Leserstimmen zu
Zeckenbiss

Sabine Thiesler

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Rezension zu Zeckenbiss Sabine Thiesler Heyne Verlag 23. April 2018 ***** Klappentext: Die Großstadt, ein Moloch, Brutstätte des Verbrechens. Faruk lernt von Kindesbeinen an, dass man als Krimineller am besten fährt. Er ist Mehrfach- und Intensivtäter, kommt aber immer wieder mit geringen Strafen davon. Bis irgendwann etwas Schreckliches geschieht. Wenig später mordet ein Mann scheinbar wahllos, sucht sich komplett unterschiedliche Opfer. Und erst allmählich wird klar, dass er mit all seinen Taten einen grausamen Plan verfolgt … ***** Meine Meinung: Nach beenden des Buches bin ich leider etwas zwiespältig zurück gelassen worden. Einerseits hat mir der Plot sehr gut gefallen, das Thema war spannend und relativ aktuell. Jedoch kam ich mit der Schreibweise in einigen Kapiteln nicht klar. Gerade die Kapitel mit Faruk waren mir meist ein wenig „too much“, die Aussprache und das Verhalten des Jungen sollten authentisch rüber kommen aber leider wirkte das auf mich sehr klischeehaft. Alle anderen Charaktere wirkten glaubhafter auf mich und es viel mir meistens ziemlich leicht mich in sie hineinzuversetzen. Am Anfang wird man als Leser mit mehreren Handlungsträngen konfrontiert, dies irritierte mich, weil ich nicht wusste was die verschiedenen Personen denn nun miteinander zu tun haben. Erst zur Mitte des Buches wird dem Leser klar, was die Personen miteinander verbindet. Das Ende kam für mich eindeutig zu schnell und wirkte auch irgendwie zu konstruiert. ***** Mein Fazit: Ein solider Krimi mit einigen Schwächen. Ich werde den Büchern von Sabine Thiesler jedoch eine weitere Chance geben, da diese laut anderen Lesern sehr gut sein sollen! 3 von 5 ⭐️⭐️⭐️

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Nachdem ich erst vor kurzer Zeit Nachts in meinem Haus , welcher als Roman betitelt wurde, gelesen hatte, war ich besonders auf dieses Buch gespannt, da es sich hierbei um einen Thriller handeln sollte. Das Wort "sollte" spielt hier eine ganz wichtige Rolle, denn es sollte vielleicht ein Thriller werden, ist auf dem Weg dorthin aber abgewichen. Die Grundidee hinter der Geschichte finde ich sehr gut und auch einige aktuelle Gegebenheiten, z.B. wie schnell man auf Grund seines Äußeres für einen Attentäter gehalten wird (Angst vor Terror) oder unteranderem auch Musik, die noch aus diesem Jahrzehnt stammt (Nur kurz die Welt retten) erwähnt wird, sind von der Autorin eingebaut worden. Auch der Schreibstil von Sabine Thiesler war wieder sehr flüssig, verständlich und ließ sich schnell und einfach lesen. Der Aufbau des Buches war nicht besonders ungewöhnlich. Es wird aus der Sicht verschiedener Protagonisten erzählt und das Buch ist in Abschnitten der jeweiligen Todesopfer unterteilt. Die einzelnen Kapitel sind auch recht kurz gehalten, wodurch eine Gesamtzahl von 109 Kapiteln im Buch zu finden ist. Ob ein anderer Aufbau des Buches meine Meinung geändert hätte vermag ich nicht zu beurteilen, aber Fakt ist leider, dass bei mir als Leser sich kaum bis gar keine Spannung beim Lesen aufbaute. Mit dem Mord an der Anwältin Lara Sennen war ein kurzer Spannungsmoment gekommen und ich dachte, der Thriller würde nun in Fahrt geraten, doch leider flaute dieser bereits beim Umblättern in den nächsten Leseabschnitt wieder ab. Obwohl ich schnell mit dem Buch vorran kam, schien sich die Geschichte zu ziehen bis wieder etwas passierte, um dann von neuem in den Teufelskreis der langatmigen Erzählung bis zum nächsten Mord zurück zu kehren. Die verschiedenen Charaktere waren zwar gut geschaffen, doch eine wirkliche Verbindung zum Mitfiebern und Leiden konnte ich zu ihnen nicht aufbauen, was eventuell an den ständigen Sichtwechseln lag. Der einzige Charakter der mir hier allerdings überhaupt nicht gefiel, war Faruk. Sowohl die Art der Sprache, die vielleicht der Realität entspricht aber anstrengend zu lesen ist, und sein Verhalten. Das ein Mensch wirklich nie aus Fehlern und deren Konsequenzen lernt kann ich mir einfach nicht vorstellen. Gefallen hat mir aber, dass ich hier auf die bereits aus "Nachts in meinem Haus" bekannte Familie Neri traf, deren Oberhaupt Neri erneut in einem der Mordfälle ermittelte und einen großen Teil zum Ende des Thrillers beisteuerte. Auch wenn viel Arbeit und Mühe von Frau Thiesler in Zeckenbiss stecken, kann ich dem Thriller leider keine Leseempfehlung geben. Nicht einmal die Betitelung Thriller oder Spannungsroman hätte das Buch in meinen Augen verdient.

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Sabine Thiesler schafft mit diesem Buch einen düsteren Spannungsroman. Es war nicht ihr erstes Werk, aber es war das Erste, was ich von ihr gelesen habe. Mich konnte Sabine mit ihrer Idee und ihrem Schreibstil überzeugen. Ihr Schreibstil ist sehr flüssig und verständlich. Sie verwendet viele Absätze und kurze Kapitel, was für mich die Geschichte ein wenig leichter gemacht hat. Aufgebaut ist das Buch relativ übersichtlich. Es gibt verschiedene Teile, die nach Personen benannt sind. Allerdings frage ich mich: „Warum?“ Egal in welchem Teil man ist, es tauchen dennoch Namen auf von Leuten, die in Italien wohnen, statt in Deutschland. Das war für mich nicht nachvollziehbar und teils ein wenig verwirrend. Im Großen und Ganzen finde ich alle Charaktere sehr gut durchdacht und umgesetzt, sie wirken allesamt interessant. Besonders Faruk zeigt starken Charakter. Allerdings waren es für mich persönlich ein wenig zu viele Charaktere, da ich mir nicht alle merken konnte und nach einiger Zeit rauskam. Der Einstieg in dieses Buch fiel mir sehr leicht. Lara und Bastian Sennen, die in dem ersten Viertel eine größere Rolle spielen, waren sehr interessant gestaltet, wobei ich Bastian ein wenig gewöhnungsbedürftig fand. Zum weiteren Verlauf muss ich leider sagen, dass es für mich ein wenig zu viele Charaktere waren und ich nach ungefähr einem Viertel nicht mehr durchgestiegen bin. Normalerweise ist das ein Punkt, an dem ich ein Buch abbreche. Aber irgendetwas hatte diese Geschichte an sich, dass ich weiterlesen musste. Es hatte für mich eine spannende Wirkung und wenn ich das Buch zur Hand genommen habe, musste ich unbedingt weiterlesen. Allerdings waren ein paar Sachen, die mich gestört haben. Die Erotik- Szenen waren mir ein wenig zu heftig dargestellt. Wobei es nicht einmal die Beschreibung war, sondern eher die Handlungen und die Kulisse, die dort beschrieben wurden. Diese Szenen habe ich sogar meistens übersprungen. Ich habe immer versucht sie zu lesen, aber es ging einfach nicht. Auch gestört hat mich vor allem die Beziehung von Bernhard und Veronica. Anfangs hatte ich kein Problem damit, aber als dann gesagt wurde, dass sogar Bernhards Sohn älter ist als Veronica, war für mich auch das ein wenig zu hochgegriffen. Das Ende fand ich dagegen sehr interessant, schockierend und unerwartet. Es war eine Sache, die ich definitiv nicht erwartet hatte. Nachdem ich das Buch beendet hatte und noch einmal drüber nachgedacht hatte, schien das Ende sehr logisch zu sein und alles hat darauf hingedeutet, allerdings war es etwas an das ich nie gedacht habe. Ein spannender, unerwarteter Thriller, der eine fesselnde Wirkung hatte. Eine Leseempfehlung für jeden Thriller- Liebhaber und jeder der dort einsteigen will. Allerdings muss man sich mit vielen Charakteren auseinandersetzen.

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Zeckenbiss war eine der Neuerscheinungen 2018 auf die ich mich mit am meisten gefreut habe, da ich ein großer Sabine Thiesler Fan bin. Doch leider wurde ich dieses Mal bitter enttäuscht. Denn alles, was ich an ihren Romanen/Thrillern liebe, ist hier kaum mehr vorhanden! Typisch Thiesler erwartete ich eine Story mit Hauptsetting in der Toskana, was hier leider nur zu 5-10 % der Fall ist. Auch mein herzallerliebster Carabinieri Neri nimmt hier keine große Rolle mehr ein, sondern wird zum Nebenstatist in winziger Rolle degradiert! -.- Dabei fing das Buch so gut an! Wir befanden uns bei Deutschen in der Toskana und das erste Verbrechen geschah… alles wie immer eigentlich! Doch dann schwanken wir plötzlich nach Berlin in die JVA zu Faruk, dessen Aussprache und Verhalten wahrscheinlich authentisch rüberkommen sollten, doch eher nur ganz laut „KLISCHEE“ schrieen! Nicht nur, dass die Passagen einem Kopfweh bereiteten, sie machten mich auch einfach sauer! Auf mich wirkte das Ganze eher wie „mit Vorurteilen um sich werfen“! Generell wird man in den ersten knapp 200 Seiten mit 3-4 Handlungssträngen konfrontiert, die scheinbar überhaupt nix mit einander zu tun haben. Dadurch wird aber leider keine Spannung erzeugt, sondern eher das Gegenteil… man verliert das Interesse! Das hatte ich noch nie bei einem Thiesler und umso enttäuschter wurde ich 😦 Erst zur Mitte hin wird dann der gemeinsame Nenner der Handlungsstränge „gelüftet“, zumindest sollte es ab einem gewissen Punkt dem Leser klar sein, wie alles zusammenhängt und worauf das Ganze hinausläuft. Die Aufteilung des Buches hat mir leider auch nicht wirklich zugesagt. Es ist in Personen gegliedert, und dann noch in Gegenwart, Vergangenheit, Deutschland und Toskana. War jetzt nicht sonderlich verwirrend, aber es kam einem auch nicht ganz rund vor. Den Auslöser des Geschehens beschreibt Sabine Thiesler so detailgetreu, dass ich das Buch am liebsten dort abgebrochen hätte. Für mich ist das ein No Go und übertritt ganz klar eine Grenze. Speziell mir als Mutter einer Tochter ist wirklich schlecht geworden! Weiter möchte ich darauf auch nicht eingehen, dass muss jeder selbst sich erlesen… Das Ende hat es dann vollends versaut! Ich war wirklich sauer und finde es eigentlich echt unverschämt so ein schnell dahingefuschtes Ende zu konstruieren! Ganz dem Motto „Oh, das Buch ist schon recht lang, jetzt muss ich irgendwie die Kurve kriegen und meinen alten Protagonisten noch miteinbinden“…. Das war mal überhaupt nix!!! Und dann noch die Entwicklung der Ehepartner von den Opfern… nein, nein, NEIN!!! Sowas ist total hirnrissig und überhaupt nicht authentisch! Fazit: Es tut mir in der Seele weh, aber ich muss es wirklich sagen… ZECKENBISS ist mit Abstand Sabine Thieslers schlechtestes Werk! Ich mochte alle vorigen Bücher, aber das hat echt dem Fass den Boden weggehauen -.- Abstruse Handlungen, Klischees und Vorurteile gegenüber bestimmten Menschengruppen, ein total lieblos dahingefuschtes Ende (Hauptsache das Buch kommt zum Schluss) und 0 Spannung… ich hatte das Gefühl, dass Frau Thiesler einen neuen Weg einschlagen möchte, es ihr jedoch nicht gelingt… sehr zur Enttäuschung des Lesers! Von mir gibt es leider nur 1/5 Sterne! 😦

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Endlich wieder in die Toskana reisen mit Sabine Thiesler. Wobei die Handlung in „Zeckenbiss“ weitgehend in Berlin spielt und die Toskana nur zu Beginn eine größere Rolle spielt. Was haben die Morde an Lara Sennen und Bernd Gernersheim gemeinsam? Der Lösung kommen die Hinterbliebenen auf die Spur, währenddessen hat der Täter aber schon sein nächstes Opfer im Auge… Eigentliche Ermittlungsarbeit passiert in diesem Buch nicht, dennoch ist es spannend zu lesen, weil so viel passiert und der Mörder, den man allerdings sehr bald weiß, mit reichlich Raffinesse vorgeht. Das Buch ist logisch aufgebaut und Thieslers Schreibstil hat mich wieder einmal begeistert. Sie liebt die Toskana, das spürt man in jedem neuen Buch erneut. Ich habe mich auch sehr über das Wiedersehen mit Donato Neri gefreut. Wobei diesem auch wieder nur eine Nebenrolle zukam. Aber ich mag den Knaudel wirklich sehr gern und würde mich freuen, wenn er in Folgebänden wieder mehr zu tun bekäme. Sehr tief geht die Arbeit von Sabine Thiesler dieses Mal in die Psyche von Gefängnisinsassen und beleuchtet den Alltag in einer Jugendstrafanstalt, der alles andere als ein Spaziergang ist. Diese Ausführungen fand ich mehr als interessant und den Einblick sehr spannend. Fazit: Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen. Kurze Kapitel und der sehr lebendige Schreibstil von Thiesler sorgten dafür, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte.

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