Leserstimmen zu
Eingeschlossene Gesellschaft

Jan Weiler

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Hörbuch CD
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Natürlich diskutieren die Lehrer über alles, nur nicht über den Sohn. Viel zu verhärtet sind die Fronten. Am Anfang hat mich das etwas an die Filmkomödie "Wir haun die Pauker in die Pfanne" (1970) erinnert. Weil Lehrerin Lohmann ihren Kollegen Engelhart immer mit:"Richtig Klaus!" unterstützt. Ich dachte erst, das sei ein Ehepaar. Anfänglich fand ich es sehr anstrengend zuzuhören, da besonders die Stimme von der arroganten Heidi Lohmann (Annette Frier) sehr schrill war. Sicher passt es zu der Rolle, aber ich fand es dennoch anstrengend. Inhaltlich finde ich die Geschichte gut gelungen. Ähnlich könnte sie auch in jedem Großraumbüro spielen. Sicher, hier gibt es nochmal den pädagogischen Ansatz, der aber nicht so ausgeprägt ist, dass man ihn nicht auch auf andere Kunden übertragen könnte. Im Laufe der Geschichte eröffnen sich wahre Abgründe, die zum Großteil überzeugen. Doch auch hier finde ich es stellenweiße zu sehr akzentuiert. Fazit: Eine schöne Gesellschaftskritik, die mir von der sprachlichen Betonung her öfters etwas zu viel war.

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Nein, Thema ist nicht eine geschlossene Gesellschaft, sondern eine eingeschlossene Gesellschaft. Und dies darf der Hörer dieses Hörspiels durchaus wörtlich nehmen. Es geht nämlich tatsächlich um ein kleines Häufchen Lehrer, das sich gezwungen sieht, einige Stunden am Freitagnachmittag im Lehrerzimmer zu verbringen. +++ Hörspiel +++ Für dieses kleine Hörspiel, das der Feder von Jan Weiler entsprungen ist, gibt es, soweit mir bekannt, keine Buchvorlage. Und das merkt man meiner Meinung nach, denn das gesamte Stück ist durchgehend auf die Bedürfnisse des Hörers abgestimmt. Da es sich eben nicht um ein Hörbuch handelt, bekommt jeder Protagonist einen einzelnen Sprecher, wobei ich insbesondere zwei hervorheben möchte. Zum einen Annette Frier, die ihre Rolle als Heidi Lohmann wirklich hervorragend spielt. Diese Art von Lehrerin passt perfekt zu ihr, ganz so als würde sie tatsächlich unterrichten. Und sorgt dadurch mitunter für die humorvollsten Momente des Hörspiels. Zum anderen Jan Maak, der mich von seiner Sprechart an den wunderbaren und leider viel zu früh verstorbenen Dirk Bach erinnert hat. +++ Aus dem Leben +++ Es sind zwar nur ein paar Stunden, die die Lehrer zusammen im Lehrerzimmer verbringen müssen, weil ein Vater mit Beruteilung eines Lehrkörpers hadert (um es nett auszudrücken), aber dennoch kommen viele Untiefen des Bildungssystem zum Vorschein, das mich so sehr an meine eigene Schullaufbahn erinnert hat und mich mit Grauen an die kommende Schulzeit meiner eigenen Kinder erinnert. Vieles, was in diesem Hörspiel überspitzt und vollkommen übertrieben scheint, erinnert den Hörer an einen Lehrer, den er wirklich kennt. Und durch diese Authentizität bekommt das Hörspiel einen derart lustigen und humorvollen Charakter. Eines ist gewiss: Das Hörspiel ist für so manchen Lacher gut. +++ Fazit +++ Auch wenn das Hörspiel, verglichen mit den Mammutwerken, die ich normalerweise höre, relativ kurz ist, so bietet es Unterhaltung pur. Dabei werden sich vermutlich alle Teilnehmer in diesem Hörspiel wiederfinden: Lehrer wie Schüler ebenso wie Eltern. Dadurch ist dieses Spiel für ein breites Publikum geeignet, soweit man offen für Selbstkritik und viel Humor ist.

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Hörspiel

Von: Sabine Augustin aus Rosche

15.03.2018

Es ist ein Hörspiel mit richtig unterschiedlichen Lehrern. Die Dialoge haben mich durchgehend zum Lachen gebracht ! So viel Wortwitz, das war genial. Es sind 2 CD´s, das Hörspiel dauert keine 2 Stunden, lässt einen aber echt gut unterhalten zurück. Dieses Hörbuch kann ich nur jedem empfehlen, der mal einen Blick ins Lehrerzimmer werfen möchte. Die Personen stellen sich nach und nach vor, ich finde es genial! Da hat wirklich jeder Dreck am Stecken und die Geschichte nimmt eine große Wendung......

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Man stelle sich ein Lehrerzimmer eines Gymnasiums vor. Es ist Freitag nachmittag, der ein oder andere Ärger brodelt unter der Oberflächer und eigentlich wollen alle ihre Ruhe bzw. nach Hause. Doch dann taucht ein besorgter Vater auf, der für die Abiturzulassung seines Sohnes kämpfen will. An einem Freitag Nachmittag?? Ohne Termin? Nein! So geht das nicht! Tja, nur hat niemand damit gerechnet, WIE ernst es dem Vater ist... Das wird erst klar, als dieser zur Waffe greift...! Jan Weiler ist und bleibt für mich ein wahnsinnig guter Menschen- und Situations-Beobachter! Alleine schon wieder solch phantastische Charaktere zu erschaffen! Wunderbar! Da wäre Klaus Engelhardt, der Lehrer nach der alten Schule, der nichts durchgehen lässt. Heidi Lohmann, die Lehrerin, die nun wirklich niemand leiden kann - ganz im Gegensatz zu dem beliebten Holger Arndt. Dann gibt es noch den Chemie Nerd Bernd Vogel, den zynischen Peter Mertens und dann auch noch eine Referendarin, die niemand ernst nimmt. Und diese Truppe MUSS nun wirklich miteinander reden und sich miteinander außeinander setzten! Keine leichte Aufgabe... Das Hörbuch ist ein echter Genuss! Es ist wahnsinnig hintergründig und regt zum Nachdenken an! Mal habe ich gelacht aber auch oft gegrübelt. Jan Weiler spricht hier wirklich sehr viele Themen an und ich werde da auch noch eine ganze Weile grübeln... Ja, ich kann es wirklich empfehlen!

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Sechs Mitglieder des Lehrkörpers sitzen an einem Freitagnachmittag noch im Lehrerzimmer des städtischen Gymnasiums. Sie sind schon dabei ins Wochenende aufzubrechen als plötzlich der Vater eines Schülers vor der Tür steht, der für die Abiturzulassung seines Sohnes kämpfen will, denn hier fehlt nur ein Punkt zur Zulassung. Dazu greift er sogar zur Waffe... Die Lehrer, die unterschiedlicher nicht sein könnten, versuchen das auf ihre eigene Art und Weise zu lösen, dabei kommen Dinge ans Tageslicht, die bislang eher totgeschwiegen bzw. verdrängt wurden… Hörbucher finde ich immer wieder interessant, auf „Eingeschlossene Gesellschaft“ war ich recht gespannt, da das Hörbuch auch in den verschiedensten regionalen Lokalitäten mit den kostenlosen Postkarten beworben war. Habe ich bislang so noch nicht erlebt. Gelesen wird das Originalhörspiel von Annette Frier, Jan Weiler, Wolf Anio., Jan Maak, Reinhart Firchow, Florian Lange, Lieke Hoppe und Yascha Finn Nolting. Bis auf Annette Frier und Jan Weiler sagen mir die Namen hier nichts, aber das macht meiner Ansicht nach auch nichts, denn die Hauptsache ist, dass die Stimmen für das Hörspiel passen. Und das tun sie meiner Ansicht nach, die Stimmen sind meist auch recht unterschiedlich, lediglich bei den zwei Lehrerinnen im Hörspiel habe ich mir schwer getan diese immer wieder zu unterscheiden. Zwischenzeitlich hatte ich sogar vermutet, dass Annette Frier beide Damen spricht, was aber ja nicht der Fall ist. Ansonsten ist das Hörspiel wirklich toll gemacht, man bekommt wirklich den Eindruck mitten im Geschehen zu sein, immer mal wieder hat man ein Stimmengewirr, außerdem kleine Nebengeräusche, kurzzeitig mal eine musikalische Ummalung – so zum Beispiel zu Beginn der ersten und zweiten CD. Überhaupt muss ich sagen, dass mich die Geschichte sehr gut unterhalten hat, es war teilweise lustig, hat aber auch sehr zum Nachdenken angeregt – frei nach „Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.“. Mich hat dieses Hörbuch absolut überzeugt, ich wurde über die Dauer von 1 Stunde und 40 Minuten gut unterhalten, habe mich amüsiert, war am Kopf-schütteln und Wundern über die auftauchenden Geschichten und Geheimnisse sowie Überlegungen. Es war wirklich spannend hier selbst einmal teilweise zu überlegen, wie man selbst in einer solchen Situation entschieden hätte, ob man da vielleicht seine eigenen Prinzipien über Bord wirft oder weiterhin nach dem bisherigen System fortfährt… Ich wurde hier also wirklich sehr gut unterhalten, es war auf keinen Fall eintönig oder langweilig. Entsprechend vergebe ich hier 5 von 5 Sternen und spreche eine Empfehlung aus.

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Typisch Jan Weiler - Geschliffene Dialoge, voller Wortwitz An einem Freitagnachmittag sitzen sechs Mitglieder des Lehrkörpers eines städtischen Gymnasiums im Lehrerzimmer. Da ist Holger Arndt, der joviale Schüleranwalt, ihm gegenüber Klaus Engelhardt, der konservative Pauker sowie Bernd Vogel, der einsame Nerd. Der Zyniker Peter Mertens und die bissige Hexe Heidi Lohmann haben sich praktisch nichts zu sagen und alle gemeinsam stehen sozial über Bettina Schuster, der unerfahrenen Referendarin. Als es an der Tür klopft, steht zur Überraschung aller aber kein Schüler, sondern ein ehrgeiziger Vater davor, der für die Abiturzulassung seines Sohnes kämpft – und dafür sogar zur Waffe greift... Jan Weiler hat sich ein kleines Thema vorgenommen, einen banalen Nachmittag im Lehrerzimmer und die gefährdete Zulassung zum Abitur eines Schülers und daraus eine Geschichte gemacht, die durch Situationskomik und Wortwitz brilliert. Subtil schildert er wie langsam hinter der gut situierten Fassade von gespielter Höflichkeit, die wahre Persönlichkeit der Akteure hervor bricht. Dabei kommen sowohl persönliche Schwächen und Leichen im Keller auf den Tisch, als auch die ganz eigene Macke, die jeder mit sich herum trägt. Während es vorübergehende Allianzen gibt, eskaliert die Situation schnell und deckt Abgründe auf, die in jedem lauern. Währenddessen ändert sich ständig das Niveau der Unterhaltung, war man doch am Anfang so verständnisvoll und kultiviert, kommt schon bald der wahre Charakter zum Vorschein und gipfelt in einer Tirade banalen Kleinbürgertums. Beim Spinnen dieses Netzes aus Banalität, Bosheit, Heuchelei und kleinen oder größeren Verfehlungen, mit der die Figuren bloßgestellt werden, hat Weiler Großartiges geleistet. Die Geschichte trieft geradezu von Raffinesse, Wortwitz, Situationskomik und einem Fingerzeig auf die Werte der Gesellschaft. Perfekt in ein Hörspiel umgesetzt wurde die Geschichte von Jan Weiler, Annette Frier, Wolf Aniol, Jan Maak, Reinhart Firchow, Florian Lange, Lieke Hoppe und Yascha Finn Nolting, die nicht nur wunderbar miteinander harmonieren, sondern es auch bravourös schaffen, den Hörer mitten hinein in diesen Krieg im Lehrerzimmer zu ziehen. Das Cover zeigt die Figuren der Geschichte als Comicfiguren, jeder sind ihre persönlichen Eigenschaften anzusehen. Im Vordergrund stehen dabei der bewaffnete Vater und der starrsinnige Studienrat. Das Cover passt ausgezeichnet zur Geschichte und lässt ahnen, worum es im Hörspiel geht. Verpackt sind die beiden CDs in einem Digipac aus Kunststoff und Pappe, das im Inneren neben den Produktionsdaten auch ausführlichen Informationen zu allen Beteiligten enthält. Fazit Grandiose Wortwechsel, subtile Situationskomik und Gesellschaftskritik der besonderes Art machen dieses gut produzierte Hörspiel aus. Die Sprecher spielen großartig, reißen mit und können in dieser herrlich feinsinnigen Geschichte restlos überzeugen. Absolute Hörempfehlung!

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