Leserstimmen zu
Im Wald der Lügen

Cynthia Swanson

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Als ich anfing "Im Wald der Lügen" zu lesen, hat es eine Weile gedauert, bis ich mich in die Charaktere hineinversetzen konnte. Einerseits gefiel mir, wie Cynthia Swanson zwischen den verschiedenen Perspektiven von Silja, Angie und Ruby hin und her springt, so dass man die Geschichte aus vielerlei Sicht nach und nach erfahren und entschlüsseln kann. Andererseits jedoch springt sie nicht nur in den Sichtweisen hin und her, sondern auch in verschiedenen Zeiten. Was ich jedoch am verwirrendsten fand – und zunächst auch absolut nicht nachvollziehen konnte – ist, dass bei Ruby und Silja aus der 3. Person berichtet wird und bei Angie aus der 1. Person. Letztlich wird klar, dass man als Leser mehr aus Angies Sicht entschlüsseln und mitraten soll. Zudem scheint Ruby sehr distanziert, was natürlich durch die Erzählperspektive nur noch verstärkt wird. Mit Ruby bin ich auch bis zum Ende nicht warm geworden. Zum Inhalt ist zu sagen, dass sich nach und nach immer mehr Einzelheiten zusammensetzen, einfach weil Kleinigkeiten erwähnt oder entdeckt werden oder Außenstehende in gewisser Weise auf die Protagonisten reagieren. Teilweise lassen sich Zusammenhänge schon im Voraus erraten. Dennoch nicht uninteressant ist, wie sich die ganzen Verbindungen, die zum Tod von Paul und den Ereignissen mit Silja führen, letztlich entpuppen. Der Plot ist eher ein Familiendrama als ein Krimi, wie man zunächst meinen könnte. Alles in allem waren es mir dann doch zu viele Dramen in einer Familie und besonders Ruby schien mir als Figur wenig realitätsnah. Trotzdem ist das Buch es wert, gelesen zu werden, und es lohnt sich für alle, die gerne miträtseln.

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Spannung?

Von: Sandra

11.11.2019

Das Buch ist einfach geschrieben und nett gegliedert. Bis kurz vor Schluss ist das Ende nicht wirklich absehbar. Trotzdem hat mir der 'Kick' gefehlt. Es gibt für mich keinen echten Höhepunkt.

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Eine abwechslungsreiche Geschichte aus der Sicht dreier Personen – in Vergangenheit und Gegenwart. Drei Frauen, drei Leben. Drei Mal eine andere Welt. Ruby, die Nichte von Angie und Paul ruft an und teilt mit, dass ihr Vater Henry tot aufgefunden wurde. Was war geschehen? War es Selbstmord? Angie und Paul machen sich auf den Weg, um ihrer Nichte beizustehen. Als sie vor Ort sind, scheint einiges sonderbar ... Die Geschichte ist manchmal etwas langatmig geschrieben, aber trotzdem interessant. Auch der zeitgeschichtliche Hintergrund ist noch mal aufschlussreich – es gibt doch so viele Faktoren, die das Leben beeinflussen. Damals und heute und sicher auch in der Zukunft.

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...der amerikanischen Nachkriegszeit! Amerika in den 50iger und 60iger Jahren des letzten Jahrhunderts: die Angst vor dem Kommunismus, Rassenhass und Frauenunterdrückung. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich das persönliche Drama einer Familie. Die Geschichte wird abwechselnd von den drei Protagonistinnen erzählt und was zunächst noch wie Glückseligkeit und ein „einfaches“ Verbrechen scheint, stellt sich bald als zunehmend beklemmend heraus. Cynthia Swanson schreibt dieses Buch in einer sehr klaren und sachlichen Sprache. Vieles wird nur angedeutet und bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Das Ende kommt dann überraschend beiläufig und lässt einen mit so manchem „aber...“ zurück. Trotzdem sehr lesenswert für Menschen, die sich für Gesellschaftsgeschichte interessieren.

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"Im Wald der Lügen" von Cynthia Swanson ist ein Roman, den ich vom Titel her einem Spannungsroman zugeordnet hätte, allerdings nun eher als Unterhaltungsroman bezeichnen würde. Angie lebt glücklich mit ihrem Mann Paul und ihrem gemeinsamen Baby PJ zusammen, als Pauls Nichte Ruby anruft und von einem schrecklichen Unglück berichtet. Ihr Vater Henry wurde tot im Wald gefunden, nachdem seine Frau Silja spurlos verschwunden ist. Was war geschehen? Ruby ist sehr in sich gekehrt und zeigt kaum Trauer. Es wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, die mich anfangs sehr verwirrt haben, da Angie in der Erzählperspektive geschrieben ist und Ruby in der Gegenwart, obwohl beide nacheinander die Geschichte fortführen. Die Ich-Perspektive bei Angie lässt Einblick in ihre Gedanken zu und lässt ihren Charakter wärmer erscheinen, während Ruby objektiv betrachtet wird und sie sehr kalt erscheinen lässt. Dann gibt es immer wieder Rückblenden, die abwechselnd mit der Gegenwart erfolgen und Siljas und Henrys Geschichte in der Vergangenheit erzählen. Das ist der Hauptteil der Geschichte, der damit beginnt, wie Silja und Henry sich kennengelernt haben und wie sie bis zum aktuellen Geschehen weitergeht. Diese weisen oft sehr viele Längen auf und die Handlung schreitet nicht so wirklich fort. Erst nach etwa zwei Drittel des Buches beginnt es endlich spannender zu werden, da hier endlich Bezug zur Realität aufgebaut werden kann. Der Schluss hat mir insgesamt am besten gefallen, für den es wirklich lohnt durchzuhalten. Insgesamt ist das Buch unterhaltsam und gut zu lesen.

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Im Roman "Im Wald der Lügen" von Cynthia Swanson geht es um eine Familientragödie, einen möglichen Kriminalfall, durch die eine introvertierte Teenagerin plötzlich ohne ihre Eltern zurückbleibt. Oder geht es vielmehr um die persönliche Entwicklung einer jungen Frau und Mutter? Um die Emanzipation einer enttäuschten Ehefrau in einer Umgebung ideologischer Konflikte? Das frisch verheiratete Ehepaar Angie und Paul soll sich um Pauls hinterbliebene Nichte Ruby kümmern, diese scheint jedoch prima allein klarzukommen, oder wer ist ihr geheimnisvoller Freund, den sie von ihrer Familie fern hält? Während des Aufenthalts im Haus von Pauls Bruder und seiner Familie beginnt auch der Glaube Angies an ihre perfekte Ehe zu schwinden. Allmählich zerfällt alles, was einst glänzte, zu Staub. In dieser von Entwicklungen geprägten Geschichte, verliert sich die Autorin doch zuweilen in ziellosen Beschreibungen, die stellenweise auch schon mal wie Geplapper wirken können, da die Schreibweise sehr einfach und nicht bildlich gehalten ist. Auch der Perspektivwechsel der erzählenden Stimme ist mir ein Rätsel geblieben. Sehr reizvoll hingegen sind die sorgfältig recherchierten historischen Fakten und Hintergründe, die die Figuren des Romans in ihrer Entwicklung deutlich beeinflussen, sich aber stilistisch leider nicht so gut in den Kontext fügen, sodass es teilweise etwas konstruiert wirkt. Dem Lesevergnügen jedoch kann dies nichts anhaben. Für mich ist Swansons Werk eher eine Geschichte über starke Frauen, die bereits vor über sechs Jahrzehnten Kraft fanden, ihren Weg zu gehen und sich auch aus einem konservativem Umfeld hinaus zu emanzipieren, weniger ein Kriminalroman. Viel Spannung hält dieses Buch nicht bereit, auch, weil die Gruppe möglicher Täter sehr überschaubar ist. Die Stärke des Buches liegt in der wirklich liebevollen Charakterentwicklung. Zusammengefasst ist dieses Buch gute kurzweilige Unterhaltung für Freunde des einfachen Schreibstils.

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Familientragödie

Von: izzy050

18.10.2019

Das Buch war für mich eher kurzweilig und konnte mich auch nicht recht fesseln. Der Schreibstil ist solide. Es ist weniger in Kapitel unterteilt, sondern jeder Abschnitt ist immer mit der Person überschrieben. Trotzdem wird nur in den Abschnitten von Angie auch in Ich-Form geschrieben und sonst immer in Dritter Person, was mir persönlich nicht so gut gefallen hat. Ich bin in den 80er Jahren geboren und insofern hat das ganze Thema mit Krieg- und Nachkriegszeit und der Rolle der Frau in den 40er bis 60er Jahren mich nicht abholen können. Angie als Figur fand ich gut, glaubwürdig und sympathisch. Im Übrigen hatte das Buch viele Längen und man hätte die Story auch etwas kompakter und mehr auf den Punkt präsentieren können, was dann auch vielleicht eher Spannung erzeugt hätte.

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Familientragödie im Vogelkäfig

Von: Ramses18

16.10.2019

Ruby, Silja und Henry leben im Vogelkäfig. Ruby geht noch zur Schule, Silja bringt das Geld nach Hause und Henry ist ein ehemaliger Soldat der im 2. Weltkrieg in Europa gedient hat. Dieser kommt mit dem Leben danach nicht mehr klar und terrorisiert die ganze Familie bis es zum Unglück kommt. Meine Meinung: Gemäss dem Klappentext habe ich mit einem sehr spannenden und packenden Thriller gerechnet. Der Schreibstil ist sehr ausführlich und detailliert, dass bis zur Hälfte des Buches fast keine Spannung aufgekommen ist. Der Leser merkt zwar, dass irgendwas brodelt, dies aber nicht fassbar ist. Erst in der Mitte des Buches wir es ein bisschen spannender. Ich habe mich des öfteren ertappt, dass ich viele Absätze überflogen habe, weil für mich der Schreibstil viel zu ausführlich und fast schon langweilig war. Im letzten Drittel des Buches wird es dann wirklich sehr gut und spannend. Das Cover gefällt mir sehr gut und ist ein Hingucker, wäre mir in jedem Buchladen aufgefallen. Ich vergebe drei Sterne für dieses Buch. Die erste Hälfte des Buches würde zwei Sterne erhalten, der letzte Drittel des Buches fünf Sterne. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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