Leserstimmen zu
Zeckenbiss

Sabine Thiesler

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Erst ein Mord an einer deutschen Touristin in der Toskana und kurze Zeit später ein zweiter Mord an einem ehemaligen Richter in Berlin. Aber das ist erst der Anfang und in beiden Fällen gibt es weder einen schlüssigen Hinweis auf den Täter noch auf ein Motiv. Erst durch die Initiative der Ehefrau des getöteten Richters, die in seinen alten Gerichtsakten nach Anhaltspunkten für ein mögliches Mordmotiv sucht, zeigt sich, dass es wohl einen Zusammenhang zwischen den brutalen Morden geben muss. Verzweifelt sucht sie gemeinsam mit dem Ehemann des ersten Opfers nach dem entscheidenden Hinweis der sie auf die Spur des Täters bringt. Dabei stoßen sie auf die Akte eines Jugendlichen, der schon häufiger mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist. Doch dieser sitzt zur Zeit im Gefängnis und kommt daher als Täter nicht infrage. Trotzdem weisen alle Indizien darauf hin, dass er eine Schlüsselrolle in dem Fall spielt und ihnen wird klar, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bleibt bevor es das nächste Opfer geben wird. FAZIT Eine brisante Geschichte, die sich zu einer tragischen Gratwanderung entwickelt, in der es nur Verlierer geben kann.

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Zeckenbiss

Von: Mara

01.09.2018

Inhalt: Die Großstadt, ein Moloch, Brutstätte des Verbrechens. Faruk lernt von Kindesbeinen an, dass man als Krimineller am besten fährt. Er ist Mehrfach- und Intensivtäter, kommt aber immer wieder mit geringen Strafen davon. Bis irgendwann etwas Schreckliches geschieht. Wenig später mordet ein Mann scheinbar wahllos, sucht sich komplett unterschiedliche Opfer. Und erst allmählich wird klar, dass er mit all seinen Taten einen grausamen Plan verfolgt … Faruk sitzt im Gefängnis und versucht mit allen Mitteln, vorzeitig entlassen zu werden. Gleichzeitig geschehen "draußen" Morde und die jeweils zurückgebliebenen Ehepartner ermitteln auf eigene Faust. Außerdem erfährt man noch viel über das grausame Schicksal einer Familie, die ihr einzigstes Kind verloren haben. Meine Meinung: Auch dieser spannende Thriller der Autorin hat mir sehr gut gefallen, mich konnte die Geschichte wieder sehr packen. Durch denn leichten und flüssigen Schreibstil und die kurzen Kapitel, liest man automatisch dieses Buch in einem Rutsch durch. Die Charaktere waren vielseitig und glaubwürdig, Sie wurden gut ausgearbeitet und fand sie recht sympatisch. Besonders toll fand ich wieder das Setting in der Toskana, hier erfahren wir das Sabine Thiesler sehr oft in der Toskana verreist ist. Sie hat die Orte gut beschrieben somit ich mir alles bildlich vorstellen konnte. Auch ihre weitere Werke spielen immer in der Toskana, und genau das gefällt mir. Vor allem wirkt alles auf mich a realistisch wie in einem echten Film. Solche Fälle könnte tatsächlich in der Realität vor kommen. Während dem Lesen, aber ich mit den Charakteren mit gefiebert, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, auch wenn am Anfang die Story ein wenig langsam angefangen hat wurde es von Kapitel zu Kapitel sehr spannend und rasant. Fazit: Das wird mit Sicherheit nicht das letzte Buch der Autorin werden was ich Lesen werde, eine klare Lesempfehlung von mir.

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Sabine Thieslers neuer Thriller "Zeckenbiss" spielt, wie ihre Vorgänger-Titel auch, sowohl in Italien als auch in Deutschland. Der Roman ist in mehrere Abschnitte unterteilt, in denen wir so einigen Personen; Opfern und Tätern begegnen. Eine Anwältin lässt ihr Leben, ebenso ein pensionierter Richter. Unterdessen sitzt Jugendstraftäter Faruk in Berlin eine milde Haftstrafe ab, mit der er in Anbetracht seiner Taten sehr zufrieden sein dürfte. Doch hat der Intensivstraftäter trotzdem etwas mit diesen Morden zu tun? Wie gewohnt lässt der sehr, sehr angenehme Schreibstil der Autorin den Leser wieder fast durch das Buch fliegen. Mit den vielen Protagonisten machte Frau Thiesler es einem allerdings nicht immer leicht. Die dadurch entstandenen abwechslungsreichen Kapitel hingegen gefielen mir sehr. Ständig befand ich mich beim Lesen "woanders". In den zahlreichen JVA-Kapiteln jedoch wurde mir das Ausländer-Thema zu arg thematisiert. Ich hatte ständig das Gefühl, hier wurde mit dem erhobenen Zeigefinger gearbeitet. Kaum Deutsche im Jugendknast... Ebenfalls schade fand ich, dass in diesem Roman wirklich viel zu erahnen war. Sowohl im Bezug auf zwischenmenschliche Beziehungen, als auch auf die Morde. Hier hätte ich mir ein bisschen mehr Raffinesse gewünscht. Den bunten Mix an verschiedensten Charakteren, sympathisch wie unsympathisch, fand ich klasse. Gut gemacht, bei den vielen Protagonisten. Ein kleiner Fehler bzgl. unserem lieben Neri hat sich auch eingeschlichen: Im Vorgänger "Nachts in meinem Haus" hatte der gute Mann ein paar Tage Urlaub in Rom. Hier im "Zeckenbiss" sagt er, er hätte viele Jahre keinen Urlaub mehr nehmen können... Insgesamt bewerte ich diesen Thriller mit 3,5 Sternen. Im direkten Vergleich mit vorherigen Spannungsromanen der Autorin, schwächelte dieses Buch etwas. Vielleicht weil ich einfach weiß, dass sie es besser kann. Dennoch freue ich mich sehr auf weitere Titel von Sabine Thiesler, die mir immer wieder verlässlich kurzweilige und gute Unterhaltung bieten. Die Frau kann einfach schreiben!

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Inhalt: In Ambra, in der Toskana, wird eine deutsche Frau ermordet. Vom Täter oder dem Motiv fehlt jede Spur. In Deutschland gibt es einige Monate später einen weiteren ungeklärten Mordfall. Gibt es einen Zusammenhang? Währenddessen sitzt der 17-jährige Faruk zum wiederholten Mal im Jugendknast. Schon als Kind wurde er straffällig, ist inzwischen Mehrfach und Intensivtäter, kommt aber immer mit geringen Strafen davon. Auch diesmal hofft er auf eine vorzeitige Haftentlassung. Meine Meinung: Der Schreibstil von Sabine Thiesler ist wie immer absolut flüssig und sehr gut zu lesen. Trotz vieler Charaktere und verschiedener Handlungsstränge bin ich nie aus dem Lesefluss geraten. Bis etwa zur Hälfte des Buches waren mir die Zusammenhänge noch völlig unklar, erst dann laufen nach und nach die Handlungsstränge zusammen und die Verbindungen werden deutlich. Fast alle Charaktere werden sehr ausführlich beschrieben; ihre Vergangenheit, sowie ihre Gedanken und Gefühle. Ich konnte mit allen (außer Faruk) mitfühlen. Mit dem Mörder genauso wie mit seinen Opfern (was auf keinen Fall heißen soll, dass ich die Morde gutheiße!). Faruk, sein Leben in der JVA, die Zustände dort, seine Vergangenheit und die Tötung des Mädchens (für mich die schrecklichste Stelle im Buch - diese genaue Beschreibung fand ich überflüssig!) haben meiner Meinung nach zu viel Raum in der Geschichte eingenommen, auch wenn so Faruks kriminelle Entwicklung und sein Charakter sehr deutlich werden. Außerdem glaube ich, dass Frau Thiesler sich hier vieler Klischees bedient hat. Commissario Neri und seine Frau Gabriella, die vielen Lesern schon ans Herz gewachsen sind, haben leider nur eine sehr kleine Rolle, denn die Geschichte spielt hauptsächlich in Deutschland. Fazit: Ein „Thiesler“ mit einem anderen Aufbau als sonst, aber demselben genialen Schreibstil. Ich habe „Zeckenbiss“ gerne gelesen, finde das Buch aber etwas schwächer als seine Vorgänger.

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Ein wirklich packendes Buch

Von: NinaMju

07.06.2018

Fiel es mir anfangs noch etwas schwer, mich mit Faruks Sprache und seinen Ausdrücken zurechtzufinden war es aber am Ende genau das, was seinen Charakter ausmachte und ich ließ mich auf die Geschichte ein. Am Ende konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Man lebt in dieser Story tatsächlich jede einzelne Figur mit. Großartig und wirklich weiterzuempfehlen!

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Warum Zeckenbiss? Aus dem Klappentext erfahren wir bereits… >>Wie eine Zecke bohrte sich der Gedanke an blutige Rache in sein Hirn und ließ ihn nicht mehr los>> …hier handelt es sich also wohl um ein Rache-Thriller! Wieder einmal wählt die Autorin ihren Lieblingsschauplatz, - die Toskana. So auch in dieser Geschichte. Gleich zu Beginn erfahren wir von einem Mord, einer deutschen Frau, die zusammen mit ihrem Ehemann dort Urlaub macht. Im Gegensatz zu den vorherigen Büchern spielt diese Geschichte allerdings, größtenteils in Deutschland. In diesem Fall ist es Berlin. Dort sitzt nämlich der jugendliche Faruk in der JVA. Er war schon oft verhaltensauffällig und nachdem es dieses Mal nicht nur um geklaute Autos und Handtaschen ging, bekam er vier ganze Jahre. Zeitgleich geschehen weitere Morde, doch die Polizei tappt im Dunkeln. Wie immer hat die Autorin einen tollen, flüssigen Schreibstil und mit ihren kurzen Kapiteln erzeugt sie einfach eine gewisse Spannung, sodass man immer weiter lesen möchte. Dabei wechselt sie stets zwischen den Charakteren, sodass wir relativ schnell einen Einblick bekommen, wer, wer ist und wie alles zusammen hängt. Besonders gut hat mir der Stempel, den gewisse Charaktere aufgesetzt bekommen haben, gefallen. Dadurch wurde jeder einzelne Charakter viel stärker. Ob es die derbe Aussprache war, die sexuelle Neigung oder der extreme Kinderwunsch. Obwohl ich anfänglich auch mal zurückblättern musste, als mir die Namen noch nicht so geläufig waren, hat es den Lesefluss nicht gestört. Relativ schnell wusste man zwar, wer der Mörder ist, trotzdem war ich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Eher schockiert darüber, wie scheinbar das Rechtsystem, hier in Deutschland funktioniert, wenn man der Geschichte Glauben schenken darf. Zudem wollte ich natürlich auch wissen, wie dieses Buch endet. Auch, wenn ich mir das Ende mit einem großen Knall gewünscht hätte, sodass mir die Kinnlade runter klappt, was nicht der Fall war, gefiel mir das neueste Werk der Autorin wieder sehr gut. Ein guter Thriller, der vor allem die Frage offen lässt, ob unser Rechtssystem so richtig ist, wie es ist oder ob auch wenig Klischeedenken dabei eine Rolle spielten.

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Ambivalent

Von: Ubamü

05.06.2018

Das Buch Zeckenbiss, von Sabine Thiesler, hinterlässt bei mir einen ambivalenten Eindruck. Einerseits habe ich das Buch nur so verschlungen, andererseits habe ich mich immer wieder gefragt, wie gut und lesenwert dieses Buch eigentlich ist. Die Handlung ist gut strukturiert und insgesamt schlüssig, wenn auch manchmal vorhersehbar, aufgebaut. Die sprachlichen Fähigkeiten der Autorin haben mich begeistert. Immer wieder war ich über den Ausdruckswechsel in den unterschiedlichen Handlungsabläufen begeistert. Gestoßen habe ich mich ímmer wieder an der Ausdrucksweise des Protagonisten Faruk. Ich bin zwar nicht der leidenschaftlichste Gutmensch, und habe eine Meinung zu der Thematik Jugendkriminalität und Grenzen der Resozialisierung. Dennoch hoffe ich einfach nur, dass die Autorin in ihren Kommentaren, die sie Faruk sprechen lässt, nach dem Motto verfährt: Nur wer übertreibt, wird verstanden Anders könnte ich die Verstellungsqualitäten und -gedanken eines (jugendlichen)Straftäters, mit Wunsch nach Resozialisierung, nicht gut aushalten. Insgesamt ist das Buch eine schöne Lektüre.

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Auf jeden Fall lesenswert

Von: Dinja

21.05.2018

Der Anfang des Buches war zuerst etwas verwirrend für mich, da einige Handlungsstränge gleichzeitig liefen. Nach ca. einem Drittel des Buches erkannte ich langsam die Zusammenhänge. Ich fand das Buch durchaus spannend, auch wenn es jetzt nicht der durchgeknallte Serienmörder war. Ich und ich denke auch andere können seine Gründe durchaus nachvollziehen. Nur das Ende fand ich persönlich etwas zu unspektakulär, wobei es aber eigentlich nicht viel anders hätte enden können, weil das Ende im Großen und Ganzen genauso hätte enden können.

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