Leserstimmen zu
Möwenherz

Karen Bojsen

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€ 9,99 [D] inkl. MwSt. | € 10,30 [A] | CHF 14,50* (* empf. VK-Preis)

Die Autorin erzählt eine leichte Sommergeschichte aus der Sicht der drei Protagonisten Ebba, Jona und Finn. Die Perspektivwechsel sind gut gelungen und so erfährt man als Leser von jedem etwas, denn jede Person hat so ihre Macken. Mir hat der Handlungsort sehr gut gefallen, da ich dort letztes Jahr in Urlaub war und mit der Gegend etwas anfangen konnte. Durch die kurzen Kapitel war das Lesen sehr abwechslungsreich. Nebenbei lernt man noch etwas über die Wale und den Walfang, der an der Küste früher ausgeübt wurde. Geschickt hat Karen Bojsen auch den Buchtitel ins Buch eingeflochten und in einer spannenden Geschichte verpackt. Bis zum Ende weiß man nicht, wie Ebba sich entscheiden wird, sowohl was das Erbe ihrer Oma angeht als auch in Sachen Liebe. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und fand das Buch perfekt für einen schönen Lese-Sommertag.

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Rezension zu "Möwenherz" Von: Karen Bojsen Verlag: DIANA-Verlag Seitenzahl: 384 Preis: 9,99€ (Taschenbuch) Kaufoption: https://www.amazon.de/M%C3%B6wenherz-Roman-Karen-Bojsen/dp/3453359712/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1533116488&sr=8-1&keywords=M%C3%B6wenherz Klappentext: "Eigentlich will Ebba das Erbe ihrer Großmutter nicht antreten. Sie reist mit dem Stargeiger Jona Bennett um die Welt, wie soll dazu ein altes Kapitänshaus samt Museum passen? Doch unerwartet muss auch Jona sein rastloses Leben ändern, und so landen die beiden an der Nordseeküste statt in New York. Während Ebba versucht, vor einer alten Schuld davonzulaufen, stellt Jona das Museum auf den Kopf – und ihr Herz auf die Probe. Denn da ist auch noch Finn, Ebbas große Liebe aus Kindertagen, dem sie unverhofft in diesem langen Sommer am Meer wiederbegegnet …" Cover: Das Cover macht Lust auf das Meer. Es ist nicht einfach ein Strandfoto, sondern grafisch schick aufgearbeitet. Die Walflosse und der Wal auf der Rückseite ist eigentlich ein Schlüsselelement der Geschichte und es ist toll, dass dies aufgegriffen wurde. Inhalt: Ebba hat ihr eigenes Leben und das von Jona in geregelten Bahnen. Plötzlich gerät alles aus den Fugen, Jona ein Stargeiger bekommt panische Angst vor seiner Violine sodass Ebba viele Termine canceln muss, dann ruft ihre Mutter an, dass ihre Großmutter verstorben ist, und sie an die Nordsee fahren soll, um sich dort um alles zu kümmern. Ebba steht mit allem alleine da, dabei will sie doch einfach nur zurück in ihr altes Leben, doch die Vergangenheit holt sie ein. Meine Meinung: Das Buch ist gut geschrieben. Es gibt drei Hauptcharaktere und aus jeder Sicht wird erzählt. Allerdings ist es so aufgebaut, dass es dadurch keine Verwirrung stiftet und die Kapitel in den unterschiedlichen Erzählperspektiven gut abgeschlossen sind. Man kann alle drei Charaktere gut verstehen und sich in sie hineinverstzen und mitfühlen. Schade fand ich, dass das Ende recht abrupt kam und "1 Jahr später" betitelt war. Ich hätte gerne nicht so einen großen Zeitsprung am Ende gehabt und genaueres erfahren, was in diesem einen Jahr passiert ist. Fazit: Ein toller Sommerroman an der Nordsee! Vielen Dank an den DIANA-Verlag für das Rezensionsexemplar! Klappentextquelle:https://www.amazon.de/M%C3%B6wenherz-Roman-Karen-Bojsen/dp/3453359712/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1533116488&sr=8-1&keywords=M%C3%B6wenherz

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"Möwenherz" ist das zweite Sommerbuch das ich dieses Jahr gelesen habe - das erste ist "Shark Club" und da kommt auch denke ich dieses Jahr nichts mehr ran - aber es ist fast genauso schön... Ebba erbt ein altes Kapitänshaus mit Museum und nimmt den Stargeiger Jona kurzerhand mit um alles zu regeln. Doch es lässt sich nicht alles so schnell regeln, wie sie es sich gedacht hat - Gefühle für Jona und auch ihre Kindheitsliebe Finn standen so nicht auf dem Plan... Bücher, die am Meer spielen, strahlen schon allein durch das Meer eine sommerliche Leichtigkeit aus - wenn dann noch so ein schönes Cover wir hier dazukommt, weiß man schon fast, dass einen eine angenehme und anheimelnde Lesezeit erwartet. Eigentlich gibt es nichts gemütlicheres als schön geschriebene Sommerbücher, bei denen man sich fallen lassen kann. der Schreibstil gefällt mir hier sehr gut und die wechselnden Perspektiven von Jona, Ebba und Finn sorgen zusätzlich für Abwechslung und lassen keine Langeweile aufkommen - der Lesefluss wird zusätzlich durch die relativ kurzen Kapitel gefördert. Die Beschreibungen im Buch des Hauses, der Landschaft ist wirklich wunderschön und voller liebervoller Details und auch die Charaktere haben genug Tiefe um sie sich bildlich mit ihren Eigenarten vorstellen zu können. "Möwenherz" ist eine sommerlich-leichte und warme Wohlfühlgeschichte, die mir sehr gut gefallen hat!

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Meine Zusammenfassung: Ebba und Jona sitzen gerade im Flugzeug, als Jona seine erste Panikattacke bekommt und völlig durchdreht. Er löscht alle Termine, die Ebba mühevoll im Kalender gespeichert und erarbeitet hat. Sie schafft es, ihn halbwegs zu beruhigen, doch die Termine sind verloren. Was ist nur auf einmal mit Jona los? Der Stargeiger hat doch sonst keine Probleme mit dem Fliegen oder allgemein mit Flugangst zutun. In Amsterdam angekommen, lässt Caroline vom Musikverlag einen Arzt kommen, der Jona durchchecken soll, damit er seine weitere Reise antreten kann um sein Konzert zu spielen, auf das alle schon so lange warten, doch Jona weigert sich. Zu allem Überfluss erhält Ebba auch noch einen Anruf von ihrer Mutter, dass ihre Großmutter Gesa verstorben ist und Ebba sofort nach Emilienkoog an der Nordsee fahren muss um sich um die Beerdigung und alles zu kümmern, da sie selbst auf der Baustelle für ihren neuen Vergnügungspark bleiben muss. Das hat Ebba gerade noch gefehlt … und wie konnte ihre Großmutter überhaupt sterben? Um dem nachzugehen, macht sie sich gemeinsam auf die Reise von Amsterdam nach Emilienkoog und ihrer Vergangenheit, die sie schon so lange verdrängt hat … Jona dagegen hat mit ganz anderen Dämonen zu kämpfen, von denen er Ebba lieber nichts erzählt. Seine Panikattacke hatte nichts mit dem Flug zutun sondern eher damit, dass er wieder auf dem Weg zu einem weiteren Konzert war. In ihm macht sich schon seit längerem die Angst davor breit, weiterhin auf seiner Geige zu spielen. Jona würde alles dafür tun, sein nächstes Konzert nicht spielen zu müssen. Alleine wenn er daran denkt, steigt die nächste Panikattacke in ihm hoch. So kommt es, dass er sich während eines kurzen Zwischenstopps auf dem Weg an die Nordsee auf einen kurzen Spaziergang begibt der damit endet, dass er mit voller Kraft in einen Drahtzaun fast und sich damit die Handfläche komplett aufreißt. Er lässt Ebba jedoch glauben, dass dies ein Unfall war und behält seine Angst weiterhin für sich, während sie sich auf den Weg zu einem Arzt machen, den Ebba noch von früher kennt. Zur etwa gleichen Zeit in einer Herzklinik in Hamburg hat Finn damit zu kämpfen, dass er fast den Bypass eines Patienten verhunzt hätte. Er weiß jedoch nicht, was mit ihm los war. Diese innere Stimme, die ihn als Tölpel bezeichnet hat, hat ihn so in seiner Konzentration gestört, dass er für einen kurzen Moment abgelenkt war. Zu seinem Glück jedoch hat er die nächsten zwei Wochen Urlaub, den er mit seiner aktuellen Freundin Julia verbringen wird. Sein Professor gibt ihm jedoch mit auf den Weg, dass er sich daran machen sollte, seinen inneren Dämonen auf den Grund zu gehen. Während eines Zwischenstopps auf dem Weg zu Julia, die ihm schon gefühlte hundert Nachrichten hinterlassen hatte, überlegt er es sich jedoch anders und begibt sich auf eine andere Reise zurück in seine alte Heimat nach Emilienkoog, in der Hoffnung, dort seinen inneren Konflikten auf den Grund gehen zu können. Was jedoch keiner erwartet hätte, weder Ebba noch Finn, dass sie beide dort aufeinander treffen. Eine alte Liebe aus Kindertagen, die nach vielen schrecklichen Ereignissen auseinander gerissen wurde und mit wenig Hoffnung beglückt war, je wieder aufleben zu können. Besonders jetzt nicht, wo Ebba mit ihrem Freund nach Emilienkoog zurückgekehrt ist, zu einem weiteren schrecklichen Ereignis. Doch während Ebba sich um Jona kümmert, wie dieser wieder zu seiner Leidenschaft der Musik zurückzufinden und Finn sich den gestrandeten Pottwalen widmet und dabei hilft herauszufinden, warum diese im Wattenmeer stranden und Jona versucht, das Erbe des alten Hauses ihrer Großmutter und dem gesamten Museum das dazu gehört zu retten, welches Ebba nicht antreten möchte, scheint die Vergangenheit alle einzuholen. Gefühle werden aufgewirbelt und viele Geheimnisse, die nicht länger verborgen bleiben können, werden gelüftet. Doch wessen Herz schlägt am Ende für was und vor allem, für wen? Meine Meinung: Möwenherz ist in meinen Augen eine wundervolle Geschichte mit viel Herz und auch ein wenig verstecktem Humor. In dieser Geschichte geht es tatsächlich darum, wie drei Personen mit ihren inneren Dämonen kämpfen und sich ihnen stellen müssen. Angst spielt dabei eine große Rolle. Sei es die Angst die Jona umhertreibt, dass er sein Talent verlieren könnte oder auch Angst davor, die Liebe zu seiner Musik zu verlieren. Die mehr oder weniger unfreiwillige freiwillige Auszeit die er sich durch seine Verletzung verschafft hat, gibt ihm die Zeit über sich und seinen weiteren Weg nachzudenken. Auch Ebba hat viele Dämonen in sich, die sie aus ihrer Vergangenheit mitbringt und zu bekämpfen hat. Die Auszeit für Jona ist auch gleichzeitig eine Auszeit für sie, wo sie doch ihre ganze Zeit damit verbringt, alles für Jona zu planen und vorzubereiten und ihr Leben quasi nach ihm richtet. Doch nun ist sie an der Reihe und der Tod ihrer Großmutter ist der erste Schritt, sich selbst zu finden und sich der Vergangenheit und den damit verbundenen Schuldgefühlen endlich zu stellen. Finn ist auf einem ähnlichen Weg wie Ebba, denn auch er gehört zu der Vergangenheit, die Ebba so lange zu verdrängen versucht hat. Auch er hat mit Schuldgefühlen zu kämpfen, über die er es nie geschafft hat, hinwegzukommen. Es ist aufregend zu verfolgen, was hinter all den Geheimnissen aus der Vergangenheit steckt und wie die drei über sich hinauswachsen und sich den Problemen mit der Zeit stellen. Auch wenn es immer wieder passiert, dass es keiner von ihnen schafft, über den eigenen Schatten zu springen, ziehen sie ohne es unbedingt zu wissen, am gleichen Strang. Mich hat dieses Buch kaum losgelassen, als ich einmal in der Geschichte drin war. Es lies sich so wunderbar leicht lesen und hat mich einfach mitgenommen in eine Welt an der Nordsee, die ich so noch nicht kannte, aber gerne mehr von erlebt hätte. Mein Fazit: Es ist nicht immer leicht, sich seiner Vergangenheit zu stellen, aber es ist spannend herauszufinden, was sie für einen bereithält. 4 von 5 Sternen.

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Möwenherz ist mein erster Roman, den ich von der Autorin Karen Bojsen gelesen habe und ich bin begeistert von ihrem tollen bildhaften und flüssigen Schreibstil. Wir begleiten Ebba, die den Stargeiger Jona Bennett betreut und seine Termine und Veranstaltungen koordiniert und mit ihm um die ganze Welt reist. Doch Jona ist ausgebrannt, kann nicht mehr und schafft es nicht, in den Flieger nach New York zu steigen, wo sein nächster Auftritt auf ihn wartet. Da erreicht Ebba ein Anruf ihrer Mutter, die ihr mitteilt, dass ihre Oma gestorben ist und so reist sie kurzerhand zusammen mit Jona an die Nordseeküste. Ebba und Jona kommen sich allmählich näher und er ist zum einen ganz begeistert von Ebbas Erbe und dem außergewöhnlichen Museum, das zum Haus ihrer Oma dazugehört, und zum anderen scheint er endlich zur Ruhe zu kommen. Doch Ebba fühlt sich nicht allzu wohl und möchte am liebsten vor der Vergangenheit fliehen, als plötzlich Finn auftaucht - Ebbas große Liebe aus Kindertagen - und das Gefühlschaos ist perfekt. Und auch Finn hat so einiges aus der Vergangenheit, mit dem er in seiner Heimat seinen Frieden finden muss. Als Nebenstrang haben wir dann noch ein ganz wichtiges Thema, das die Autorin uns gerne näher bringen möchte, und zwar geht es um Wale. Sie gibt uns sehr informative Einblicke in das Leben der Wale und einen Rückblick in der Geschichte. Und all das geschickt eingeflochten in die eigentliche Story. Grundsätzlich hat mir der Roman gut gefallen, allerdings bin ich mit den Charakteren kaum warm geworden, mit Ausnahme von Finn. Jona ist mir persönlich ziemlich auf die Nerven gegangen, was aber denke ich seiner labilen Persönlichkeit geschuldet war und so gewollt ist, und Ebba hat einfach teilweise die Augen verschlossen vor den offensichtlichen Problemen: Das Jona psychologische Hilfe braucht und auch das Alkoholproblem, das sich durch wackeres Mittrinken leider auch nicht beheben läßt. Insgesamt aber ein schöner Roman, der mich aber nicht 100% überzeugen konnte.

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Starallüren, Wale und eine alte Liebe

Von: searchingformorebooks

15.06.2018

Möwenherz ist mein erster Roman den ich von der Autorin Karen Bojsen gelesen habe und ich bin begeistert von ihrem tollen bildhaften und flüssigen Schreibstil. Wir begleiten Ebba, die den Stargeiger Jona Bennett betreut und seine Termine und Veranstaltungen koordiniert und mit ihm um die ganze Welt reist. Doch Jona ist ausgebrannt kann nicht mehr und schafft es nicht in den Flieger nach New York zu steigen wo sein nächster Auftritt auf ihn wartet. Da erreicht Ebba ein Anruf ihrer Mutter , die ihr mitteilt, daß ihre Oma gestorben ist und so reist sie kurzerhand zusammen mit Jona an die Nordseeküste. Ebba und Jona kommen sich allmählich näher und er ist zum einen ganz begeistert von Ebbas Erbe und dem außergewöhnlichen Museum das zum Haus ihrer Oma dazugehört und zum anderen scheint er endlich zur Ruhe zu kommen. Doch Ebba fühlt sich nicht allzu wohl und möchte am liebsten vor der Vergangenheit fliehen, als plötzlich Finn auftaucht - Ebbas große Liebe aus Kindertagen - und das Gefühlschaos ist perfekt. Und auch Finn hat so einiges aus der Vergangenheit mit dem er in seiner Heimat seinen Frieden finden muß. Als Nebenstrang haben wir dann noch ein ganz wichtiges Thema das die Autorin uns gerne näher bringen möchte, und zwar geht es um Wale. Sie gibt uns sehr informative Einblicke in das Leben der Wale und einen Rückblick in der Geschichte. Und all das geschickt eingeflochten in die eigentliche Story. Grundsätzlich hat mir der Roman gut gefallen, allerdings bin ich mit den Charakteren kaum warm geworden, mit ausnahme von Finn. Jona ist mir persönlich ziemlich auf die Nerven gegangen, was aber denke ich seiner labilen Persönlichkeit geschuldet war und so gewollt ist, und Ebba hat einfach teilweise die Augen verschlossen vor den offensichtlichen Problemen: Das Jona Psychologische Hilfe braucht und auch das Alkoholproblem, das sich durch wackeres Mittrinken leider auch nicht beheben läßt. Insgesamt aber ein schöner Roman der mich aber nicht 100% überzeugen konnte.

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Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und lässt sich angenehm lesen. Die angegebenen Sichtwechsel zwischen Ebba, Finn und Jona fügen sich gut in den Aufbau des Romans ein und sorgen durch die gewählte Erzählperspektive für keinerlei Verwirrung. Die Handlung spielt hauptsächlich an der Nordsee, wo sich alle drei Hauptprotagonisten im Verlauf treffen. Jeder von ihnen hat seine eigene Last auf den Schultern, die gelöst werden will. Leider hatte ich mit den Charakteren ein bisschen Probleme, da ich mich nicht so gut in sie hineinversetzen konnte, auch wenn sie mir sehr sympathisch waren. Ebba verfolgt von ihren Schuldgefühlen der Vergangenheit, die sich ganz ihrem Beruf widmet und versucht den Geiger Jona zur Vernunft zu bekommen. Jona hingegen möchte dem Stress einfach nur entfliehen und zur Ruhe kommen, weigert sich aber darüber zu reden. Und dann wäre da noch Ebbas Jugendfreund Finn, der vor seiner eigenen Verunsicherung, Schuldgefühlen und Verpflichtungen flüchtet. Eigentlich dachte ich anhand des Klappentextes (Quelle Random House: Eigentlich will Ebba das Erbe ihrer Großmutter nicht antreten. Sie reist mit dem Stargeiger Jona Bennett um die Welt, wie soll dazu ein altes Kapitänshaus samt Museum passen? Doch unerwartet muss auch Jona sein rastloses Leben ändern, und so landen die beiden an der Nordseeküste statt in New York. Während Ebba versucht, vor einer alten Schuld davonzulaufen, stellt Jona das Museum auf den Kopf – und ihr Herz auf die Probe. Denn da ist auch noch Finn, Ebbas große Liebe aus Kindertagen, dem sie unverhofft in diesem langen Sommer am Meer wiederbegegnet …), dass es sich hier um eine komplizierte Liebesgeschichte handeln wird, die in schöner Sommeratmosphäre am Meer erzählt wird. Die Atmospähre war dazu total stimmig, die Liebesgeschichte habe ich allerdings ein wenig vermisst. Gefühle kamen zwar im Verlauf noch recht gegen Ende, brachten in mir dann aber auch keinen Funken mehr zum glühen. Stattdessen empfand ich große Traurigkeit gegenüber den Walen, die hier eine besondere und wichtige Rolle spielen. Zu lesen, dass diese armen Tiere, deren Leben sowieso bereits bedroht ist, gestrandet und gestorben sind war nicht so einfach und berührte mein Leserherz. "Möwenherz" hat ein wunderbar gestaltetes Cover, welches sowohl zur Handlung, aber auch zur Sommerstimmung passt. Es lädt dazu ein, es sich in der Hängematte oder im Strandkorb gemütlich zu machen und ein paar angenehme Lesestunden mit dem Buch zu verbringen. Genau dafür würde ich es auch empfehlen. Für ein paar angenehme Stunden im Sommer oder im entsprechenden Strandurlaub, jedoch nicht für die Erwartung großer gefühlvoller Liebesgeschichten.

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Ich hatte einen atmosphärischen Roman mit interessanten Figuren erwartet. Zum Teil wurden meine Erwartungen erfüllt, zum Teil übertroffen. Mir hat leider der Anfang der Geschichte nicht gefallen, in dem es um Luxusflüge, Champagner und einen Stargeiger ging, den Ebba betreut. Ebba und Jona ging es da offensichtlich ähnlich, denn sie brechen aus dem "schönen" aber stressigen Tourneealltag von Jona aus und erweisen Ebbas Oma die letzte Ehre. Jona, der ziemlich ausgebrannt ist, kann sich mit dem Heimatmuseum, das Ebba geerbt hat, wunderbar ablenken. Zusätzlich zu den beiden strandet auch Ebbas Jugendliebe Finn an der Küste und so steht wird die Vergangenheit wieder aufgerollt. Wie das letztendlich ausgeht, müsst Ihr natürlich selbst lesen. Ich muss ehrlich sagen, ich fand es ein wenig unglaubwürdig, dass die drei sich mehr oder weniger dort treffen. Jona kommt mit sich selbst nicht klar und muss plötzlich sein Leben ändern, Ebba erbt das Kapitänshaus und Finn kommt auch noch dazu. Mir war das alles zu konstruiert. Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Ebba, Jona und Finn erzählt, was mir wiederum sehr gut gefallen hat. Ich mag Perspektivwechsel sehr, denn so bekommt man eine runde Sicht auf die Ereignisse und erfährt viel von den Gedanken und Gefühlen der einzelnen Figuren. Die Figuren an sich sind gut ausgearbeitet. Sie sind interessant und gut greifbar und jeder hat so seine Macke. Jona bekommt auf einmal Panikattacken und kann keine Bühne mehr betreten, Finn ist Herzchirug, aber kümmert sich nicht um seines und Ebba will vor ihrer Vergangenheit flüchten und deswegen das Erbe eigentlich nicht annehmen. Ein absolutes Plus bei der Geschichte ist dass die Autorin die Thematik des sich vermehrenden Walsterbens durch verschiedene Umwelteinflüsse. Bei ihrem vorherigen Roman "Im Herzen das Meer" ging es um Seepferdchen. Ich finde es großartig, dass die Autorin nicht einfach nur Chick-Lit schreibt, sondern wichtige Themen in ihre Geschichten einbringt. Fazit: Wer eine interessante, atmosphärische Frauengeschichte lesen möchte, ist hier genau richtig.

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