Leserstimmen zu
Die echte kroatische Küche

Ino Kuvačić

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Was ist die echte? Cevapcici und Pizza? Burek und Konsorten? Risotti? Ich denke die kroatische Küche ist ähnlich wie die österreichische eine Mischung aus Vielem, wie Österreich ist auch Kroatien oftmals von anderen Ländern „übernommen“ worden, Osmanen, die Venezier und sicher noch einige mehr. Und wirklich findet man aus all diesen Zeiten Speisen in Kroatien.

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Vorsicht Spoiler! Bisher habe ich es leider noch nie nach Kroatien geschafft, was wirklich eine Schande ist. Ich, die gefühlt fast jedes Land in Europa gesehen hat, war noch nicht im Urlaubsland Kroatien. Dafür hole ich mir die Küche mit dem Kochbuch Die echte kroatische Küche nach Hause, was mir vom südwest Verlag zur Verfügung gestellt wurde. Natürlich habe ich schon etwas von der kroatischen Küche gehört und probiert, schließlich gibts kroatische Restaurants und ein Austauschstudi, den ich früher betreute, war halb Kroate und erzählte einiges. Auf einer seiner Partys gabs dann auch kroatisches Essen, nur leider haben wir die kroatische Party im Restaurant nie realisiert. Seis drum! Neben den bereits probierten Gerichten und einzelnen Lebensmitteln muss es mehr geben und genau das wollte ich mit dem Kochbuch realisieren. Ob das klappte? In dem Kochbuch dreht es sich um die kroatische Küche, die anhand von über 90 Rezepten dem geneigten Leser näher gebracht wird. Dabei wird der Fokus auf die Küstenregion gelegt. Strukturiert ist das Buch nach den Zutaten, also Gemüse, Aus dem Meer, Fleisch und Süßes. Mich hat die Fülle an Rezepten umgehauen. Alles klingt lecker, mediterran und interessant. Umso schwerer tat ich mich Rezepte zum Ausprobieren auszusuchen. Nachgekocht habe ich wie immer auch etwas und alles funktionierte ohne Probleme. Die Rezeptbeschreibungen haben alle gepasst, waren einfach nachzumachen und das Ergebnis war jedesmal lecker. - Gefülltes Brot aus Vis - Dubrovnik-Suppe - Steak (ohne Foto): ebenfalls lecker und eine neue Beilagenidee (Kartoffelstampf mit Mangold). Das Buch ist neben den Rezepten auch hochwertig, die Fotos passen gut zum Buch und insgesamt das Kochbuch sehr stimmig. Bewertung Aufmachung: 5/5 Beschreibung: 5/5 Struktur: 5/5 Thema: 5/5 Insgesamt: 20/20 Kurz gefasst: Das Kochbuch geb ich nicht mehr her! Wer selbst einen Blick hinein werfen will, findet hier eine Leseprobe.

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"Die echte kroatische Küche" ist, wie der Name schon sagt, ein Kochbuch, dass uns die kroatische Küche näher bringt. Wer Kroatien schon einmal besucht hat, weiß, dass die kroatische Küche deftig und sehr wohlschmeckend ist. Sie ist nicht unbedingt raffiniert, benutzt auch relativ wenig Gewürze aber schafft es auf gekonnte Weise den Eigengeschmack der Zutaten zu unterstreichen. Die echte kroatische Küche unterscheidet sich auch etwas von der Küche, die wir in kroatischen Restaurants finden. In diesen Restaurants sind die Gerichte zum Teil an unseren Geschmack angepasst, also insgesamt werden mehr Gewürze verwandt und die Gerichte sind fettärmer. Die echte kroatische Küche benutzt wesentliche mehr Fett, als wir es gewohnt sind, allerdings ist Fett ein Geschmacksträger und hilft eben den Eigengeschmack der Zutaten zu transportieren, sodass man weniger Würze nutzen muss. Das Kochbuch ist gut gegliedert in "Gemüse", "Aus dem Meer", "Fleisch" und "Süßes". Im Kapitel "Gemüse" sind Suppe, Gemüsegerichte, Beilagen, Brot und Salate zu finden. "Aus dem Meer" bietet Gerichte mit Meeresfrüchten und "Fleisch" zeigt Gerichte die überwiegend mit Fleisch zubereitet werden. In "Süßes" sind Kuchen, Desserts aber auch Liköre angeboten. Die Rezepte selbst sind gut gegliedert und übersichtlich gestaltet. Zu den meisten Gerichten erzählt der Autor auch oft eine kleine Geschichte oder beschreibt wann und wo dieses Rezept gerne zubereitet wird. Alles ist schön bebildert und die Fotos finde ich einfach wunderbar. Man sieht auch schon auf den Fotos, dass hier zum Beispiel keine "raffinierte Molekularküche" zu finden ist, sondern handfeste Mittelmeerküche. Es wird geröstet, gegrillt und mit Fett gearbeitet und das Ergebnis ist einfach nur lecker. Viele Gerichte sind auch nicht so auf Beilagen ausgerichtet, wie wir es gewohnt sind. Die gefüllten Paprika sind ein Gemüse/Fleischgericht, dass in Kroatien gut ohne Beilage auskommt, Weißbrot zum Soße aufnehmen reicht. Die Gebäcke sind sehr süß, wie wir es aus dem Süden und aus der Türkei kennen. Insgesamt sind die Süßspeisen bestimmt auch vielen Türkeiurlaubern bekannt. Ich finde es ziemlich toll, dass ich nun die Kuchen, die ich mir in Kroatien gerne kaufe nun auch selber backen kann. Die meisten Gebäcke gehen auch wirklich sehr einfach, als Grundlage dient der Hefeteig und der Rest geht durch die gute Anleitung im Rezept sehr einfach. In vielen Kuchen ist Likör ein wichtiger Bestandteil, aber man kann diesen auch gut durch alkoholfreie Varianten ersetzen. Ich habe es probiert und zum Beispiel die "Falschen Pfirsiche" (siehe Bild unten) sind auch mit der alkoholfreien Likörvariante sehr lecker geworden. Für viele Gerichte wird ein zentraler Bestandteil verwendet, der immer wieder auftaucht. Zum Beispiel die dalmatinische Tomatensauce. Sie wird für einige Gerichte gebraucht und es erschreckt vielleicht, wenn man sieht, dass man für diese Sauce über eine Stunde Zubereitungszeit braucht und dann hat man eigentlich noch nicht mal das Hauptgericht in Angriff genommen.... Aber so ist die kroatische Küche. Vieles braucht reichlich Zeit und bekommt den hervorragenden Geschmack durch langes Köcheln. Dafür köcheln die Gerichte aber auch alleine vor sich hin. Ich fange dann eben eine Stunde früher mit Kochen an, muss aber insgesamt wesentlich weniger Zeit am Herd verbringen, als vermutet. Ich habe mich als erstes an die gefüllten Paprika herangewagt. Diese mache ich auch auf "deutsche Weise" oft, aber in Kroatien haben sie mir immer viel besser geschmeckt. Die Zubereitungszeit war schon recht lange, aber ich habe mir die notwendige dalmatinische Tomatensauce schon am Tag vorher gekocht, so dass ich sie am nächsten Tag fertig stehen hatte. Samstags ist bei mir immer Putztag und da konnte die Sauce schön nebenbei köcheln. Ich hatte mir die Uhr gestellt und als die Kochzeit um war hatte ich geputzt und schon einen Teil der Mahlzeit vom nächsten Tag gekocht. Das Ergebnis war unheimlich lecker. Mit Kartoffeln fanden wir es nicht so gelungen, aber mit Weißbrot oder mit Bratkartoffeln war es genial. Die dalmatinische Tomatensauce macht irgendetwas mit der Füllung der Paprikaschoten, alles schmeckt einfach total harmonisch und rund. Einfach nur lecker. Das nächste Gericht, was ich probiert habe war "Peka". Natürlich ist man sehr verwöhnt, wenn man Peka schon im Original und aus dem Feuer gegessen hat, aber die Variante aus dem Backofen war auch schon sehr lecker. Der Topf sollte aber nicht zu voll werden, damit die Zutaten schön gar kochen ohne matschig zu werden. "Peka" wird auch mit relativ wenigen Gewürzen zubereitet und lebt vom Eigengeschmack des Fleisches und der Paprika. Wir lieben Peka sehr und in Kroatien, im Urlaub, lassen wir uns Peka im Original nicht entgehen. Als Fan der Mittelmeerküche und speziell der kroatischen Küche bin ich von diesem Kochbuch hellauf begeistert und ich muss mich gerade bremsen, um nicht auch noch meine anderen Kochversuche im Detail zu beschreiben. Das Buch ist gut gegliedert, die Rezepte sind einfach zu verstehen und umzusetzen und die Ergebnisse sind köstlich. Natürlich ist Kochen immer Geschmackssache, aber ich habe tatsächlich das Gefühl richtig kroatisch zu kochen und kann nun vieles kochen und backen, wonach ich mich sonst ein Jahr, von Urlaub zu Urlaub, gesehnt habe.

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Ja, auch mich erfasst gelegentlich das Rezensions-Fieber, so geschehen beim ersten Blick auf das wunderbare Buch „Die echte kroatische Küche“ von Ino Kuvacic. Die kroatische Insel Hvar war etliche Jahre mein bevorzugtes Urlaubsziel, und ich habe genossen- das Meer. Die Sonne. Die Ruhe. Und natürlich das Essen! So habe ich mich also in das Buch vertieft und mich beim Lesen direkt wieder im Urlaub gewähnt. Zur Einstimmung im Buch gibt es ein paar Bilder – ja, das Meer dort ist tatsächlich so klar und die Landschaft, sehr urwüchsig mit den schroff aufragenden Felsen. Nach einleitenden Worten über das Leben und die kulinarischen Sitten Kroatiens geht es gleich ans Kochen! Die kroatische Küche wie ich sie kennengelernt habe ist unkompliziert und lebt von der Qualität ihrer Zutaten- genau dieses finde ich in dem Buch sehr gut wiedergegeben. Beginnend mit Gemüse-Gerichten die nahezu alle als Hauptgerichte taugen, folgen die Kapitel „Aus dem Meer“, „Fleisch“ und „Süßes“. Teils findet man dort Bekanntes wie Krautflecke, kleine Krapfen, oder Pfannkuchen- „Palatsinke“ in herzhaften wie süßen Varianten, teils auch Gerichte die außerhalb Kroatiens woh kaum jemand kennt, wie die von mir sehr geliebten Scampi na Buzara, den herzhaften Schmortopf Pasticada oder den Feigenkuchen. Ja, auch mich erfasst gelegentlich das Rezensions-Fieber, so geschehen beim ersten Blick auf das wunderbare Buch „Die echte kroatische Küche“ von Ino Kuvacic. Die kroatische Insel Hvar war etliche Jahre mein bevorzugtes Urlaubsziel, und ich habe genossen- das Meer. Die Sonne. Die Ruhe. Und natürlich das Essen! So habe ich mich also in das Buch vertieft und mich beim Lesen direkt wieder im Urlaub gewähnt. Zur Einstimmung im Buch gibt es ein paar Bilder – ja, das Meer dort ist tatsächlich so klar und die Landschaft, sehr urwüchsig mit den schroff aufragenden Felsen. Nach einleitenden Worten über das Leben und die kulinarischen Sitten Kroatiens geht es gleich ans Kochen! Die kroatische Küche wie ich sie kennengelernt habe ist unkompliziert und lebt von der Qualität ihrer Zutaten- genau dieses finde ich in dem Buch sehr gut wiedergegeben. Beginnend mit Gemüse-Gerichten die nahezu alle als Hauptgerichte taugen, folgen die Kapitel „Aus dem Meer“, „Fleisch“ und „Süßes“. Teils findet man dort Bekanntes wie Krautflecke, kleine Krapfen, oder Pfannkuchen- „Palatsinke“ in herzhaften wie süßen Varianten, teils auch Gerichte die außerhalb Kroatiens woh kaum jemand kennt, wie die von mir sehr geliebten Scampi na Buzara, den herzhaften Schmortopf Pasticada oder den Feigenkuchen. Gekocht habe ich den Auflauf mit Aubergine, Kartoffel und Tomate; Melancane, krumpir i pomidori zapeceni, geschmacklich sehr gut, optisch fragwürdig…. und natürlich oben bereits erwähnte Scampi na Buzara, Scampi in Weißwein, die ich mir erlaubt habe abzuwandeln, so wie ich sie in Kroatien mit großem Genuß verspeist habe. Mein Fazit: ein sehr schönes Kochbuch, vor Allem für Menschen die im Urlaub die Küche Kroatiens kennen- und liebengelernt haben. Die Rezepte funktionieren einwandfrei und kommen mit Zutaten aus die hierzulande gut erhältlich sind. Wer es eher vornehm und elegant liebt wird mit den überwiegend rustikalen Gerichten vermutlich weniger glücklich. Das Buch erfreut sich großer Beliebtheit; weitere Rezensionen gibt es nachzulesen bei: Susi , der Turbohausfrau Susanne Magentratzerl Becky auf Cooking Worldtour Ich danke dem Südwest-Verlag für die Möglichkeit mich näher mit diesem Buch zu befassen, für mich hat es durchaus eine Lücke gefüllt, nun habe ich jederzeit die Möglichkeit mir ein Stückchen Urlaub in die Küche zu holen.

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Kroatien ist Urlaub! Für viele ÖsterreicherInnen, die jedes Jahr hinpilgern, und auch für mich. Erstaunlicherweise ist die Küche Kroatiens aber gar nicht so bekannt, dabei ist die zum Niederknien gut, wie ich im September wieder feststellen durfte. Daher freut es mich sehr, dass der Südwest-Verlag ein Buch über diese Küche, besser gesagt über dalmatinische Küche, worauf der englische Titel "Dalmatia" hinweist, herausgebracht hat. Der Autor Ino Kuvačić wurde in Split geboren, hat dort eine Ausbildung als Koch absolviert und ist 1997 nach Australien ausgewandert, wo er in renommierten Restaurants gekocht hat. Seit 2004 betreibt er sein eigenes Restaurant, das Dalmatino in Melbourne. Wenn man das Kochbuch in die Hand nimmt, dann hat man sofort das Gefühl "Urlaub", dieses Gefühl zieht sich während des gesamten Lesens durch. So schöne Fotos! Es finden sich nicht nur Fotos zu den Gerichten, sondern auch solche aus Kroatien, die die sommerliche Stimmung gut einfangen: die gepflasterten Straßen, kleine Häfen, Kirchen, im Freien aufgehängte Wäsche, Menschen, Märkte. Genau so kenne ich Kroatien. Gut gefallen hat mir auch das dem Rezeptteil vorangestellt Kapitel "Ein Webteppich von Einflüssen", in dem die kroatisch-kulinarische Geschichte beschrieben wird, über den Aufbau einen großen Familienessens und über das Enstehen von Zutaten berichtet wird. Natürlich darf darin auch nicht ein Ausflug zur kroatischen Gastfreundschaft fehlen, denn die ist legendär. Das Layout ist gut gelungen: Klar und übersichtlich sind Zutatenliste und Rezept getrennt, jedem Rezept ist ein Absatz vorangestellt, in dem der Autor über das jeweilige Gericht, die Zutaten oder Änderungsmöglichkeiten berichtet. Was mir besonders gefällt: Es gibt zum Glück nicht schon wieder das millionste Rezept für Cevapcici! Das ist Touristenessen, das nicht wirklich kroatische Küche widerspiegelt. Das Buch ist unterteilt in die Kapitel Gemüse, Fisch, Fleisch und Süßes. Sehr wichtig: Ein vernünftiges Register ist auch zu finden. Die Rezepte sind klar beschrieben und relativ einfach nachzukochen. Man muss natürlich die passenden Zutaten bekommen, was aber hier in Österreich nicht schwer ist, da die dalmatinische Küche für uns nicht so arg exotisch ist. Und ich hatte noch dazu den unglaublichen Vorteil, dass ich viele Zutaten in Kroatien einkaufen konnte und direkt damit die Rezepte zubereitet habe. Und unterm Strich? Wer immer irgendeinen Bezug zu Kroatien hat, sollte dieses Kochbuch daheim haben. Es nimmt einen noch einmal mit auf Urlaub, in Bildern wie auch in Rezepten. Von mir eine absolute Kaufempfehlung.

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Das Cover des Buches ist der Grund, warum ich es unbedingt haben wollte. Es sieht wunderschön aus und ist perfekt ausgewählt, um Kroatien zu repräsentieren. Wenn ich es sehe, muss ich sofort an dieses Land denken. Auch innen findet man unglaublich schöne Bilder aus Kroatien, die bei mir wunderbare Erinnerungen hervorrufen. Ich verbinde sehr viel mit diesem Land und deshalb bedeutet mir dieses Buch auch sehr viel. Selbstverständlich findet man darin leckere Rezepte aus Kroatien, die sehr einfach nachzukochen sind. Es wird jedoch zusätzlich das Gefühl von Urlaub vermittelt, weil durch die Fotos eine angenehme Atmosphäre geschaffen wird. Mir als großer Kroatien-Fan gefällt das Buch sehr gut und ich kann es deshalb nur weiterempfehlen! Fazit Ein sehr schönes Werk!

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Meine Meinung: Ich bin sehr begeistert von diesem Buch. Nicht nur werden hier 90 köstliche Rezepte präsentiert, dem Leser werden auch zudem viele interessante Fakten zu Kroatien schmackhaft gefüttert. Kapitel eins widmet sich Gemüse, denn wer denkt die kroatische Küche besteht aus Ćevapčići, der liegt falsch. Es landet auch sehr viel Gemüse auf den kroatischen Tellern – ganz nach meinem Geschmack. Wer hätte gedacht, dass Mangold das dalmatinische Volksgemüse ist? Viele schöne Bilde untermalen die gut konstruierten und einfach nachgekochten Gerichte und auch die Zwischenseiten. Kapitel zwei führt Gerichte „Aus dem Meer“ auf und Kapitel drei widmet sich dem Fleisch. Abgerundet wird das Buch, wie soll es auch anders sein, in Kapitel vier, dass sich ganz und gar mit süssen Dingen beschäftigt. Alles in allem eine tolle Sammlung leckerer Rezepte, die jeden Gaumen glücklich und Lust auf einen Kroatien-Urlaub machen!

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Die kroatische Küche kann viel mehr als Cevapcici. Sie hat auch nichts mit den Fleischbergen zu tun, die man hierzulande in den entsprechenden Restaurants oft vorgesetzt bekommt. Sie setzt nicht auf viele Kräuter und Gewürze, sondern auf frische, qualitativ hochwertige Zutaten, deren intensive Aromen durch einfache Rezepturen hervorgehoben werden. Es ist schön, dass es nun ein Buch gibt, das sich mit dieser Länderküche befasst. Wobei – das Buch widmet sich nicht mit der gesamten kroatischen Küche, sondern vor allem den Gerichten aus der dalmatinischen Küstenregion. Entsprechend lautet auch der Titel des englischen Originals einfach “ Dalmacia“. Geschrieben hat das Buch Ino Kuvacic. Er ist in Split geboren und aufgewachsen. Später wanderte der gelernte Koch nach Australien aus. Heute betreibt er das Restaurant das Restaurant „Dalmatino“ in Port Melbourne. Es ist ein hübsches Buch geworden. Das Layout ist schön übersichtlich: Am Rand der Seite steht die Zutatenliste, daneben die Arbeitsanweisung. Die Zutatenlisten sind durch kleine Zierlinien rechts und links hervorgehoben, das ist hübsch, aber nicht zu verspielt. Viele Rezepte haben jeweils ein ganzseitiges Foto bekommen; da gefällt mir gut, dass das Essen im Mittelpunkt steht und nicht durch zu viele Requisiten erschlagen wird. Und dann gibt es noch viele Fotos aus Dalmatien – von Landschaften, Märkten, Menschen. So kommen Appetit und Urlaubsgefühl auf. Jetzt aber zum Wesentlichen – dem Inhalt. Die Rezepte sind unterteilt in Gemüse, Fisch, Fleisch und Süßes. Ich habe große Augen gemacht beim Lesen und sehr viele Marker verteilt. Ich muss unbedingt noch die Suppe aus Aubergine, Karotte und Paprika probieren, die schwarzen Oliven, die durch Backen haltbar gemacht werden, die Ziegenkäsecrêpes mit Paprikasauce, den roten und weißen Stockfisch, den Aal-Eintopf, die Ente mit Sauerkraut, die gefüllten Weinblätter (sehr ungewöhnlich mit Rippchen und Sauerkraut), den gedeckten Apfelkuchen….naja, ziemlich viel eben. Die Rezepte sind gut aufgebaut. Es gibt auch immer eine kleine Einführung, in der etwas über die Geschichte des jeweiligen Gerichts erzählt wird oder in der Küchentipps oder alternative Zubereitungen aufgezeigt werden. Auch zu den einzelnen Kapiteln gibt es einführende Worte, die Interessantes über die dalmatinische Esskultur erzählen. All das ist auch sehr persönlich geschrieben, man merkt, dass es dem Autor wichtig ist, über all das zu erzählen. Und was für mich sehr wichtig ist – es gibt ein nach Zutaten geordnetes Register, in dem man findet, was man sucht. Etwas zu knabbern ist hier immer willkommen, und so habe ich zuerst das Zwieback-Rezept ausprobiert. Das Ganze besteht aus einem einfachen, leicht gesüßtem Hefeteig, der mit etwas Pflanzenöl angereichert wird. Ergebnis war sehr fein; diesem Zwieback wird es hier sicher öfter geben. Allerdings: im Rezept war viel zu wenig Flüssigkeit angegeben; das Ganze ergab so noch nicht einmal Streusel. ich musste ordentlich nachlegen. Auch mussten Zwiebacke beim zweiten Durchgang viel länger im Ofen rösten als im Rezept vorgesehen. Es gibt zwei Rezepte für gefüllte Tomaten. Ich habe die Füllung mit Thunfisch und Kapern ausprobiert; sie hat uns gut gefallen. Die Tomaten werden ausgehöhlt, das Innere zum Entwässern gesalzen, anschließend werden die gefüllten Tomaten im Ofen gebacken. Was mir vorher nicht bewußt war: man isst viel Kartoffeln in Kroatien; sie sind eine Standardbeilage. Im Buch gibt es ein Rezept für Kartoffeln kroatische Art: die Kartoffeln werden gegart, dann geschält, in Scheiben geschnitten und zusammen mit vorher angebratenen Zwiebeln im Ofen überbacken. Das ist richtig klasse. Paprikahähnchen: einfache Zutaten, ein wenig Aufwand und ein klasse Ergebnis. Das Hähnchen schmort in einer Sauce aus Paprikaschoten, Paprikapulver, Speck,vorher gekochter Tomatensauce und Gemüsebrühe. Dazu gibt es kleine Knödel, die aus Polenta und Kartoffeln gemacht werden. Naturgemäß ist das Fisch-Kapitel recht umfangreich. Ich habe mir ein einfaches Pastagericht ausgesucht, in dem Sardellen eine große Rolle spielen, denn ich hatte mir einen ordentlichen Vorrat aus dem Urlaub mitgebracht. Die Sauce beseht aus Sardellen, Mandeln, Knoblauch, Kapern und Petersilie – einfach und fein. Die Graupensuppe mit Bohnen ist ein schönes Beispiel dafür, wie aus simplen Zutaten eine wunderbare Mahlzeit werden kann: Gemüse und Speck werden in Brühe gegart, es kommen eingeweichte Bohnen dazu, am Ende noch Graupen, und für die Samtigkeit Milch. Das Ganze kocht in einer guten Stunde zu einem wohltuenden Elixier ein – wir fanden die Suppe alle herrlich. Fazit? Wer sich für kroatische, speziell die dalmatinische Küche und Esskultur interessiert, der findet in diesem Buch reichlich Inspiration. Bei den gut aufgebauten,abwechslungsreichen Rezepten ist für jeden etwas dabei; auch Vegetarier werden fündig. Und die schönen Fotos wecken gleich noch das Fernweh.

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