Leserstimmen zu
Das Fell des Bären

Matteo Righetto

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Ein Buch mit einer netten Geschichte, aus der man sich sicherlich etwas ziehen kann, wenn man will, die sicher für jeden eine Aussage hat, aber im Grunde genommen kam sehr wenig bei mir an. Die Erzählweise war okay, hat leider nicht ganz meinen Geschmack getroffen, konnte mich nur an ein, zwei Stellen ein wenig berühren. Die Charaktere waren vielseitig, aber dennoch für mich nicht intensiv genug ausgearbeitet. Von der angeblichen Poesie in den Worten habe ich nicht viel mitbekommen, aber das ist wohl Geschmacksache, wie alles andere auch.

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Auch wenn man nicht viel gemein hat mit dem zwölfjährigen Domenico, der am Ufer des Codalonga angelt und sich seinen Träumen hingibt, kann man sich als Leser sofort in seine Gefühlswelt hineinversetzen. Das liegt vor allem an der Sprachkraft Matteo Righettos, der die klare Bergluft in den Dolomiten, den Duft der Bäume und die archaische Landschaft mit allen Sinnen erspüren lässt. Domenico, der mit seinem Vater Pietro Sieff in Colle Santa Lucia lebt, träumt davon, etwas Großes zu erleben und ein außergewöhnliches Leben zu führen. Er hätte nicht geahnt, dass sich so schnell eine Gelegenheit dazu ergibt: Sein Vater will mit ihm auf die Jagd gehen und den Bären erlegen, der seit geraumer Zeit die Gegend unsicher macht und um den sich viele Mythen ranken. Während des mühsamen Aufstiegs auf der Suche nach der rotäugigen Bestie kommen sich Vater und Sohn unerwartet näher, und das macht das Besondere dieser Geschichte aus. Der Sohn lernt unerwartet eine ganz neue Seite seines bisher so abweisenden und griesgrämigen Vaters kennen und erlebt seine Anerkennung und die emotionale Nähe wie eine Neugeburt. In einer schnörkellosen Sprache und mit viel Feingefühl entfaltet der Autor vor der Kulisse der imposanten Bergwelt nicht nur eine körperliche Grenzerfahrung, sondern vor allem Domenicos Wechselbad der Gefühle zwischen existenzieller Angst, Staunen, Stolz und tiefer Rührung.

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Charaktervoll

Von: MK262 aus GAP

21.02.2018

Das Buch war mein Flugbegleiter in den letzten Urlaub. Es ist wirklich ein tolles Werk. Es hat zwar nur 160 Seiten, aber auf diesen schafft es der Autor, alles auf den Punkt zu bringen. Domenico leidet sehr unter dem Tod seiner Mutter und auch sein Vater ist ihm dabei keine große Hilfe. Er ertränkt seine Sorgen und lässt seine schlechte Laune immer öfter an Domenico aus, und obwohl er ein sehr guter Schüler ist, berührt das den Vater nicht. Es kommen Gerüchte auf über einen Bären, der Wild reißt, und die Bewohner des Dolomitendorfes bekommen es mit der Angst zu tun. Vater Pietro macht bei einer Kneipenwette einen Deal: 1 Million Lire, wenn er den Bären tötet. Somit wären sie alle Geldsorgen los und hätten auch im Dorf mehr Anerkennung. Pietro macht sich mit seinem Sohn auf in die Wälder, um den Bären zu stellen ... Ein sehr charaktervolles Buch, das einen in eine ganz andere Welt lockt und dort verwurzelt, man fühlt sich, als wäre man mittendrin.

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Ungemein beeindruckend und tiefgründig ist der fast einer Novelle gleichende, gerade einmal 160 Seiten starke Roman „Das Fell des Bären“ von Matteo Righetto (45), im November vom Verlag Karl Blessing herausgegeben. Es ist das erste in deutscher Übersetzung veröffentlichte Werk dieses italienischen Literaturwissenschaftlers, das bereits 2013 im Original zum Bestseller und 2016 verfilmt wurde. Wie der Titel vermuten lässt, geht es im Buch um etwas Großes, um ein Abenteuer, wie es der Schuljunge Dominico anfangs vermutet – nicht ahnend, dass es letztlich ums Ganze geht: um Sieg oder Niederlage, um Leben und Tod. Es ist das Jahr 1963. Der Zwölfjährige lebt allein mit Vater Pietro, einem armen Tischler, in einem kleinen ladinischen Bergdorf in den Dolomiten, die Mutter starb zwei Jahre zuvor. Seitdem ist der Vater verbittert, in sich gekehrt, spricht kein Wort mit dem Sohn, der sich nach väterlicher Liebe sehnt, sondern verbringt seine Freizeit in der Kneipe, allein in einer Ecke. Domenico ist intelligent, ein strebsamer Schüler, schätzt die liebevolle Zuwendung der Lehrerin mehr als die gute Schulnote, aber als "Streber" ist er in der Klasse ebenso ein Außenseiter wie es sein Vater als Eingeheirateter in der Dorfgemeinschaft noch nach Jahren ist. Als sich Pietro eines Tages entschließt, gemeinsam mit seinem Sohn einen in den Bergwäldern lebenden gewaltigen Bären zu erledigen, der den Talbewohnern zu einer Gefahr und schon zum Mythos geworden ist, beginnt für Domenico ein vermeintliches Abenteuer, mit dem er glaubt, nach erfolgreichem Abschluss seiner heimlich verehrten Schulfreundin als „Bärentöter“ imponieren zu können. Doch mit jedem Schritt der beiden Männer weg vom Dorf und hinein in die fast unberührte Wildnis entwickelt sich Righettos Erzählung – neben den Beschreibungen der faszinierenden Bergwelt – zu einer berührenden und schließlich dramatischen Vater-Sohn-Beziehung. Im griesgrämigen und unnahbaren Witwer erwacht wieder der gefühlvolle Vater, der seinen Sohn fürsorglich umsorgt, ihm aus glücklichen Jahren mit der Mutter erzählt und ihm das Jagen beibringt. Der Zwölfjährige ist dankbar für dieses unerwartete Vertrauen, reift auf dieser Expedition binnen weniger Tage zum jungen Mann und kehrt schließlich nach gefährlichem Abenteuer als Ehrenretter seines Vaters ins Dorf zurück. „Das Fell des Bären“ ist eine poetische Geschichte, die trotz ihrer Handlungsbeschränkung nur auf Vater und Sohn ungeheuer atmosphärisch und vielschichtig wirkt. Der Roman beeindruckt schon durch die ungewöhnliche Szenerie der Dolomiten mit ihrer ladinischen Bevölkerung, vor allem aber durch die Schilderung des Geschehens aus Sicht eines Zwölfjährigen. In der schlichten Sprache seines Buches bringt Autor Righetto sowohl die kindliche, noch unschuldige Sichtweise des Jungen als auch die einfache, naturverbundene und -abhängige Lebensweise der ärmlichen Bergregion zum Ausdruck. Alles in allem ist „Das Fell des Bären“ ein außergewöhnlicher, auch spannender, dabei feinsinniger Roman, der nicht nur von Erwachsenen gelesen werden sollte, sondern durchaus auch für Jugendliche geeignet und interessant sein dürfte. Eine Ähnlichkeit in Szenerie und Zeit mit Gerhard Jägers 2016 ebenfalls im Blessing Verlag veröffentlichten Roman "Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod" ist offensichtlich.

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Ungemein beeindruckend und tiefgründig ist der fast einer klassischen Novelle gleichende, gerade einmal 160 Seiten starke Roman „Das Fell des Bären“ von Matteo Righetto (45), im November vom Verlag Karl Blessing herausgegeben. Es ist das erste in deutscher Übersetzung veröffentlichte Werk dieses italienischen Literaturdozenten, das bereits 2013 im Original erschien und 2016 verfilmt wurde. Wie der Titel vermuten lässt, geht es im Buch um etwas Großes, um ein Abenteuer, wie es der Schuljunge Dominico anfangs vermutet - nicht ahnend, dass es letztlich ums Ganze geht: um Sieg oder Niederlage, um Leben und Tod. Der Zwölfjährige lebt allein mit Vater Pietro, einem armen Tischler, in einem kleinen Bergdorf in den Dolomiten, die Mutter starb vor zwei Jahren. Seitdem ist der Vater verbittert, in sich gekehrt, spricht kein Wort mit dem Sohn, der sich nach väterlicher Liebe sehnt, sondern verbringt seine Freizeit in der Kneipe, auch dort am Tresen einsam. Domenico ist intelligent, ein strebsamer Schüler, aber als Streber in der Klasse ebenso ein Außenseiter wie es sein Vater als Eingeheirateter in der Dorfgemeinschaft noch nach Jahren geblieben ist. Als sich Pietro eines Tages entschließt, gemeinsam mit seinem Sohn einen in den Bergwäldern lebenden gewaltigen Bären zu erledigen, der den Talbewohnern zu einer Gefahr und zum Mythos geworden ist, beginnt für Domenico ein vermeintliches Abenteuer, mit dem er glaubt, nach erfolgreichem Abschluss seiner heimlich verehrten Schulfreundin als „Bärentöter“ imponieren zu können. Doch mit jedem Schritt der beiden Männer weg vom Dorf und hinein in die fast unberührte Wildnis entwickelt sich Righettos Erzählung – neben beeindruckenden Beschreibungen der faszinierenden Bergwelt – zu einer berührenden und schließlich dramatischen Vater-Sohn-Beziehung. Der griesgrämige und unnahbare Witwer erwacht wieder zum gefühlvollen Vater, umsorgt seinen Sohn fürsorglich, erzählt ihm aus glücklichen Jahren mit der Mutter und bringt ihm das Jagen bei. Der Zwölfjährige ist dankbar für dieses unerwartete Vertrauen, wird auf dieser Expedition binnen weniger Tage zum Mann und kehrt schließlich nach gefährlichem Abenteuer als Ehrenretter seines Vaters ins Dorf zurück. „Das Fell des Bären“ ist eine poetische Geschichte, die trotz ihrer Handlungsbeschränkung nur auf Vater und Sohn ungeheuer atmosphärisch und vielschichtig wirkt. Der Roman beeindruckt schon durch die ungewöhnliche Szenerie der Dolomiten, vor allem aber durch die Schilderung des Geschehens aus Sicht des Zwölfjährigen. In der schlichten Sprache seines Buches verbindet Autor Righetto die kindliche, noch unschuldige Sichtweise des Zwölfjährigen mit den schlichten Lebensumständen der ärmlichen Bergregion. Alles in allem ist „Das Fell des Bären“ ein ungewöhnlicher, auch spannender, dabei tiefsinniger Roman, der nicht nur von Erwachsenen gelesen werden sollte, sondern durchaus auch für Jugendliche interessant sein dürfte.

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Die Erzählung einer Sohn-Vater-Beziehung spielt in der Gebirgswelt der Dolomiten und erzählt vom klugen, sensiblen Jungen Domenico, der mit seinem Vater im Dorf Colle Santa Lucia lebt. Das Leben ist hart und seit dem Tod der Mutter hat sich der Vater Pietro emotional weit von seinem Sohn entfernt. Kaum ein Wort spricht er mit seinem Kind, fast wirkt er hartherzig auf die Leser. Tapfer lebt Domenico den Alltag zwischen Schule, Angeln am Fluss, Gedanken an das schöne Mädchen Maria, seinen täglichen Pflichten zu Hause, immer im Bewusstsein, von seinem Vater nicht beachtet und wertgeschätzt zu werden. Eines Tages, als ein Bär (wahrhaft teuflisch soll er sein, erzählen sich die Männer des Dorfes) in der Gegend auftaucht, nimmt eine Geschichte seinen Lauf, die das Leben von Domenico und Pietro verändern wird. Die beiden begeben sich auf eine Jagd. Eine Jagd nach dem Bären, die sie in die Einsamkeit der Berge bis zum Hexenwald führen wird. Wenige Tage nur, die ein Leben verändern. Es scheint, mit jedem Schritt öffnet sich die harte Schale des Vaters ein Stück und Domenico und auch die Leser erkennen, dass der Vater nicht nur der hartherzige Mann ist, sondern auch ein empfindsamer fürsorglicher Vater sein kann. Mit einer sehr schönen klaren Sprache erweckt der Autor Matteo Righetto die Erzählung zum Leben. Bildhaft sieht der Leser, die Leserin die Welt der Dolomiten, das Dorf, den Wald und die Menschen vor sich. Die Geschichte wandelt sich, aus der reinen Sicht von Domenico am Anfang rückt die Person des Vaters im Laufe der Handlung mehr in den Fokus. Man lernt ihn kennen und versteht seine Tragik. Sein sich Fremdfühlen im Dorf und sein Aufblühen und Authentischwerden in der Freiheit der Natur und der Welt der Berge. Ergreifend ist das Ende der Geschichte, traurig und fast zärtlich, die Schilderung. Zurück bleibt man als Leser/in und denkt noch lange an diese Geschichte und erinnert sich an den besonderen Moment, als der Vater zum ersten Mal seinen Sohn beim Kosenamen Mendego nennt.

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Domenico lebt einsam mit seinem Vater Pietro in einem kleinen Dorf in den Dolomiten. Nach dem Tod der Mutter vor zwei Jahren, ist der Vater immer mürrischer und wortkarger geworden. Für die guten schulischen Leistungen seines Sohnes zeigt er kein Interesse. Regelmäßig besuchte er das Wirtshaus, um dort alleine am Tisch seinen Wein zu trinken. Domenico hält sich am liebsten in der Natur auf. Am Fluss angelt er Forellen und kann seinen Gedanken nachhängen. In den Dörfern erzählt man sich Geschichten von einem Bären, der in der Gegend Angst und Schrecken verbreitet. Auch im Wirtshaus sorgt er natürlich für Gesprächsstoff. Man kommt nach hitzigen Diskussionen zu dem Schluss, dass der Bär getötet werden muss. Solange aber kein Mensch zu Schaden gekommen sei, ist man sich einig, würden die Forstverwaltung und die Gendarmerie nicht tätig werden. Der reichste Mann des Ortes bietet eine Wette an: Wer den Bären tötet, erhält von ihm 1 Million Lire. Für die Bewohner des Dorfes eine unglaublich hohe Summe. Pietro, der sich sonst nie an den Gesprächen beteiligt, erklärt sich dazu bereit. Man hält ihn für verrückt und lebensmüde und will ihn von seinem Vorhaben abbringen. Er aber lässt sich nicht beirren und macht sich am nächsten Morgen mit seinem Sohn auf den Weg. In den wenigen Tagen der gemeinsamen Wanderung erfährt Domenico viel über seinen Vater. Über die glückliche Beziehung, die er mit seiner Mutter hatte, ihren frühen Tod, den er nicht verwinden konnte und die Probleme mit den Dorfbewohnern, die ihn nie anerkannten, weil er nur ein Zugereister war. Beide kommen sich näher und Domenico lernt eine neue, warmherzige Seite an ihm kennen. Die Kindheit des Jungen endet aber am Tag der Begegnung mit dem Bären. Die Geschichte hat mich so in ihren Bann gezogen, dass ich sie an einem Abend gelesen habe. Ein Buch, dem ich viele Leser wünsche.

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Der kleine Domenico hat es nicht leicht: Der Vater, ein mittelloser Tischler, versäuft nach dem Tod das wenige Geld, welches er verdient. Eines Tages bekommt der Vater das Angebot, sich eine Millionen italienische Lire (Ca. 500 Euro nach dem letzten Umrechnungskurs) verdienen zu können, wenn er einen Bären erlegt, welcher immer wieder große Schäden anrichtet. Zusammen mit seinem Sohn zieht er in die Berge, um das Tier zu erlegen. Auf der Suche in den Bergen dringt der Junge nicht nur in den Lebensraum des Bären ein, sondern auch in die Vergangenheit seines Vaters, von welcher es in Form einer Hütte und eines Eremiten durchaus Spuren oben hinterlassen hat. Mich hat das Buch sehr an den Film *Wie Brüder im Wind* erinnert: Beide spielen in den Bergen, beide haben das Motiv einen verhärteten Vaters, welcher mit seinem Sohn nach dem Tod der Mutter nichts mehr anfangen kann. Nur, dass im Film der Sohn durch das Eindringen eines Tieres in seinen Lebensraum und dessen Aufzucht Heilung erfährt, während er in *Das Fell des Bären* in den Lebensraum des Tieres eindringt und durch dessen Vernichtung reift. Doch dessen Tod muss teuer bezahlt werden… . Fazit Ein poetischer Roman über das Erwachsenwerden unter erschwerten Bedienungen.,Der kleine Domenico hat es nicht leicht: Der Vater, ein mittelloser Tischler, versäuft nach dem Tod das wenige Geld, welches er verdient. Eines Tages bekommt der Vater das Angebot, sich eine Millionen italienische Lire (Ca. 500 Euro nach dem letzten Umrechnungskurs) verdienen zu können, wenn er einen Bären erlegt, welcher immer wieder große Schäden anrichtet. Zusammen mit seinem Sohn zieht er in die Berge, um das Tier zu erlegen. Auf der Suche in den Bergen dringt der Junge nicht nur in den Lebensraum des Bären ein, sondern auch in die Vergangenheit seines Vaters, von welcher es in Form einer Hütte und eines Eremiten durchaus Spuren oben hinterlassen hat. Mich hat das Buch sehr an den Film *Wie Brüder im Wind* erinnert: Beide spielen in den Bergen, beide haben das Motiv einen verhärteten Vaters, welcher mit seinem Sohn nach dem Tod der Mutter nichts mehr anfangen kann. Nur, dass im Film der Sohn durch das Eindringen eines Tieres in seinen Lebensraum und dessen Aufzucht Heilung erfährt, während er in *Das Fell des Bären* in den Lebensraum des Tieres eindringt und durch dessen Vernichtung reift. Doch dessen Tod muss teuer bezahlt werden... . Fazit Ein poetischer Roman über das Erwachsenwerden unter erschwerten Bedienungen.

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