanter psychologischer Spannungsromane. _________________ Klappentext: Seit eine Auseinandersetzung mit ihrer Stiefmutter Karen eskalierte, gilt die sechzehnjährige Verity als emotional instabil. Karen ignoriert sie seit dem Vorfall und legt all ihre Aufmerksamkeit auf ihre jüngere Tochter Brontë. Deren Tage sind vollgepackt mit Klavierunterricht und Nachhilfe - was immer es braucht, um sie zu neuen Höchstleistungen zu treiben. Denn Karen lässt nichts außer Perfektion gelten. Eines Tages entschließt Verity impulsiv, ihrer kleinen Schwester eine Auszeit zu gönnen, und geht mit ihr auf den Spielplatz. Doch der Ausflug wird zum Alptraum, als in einem kurzen unbeobachteten Moment Brontë spurlos verschwindet... _________________ Meine Meinung: Dieses Buch hat mich wahrhaft umgehauen. Puh! Gleich zu Beginn lernt man die sechzehnjährige Verity kennen. Das begeisterte Mädchen hat momentan schulische Probleme und mächtig Stress mit ihrer Stiefmutter Karen. Ihr Vater Noel hat zum zweiten Mal geheiratet. Bezüglich ihrer familiären Situation hab ich außerdem erfahren, dass ihre richtige Mutter Jennifer unter MS leidet und nun in einem dafür entsprechenden Heim lebt. Sie gerät im Alltag häufig mit ihrer Stiefmutter aneinander. Noel, ihr Vater, versucht deshalb, immer wieder eine gewisse Balance des Ganzen zu bewahren. Von Karen erfährt man, dass sie noch ein Kind, Ewan, aus erster Ehe hat und mit Noel die zehnjährige Bronte. Verity dagegen ist aus erster Ehe von Noel und Jennifer. Karen kommt als sehr ehrgeizig und zielstrebig rüber. Sie versucht, alles im Griff zu haben, besonders ihre Tochter Brontë. Sie muss z.B. mehrere Instrumente lernen, zum Tanzen gehen ... Als Verity sie eines Tages weinend auf der Treppe vorfindet, nimmt sie Brontë mit auf den Spielplatz, um sie auf andere Gedanken zu bringen. Als sie kurz einen Besuch bei ihrer Mutter im benachbarten Heim abhält, lässt sie Bronte mit ihren Freundinnen allein. Doch als sie wiederkommt, ist Bronte nicht mehr da ... Als zuständige Ermittler hierzu lernen wir die sympathische Joanne Aspinall und ihren Kollegen Oliver Black kennen. Ein tolles Duo. Der Schreibstil war sehr flüssig und hat mich richtig in seinen Bann gezogen. Auch die Charaktere sind sehr sinnbildlich und klar dargestellt. _________________ Fazit: Dieses besondere Buch werde ich so schnell nicht vergessen. Ich werde auf jeden Fall die beiden Vorgänger noch (nach)lesen! --> 5 von 5 Sterne <--

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Stiefmutter Paula Daly Goldmann Verlag 19.03.2018 ***** Klappentext: Seit eine Auseinandersetzung mit ihrer Stiefmutter Karen eskalierte, gilt die sechzehnjährige Verity als emotional instabil. Karen ignoriert sie seit dem Vorfall und legt all ihre Aufmerksamkeit auf ihre jüngere Tochter Brontë. Deren Tage sind vollgepackt mit Klavierunterricht und Nachhilfe – was immer es braucht, um sie zu neuen Höchstleistungen zu treiben. Denn Karen lässt nichts außer Perfektion gelten. Eines Tages entschließt Verity impulsiv, ihrer kleinen Schwester eine Auszeit zu gönnen, und geht mit ihr auf den Spielplatz. Doch der Ausflug wird zum Alptraum, als in einem kurzen unbeobachteten Moment Brontë spurlos verschwindet ... ***** Meine Meinung: Paula Daly hat mit "Stiefmutter" einen wahnsinnig spannenden Roman geschrieben. Auch dieses Buch habe ich wieder innerhalb eines Abends ausgelesen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, was dazu führte, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin (ich war schon ziemlich erstaunt am Ende des Buches angekommen zu sein :D). Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Im ersten Teil erfährt man wie die kleine Bronte verschwunden ist. Die Familie ist außer ich vor Angst. Karen, Brontes Mutter, ist sehr perfektionistisch und möchte ihre Tochter immer zu Höchstleistungen treiben. Sie kommt sehr kalt rüber, dadurch konnte ich keine "Gefühle" zu ihr aufbauen. Noel, ihr Ehemann, ist das komplette Gegenteil. Er ist sehr ruhig und zurückhaltend. Hin und wieder hatte ich das Gefühl, er könnte vielleicht doch etwas mit dem verschwinden der kleinen Bronte zu tun haben, jedoch wendete sich zum Ende des ersten Teils das Blatt und ich wurde ziemlich perplex zurück gelassen. Daher musste ich direkt weiter lesen und auch im zweiten Teil blieb des Lesefluss gleichbleibend. Erst spät habe ich ahnen können wie die Geschichte endet. Auch das Cover passt meiner Meinung nach sehr gut zur Story. (idyllische Vorstadthäuser aber man weiß nicht, was hinter der "Fassade" los ist. ***** Fazit: Ein sehr spannender Roman. Nur zu empfehlen! 5 von 5 Sternen 🌟🌟🌟🌟🌟

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