Leserstimmen zu
Mein Jahr mit dem Tod

Heike Fink

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Am Grab eines Freundes ist es da: Das Entsetzen darüber, dass auch das eigene Leben endlich ist. Was passiert mit einem, wenn man tot ist? Wie geht man mit dem Tod am besten um? Wird es einfacher, wenn man ihm in die Augen sieht? Heike Fink hält sich ein Jahr lang in der Nähe von Menschen auf, die mit dem Tod zu tun haben. Sei es beruflich oder als Patient. Vom Bestatter, Friedhofsgärtner, der Leiterin des Hospizes, einem Physiker mit Nahtoderfahrungen bis hin zum Tatortreiniger, die alle ihre Erfahrungen und Ansichten mit ihr teilen. Wer hat sich noch nie die Frage gestellt, wie es nach dem Tod weitergeht? Ich bin kein Mensch der an Gott glaubt und dennoch denke ich nicht, dass ich einfach „weg“ bin, doch wird es immer wieder Situationen im Leben geben, die einen verzweifeln und die die Gedanken übersprudeln lassen. So ging es auch Heike Fink! Wenn man am Grab eines Menschen steht, der noch nicht über 80 ist, überlegt man oft, warum dies passieren musste? Und je älter man wird, fängt man vielleicht auch an, Angst vor dem Unbekannten zu bekommen. Das Buch zeigt unterschiedlichste Personen, die Heike Fink begleitet hat und in ihrer netten, manchmal auch humorvollen Art befragt hat. So gab es Kapitel, die mich sehr mitgenommen haben, Abschnitte die ich interessiert gelesen habe und welche, die mich nicht ganz abholen konnte und die ich eher quer gelesen habe. Die Geschichte des Tatortreinigers, des Friedhofsgärtners oder des Försters wären informativ und gerade der Tatortreiniger muss einiges abkönnen und für den Job geboren sein. Sehr bewegt haben mich die Geschichten des größten Friedhofs Kairos, denn dort leben nicht nur die Toten. Die Familienangehörigen wohnen dort mit ihren Tieren und machen das Beste daraus. Als sie ihrer Freundin beisteht, als deren Mutter stirbt, betritt sie das erste Mal ein Hospiz und lernt auch unterschiedliche Sitten und Bräuche kennen. Auch das Gespräch mit der Leiterin und einen Patienten, der viel zu jung zum Sterben ist, war ich sehr bewegt. Doch gibt es auch Menschen, die sich anders auf ihren Tod vorbereiten, ihre Rede schreiben und ihren Körper spenden. 12 Geschichten, bei der jede Persönlichkeit anders mit dem Tod umgeht. 12 Schicksale, die einen sind selbst die Betroffenen, die anderen helfen den Betroffenen und die nächsten, die sich einfach ihre eigenen Gedanken zum Sterben machen. Man konnte der Autorin anmerken, dass sie immer wieder mit sich selbst hadert, die Entscheidungen hinterfragt und sich schlussendlich ihr eigenes Bild macht. Durch die verschiedenen Perspektiven findet jeder Leser seine Geschichte. Es wird nicht jede Erzählung auf Interesse und Verständnis treffen, doch kann sich jeder sein eigenes Bild machen und sich das aus dem Buch mitnehmen, was er für wichtig hält. Man macht dieses Buch nicht zu und vergisst es, nein, man fängt an zu Überlegen, was man selbst mitnehmen möchte und was wirklich wichtig im Leben ist. Hier begegnet man dem Tod auf ganz unterschiedliche Weise! Deswegen macht euch nicht zu viele Gedanken über das danach! Lebt und genießt!

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Ein wirklich tolles Buch, das sich auf interessante und leichte Art und Weise mit einem Thema auseinandersetzt, bei dem die Menschheit an ihre Grenzen stösst. Niemand weiss, was beim Sterben oder nach dem Tod passiert und die meisten haben sogar regelrecht Angst davor. Heike Fink versucht dieses Thema auf verschiedene Art und Weise anzugehen. Beispielsweise im Hospiz, im Gespräch mit Menschen die Nahtoderfahrung erlebt haben, bei Beerdigungen im eigenen Familien- und Bekanntenkreis. Dieses Buch ist nichts für nebenher und manchmal muss man es aus der Hand legen, um sich ein Pause zu gönnen. Aber am Schluss ist es eine Bereicherung für alle, die sich mit diesem Thema beschäftigen wollen.

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Mich interessiert das große Thema Tod und Sterben sehr, und so las ich den Erfahrungsbericht von Heike Fink bereits das erste Mal im Frühling 2018 kurz nach dem Erscheinen als Ebook. Für mich war die Lektüre also ein Re-Read. Trotzdem hat es nichts von seier Art und Weise mich zu berühren eingebüßt. Alleine den Mut aufzubringen, von sterbenden Menschen zu erzählen, hat mich sehr beeindruckt. Die Art und Weise, wie Heike Fink die einzelnen Geschichten zu erzählen ist sehr ehrlich, sie beschönigt nichts. Aber trotzdem lesen sich die Geschichten leicht, auch wenn sie sehr berührend geschrieben sind. Eine wirklich großartige Kombination. Der Titel ist deshalb gewählt, weil je ein Kapitel für ein Monat des Jahres steht. Dabei begleitet sie nicht nur sterbende Menschen, sondern auch Menschen, die in jeglicher Art mit dem Sterben zu tun haben. So kommen auch ein Tatortreiniger, jemand, der eine Nahtoderfahrung gemacht hat, ein Märchen-Forscher, eine Krankenschwester, ein Choreograph und eine Musiklehrerin zur Sprache. Diese außergewöhnliche Mischung hat mir ein großes Lesevergnügen bereitet. Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Menschen mit dem Buch beschäftigen, denn das Thema geht uns alle an. Letztendlich können wir nicht davon laufen, irgendwann betrifft es uns alle. Sich davor damit auseinander zu setzen und vielleicht sogar einen Sinn darin zu erkennen, kann sehr tröstlich sein. Fazit: Eine absolute Empfehlung für jeden, der mit dem Thema zu tun hat oder sich dafür interessiert.

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Heike Fink, geboren 1968, erschüttert am Grab eines Freundes, dass das Leben endlich ist und sie vor dem Tod Angst hat. Gedanken, die sie bislang in dieser Form eher gemieden und nun auf den Grund gehen will. Dem Thema widmet sie sich nun ein Jahr lang, trifft verschiedene Gesprächspartner, denen sie jeweils einen Monat in ihrem Buch „Mein Jahr mit dem Tod“ widmet. Bei diesen Gesprächspartnern handelt es sich beispielsweise um einen Physiker, der sich an seine Nahtoderlebnisse nicht erinnern kann, um eine Hospizmitarbeiterin, eine Trauerbegleiterin, die mit Todkranken Erinnerungshörbücher aufnimmt, um ein Gespräch über die Rolle des Todes im Märchen, um den Besuch eines Kinderhospizes oder den des weltweit größten bewohnten Friedhofes ( in Kairo), um Gespräche mit einem Förtser und Jäger, einem Gärtner und Bestatter sowie einem Tatortreiniger. Die erzählten Erlebnisse zum jeweiligen Monat fand ich sehr interessant; häufig gab es Einblicke, die man sonst eher nicht erhält. So wird jeder von uns als Besucher bereits ein Hospiz betreten haben, aber sich damit auseinanderzusetzen, wenn man als Angehöriger oder Freund betroffen ist, fällt doch weitaus schwieriger als nun, mit etwas Abstand und ohne akute Traurigkeit. So kann man, eher als guter Zuhörer und Zaungast Heike Finks Projekt miterleben, an neuen Blickwinkel und Erkenntnissen zurückgelehnt teilhaben und sich nicht ganz so betroffen seine Gedanken dazu machen. Mich haben besonders die Lebenssicht und Aussprüche eines Jugendlichen im Kinderhospiz beeindruckt – und letztendlich spiegelt sich diese Sicht auch genau in der Quintessenz der Autorin am Ende des Buches wieder. Auch wenn sie über die Ohnmacht und Wut darüber, dass man nicht mehr ist und die Welt sich auch nach dem eigenen Tod weiterdreht, vielleicht auch der Angst, etwas verpasst oder verschoben zu haben berichtet, steht doch im Mittelpunkt das Erkennen, dass man das Leben jetzt in vollen Zügen zu lieben und zu geniessen soll, lebenssatt sein nennt sie es, ohne dass man dafür eine schreckliche Diagnose erhält und erst daraus resultierend einen neuen Lebensansatz für sich definiert. Die einzelnen Begegnungen und auch Erinnerungen an ihre Kindheit beschreibt Heike Fink sehr einfühlsam, genau wie ihre Begegnungen und Gespräche im Verlauf des Jahres. Ich fand dieses Buch sehr hilfreich um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und würde das Buch weiterempfehlen.

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Der Tod ist immer ein heikles Thema. Wenn alte Menschen sterben, sagt man gern: „Immerhin, er/sie hatte ein langes Leben.“ Das beruhigt einen selbst. So ist es richtig: Schön leben, dann sterben. Ist halt so. Anders bei jungen Leuten, die dann sterben, wenn es eigentlich erst los geht mit dem selbstbestimmten Teil des Lebens. Bei jungen Müttern, die der Krebs dahinrafft, wenn sie eigentlich stillen sollten. Solche furchtbaren Schicksale gibt es, mir fehlen die Worte, so etwas eloquent zu kommentieren, es macht mich sprachlos vor Angst, dass mir eines Tages ein ebenso grauenvolles Lebensende bevorstehen könnte. Ich stille zwar nicht mehr, aber ich möchte meine Kinder sehen, wenn sie den Schulabschluss in der Tasche haben, wenn sie (vielleicht) heiraten, will wissen, was sie mal für einen Beruf wählen, ob die Große wirklich Grundschullehrerin wird. Manche Tode kann man einfach nicht schönreden. Eine junge Mutter darf nicht sterben müssen, ein 14-jähriges Kind nicht achtlos vom LKW-Fahrer beim Rechtsabbiegen übersehen und plattgewalzt werden und Babys sollen verdammt noch mal auch bitte schön alle erst über 80 sein, bevor sie sich überlegen, diese Erde wieder zu verlassen. Mein Verhältnis zum Thema Sterben und Tod ist, wie man unschwer erkennen kann, nun ja, im besten Falle ambivalent zu nennen. Wie viele Menschen weiß ich, dass auch ich irgendwann (ach Quatsch, ich doch nicht!) mal gehen werde, aber es ist völlig surreal für mich, komplett unrealistisch, dass ich irgendwann mal nicht mehr aufwache, mich über rumliegende Legosteine der Kinder ärgere, nicht mehr am Schreibtisch sitze und mit den Fingern auf der Tischplatte rumtrommle, weil mir nicht die richtigen Worte für meine Texte einfallen. Alles sehr unwirklich. Genau deshalb bin ich über meinen eigenen Schatten gesprungen und habe mir das Buch mit dem verlockenden Titel „Mein Jahr mit dem Tod“ von Heike Fink bestellt. Ich gebe zu, ich habe es schon vor einigen Monaten bestellt, einmal reingeguckt, dann schnell wieder weggelegt, beruhigt, weil ich ja noch ganz viele andere Bücher vorher rezensieren musste. Im Urlaub war es dann aber soweit, ich konnte es nicht mehr länger vor mir herschieben, der Verlag wartet ja auch auf eine Rückmeldung. Das erste Kapitel nahm mir die Angst, denn es kam sehr betulich, für meinen Geschmack sogar etwas zu behäbig daher. Frau Fink, wie ich aus dem Schwäbischen stammend, ließ es gemütlich angehen, was vielleicht auch ihrer eigenen Angst vor dem Tod geschuldet ist. Sie traf sich zuerst mal mit einem Physiker, der schon einmal klinisch tot war, dann aber doch zurückkam ins Leben und heute wieder komplett gesund ist. Zu seinem Leidwesen erinnert er sich nicht im Mindesten an diese Erfahrung der anderen Art. Ausgerechnet er, der Wissenschaftler durch und durch ist, hatte diese einmalige Chance, etwas zu analysieren, was nur wenige erleben, darüber zu berichten – doch es ist keine Erinnerung mehr da, einfach nichts! Dennoch ist es ein sehr philosophisches Gespräch – und wer schon immer etwas über die Entstehung des Regenbogens wissen wollte, der wird hier zusätzlich fündig. Das Buch ist, dem Titel folgend, tatsächlich auf ein Jahr angelegt, die Kapitel sind einzelnen Monaten zugeordnet. Der Februar wird schon heftiger: Frau Fink kommt dem Wunsch ihrer besten Freundin nach, ihr beim Tod der eigenen Mutter beizustehen. Dazu muss sie in ein Hospiz gehen, denn dort liegt die alte Dame – doch um endlich über die Eingangsschwelle zu treten, muss Frau Fink ihren enorm groß gewordenen inneren Schweinehund in den Griff bekommen, was leichter gesagt ist, als getan. Ein Hospiz, da will man doch nicht rein! Doch der Wunsch, der Freundin beizustehen, siegt und sie ist wieder um eine Lebenserfahrung reicher. Es ist gar nicht so schlimm, merkt Heike Fink, hier wird auch noch gelacht und gelebt, nicht nur gestorben. Mit diesem Kapitel konnte ich gut umgehen, ging es doch um eine alte Dame, die, siehe oben, ihr Leben gelebt hatte und nun, wie der Lauf der Dinge eben so ist, am Ende ihres Lebenswegs angekommen war. Alles in der richtigen Ordnung. Sehr erhebend und in manchen Momenten anrührend gestaltet sich der Monat März. Heike Finks Freundin liest zum wiederholten Mal die neu überarbeitete Grabrede ihres Vaters für seine Beerdigung Korrektur. Sie soll verbessern und durchsehen, ob grobe Schnitzer enthalten sind. WHAT? Nicht schlecht die Idee! Der Vater der Freundin ist sowieso ein cooler Kerl: Er hat seinen Körper bereits jetzt Gunther von Hagens vermacht, dem Erfinder der „Körperwelten“-Ausstellung. Ob er jemals in der Gesamtheit seines jetzigen Ichs zu sehen sein wird, weiß er selbst nicht, das entscheidet das Team um Gunter von Hagens dann, wenn es soweit ist. Für ihn ein zusätzlicher Antrieb, sich auch weiterhin so fit wie möglich zu halten, gesund zu ernähren, viel Sport zu machen, agil zu bleiben. Dann sind die Chancen höher, als Ganzkörpermodell in die Ausstellung zu kommen. Morbide Idee? Muss jeder für sich entscheiden. Der Vater zumindest ist glücklich, denn er plant alles gerne im Voraus. Er möchte, dass er all denen, die dann hoffentlich zu seiner Beerdigung kommen werden, einen letzten stimmigen Gruß überlassen kann, Worte, die bleiben, seinen Tod überdauern. Seine Gedanken sind in dem Moment nicht mit seinem Körper verschwunden, sondern sie können noch einmal durch seine Tochter Form erhalten, an die Freunde herangetragen werden. Eine schöne Idee, die ich mir auf meine To-do-Liste setzen möchte (aber natürlich nicht jetzt, denn, ach, ich sterbe ja eh nicht …), wenn ich dann mal so mutig sein kann. Der April wird schon heftiger, denn noch ist bislang alles ja eher nur in Andeutungen geblieben, keine größeren Dramen, nichts komplett Unmögliches, was mich verzweifeln lässt. Doch im April, der ja bekanntlich nicht weiß, was er will, geht Heike Fink in ein Kinder- und Jugendhospiz. Auch hier ist es glücklicherweise so, dass die Autorin bemerkt, dass ein solcher Ort tatsächlich ein Platz der Freude, Heiterkeit und auch Ausgelassenheit sein kann. Kinder sind Meister im Hier-und-Jetzt-sein. Auch wenn Sie alle, die dort versammelt sind, niemals Großeltern werden, leben sie dennoch JETZT. Nur weil sie nicht alt werden, heißt das noch lange nicht, dass man nicht, so gut es geht, die aktuelle Zeit nicht genießen kann. Für die Eltern der todkranken Kinder ist es eine Möglichkeit, Gleichgesinnte zu finden. Außerhalb dieses kleinen „Universums“ kann ja kaum jemand nachvollziehen, wie es sich anfühlt, jeden Tag mit dem Wissen leben zu müssen, dass Dir die Zeit mit Deinem Kind davonläuft und es vor Dir sterben wird. Schickimicki-Themen aus der Normalo-Welt sind da nicht mehr von Bedeutung, für die betroffenen Eltern fallen viele alltägliche Gesprächsthemen der „normalen“ Eltern weg, somit wird vielen Freundschaften die Existenzgrundlage entzogen und die Eltern der kranken Kinder bleiben oft isoliert zurück. Nicht so aber im Hospiz. Hospiz heißt also nicht Sterbe-Endstation, sondern auch Urlaub vom Alltag. Das Interview mit dem extrem sympathischen, weisen, coolen James, der an fortschreitendem Muskelschwund leidet und selbst bei bester Prognose nur noch in etwa vier Jahre zu leben hat, ist umwerfend und geht sehr zu Herzen. Ein so kluger Junge, der an seinem Schicksal nicht verzweifelt ist, sondern aus reinstem Herzen sagt, dass er sein Leben genießt, hundertprozentig, der reflektiert ist, lustig, kindlich – einfach normal. Das treibt mir die Tränen in die Augen angesichts der unzähligen egomanen Jugendlichen, die vor lauter Wohlstand verwahrlost sind und sich nur noch durch verbale Entgleisungen und körperliches Traktieren der anderen zu spüren scheinen, was ich beim gelegentlichen Abholen meiner größeren Tochter an der weiterführenden Schule beobachten darf. Als ich mich dem Wonnemonat Mai literarisch nähere, bin ich schon in Hab-acht-Stellung. Mal schauen, wie es weitergeht, wie lange ich das Thema Tod noch ertrage. Der Monat kommt erst mal harmlos daher, eine Journalistin, die nach spannendem Lebensweg nun angekommen ist bei einem Herzensprojekt: Sie ist mittlerweile Sterbebegleiterin und schneidet „Familienhörbücher“. Dafür interviewt sie Sterbende, macht daraus ein stimmiges Hörbuch, untermalt und unterbrochen von passender Musik. Das fertige Produkt hören sich die Sterbenden meist nochmals an, nicken es ab und schenken es dann ihren Hinterbliebenen. Eine wunderbare Idee, so herzzerreißend sie klingt, denn, was gibt es bespielsweis Schöneres, als dem eigenen Kind die Stimme der Großmutter vorspielen zu können, die es nie kennengelernt hat. Doch das Kapitel endet krass. Judith Grümmer, so der Name der Journalistin, verliert ihren Mann, ganz unvorhersehbar, einfach so, ohne Vorankündigung. Eine besonders radikale Krebsform frisst sich durch den Körper ihres Mannes, es geht nur noch um Tage oder Wochen. Und auch sie, die erfahrene Sterbebegleiterin, leidet im Angesicht des Todes des geliebten Menschen, sie hadert mit dem Schicksal, ist unglücklich. Keine noch so große Erfahrung beim Thema Sterben kann einen offensichtlich auf den eigenen Tod oder den eines nahestehenden Menschen vorbereiten. Und an dieser Stelle muss ich abbrechen. Ich schlafe die ganze Nacht kaum, starre ständig meinen Göttergatten an, der da so sanft schlummernd neben mir liegt und habe Panik, einfach nur Panik. Sicher wächst man an den schwierigen Situationen, die das Leben für einen bereithält, doch noch bin ich nicht bereit für den Rest des Buches. Ich brauche erst mal Ablenkung. Einen guten Roman, einen Film, irgendwas! Am besten etwas Seichtes! Nur nicht weiter über den Tod nachdenken. Mein Jahr mit dem Tod – wie ich den großen Unbekannten besser kennenlernte von Heike Fink ist im Mai 2018 im Gütersloher Verlagshaus erschienen. Weitere Informationen über einen Klick auf das im Beitrag abgebildete Cover oder auf der Verlagsseite.

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💚Rezensionsexemplar💚 (unbezahlte Werbung) -Bloggerportal Randomhouse - 💚Mein Jahr mit dem Tod💚 -Wie ich den großen Unbekannten besser kennenlernte- Autorin: Heike Fink Verlag: Gütersloher Verlagshaus Preis: 20€, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag Seiten: 320 Seiten ISBN: 978-3-579-07310-1 Erscheinungsdatum: 29.05.2018 5 Von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐ *Ein weiteres ❤️-Buch von mir, klare Empfehlung! * Inhaltsangabe: Entnommen von: Am Grab eines Freundes ist es da: Das Entsetzen darüber, dass auch das eigene Leben endlich ist! Was ist das, der Tod, dem niemand entgeht? Wird das Unvermeidliche erträglicher, wenn man ihm in die Augen sieht? Heike Fink probiert es. Ein Jahr lang sucht sie die Nähe von Menschen, die einen besonderen Umgang mit dem Tod pflegen. Sie spricht mit einem Bestatter, einem Friedhofsgärtner, der Leiterin eines Hospizes und einem Physiker mit Nahtoderfahrung. Ein Tatortreiniger erzählt ihr von seinen Erfahrungen und eine todkranke Sängerin, deren Stimme nur noch jüdische Lieder singen mag. Geschichten voller Witz und Poesie, manchmal traurig, manchmal sentimental, immer ehrlich und sehr berührend. 🕊️Geschichten vom Tod – voller Leben 🕊️Unterwegs mit Handwerkern, Archivaren und Gestaltern des Todes Eine Entdeckungsreise auf der Spur der eigenen Endlichkeit Unverkrampft und heiter, poetisch und unterhaltsam Weitere Informationen: https://www.randomhouse.de/Buch/Mein-Jahr-mit-dem-Tod/Heike-Fink/Guetersloher-Verlagshaus/e527127.rhd (plus Leseprobe und Termine) https://www.randomhouse.de/Autor/Heike-Fink/p622243.rhd https://www.randomhouse.de/Verlag/Guetersloher-Verlagshaus/50000.rhd https://www.hsverlag.com/autoren/detail/a10675 www.gtvh.de https://www.facebook.com/heifink 💚💚💚💚💚💚💚💚💚💚💚💚💚💚💚💚💚💚💚💚 Hey ihr Süßen💕 Ich möchte euch ein weiteres Herzensbuch von mir vorstellen, ich habe dieses Buch regelrecht verschlungen. Heike Fink, hat eine unheimlich leichte und tolle Art zu Erzählen, es ist immer ein gewisser Humor vorhanden, manchmal sogar leichter Sarkasmus. Das bei dem großen Thema *TOD* zu verwenden ist mutig und nicht einfach, doch Heike hat es Geschäft, das ich selbst bei einem so Düstere Thema, immer ein Lächeln auf den Lippen hatte. Schon alleine das Buch Cover gefällt mir unheimlich gut, es ist nicht schlicht gehalten, eintönig, schwarz, grau oder Weiß, wie die meisten Bücher über das Sterben und den Tod. Nein es ist viel mehr eine Art Mandal, das einfach vollkommene Ruhe, durch seine Grünen Farben und Formen ausstrahlt. Auch das Gelb auf dem Cover und das knall Orangene Buch, heiteren die Stimmung auf, denn eines ist ganz klar, wenn man etwas kennenlernt, wird die Angst weniger und manchmal kann man sogar über das Thema Tod und Sterben lachen und schmunzeln. Dieses Buch versprüht pure Lebensfreude und Energie. Dabei sagt Heike Fink ganz klar: *Ich habe Angst vor dem Tod!*' Sie verschönert es nicht und sie gibt auch keine gut gemeinten Ratschläge, nein es ist viel mehr eine Reise zu sich selbst und eine Reise mit einem Unbekanntem *Dem Tod*. Wie Sie sagt und schreibt, ist dies nicht einfach nur ein Wort, nein sobald man dieses Wort ließt und hört, bekommt man Gänsehaut. Aber warum ist das so? Das habe ich mich schon oft gefragt und Heike hat es unheimlich gut mit diesem Buch beantwortet. *Das unbekannte macht dem Menschen immer angst!* Schließlich weiß wirklich keiner was nach dem Tod passiert und genau das fürchten wir menschen, auch ich. Das Sterben alleine macht keine Angst, es ist viel mehr der Kontrollverlust, die Machtlosigkeit und das Unbekannte dunkle *NICHTS*. Auf ihrer Reise entdeckt sie Monatlich immer neue Menschen und lernt von diesen was das Sterben und der Tod für diese bedeutet, manchmal eine melancholische und manchmal eine heitere Reise. Dennoch einzigartig und für jeden zu empfehlen, es gibt verschiedene Eindrücke und Erzählungen, wie Personen. Es gibt zum Beispiel einen Friedhofsgärtner, eine Leiterin des Hospitzes, Tatortreiniger und viele mehr. Ein wirklich sehr schönes Buch, ich kann es jedem Empfehlen, denn schließlich müssen wir alle irgendwann einmal Sterben, das liegt nun mal in der Natur der Dinge. Herzlichen Dank an den Verlag für dieses Buch und an dich liebe Heike. Lieben Gruß Sonja/Shaaniel

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Da ich mich sehr für das Thema Tod interessiere, habe ich mich sehr gefreut, als ich das Buch in der Verlagsvorschau gesehen habe und deswegen durfte es als Rezensionsexemplar bei mir einziehen. Auf der Amazon-Seite steht "Geschichten vom Tod – voller Leben", und das trifft es tatsächlich exakt. Ich hatte mir die Geschichten der vielen Menschen, die alltäglich mit dem Tod der Menschen zu tun haben wesentlich düsterer vorgestellt, doch sie sind eigentlich ziemlich lebensbejahend, so widersächlich das auch klingt. Der Autorin geht es wie den meisten Menschen, sie hat Angst vor dem Tod und doch ist sie davon fasziniert. Deswegen begann sie, einen Dokumentarfilm zu drehen und daraus ist die Idee zu diesem Buch entstanden. Wegen der Recherche zu besagtem Film hat sie mit all den Menschen gesprochen, die in den Erfahrungsberichten zur Sprache kommen. Dabei hat sie festgestellt, dass das Thema Tod hier in Deutschland oft ein Tabu ist, in vielen anderen Ländern aber nicht. Sie sagt sogar, dass über den Tod genauso oft gesprochen wird, wie über Sex. Der Schreibstil von Heike Fink ist nüchtern, dabei aber sehr humorvoll und oft sogar sarkastisch, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. In Erinnerung ist mir dabei der Leichenschmaus nach der Beerdigung ihres Freundes geblieben, bei dem jemand raus haute "Wenn man Leichenschmaus wörtlich nimmt...". Manche Geschichten sind aber auch sehr schön, ja fast poetisch verfasst, ich habe sie deswegen alle sehr gerne gelesen. Wirklich großartig finde ich, dass die Autorin keine Ratschläge erteilt, wie man mit dem Thema Tod am besten umgeht, denn sie meint, dass Thema ist viel zu individuell, um jemandem Vorschriften zu machen. Da bin ich absolut bei ihr. Fazit: Ein einzigartiges Buch mit vielen Erfahrungberichten und einem tollen Schreibstil.

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