Leserstimmen zu
Sommer in Super 8

Anne Müller

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Lange nicht so ein gutes Buch gelesen

Von: Marie-Anne aus Kiedrich

09.08.2019

Von der 1. Seite an gefesselt, bin ich an 3 Abenden extra früh ins Bett gegangen, um das spannende Buch zu lesen. Die Jugend von Clara, ihre Freundinnen und das Traurige in ihrer Familie werden so anschaulich erzählt, dass mir die Tränen beim Lesen der letzten 30 Seiten liefen. Was, das ist das 1. Buch der Autorin? Bitte, liebe Anne, schreiben Sie bald noch eins!

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Clara

Von: kiki

10.06.2019

Clara wird an einem Mittwoch geboren. Seitdem geschehen wichtige Dinge in ihrem Leben immer an einem Mittwoch. Sie wächst mit ihren vier Geschwistern in Schallerup an der Ostsee auf. Es ist ein behütetes Leben in der Landarztfamilie, aber je älter sie wird, schaut sie hinter die Kulissen des Familienlebens. Eine Reise in die 70er Jahre mit Super 8 Filmvorführungen.

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Schallerup, ein fiktiver Ort in den 70er-Jahren an der Ostsee. Hier wohnt Clara mit ihren Eltern und ihren vier Geschwistern. Eine typische Landarztfamilie, wie man sie vielleicht auch aus dem Fernsehen kennt. Eine Familie, die Ausflüge ans Meer macht. Eine Familie, die Zuhause gemeinsam musiziert. Der Vater, der Landarzt, der jede Bewegung der gemeinsamen Freizeit auf Super 8-Filmen zu bannen scheint, aber auch der Vater, der immer wieder mit anderen Frauen anbandelt. Clara liebt ihren Vater sehr, sie sorgt sich aber auch um ihn, weil er immer mehr dem Alkohol zuzusprechen scheint. Ihre Sorgen sind begründet, doch dann spitzt sich die Lage dramatisch zu. "Sommer in Super 8" - wer in den 70er-Jahren aufgewachsen ist, wird sich beim Lesen auf eine Zeitreise begeben. Seien es Lieder, seien es typische Produkte der damaligen Zeit. Man erkennt alles und auch sich selbst ein bisschen wieder. Die Geschichte ist unterhaltsam, doch richtig fesseln konnte sie mich leider nicht. Als Leser schaut man hinter die Kulissen der scheinbar perfekten Landarztfamilie, doch da sind auf einmal die finanziellen Probleme, die Konkurrenz, mit der Claras Vater nicht zurechtkommt und die ihn in die Alkoholsucht zu treiben scheint. Ein gutes Thema, ein wichtiges Thema und sicherlich auch manchmal sehr bewegend im Buch beschrieben, doch mir persönlich fehlte das gewisse Etwas. Claras Mutter, ihre zahlreichen Geschwister, sie blieben eher farblos. Das Ganze dann eher geschrieben wie ein Jugendbuch. Es ist eine Geschichte, von denen viele schon begeistert berichtet haben, doch es ist nicht mein Buch.

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Die Geschichte von Clara, einem jungen Mädchen, das in den 70er Jahren in einer Großfamilie aufwächst ist tiefgründig und gleichzeitig leicht geschrieben. Für kurze Zeit entrückt man in die 70er Jahre und erfährt über das Erwachsenwerden eines jungen Mädchens auf einem Dorf nahe der Ostsee. Ich habe viel geschmunzelt, gelacht und war gleichzeitig gebannt vom Lauf der Geschichte: die Darstellung einer scheinbar perfekten Arztfamilie kommt durch den Vater immer mehr ins Wanken – der Zerfall dieses Familienidylls ist zuerst nur am Rande und auf subtile Art beschrieben, wird zum Ende aber immer bedeutender und endet in einem heftigen Schicksalsschlag für die ganze Familie. Anne Müller beschreibt diese Wendung sehr feinsinnig: ernsthaft aber auch mit vielen humorvollen Geschichten aus Claras Jugend mit allem was dazu gehört. Ein Buch, das ich nur empfehlen kann!

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Sommer in Super 8 - Tolles Buch

Von: Anonym

21.10.2018

Ein Buch welches die Leser berührt. Man kann eintauchen in die Welt der 70er Jahre. Clara ist ein Mädchen einer Arztfamilie und erlebt gute und schlechte Tage. Sie lässt die Leser an ihrer Kindheit und Jugend im Norden teilhaben.Meiner Meinung nach ein super Buch welches nur zu empfehlen ist.

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Dieses Buch hat mich zurück in meine Jugend katapultiert

Von: Sabine aus München

09.10.2018

Anne Müller hat mich mit ihrem Roman "Sommer in Super 8" direkt zurück in meine eigene Jugend katapultiert. Ich bin genauso alt wie die Autorin und auch in einem kleinen Dorf aufgewachsen, deshalb habe mich in sehr vielem wiedererkannt. Das verwaschene Umschlagbild und das perfekt passende orangefarbene Lesebändchen wecken erste Erinnerungen. Dann, im Buch, folgt es Schlag auf Schlag. Die erwähnten Musiktitel, das Leben auf dem Dorf, das Erleben der Pubertät... Genauso war es!! Claras leichte Melancholie und Unsicherheit hätte auch meine sein können. So fühlt sich das an, wenn man noch nicht weiß, was und wer man eigentlich ist. Man einiges aus der Erwachsenenwelt mitbekommt, aber dann doch nicht versteht. Wenn man mehr wissen möchte, aber keiner etwas sagt. Vieles vertuscht wird, nur damit die Nachbarn nicht reden. So war das damals in den Siebzigern. Und ist es nicht teilweise auch heute noch so? Claras Familie wirkt nach außen hin perfekt. Der angesehene Arzt, die schöne Mutter, die gut geratenen Kinder. Das wünscht sich doch jeder. Aber dem ist nicht so. Die ganze Tragik dieser Familie erfährt der Leser nur bruchstückweise, wie Clara auch. Der Roman ist aus ihrer Sicht, der Sicht eines jungen Mädchens, geschrieben. Er lässt die anderen Personen, mit Ausnahme des Vaters, der eine größere Rolle in Claras Leben spielt, als ihre Mutter, in den Hintergrund treten. Wie ein alter Super-8-Film, der auch immer nur leicht verschwommen die Realität abbildet. Das Buch hat mich sehr berührt und es hat mich sprachlos gemacht. Teilweise ist auch auch heute noch so. Man schweigt, statt sich Hilfe zu suchen, nur um vor den Nachbarn gut dazustehen. Man hält aus, statt Konsequenzen zu ziehen. Anne Müller hat dies sehr gut beschrieben. Ein grandioses Buch, dem ich sehr viele Leser wünsche.

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Der Roman hat mich stark an meine Kindheit erinnert. Klavierunterricht, Pyjamaparties, Tanzstunden und ein humorvoller, aber launischer Vater, nach dem man seine Antennen ausrichten muss – das alles kam mir sehr bekannt vor. Ob man nun in Schallerup nahe der Ostsee oder in Düsseldorf aufwächst – als Teenager macht man eben ganz ähnliche Dinge durch. Die Ich-Erzählerin Clara König, mittleres Kind von fünf Geschwistern, beschreibt anfangs viele Szenen, die das Bild einer perfekten Familienidylle vermitteln. Man musiziert gemeinsam, verbringt unbeschwerte Tage an der Ostsee, sieht sich abends die vom Vater aufgenommenen Super-8-Filme an und feiert sich als glückliche Familie. Jedes Kind spielt die ihm zugeschriebene Rolle und buhlt um die Anerkennung der Eltern. Die titelgebenden Filme hatten für mich einen Symbolcharakter, denn schon da stellte sich die Frage, was in der Familie real und was gespielt ist. Anne Müller weiß genau, was im Kopf einer Vierzehnjährigen vorgeht. Unbefangen und charmant erzählt ihre Hauptfigur von Mädchenträumen und dem ersten Schwarm, von großen Erwartungen und Enttäuschungen. Nebenbei entsteht ein lebendiges Bild der Dorfgemeinschaft mit ihren wenigen Höhepunkten wie der jährliche Markt oder der Klatsch und Tratsch im Friseursalon, der sich bald um Claras eigene Familie drehen wird. Das Besondere an dieser Erzählung ist, dass sich mit zunehmendem Alter Claras Blick für die Welt hinter der bröckelnden Fassade schärft. Der heitere und beschwingte Ton schlägt allmählich in eine ernste und wehmütige Stimmung um und markiert das Ende einer unbeschwerten Kindheit. Ich habe den feinsinnigen Roman, der den Zeitgeist der 70er Jahre aufleben lässt, mit Empathie und Begeisterung gelesen.

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Dieses Buch hat mich einerseits wegen der Zeit, in der es spielt, andererseits schlicht und ergreifend wegen der interessantesten Inhaltsangabe angesprochen. Auch das Cover, das, wie ich jetzt nach der Lektüre sagen kann, sehr schön zur Geschichte passt, ist ansprechend gestaltet. Als ich einmal mit dem Lesen angefangen hatte, habe ich das Buch kaum noch aus der Hand gelegt und fast in einem Rutsch beendet. Die Handlung an sich ist zwar nicht so spannend wie ein Thriller, aber irgendetwas am Schreibstil hat mich immer weiterlesen lassen. Obwohl es sich bei diesem Roman um den Debütroman der Autorin handelt, wirkt ihr Schreibstil schon sehr professionell und es gelingt ihr meiner Meinung nach gut, die Waage zwischen Humor und Ernsthaftigkeit in der Balance zu halten. An so mancher Stelle regt der Roman wirklich zum Nachdenken an, sodass ich erst einmal innehalten musste. Die Charaktere, vor allem Hauptprotagonistin Clara sind total realistisch beschrieben, es könnte sie genauso gut in Wirklichkeit geben. Auch ihre Familie, darunter die kleineren Zwillinge Claas und Hendrik, die ältere Schwester Irene und der ältere Bruder Sven werden genauestens charakterisiert und erscheinen wie reale Menschen. Zur Geschichte oder Handlung an sich kann ich nur sagen, dass auf jeder einzelnen Seite etwas aufsehenerregendes passiert und es niemals langweilig wird. Dass die Autorin die ganze Zeit über in der Ich-Perspektive schreibt hat es mir noch mehr erleichtert, mich in Clara hineinzuversetzen und ihre Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen. Über das Ende möchte ich euch an dieser Stelle nur so viel verraten, dass es wirklich schön, wenn auch etwas traurig ist. Nachdem ich den Debütroman von Anne Müller gelesen habe, werde ich definitiv Ausschau nach weiteren Neuerscheinungen der Autorin halten! Mein Fazit: Ein realitätsnaher Roman, der kein Blatt vor den Mund nimmt und ein typisches Familienleben zur Zeiten der 70er Jahre zeigt. Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar! Sommer in Super 8 bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

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