Leserstimmen zu
Im Dunkel der Angst

Lori Rader-Day

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Taschenbuch
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4/5 ⭐️ Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Mal eine ganz andere Art von Thriller. Die Protagonisten ist Graphologin. Diesen Aspekt fand ich hoch interessant. Als ein zweijähriges Kind verschwindet unterstütz sie mit ihrer Fähigkeit die Polizei. Gleichzeitig versucht sie unentdeckt zu bleiben. Von Anfang an ist ihre Angst vor irgendetwas greifbar. Jederzeit ist sie bereit ihre Sachen und ihren eigenen Sohn zu packen um zu verschwinden. Das Buch an sich baut sich langsam auf. Immer mehr Details der Vergangenheit kommen ans Licht und erklären ihr doch sehr kühles und distanziertes Verhalten. Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Mit dem Schreibstil baut die Autorin von der ersten Seite an eine drückende, düstere und angstdurchtränkte Atmosphäre auf. Einzig das Ende hat mir nicht gefallen. Zu viele Zufälle für meinen Geschmack.

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Sehr interessant

Von: Galen

03.01.2019

Das Cover hat mir von Anfang an ziemlich gut gefallen, es wirkt sehr schaurig und düster und lässt viel versprechen. Die Protagonisten gibt einen interessanten Einblick in ihren Berufsalltag als Graphologin. Der Leser bekommt hier also auch interessante Einblicke in die Thematik der Handschriftanalyse. Das einzige was ich negativ finde sind die Protagonisten, mit denen ich mich die ganze Zeit nicht anfreunden konnte, da sie für mich eher unfreundlich gewirkt haben aber das ist geschmackssache. Die Spannung des Buches blieb durchweg erhalten. Klare Leseempfehlung!

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Mir hat das Buch sehr gut gefallen, unser Krimi-Lesekreis sah das anders – da stand ich tatsächlich auf verlorenem Posten, die anderen fanden es richtig schlecht. Selten bin ich so vehement überstimmt worden mit meiner Meinung! Daher möchte ich meine Rezension beginnen mit: Kritikpunkte des Krimilesekreises "Die Graphologie hat wesentlich weniger Einfluss auf den Fall, als der Klappentext suggeriert – zumindest wird es nicht befriedigend erklärt." Dem muss ich sogar zustimmen, ich hätte auch gerne noch viel mehr über diese Kunst erfahren. "Die Hauptfigur ist unsympathisch und sehr obsessiv in ihrem Verhalten." Auch da muss ich zustimmen, nur hat es mich nicht gestört – ich habe ein Faible für schwierige, sperrige Protagonisten. Außerdem hat Anna meines Erachtens plausible Gründe für ihr Verhalten. Trifft sie gute Entscheidungen? Nein. Hätte es andere Optionen gegeben? Ja. Aber sie ist in einem gewalttätigen Elternhaus aufgewachsen, hat dann von einem gewalttätigen Mann ein Kind bekommen und ist seither auf der Flucht. Sie hatte nie wirklich die Möglichkeit, eine normale emotionale Reife zu erlangen. Hier, in dieser Geschichte, sieht man, wie sie damit beginnt, die Vergangenheit abzustreifen. Am Schluss passiert etwas, was den anderen als unglaublicher, unrealistischer Zufall erschien. Darüber kann man sich streiten! Für mich war das eine logische Entwicklung und ein guter Abschluss der Geschichte, denn in gewisser Weise schließt sich auf mehr als eine Weise der Kreis. "Die Liebesgeschichte war unnötig." Hier muss ich schon wieder zustimmen. Leider bremst sie die Protagonistin meines Erachtens in ihrer Entwicklung. Am Schluss wird eine für die Überwindung ihres Traumas sehr wichtige Entscheidung von ihm getroffen, was dem Sinn des Ganzen ein wenig zuwider läuft. Ich mochte das Buch trotzdem. Warum? Die Geschichte wird sehr stimmungsvoll erzählt. Eine Atmosphäre der bedrückenden Angst und Paranoia baut sich allein schon durch die Hintergrundgeschichte der Protagonistin auf, die sich Stück für Stück enthüllt. Ein sehr grundlegendes Thema des Buches ist der Zyklus der Gewalt, den Anna unbedingt durchbrechen will. Aber Gewalt wird oft an die nächste Generation weitergegeben, und so rutscht auch ihr einmal die Hand aus – ein einmaliger, verzeihlicher Fehler oder ein Zeichen, dass sie die Gewaltbereitschaft ihres Vaters geerbt hat? Sie schämt sich jedenfalls in Grund und Boden. Dieser Aspekt der Geschichte war für mich präsenter und interessanter als der eigentliche Fall, für den Anna als Graphologin zu Rate gezogen wird: das Verschwinden des kleinen Jungen. Der Fall wird zum Hintergrundrauschen, zu Kulisse für das persönliche Drama der Protagonistin. Insofern zögere ich, das Buch überhaupt als Krimi zu bezeichnen, und ich denke, ob einem das Buch gefällt oder nicht, hängt sicher auch davon ab, was man von ihm erwartet. Ich fand es spannend, ich konnte gar nicht damit aufhören, aber es ist eine andere Art von Spannung, als ich für gewöhnlich von einem Krimi erwarten würde. Für mich baute sich die psychologische Spannung vor allem durch Annas Entwicklung auf. Sie geht ihren Weg mit zahlreichen Irrungen und Wirrungen. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich angelegt. Manche, wie Anna oder ihren Sohn Joshua (ein Pupertier, wie es im Buche steht) , fand ich sehr präsent, komplex und glaubhaft beschrieben. Die Beziehung der beiden ist in vielen Aspekten ungesund, denn Anna schleppt Joshua seit vielen Jahren quer durch die Staaten, entwurzelt ihn wieder und wieder und wieder auf ihrer Flucht vor der Vergangenheit. Da bleibt erbitterter Konflikt nicht aus. Andere Charaktere sind eher Randerscheinungen, Teil der Kulisse. Aber auch das war für mich vollkommen in Ordnung, denn im Fokus steht für mich allein Anna.

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Rezi zu „Im Dunkel der Angst“ von Lori Rader-Day Anna Winger lernt Menschen nicht durch persönlichen Kontakt kennen, ihr reicht die Handschrift völlig aus. Als der zweijährige Aidan entführt wird, wird sie hinzugezogen. Anhand der zurückgelassenen Notiz erkenn, dass er in Gefahr schwebt. Doch was Anna nicht ahnt, das sich der Schatten ihrer Vergangenheit schon sehr gefährlich nahe an Sie anpirscht und sie droht einzunehmen. Kann Anna helfen, Aidan wohlbehütet wiederzufinden und ihrer Vergangenheit zu entkommen? Das ist ein Buch, das nicht nur aufgrund seiner Ermittlungsarbeit überzeugt, sondern weil er dich auf menschlicher Ebene berührt. Was passiert mit einem Menschen, der seit Jahren immer wieder untertaucht, weil sie ihre Vergangenheit droht einzuholen. Genau ein Leben als Eremit ist vorprogrammiert. Jeder Mensch wird misstrauisch begutachtet, bloß keine persönlichen Kontakte, und da kommt Anna ihre Arbeit als Graphologin nur recht. Sie braucht keinen persönlichen Kontakt, ein Blick auf die Handschrift reicht. Schwierg wird es nur, wenn dein Teenager da nicht mehr mitspielt. So steht Anna vor der schwierigsten Entscheidung Ihres Lebens und nimmt den Kampf gegen ihre Vergangenheit auf. Schafft sie das? Kann sie ihr Leben, das von ihrem Kind und Aidans retten? Am Anfang fand ich das Buch sehr verwirrend. Man stolpert eigentlich direkt ins Geschehen und nur Häppchenweise bekommt man Einblick ins Gefühlsleben von Anna, aber auch diese Häppchen sind anfangs sehr verwirrend. Trotz allem hat mich die Geschichte gepackt, so hab ich weitergelesen und dann auch ins eins durch. Und ich hab mitgelitten. Was da so zu Tage gefördert wird, lässt im Endeffekt die Handlungsweise von Anna verständlicher werden. Hier gibt es von mir für die spannenden Lesestunden ganz klare 5/5 📝📝📝📝📝 Handschriften 🙂. Eine ganz klare Leseempfehlung an euch ;)

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Magisch vom Cover angezogen, dass so ruhig, aber auch zeitgleich so unheilvoll wirkt, musste ich „Im Dunkel der Angst“ definitiv haben. Und kaum beginnt man mit den ersten Seiten, landet man direkt inmitten von Anna Winger‘s geheimnisvollen Leben, die eine undurchdringbare Aura umgeben zu scheint, zumindest vorerst. Seite für Seite, Stück für Stück kommt man ihr, aber vor allem ihrem Geheimnis immer näher. Natürlich bekommt man durch das erste Kapitel und auch schon den Klappentext einen Einblick in das was einen erwartet, aber es ist doch anders als ich es mir gedacht hatte und insgesamt bietet es inhaltlich mehr als das. So war für mich das Highlight der Geschichte definitiv die Arbeit der Protagonistin als Graphologin, die in den Schriften Anderer so vieles herauslesen kann und das dieser Punkt eben auch eine durchgehende Rolle innerhalb des Buches spielt. Aus meiner Sicht ist es der Autorin ebenso geglückt, die Spannung rund um den Aufhänger der Geschichte bis fast zum Schluss aufrecht zu erhalten, auch wenn Anna und ihr pubertärer Sohn nicht gerade die sympathischsten Charaktere sind, sind sie doch auf ihre Art geradewegs realistisch aufgebaut, so dass man sich vorstellen kann ihnen jederzeit auf der Straße zu begegnen. Das was mir an diesem wirklich gelungenen Psychothriller nicht zugesagt, war dann allerdings der Schluss. Es war mir im Verhältnis zum Rest einfach zu plump und wirkte auf mich nicht mehr stimmig. Alles in allem ist es für mich ein solides Buch, dass ich Fans von Psychothrillern empfehle. 4 von 5 Wassertropfen

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Im Dunkel der Angst ist in der Ich-Perspektive geschrieben - etwas was ich nicht immer unbedingt mag. Meist führt diese Perspektive ja dazu, sich intensiver mit den Gedanken und Gefühlen der oder des Protagonisten auseinanderzusetzen. Wenn man den dann aber total unsympathisch, nervig oder dumm findet ist das Ganze dann nicht unbedingt ein Lesevergnügen :-) Flucht Nun fand ich Anna Winger, die Hauptperson in diesem Buch, eigentlich ganz nett. Ich wollte wirklich wissen und verstehen, warum sie schon so lange auf der Flucht ist und vor allem vor wem. Ihr Sohn leidet sehr unter diesem ständigen Ortswechsel, aber vor allem leidet er darunter, dass er ebensowenig weiß, wie ich. Er weiß nicht wer sein Vater ist, geschweige denn, wer seine Großeltern sind - er kennt weder Verwandte väterlicherseits, noch von der Seite seiner Mutter, noch weiß er, warum sie ständig umziehen. Das macht einen ohnehin schon pubertätsbedingt schlecht gelaunten Teenager weiß Gott nicht umgänglicher. Licht Bedingt durch die Eingangs schon erwähnte Ich-Perspektive, befasse ich mich nun sehr ausgiebig mit Annas Seelenleben, ihren Ängsten und Befürchtungen. Trotzdem dauerte es wirklich ewig lange, bis ein bisschen Licht ins Dunkel der vergangenen Ereignisse kommt. Für mich dauerte es es ein bisschen zu lange - zwischendurch verlor ich dann schon mal das Interesse an Anna, ihrem Sohn und den Geschehnissen rund um sie herum. Neugier Diesen Längen zum Trotz, habe ich das Buch nicht weggelegt, einfach weil meine Neugier dann doch stärker war. Ich wollte irgendwann tatsächlich endlich wissen, wer ihr da was angetan hat. Am Ende erfahre ich es dann auch, vielleicht ein bisschen sehr spät - andererseits lieferte mir dieses warten auf die Auflösung ja auch einen Grund immer weiter zu lesen :-) Der trotz einer gewissen Schroffheit angenehm flüssig zu lesende Schreibstil tat dazu sein übriges. Mein Fazit: Im Dunkel der Angst ist ein, wie ich finde, eher ungewöhnlicher Roman. Es ist kein Krimi, trotzdem ist die Geschichte sehr spannend, wenn man ein bisschen Geduld aufbringt und über kleinere Längen hinweg liest.

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