Leserstimmen zu
Das kleine Sommerhaus am Meer

Jenny Oliver

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Vorfreude

Von: niwibo

01.05.2019

Wo die Sonne auf den Wellen funkelt... Mit dem Dorf Mariposa an der spanischen Küste verbindet Ava viele schöne Momente: von Eiscreme am Strand bis hin zu ihrem ersten Kuss. Als ihre Großmutter stirbt, zieht sie deshalb kurz entschlossen in deren Haus in Spanien. Avas Bruder Rory hingegen will das geerbte Haus möglichst bald loswerden und reist ihr notgedrungen hinterher. Doch die Gassen von Mariposa und die Dorfbewohner, die sie schon ihr Leben lang kennen, wecken bald sorgfältig gehütete Erinnerungen in den Geschwistern. Vor allem Ava fühlt sich in die Vergangenheit zurückversetzt, besonders als sie den Schauspieler und Schwarm ihrer Jungend Tom trifft... Dieses Buch weckt Erinnerungen an die ewig langen Sommerferien meiner Kindheit, an Strand, Sonne, die ganze Verwandtschaft verteilt auf kleine Häuser am Meer und die vielen Leckereien, die es nur dort im Urlaub gab. Es liest sich sehr schön, wie die junge, etwas orientierungslose Ava aus London in das Haus ihrer Großmutter zurückkehrt, dort in alten Erinnerungen stöbert und sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinandersetzt, sich mit ihrem Bruder arrangiert, der in dem langen Sommer am Meer versucht, seine Ehe zu retten, sich liebevoll um ihren zehnjährigen Neffen kümmert und sich gaaaanz langsam Tom, ihrem Jugendschwarm, annähert. Alle zusammen versuchen, jeder auf seine ganz eigene Art und Weise, das alte Café am Strand zu retten, und zusammen mit den alten Dorfbewohnern, alles Freunde der verstorbenen Großmutter, bilden sie bald eine eingeschworene Gemeinschaft. Am Ende des Sommers ist Ava aber auch Rory irgendwie erwachsener geworden, sie wissen, wo ihr Weg sie hinführen wird und auch, wenn das Ende nicht ganz so ist, wie man es eigentlich erwartet, schließt man das Buch mit einem guten Gefühl.

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„Das kleine Sommerhaus am Meer“ geschrieben von Jenny Oliver im Penguin Verlag erschienen. Mit 427 Seiten. Ava, Single, arbeitet in London und ist gerade auf der Straße unterwegs als sie einen Anruf von ihrem Bruder Rory bekommt. Sie nimmt den Anruf an und sieht noch kurz den Bus auf sie zufahren und wird auch schon von ihm gesteift und zu Boden gerissen. Im Krankenhaus angekommen wird nur eine Gehirnerschütterung festgesellt und sie kann sich von jemandem abholen lassen. Leider arbeiten alle ihre Freunde und auch ihr Bruder und seine Frau. Ihr Bruder Rory schreibt ihr, dass er jemanden zum Abholen vorbei schickt. Es kommt ihr Ex Freund und bringt sie zu Rory nach Hause. Er gibt ihr auch klar zu verstehen, dass er noch immer Interesse an ihr hätte. Aber Ava, nicht mehr. Zu Hause bei Rory angekommen, kümmert sich ihr Neffe Max und ihre Schwägerin Claire um sie. Rory erzählt Ava den Grund seines Anrufes. Ihre Großmutter in Spanien ist gestorben und schon morgen ist die Bestattung. Am nächsten Tag fliegen Rory und Ava zur Beisetzung. Ava beschleicht das Gefühl sie könnte sich doch auch Wohlfühlen, da sie nicht mehr so ganz Glücklich mit ihrem Leben in London ist und sich nach Veränderung sehnt. Das Haus von ihrer Großmutter kennen sie sehr gut. Rory möchte es schnell verkaufen, Ava aber nicht! Ava beschließt nach London kurz zurückzukehren um die nötigen Vorbereitungen zu treffen. Kurz darauf fliegt sie wieder nach Spanien. Sie will sich eine Auszeit über dem Sommer nehmen. Rory arbeitet als Dokumentarfilmer. Zurzeit aber passiert nichts Aufregendes und er versucht mit einer List die Aufmerksamkeit der Filmbranche auf sich zu ziehen. Nur leider geht der Schuss nach hinten los. Es sickert durch, dass er die Tiere des Aktuellen Dokumentarfilmes entführen würde, um den Film interessanter zu machen. Er bekommt große Probleme und zieht sich von diesem Projekt zurück und flieht zu seiner Familie nach Hause. Sein Frau Claire schickt ihn mit Sohn Max nach Spanien zurück um auch eine Auszeit zu nehmen. Im Haus ihrer Großmutter angekommen, kommen viele Gefühle der Vergangenheit hoch. Ihre Mutter hat die Familie vor Jahren verlassen und ist auch schon vor einiger Zeit verstorben. Aber Ihre Großmutter war immer da für Rory und Ava. Beim Ausmisten des Hauses kommen einige Ungereimtheiten zu Tage. Welche Geheimnisse stecken da dahinter? Ava trifft im Cafe gegenüber viele Freunde von ihrer Großmutter und fühlt sich in ihrer Gegenwart wohl. Auch einen Attraktiven früheren Schauspieler lernt sie kennen. Tom, mit dem verbringt sie immer mehr Zeit. Was hat dieser Mann nur an sich, dass sie so fasziniert? Kann aus dieser Freundschaft mehr werden? Welche privaten Sorgen hat Tom gerade? Wird Ava den Sommer in Spanien verbringen und sich selbst finden können? Wird sich Rory wieder mit seiner Frau Claire vertragen und seinen Beruf ausüben können? Meine Meinung: Ein toller Roman, flüssig geschrieben mit verschiedenen Blickpunkten aus der Sicht von Rory und Ava. Bei dieser Geschichte wird klar, wenn Geheimnisse aus der Vergangenheit aufgedeckt werden, kann auch etwas Gutes daraus werden. Ava und Rory leiden noch immer, dass sie von ihrer Mutter als Kind verlassen worden sind. Sie gab ihnen immer das Gefühl im Falschen Leben zu sein. Ihr Streben nach Ruhm und Ehre, zerstörte ihre Ehe und das Familienleben. Erst jetzt im Haus, verstehen Rory und Ava ihre Mutter und können damit abschließen und Glücklich werden! Das Cover nimmt einen mit nach Spanien in den Sommer, und gibt die Liebe ihrer Großmutter weiter. 5 von 5 Sternen

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Von "Das kleine Sommerhaus am Meer" versprach ich mir eine nette sommerliche Wohlfühllektüre. Doch ich bekam viel mehr. Als Ava vom Tod ihrer Grossmutter unterrichtet wird, baut sie einen Unfall, doch sie hat nochmals Glück gehabt. Noch mit schmerzendem Kopf fliegt sie mit ihrem älteren Bruder Rory nach Spanien zur Beerdigung. Dabei merkt Ava, wie glücklich sie im Sommerhaus ihrer flippigen Grossmutter Valentina war. Sie nimmt den Unfall als Zeichen, gönnt sich eine Auszeit um - als Ausrede - das Haus auszuräumen. Sie findet nicht nur viele Erinnerungen an ihre Grossmutter, sondern auch Erinnerungen an ihre Mutter, die für ihre Karriere als Opernsängerin die Familie verliess. Doch der Mittelpunkt der Geschichte ist nicht das Sommerhaus im fiktiven Mariposa in der Nähe von Valencia, sondern das Café Estrella in Strandnähe, das auch schon bessere Zeiten sah. Besitzerin Flora hat nach der Trennung von ihrem Ex-Partner und Koch Ricardo keinen Elan mehr, um das Café weiterzuführen. Sie hängt in der Vergangenheit fest. Ausserdem ist die neue Konkurrenz nebenan viel hipper und zieht alle Touristen an. Im Estrella treffen sich leider nur noch die Dorfbewohner regelmässig. Plus Thomas King - ein bekannter Schauspieler, der in seiner Glanzzeit auch von Ava angehimmelt wurde. Mittlerweile hat er sich aus dem Rampenlicht zurück gezogen und bewirtschaftet ein Weingut im Dorf. Ava beginnt sich mit ihm zu unterhalten und merkt, dass sie ähnliche Erinnerungen ans Showbiz haben. Währenddessen läuft es für Rory nicht so gut. Er streitet sich mit seiner Frau Claire, sein neuer Film könnte zu langweilig werden und dann muss er sich noch einem Shitstorm auf Social Media beugen. Kurzerhand reist er mit seinem zehnjährigen Sohn Max nach Mariposa um eine "digitale Nulldiät" einzulegen. Die klappt anfänglich mehr schlecht als recht... Sommer in Spanien, Schwimmen im Meer, Sonne pur - "Das kleine Sommerhaus am Meer" bringt den Leser unweigerlich in Urlaubsstimmung. Wer nach einem Buch für den nächsten Strandurlaub sucht, dem empfehle ich den Roman unbedingt mit einzupacken. Wer ihn zuhause liest, sorgt mit einem Glas Sangria und einem Teller voll "pan con tomate" für die passende Lesebegleitung. Doch in dieser Wohlfühlatmosphäre geht es auch um die Aufarbeitung der komplizierten Kindheit von Ava und Rory. Die gemeinsamen Wochen in Mariposa werden nicht nur für die Geschwister richtungsweisend. Für die Nebenfiguren wird sich ebenfalls einiges ändern, vor allem die Stammgäste im Café Estrella spielen eine wichtige Rolle und sorgen für viel Schmunzeln. Den Oscar als bester Nebendarsteller hat hier klar Gabriella verdient! Fazit: Nicht nur das tolle Setting, auch die bemerkenswerte und kurzweilige Geschichte überzeugt. Lesen! 5 Punkte.

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