Leserstimmen zu
Treffen sich zwei Moleküle ...

Martin Moder

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Taschenbuch
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Martin Moder schafft etwas, das nur sehr wenige hinkriegen. Er vermittelt Wissen über Biologie im Allgemeinen sowie Genetik und Molekularbiologie im Speziellen mit so viel Humor, Ironie und Witz, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Wissenschaftlich fundiert (das Literaturverzeichnis reicht für eine Bachelorarbeit), aber unglaublich komisch, erklärt er dem Leser, warum er zum Beispiel vor dem ersten Date nicht duschen sollte, wann der beste Zeitpunkt für die Kaffeepause ist, wie man theoretisch ein Leben lang jung bleiben könnte und warum Forscher erst etwas kaputt machen müssen, um etwas reparieren zu können. Ich hätte mir für mich und meine Kinder Lehrer und Professoren wie Martin Moder gewünscht, dann hätte manches leichter den Weg in unser Hirn gefunden und wäre da auch geblieben. Also, Leute, lest es, ihr werdet euren Spaß haben und auch noch eine Menge dabei lernen.

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Ich muss zugeben, dass mir im Voraus nicht wirklich klar war, was denn nun das Kernthema dieses Buches ist und ob es sich auf einen speziellen Aspekt der Mikrobiologie fokussiert. Titel und Klappentext waren aber überzeugend genug, um den "Sprung in die Ungewissheit" zu wagen und das Buch zu bestellen. Um die (auch meine) anfängliche Frage gleich zu Beginn zu beantworten: der Autor legt sich nicht auf eine bestimmte Thematik fest, sondern bietet dem Leser einen Überblick über ganz verschiedene Bereiche der Mikrobiologie. Er schafft es auch komplexe Vorgänge anschaulich darzustellen ohne, dass man das Gefühl einer zu starken Vereinfachung der Inhalte hat. Im Verlauf der Kapitel ist nicht unbedingt ein deutlicher roter Faden zu erkennen - ich hatte das Gefühl, der bekannte Science-Slammer schreibt einfach darüber, was er persönlich spannend findet. Er opfert also ein bisschen Struktur, um durchweg spannende Inhalte zu bieten. Dieses Prinzip funktioniert wirklich nicht bei allen Büchern, hier wurde es aber gut umgesetzt und hat den Lesefluss nicht gestört. Was mich aber manchmal gestört hat, war ab und zu der "Witz zu viel" an Stellen, wo ich eigentlich vertieft in die Materie war und ein bisschen abgelenkt wurde. Mir kam es so vor, als hätte der Autor Angst gehabt, dass man von wissenschaftlichen Fakten gelangweilt ist und mal wieder eine spaßige Unterbrechung braucht. Hier kann ich aber beruhigen :-) Ich wurde beim Lesen immer sehr gut unterhalten und habe gleichzeitig vieles mitgenommen aus dem Reich der Mikrobiologie. Martin Moder steckt einen mit seiner Begeisterung einfach an und hat es häufig geschafft, mich zum Schmunzeln zu bringen. Insgesamt halte ich das Buch für definitiv empfehlenswert für Alle, die sich für Mikrobiologie interessieren und nicht so recht wissen, wo sie mit dem Lesen anfangen sollen. In diesem Buch findet sich genügend Inspiration für die weitere Recherche.

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