Leserstimmen zu
Der dunkle König

Leo Carew

Under the Northern Sky (2)

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Zwar konnte Roper die Schlacht um den Süden Albions mit knapper Not für sich gewinnen, seine Feinde sind deswegen aber keineswegs geschlagen und rüsten sich weiterhin für den Krieg mit dem jungen Lord und seiner Gefolgschaft. Und so macht sich Roper mit einer kleinen Reisegruppe auf in den Westen, um weitere Verbündete für sich zu gewinnen – und kehrt seinen Gegner damit den Rücken zu... Mit „Der dunkle König“ hat Leo Carew den mittleren Band seiner Romantrilogie „Under the Northern Sky“ veröffentlicht und setzt dabei nahtlos an die Ereignisse aus dem ersten Teil an, natürlich werden dabei viele Charaktere und Gegebenheiten als bekannt vorausgesetzt. Doch auch nach längerer Abstinenz von der Reihe kann man dank gut gewählter Stichworte und kleiner Zusammenfassungen schnell wieder in die Handlung finden. Sehr gut gefällt mir dabei, dass der Autor die Welt, in der die Romane spielen, noch detailreicher und wuchtiger wirken lässt. Neue, aufregende Schauplätze, ein tieferer Einblick in gesellschaftliche Konventionen, mehr Szenen aus dem alltäglichen Leben – das wirkt alles sehr stimmig und ergänzt das Bild, welches im ersten Roman geschaffen wurde, auf sehr kreative Weise. Der Fokus liegt dann aber dennoch auf den Charakteren, auch ihre Ausstrahlung wird weiter verfeinert, es gibt ein paar neue Facetten, die man kennenlernen kann. Auch die neu hinzugekommenen Figuren sind sehr durchdacht und wirken stimmig, ohne allzu sehr in gängige Rollenklischees zu verfallen. Die Handlung konnte mich wie bereits im ersten Band packen, die neuen Entwicklungen sind konsequent erzählt und bringen gekonnte Stimmungen in die Geschichte ein. Dabei teilt sich der Roman in unterschiedliche Handlungsstränge auf, die sich abwechseln und einen dynamischen Eindruck vermitteln. Durch die dadurch aufkommenden Cliffhanger wird die Spannung noch verstärkt, die mich auch wegen der gut erdachten und konsequenten Entwicklung überzeugt hat. Nur das Tempo ist für meinen Geschmack gerade im Mittelteil etwas zu langsam, manche Szenen sind einfach zu lang geraten und lassen das Interesse immer wieder abdriften. Ich habe mich dabei ertappt, einige Passagen noch einmal zu lesen, weil ich sie eher überflogen statt wirklich erfasst habe. Durch die Komplexität der Handlung mit zahlreichen Charakteren, die wichtig für die Entwicklung der Handlung sind, sowie durch die verschiedenen Erzählperspektiven braucht man schon einen guten Überblick über die Handlung. Da meist aber sehr eingängig und unterhaltsam erzählt wird, fällt das nicht weiter schwer, zumal eine klare Struktur gegeben ist und es dem Leser so vereinfacht wird, der Handlung zu folgen. „Der dunkle König“ setzt den positiven Eindruck des ersten Bandes nahtlos fort, wenn auch deutlich zu merken ist, das Leo Carew die Figuren auf den großen Showdown vorbereitet und in Position bringt. Die Handlung ist spannend und dynamisch aufbereitet und vertieft gleichzeitig den Eindruck der komplexen und gut erdachten Welt. Die neuen Konflikte für Roper und seine Verbündeten haben mir wieder sehr gut gefallen.

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