Leserstimmen zu
Der emotionale Rucksack

Vivian Dittmar

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Ich habe schon vor einiger Zeit das Buch ” Der emotionale Rucksack” von Vivian Ditmar gelesen. Auf dem Cover ist passend zum Titel ein Rucksack abgebildet und thematisch geht es darum mit ungesunden Emotionen aufzuräumen.Das Buch ist in 3 Teile untereteilt : 1.Emotionales Gepäck, 2.Ein bewusster Umgang und 3. Emotionale Hygiene Die Autorin beschreibt,dass jeder einen emotionalen Rucksack mit schwierigen Themen mit sich herum trägt, der eine einen kleineren-der andere hat ein größeres emotionales Gepäck. Das Buch lässt sich auch als Laie gut lesen und erklärt zunächst auch an einem Beispiel,warum man in bestimmten Situationen total überreagiert und woher das Verhalten kommt. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, welche Strategien wir mit schwierigen Emotionen haben und wie wir uns schwierigen Themen annähern können. Die Methode der bewussten Entladung ist für Fachleute sicher gut bekannt.In dem Buch gibt es ein paar Übungen , die man am Anfang noch für sich machen kann. Um einen Einstieg in das Thema und in die Reflexion mit sich selbst zu gehen ist das sehr hilfreich, jedoch braucht man bei der eigentlichen Übung, der bewussten Entladung eine bekannte oder eine fremde Person, was sein hohes Maß an Organisation und Engagement voraussetzt. Alles in allem ein gut verständliches Buch. Vermisst habe ich Informationen, was die Autorin für eine Ausbildung und Werdegang hat.

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Was ich aus diesem Buch lernen konnte: Auch wenn Kinder sich bei anderen Menschen „besser“ verhalten als Daheim, ist das als Verdienst der Mutter zu sehen. Kinder entladen ihre Emotionen daheim. Menschen reagieren ihre Emotionen unterschiedlich ab. Neben Ablenken, Betäuben, zählen dazu auch Schimpfen besonders Eltern an Kinder oder Schreien zu den gängigen Methoden seine eigenen negativen Gefühle zu bearbeiten. Leider sind die Gefühle dann nicht bearbeitet, sondern oft nur an den Mitmensch weitergegeben. Auch der Streit innerhalb der Ehe ist eine Form des Abreagierens von Emotionen. Der eine hat eine negative Emotion und fängt an laut zu reden und der andere will sich verteidigen und steigt ins Drama mit ein. Leider ist das keine gute und sinnvolle Form der Bearbeitung von Emotionen. Denn hinterher gibt es nur 2 Verlierer und noch mehr Emotionspäckchen, die unbearbeitet im Rucksack sind. Klappt eine Ehe nicht so, wie man es sich vorstellt, trennen sich viele Paare. Doch gerade seinen Ehepartner wählt man so aus, dass er die Emotionen im Rucksack anpacken kann und herauslöst. Wenn ich mich vom Ehepartner trenne, werde ich mit dem anderen Ehepartner dieselben Emotionen bearbeiten müssen. Was mir an dem Buch sehr gut gefallen hat Im Anhang sind alle wichtigen Methoden der Entladung der negativen Gefühle enthalten. So sind diese in Kurzform schnell auffindbar. Zu jedem Kapitel gibt es Übungen, die den Leser den Textinhalt auf sein Leben übertragen lassen. Meine Bewertung Meiner Meinung nach erfüllt das Buch den Klappentext. Es ist gut lesbar und beinhaltet sehr viele neue Informationen, die mein Leben bereichert haben. Aus dem Grund gebe ich dem Buch 5 Sterne. Dank an Frau Vivian Dittmar für die Mühe, ihr Wissen, welches sie mit dem Buch weitergegeben hat. Fazit: In dem Buch wird ein gesunder Weg aufgezeigt wie man die belastenden Gefühle entledigen kann. Dies ist gerade in unserer stressigen Zeit sinnvoll und notwendig um gut und harmonisch mit seinen Mitmenschen zusammenleben zu können. Autorin: Vivian Dittmar ist Impulsgeberin, Referentin, Autorin und Seminarleiterin. Als Unternehmensberaterin begleitet sie Unternehmer und Führungskräfte in Wandlungsprozessen hin zu einer zukunftsfähigen Wirtschaftsweise, die eine ganzheitliche Definition von Wohlstand und Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellt.

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Verdrängte negative Gefühle haben einen großen Einfluss auf unser Leben. Einen heilsamen Umgang mit Angst, Wut, Trauer und Schmerz zeigt Vivian Dittmar in ihrem Ratgeberbuch „Der emotionale Rucksack“ auf. Jeder kennt Situationen, in denen man nicht mehr angemessen reagiert. Was erst harmlos beginnt, kann schnell emotional völlig aus dem Ruder laufen und sogar Beziehungen scheitern lassen. Ursache dafür sind oft unverarbeitete Erlebnisse und damit zusammenhängende Gefühle. „Wir alle haben einen emotionalen Rucksack, und wir alle erleben immer wieder Momente, in denen unsere emotionale Steuerung versagt.“ Solche Erlebnisse fordern ihren Tribut. Die Frage ist, wachsen wir mit ihnen oder zerbrechen wir an ihnen? Altlasten aus der Vergangenheit Der emotionale Rucksack sind für Dittmar nicht gefühlte Emotionen, die weit in die Kindheit zurückreichen können. Es sind Altlasten aus der Vergangenheit, die man zum damaligen Zeitpunkt nicht fühlen wollte oder konnte. Es gilt, einen anderen Umgang mit dem emotionalen Rucksack zu entwickeln. „Wir sind also nicht für die Erfahrung selbst verantwortlich, sehr wohl jedoch dafür, wie diese in uns weiterlebt.“ Ausschlaggebend ist, ob es uns gelingt, Aktivierungssituationen frühzeitig zu erkennen und anders mit ihnen umzugehen. Eine gesunde Selbststeuerung sowie sich den Emotionen zuzuwenden und sie zu fühlen sind wichtige Schlüsselkompetenzen. Fühlen ist in unserer Gesellschaft oft eine verkümmerte Funktion, die viele Menschen weitgehend verlernt haben. „Es geht darum, neue Erfahrungen zu machen, und Erfahrungen machen wir über das gefühlte Erleben, nicht das rationale Verstehen.“ Bewusste Entladung Ein bewusster Umgang mit emotionalen Altlasten durch eine bewusste Entladung ist für Dittmar der Weg zur emotionalen Heilung. Unter Entladung versteht sie, sich den Altlasten bewusst zuzuwenden. Grundvoraussetzungen sind dabei Anteilnahme und die Bereitschaft zu fühlen. Bei stärkeren Aktivierungen braucht es jedoch die Unterstützung anderer, betont sie. Um das zu fühlen, was uns allein überwältigen würde. Ausführlich beschreibt sie die Praxis der bewussten Entladung mit einem Partner, der sowohl eine nahestehende als auch eine fremde Person sein kann. Emotionale Heilung braucht Selbstmitgefühl statt Selbstmitleid sowie liebevolle Präsens und Anteilnahme anderer, das geht nicht durch Besänftigung und Trost, sondern durch Unterstützung und Begleitung „Das geschieht, wenn wir Verbindung zu einem größeren Raum aufnehmen und zulassen, dass dieser uns unterstützt und trägt.“ Emotionale Selbstfürsorge Mangelnde emotionale Hygiene macht sich in unseren Beziehungen und in unserem Wohlbefinden bemerkbar. Dittmar zeigt, auf wie emotionale Hygiene mithilfe bewusster Entladung im Alltag integrierbar ist. Es gilt, schrittweise die emotionalen Päckchen aufzuarbeiten und Verantwortung für den emotionalen Rucksack zu übernehmen. Je nachdem, wie man mit den emotionalen Altlasten umgeht, findet man sich im Schatten der Gefühle oder in deren Kraft wieder. Es erfordert Hinwendung, Mut und Beharrlichkeit sich seinen emotionalen Altlasten zu stellen. Mit den effektiven und einfachen Übungen des Buches kann sich der Leser selbst, seinem eigenen emotionalen Rucksack zuwenden. Emotionale Selbstfürsorge Einen guten Umgang mit den emotionalen Altlasten zu entwickeln, ist nicht leicht, aber entscheidend für unser Leben. Dazu bedarf es der emotionalen Selbstfürsorge. Das Buch bietet dazu einen Einstieg besonders für Leser, die sich mit dem Thema persönlicher Entwicklung und Selbstreflexion bisher kaum auseinandergesetzt haben. Dittmar erläutert ihr selbst angewendetes Wissen in einer leicht verständlichen Sprache, die ohne Fachbegriffe und mit vielen Alltagsbeispielen daherkommt. Ihre Bilder für emotionale Zustände sind sehr anschaulich, wie emotionaler Rucksack und emotionales Schutzschild, teilweise aber auch etwas zu plakativ geraten. Bei der Praxis der bewussten Entladung geht es um Achtsamkeit und Gewahrwerden von Gefühlen und einer Haltung wohlwollender Anteilteilnahme, die sich auch im Buddhismus findet. Dittmar vermittelt eine Sichtweise und ein Handlungsleitfaden für moderne Menschen, die ihr Leben aus eigener Kraft glücklicher und zufriedener gestalten möchten. Es geht nicht darum, den emotionalen Rucksack einfach abzuwerfen, sondern ihn anzuerkennen und zu würdigen, um ein erfülltes Leben führen zu können. Kurz&Knapp: Lesenswert. Ein Ratgeberbuch, das aufzeigt, wie man mit verdrängten Gefühlen aus der Vergangenheit umzugehen lernt.

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Unverarbeitete Erlebnisse und damit zusammenhängende Gefühle können unseren Alltag oft schwer belasten. So können eigentlich harmlose Situationen völlig aus dem Ruder laufen und sogar Beziehungen daran scheitern. In diesem Buch erklärt die Autorin Vivian Dittmar, wie wir mit unseren emotionalen Altlasten richtig umgehen und sie gezielt entladen können. Vivian Dittmar hat hier einen sehr nützlichen und gut verständlichen Ratgeber geschrieben, der auch viele praktische Übungen enthält. Das von ihr verwendete Bild von einem Rucksack für unsere unverarbeiteten Gefühle, finde ich sehr passend. Es wird dadurch sehr deutlich, dass im Grunde alle negativen Erfahrungen und Eindrücke, die man damals damit verbunden hat, zu einem Gepäckstück werden, welches man immer mit sich herumschleppt. Kommt man im Alltag wieder in eine Situation, die auch nur im Entferntesten daran erinnert, was man irgendwann einmal erlebt hat, platzt eine Ladung aus dem Rucksack und man versteht selbst nicht, warum man so plötzlich übermäßig auf etwas reagiert. Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin immer wieder an einem Beispiel, wo sie selbst von einer Altlast überrollt wurde, ihre Theorie erläutert. Auf diese Weise erklärt sie nicht nur sehr anschaulich, wie man selbst untersuchen kann, welche Ladung sich da gerade bemerkbar gemacht hat, sondern auch, wie man richtig damit umgeht und sie aufarbeiten kann. Ich persönlich habe mich in den verschiedenen Kapiteln oft wieder entdeckt, aber bis jetzt fällt es mir noch schwer, die gegebenen Ratschläge umzusetzen. Auch einige der Übungen, die sie vorschlägt, fand ich etwas seltsam und kann mir nicht vorstellen, diese durchzuführen. Insgesamt hat Vivian Dittmar mit ,,Der emotionale Rucksack" ein aufschlussreiches und interessantes Buch geschrieben, welches ich hier gerne weiterempfehle.

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Vivian Dittmar erläutert in ihrem Buch „Der emotionale Rucksack“, wie wir uns mit unseren emotionalen Altlasten auseinandersetzen, uns befreien und weiterentwickeln können. Sie vermittelt, unser emotionales Gepäck , sondern als kostbaren Schatz zu betrachten, der, wenn wir Erlebnisse dann verarbeiten, wenn wir dafür reif sind, eine Bereicherung darstellt. Im ersten Teil des Buches geht es darum, unseren emotionalen Rucksack genauer zu betrachten, unter anderem den Umfang, die Ursachen und Wirkungen, der zweite Teil befasst sich mit einem gesunden Umgang im Alltag, der dritte, wie wir emotionale Hygiene erreichen. Die Autorin schildert immer wieder Beispiele aus ihrem Leben, die das gerade Erklärte sehr gut veranschaulichen. Sehr gut gefällt mir, dass wenige Fachausdrücke verwendet und dann jeweils umgehend leicht verständlich erklärt werden. Insgesamt erklärt die Autorin ohne Grundkenntnisse, beispielsweise in der Psychologie, vorauszusetzten leicht verständlichverschiedene Modelle, Mechanismen, Strategien und füllt das Buch in den einzelnen Kapiteln mit zahlreichen Übungen um seine „unverdauten“ Erfahrungen bestmöglich zu verwandeln, auch zusammen mit dem Partner oder der Familie. Im Anhang des Buches finden sich eine Zusammenstellung von Übungen sowie eine Liste mit Seitenzahlangabe der Übungen innerhalb des Buches. Gerade weil die Erklärungen und Strategien so leicht verständlich sind, halte ich dieses Buch ganz besonders für „Neueinsteiger“ in dieses Thema hilfreich; grundsätzlich wird jeder Leser Erkenntnisse dazu erhalten, mit seinen emotionalen Altlasten besser umzugehen, sie zu überdenken,zu akzeptieren, Nutzen bzw. Einsichten daraus zu ziehen und den Umgang damit zu erlernen. Für die Leser, denen das Thema nicht ganz so fremd ist, werden einige Wiederholungen vielleicht ebenso hilfreich sein.

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Meine Zusammenfassung: Dieses Buch handelt von einem bildlich gesehen emotionalen Rucksack, den jeder mit sich trägt. Dieser Rucksack besteht aus positiven und negativen Erfahrungen im Leben. Besonders schwierig ist der Umgang mit negativen Erfahrungen, denn diese können seinem Träger oft das Leben sehr schwer machen. Hier bietet das Buch Lösungen damit umzugehen, die negativen Emotionen zu verarbeiten und zu lehrreichen Erfahrungen umzuwandeln. Das ersten Drittel des Buches beschäftigt sich vor allen mit Theorien der Autorin und ihren Erfahrungen zum emotionalen Rucksack. Im letzten Teil des Buches gibt sie Tipps und aktive Übungen, um mit seinem Rucksack umgehen zu lernen. Meine Bewertung: Zuerst mal muss ich sagen, dass ich über den You Tube Kanal von Random House auf das Buch aufmerksam geworden bin. Dort hat mich die Autorin neugierig auf das Buch und dessen Inhalt gemacht. Das Cover mit dem roten Rucksack spricht für sich und man kann das Buch schon vom weitem aus der Auslage des Händlers herausblitzen sehen. Der Griff zur Lektüre lohnt sich, man bekommt hier ein Potpourri aus Lebensweisheiten und Erfahrungen um sich und andere besser kennen zu lernen. Besonders gut finde ich, dass sie die Emotionen unserer Vergangenheit in einem Rucksack, den wir tragen sichtbar macht. Da trägt jeder so einiges an Gefühlen und Erfahrungen mit sich. Ich glaube allerdings diesen Vergleich schon mal gehört zu haben, daher war diese Metapher nicht neu für mich. Gut beschreiben und erklärt fand ich wie wir unsere Gefühle verarbeiten bzw. warum wir auf bestimmte Reaktionen reagieren, wie wir reagieren. Die Autorin bietet dem Leser hier nicht nur sture Fakten, sondern auch lebhafte eigene Beispiele. Ich fand den ersten Teil trotz viel Wissensvermittlung sehr eingängig und verständlich geschrieben. Leider braucht man bei vielen Übungen einen Partner, ich weiß nicht ob sich alle Menschen so öffnen können um sie umzusetzen. Man muss doch sehr viel Vertrauen in sein Gegenüber haben, um sich völlig bei den Übungen fallen zu lassen. Klar auch dieses Buch ersetzt keinen Psychologen, der natürlich tiefer in uns graben kann, aber wenn man sich selber besser verstehen möchte, kann das Buch schon helfen.

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sachlicher Umgang mit Emotionen

Von: Gusaca aus Aldenhoven

22.05.2018

Dieser Ratgeber beschäftigt sich mit emotionalen Altlasten, die jeder Mensch mit sich herumträgt und die die böse Angewohnheit haben bei unpassenden Gelegenheiten wieder hochzukommen. Um diesen unkontrollierten Ausbrüchen entgegenzuwirken , muß man sie bewußt wahrnehmen und lernen sie zu kontrollieren. Dieses Sachbuch gibt dem LEser strukturierte Anleitungen und Übungen an die Hand mit deren Hilfe ein bewußter Umgang mit diesen Emotionen gelingen kann. Der Begriff der emotionalen Hygiene wird erläutert ,die genauso wichtig ist wie die körperliche Hygiene, die heute für jeden selbstverständlich erscheint. Die Gliederung dieses Buches ist sehr strukturiert und der sachliche Inhalt wird mit persönlichen Beispielen dem LEser verständlich gemacht. Der Verweis auf andere Bücher der Autorin belegt ihre Kompetenz und Erfahrung mit diesem Thema. Der Anhang gibt nochmal eine kurze Zusammenfassung mit Seitenverweisen wieder , um bei Bedarf ein gezieltes Nachblättern einfacher zu ermöglichen.

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Über dieses Buch bin ich eher zufällig in der Buchhandlung gestolpert. Ich war auf der Suche nach Bücher zum Thema Energiearbeit, als mich das Cover und der Titel magisch anzogen. Aus meiner Sicht ist das immer ein Hinweis, dass das Buch dringend von mir gelesen werden sollte und so habe ich es gekauft. Ich hoffe, dass diese Rezension nicht zu persönlich wird, denn das Thema ist genau mein Thema im Leben. Vivian Dittmar hat mich nut dem Buch definitiv nicht enttäuscht. Ich selber habe einige Jahre in einer Gruppe systemische Aufstellungsarbeit gemacht, so dass mir das Thema grundsätzlich nicht fremd ist. Vieles von dem, was die Autorin ausführt deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen, so dass ich mich sehr gut auf das Buch einlassen konnte. Vivian Dittmar hat einen leichten, verständlichen Schreibstil, so dass auch Anfänger auf diesem Gebiet sich gut in das Thema einlesen können. Aber auch Menschen, die sich bereits damit angefangen haben auseinander zu setzen werden neue Erkenntnisse oder Aha-Effekte haben. Es schadet nichts, sich einige Dinge immer mal wieder vor Augen zu führen. Zunächst geht es darum, deutlich zu machen, dass jeder von uns einen mehr oder weniger schwergewichtigen emotionalen Rucksack mit sich herumträgt. Das ist grundsätzlich erst einmal nichts Schlechtes. Schlecht wird es, wenn die in diesem Rucksack verpackten Emotionen uns in völlig unerwarteten Situationen überrollen. Wir reagieren dann nicht mehr als Erwachsene, sondern mit einem Anteil in uns, der in dieser Situation getriggert wird und völlig überfordert ist. Kennt sicher jeder, dass er mal völlig unangemessen reagiert und sich hinterher wundert, woher diese Reaktion nun kam. Mit kleinen Übungen nimmt die Autorin den Leser mit auf die Reise zum eigenen emotionalen Rucksack, um zu ergründen, was bei einem selbst alles so darin abgelegt ist. Interessant auch der Abschnitt, der sich damit beschäftigt, welche Strategien Menschen dafür haben, ihre Gefühle nicht fühlen zu müssen. Darin bin ich definitiv auch ganz groß. Wie sagte Kim, bei der wir die systemische Aufstellung gemacht haben, immer so schön: “Gefühle muss man fühlen.” Gar nicht so einfach, wenn man das nie gelernt hat. Vivian Dittmar setzt sehr spannend auseinander, welche Strategien es gibt um seine Gefühle nicht fühlen zu müssen und warum sie uns im Leben nicht weiterbringen. Ich denke, dass sich jeder Leser auch hier wiederfindet, wenn er ehrlich mit sich selbst ist. “Fühlen ist in unserer Gesellschaft eine verkümmerte Funktion. Sie ist so verkümmert, dass viele Menschen sie weitgehend verlernt haben. […] Das geht so weit, dass er zu fühlen glaubt, wenn er eigentlich denkt.” (S. 131/132) – Wie wahr! Genau das ist es nämlich. Wir verlernen unsere Gefühle auch tatsächlich zu fühlen. Es ist nicht “in” Gefühle zu zeigen. Freude mag ja gerade noch angebracht sein, aber Trauer, Wut, Enttäuschung will doch niemand sehen, schon gar nicht im beruflichen Umfeld. Man lernt sehr schnell, diese Gefühle fest zu verpacken und bloß nicht zu zeigen. Mir selbst fällt es auch heute teilweise noch schwer meine Gefühle zu fühlen und nicht nur zu denken (hört sich komisch an? Ist aber so!). Die Ausführungen von Vivian Dittmar zu diesem Thema finde ich unheimlich spannend und nachvollziehbar und auch ein bisschen beruhigend, denn irgendwie merkt man, dass man gar nicht so “falsch”, gar nicht so allein damit ist, wie man ist. Und, es gibt Hoffnung 😉 Man kann durchaus an sich arbeiten in diesem Leben. Fühlen kann man lernen. Spannend finde ich, dass die Autorin die emotionale Hygiene mit der Körperhygiene vergleicht. Sie stellt dar, dass es nicht immer selbstverständlich war, sich z. B. die Zähne zu putzen oder die Hände zu waschen. Erst nach und nach ist es bewiesen worden und ins Bewusstsein der Menschengesickert, dass Körperhygiene hilft, den Körper gesund zu halten. Dass emotionale Hygiene ebenso wichtig ist, ist auch heute noch nicht im Bewusstsein der Menschen angekommen. Wer emotional ausgebrannt ist wird eher belächelt und für nicht stark genug für das Leben/ den Job gehalten. Wer eingesteht, dass er etwas psychisch nicht schafft, erntet oft eher Unverständnis. Sich einzugestehen, dass man sich auch um seine Seele, seine Gefühle kümmern muss… hm… nicht ganz einfach. Ich will mich da gar nicht ausnehmen, dass ich oft zu wenig Verständnis habe, wenn Menschen nicht die geforderte Leistung bringen (sowohl mir selbst, als auch anderen gegenüber, wobei ich oft mit mir selbst noch strenger bin als mit anderen). Dieses Buch öffnet mir gerade definitiv wieder ein Stück weit die Augen und dafür bin ich sehr dankbar. Womit ich nicht so gut klar gekommen bin ist der Ausdruck “emotionale Entladung“. Ich habe verstanden, was die Autorin damit meint und wie das Prinzip dahinter ist. Dennoch komme ich nicht davon weg, dass “Entladung” für mich etwas mit unkontrolliert zu tun hat und das ist es genau nicht. Es ist kein unkontrolliertes Explodieren oder so ist gemeint. Das Prinzip ist für mich nachvollziehbar, aber die Begrifflichkeit schreckt mich ab. Mich wird das Buch noch lange beschäftigen und es wird nicht lange dauern, bis ich es wieder zu Hand nehme. Einmal lesen reicht nicht, es ist ein Prozeß, der angestoßen werden und gepflegt und vor allem gefühlt werden will. Mir ist bewusst, dass das Buch sicher nicht für jeden das Richtige ist, jeder muss seinen Weg finden, mit sich und dem Leben umzugehen. Aber für mich persönlich passt hier einfach fast alles, was die Autorin sagt. Ich konnte oft zustimmend nicken. Von mir gibt es 5 Sterne. Wer sich mit dem Thema “Emotionen und Gefühle” auseinandersetzen möchte wird hier einen guten Einstieg in das Thema finden.

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