Leserstimmen zu
Keiner sagt die Wahrheit

Caleb Roehrig

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„Keiner sagt die Wahrheit“ ist der 2. Jugendthriller von Caleb Roehrig, der im cbt-Verlag erschienen ist. Dabei hat es mir sehr gut gefallen, dass die Cover der beiden Bücher sehr ähnlich gestaltet wurden. . Das Buch beginnt damit, dass Rufus nach Wochen zum ersten Mal seinen Exfreund Sebastian wiedersieht, das Gespräch jedoch, durch einen verzweifelten Anruf von seiner Halbschwester April unterbrochen wird, die ihn um Hilfe anfleht. Gemeinsam mit Sebastian versucht Rufus nun den Mord aufzuklären und herauszufinden inwiefern seine Halbschwester darin involviert ist. Somit beginnt das Buch ohne große Vorgeschichte direkt mit dem Verbrechen und es entsteht sofort Spannung. Anschließend ebbte diese leider zunächst wieder ab, da Rufus und Sebastian viele Befragungen durchführen, bevor die Handlung nach der Hälfte des Buches wieder an Fahrt aufgenommen und mich gepackt hat. Der Schreibstil des Thrillers hat gut gepasst. Es gab keine großen Ausschmückungen, die Handlung ging zügig voran und es war nicht übermäßig brutal, sodass es gut zu einem Jugendthriller gepasst hat. Durch viele Rückblenden, erfährt der Leser mit der Zeit auch mehr über die Vergangenheit von Rufus und Sebastian. Da diese immer nur als kurze Absätze eingebaut wurden störten sie meinen Lesefluss nicht nennenswert, ich denke aber, dass es mir trotzdem besser gefallen hätte, wenn man zu Anfang alles über die Vergangenheit erfahren hätte und dann nicht immer wieder beim Lesen unterbrochen wird. Rufus kommt aus einem schwierigen Familienumfeld, sein Vater will nichts mit ihm zu tun haben, seine Mutter hat Geldprobleme und auch mit seinen Halbgeschwistern kommt er nicht besonders gut klar. Zudem leidet er unter Aggressionsproblemen und hatte lange Schwierigkeiten sich mit seinem unfreiwilligem Outing abzufinden. Sebastian hingegen ist beliebt, aus gutem Hause und hat bisher eigentlich ein Mädchen gedatet. Er hat große Angst davor, dass seine Freunde und Familie ihn nicht mehr unterstützen werden, wenn seine Beziehung zu Rufus bekannt wird und es war ihm daher immer wichtig diese geheim zu halten. Die Protagonisten wirkten alle sehr authentisch, wodurch man sich gut in sie hineinversetzen konnte. Auch die Liebesgeschichte wurde gut mit in die Handlung eingebunden und wurde nicht zu sehr in den Vordergrund gerückt, was ich sehr angenehm fand. Während des Lesens habe ich die ganze Zeit mitgerätselt und obwohl der Kreis der Verdächtigen eher klein war bin ich lange auf der falschen Spur gewesen, sodass mich das Ende nochmal richtig überraschen konnte. Insgesamt hat mir leider der Gruselfaktor ein wenig gefehlt, aber ich lese sonst auch eher Thriller für Erwachsene, die deutlich brutaler und gruseliger sind. Trotzdem ist es ein toller Jugendthriller, mit authentischen Charakteren und einer queeren Liebesgeschichte, der mir beim Lesen viel Spaß bereitet hat, weshalb ich dem Buch 4.5 Sterne gebe. Ich empfehle das Buch insbesondere den Leuten, die gerne mal einen Thriller lesen möchten, sich aber vielleicht noch nicht an die Erwachsenenthriller herantrauen und ein weniger brutales und gruseliges Buch für den Einstieg suchen, aber auch allen Fans von „One of us is Lying“ und den Jugendthrillern von Ursula Poznanski.

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Meine Meinung Cover und Titel: Ich finde es interessant, wie ähnlich das Cover von «Keiner sagt die Wahrheit» dem Cover von «Niemand wird sie finden» sieht. Die Schriftart ist genau die gleiche und auch der Hintergrund ist ähnlich designet. Für mich ist das Cover mit all dem Text etwas überladen, dafür gefällt mir das Farbkonzept. Im Hintergrund ist ein einsames Haus zu erkennen, was das Haus aus der Geschichte darstellt und somit einen Bezug dazu herstellt. Der Titel ist in Ordnung. Er klingt dramatisch und passt zum Buch. Jetzt werde ich etwas sagen, was vermutlich niemand von euch jemals von mir erwartet hätte: Mir gefällt der deutsche Titel besser als der englische. Der englische Titel lautet «White Rabbits» und auch wenn mir dieser vom Klang her besser gefällt, finde ich, dass er nicht genug Bezug zur Geschichte hat. Schreibstil: Der Schreibstil an sich hätte perfekt sein können. Die Geschichte ist für einen Thriller passend ohne grosse Ausschmückungen erzählt und die Geschichte geht schnell vorwärts. Es ist ein Schreibstil, er einen nicht auf wunderschöne Formulierungen aufmerksam machen will, sondern einen vergessen lässt, dass man überhaupt liest. Was mich aber wahnsinnig gestört hat, sind die Flashbacks. Es sind zu viele, sie sind zu lang und zu wenig informativ. Sie haben mich immer wieder aus Geschichte gerissen, wenn ich eigentlich hätte wissen wollen, wie es weitergeht, sodass ich immer wieder sehr versucht war, sie einfach zu überlesen. Was meiner Meinung nach auch möglich gewesen wäre, da manche davon nun wirklich keine überlebenswichtigen Informationen liefern. Inhalt: Der Einstieg ins Buch fiel mir relativ schwer. Die ersten Seiten, wo die Jungs April finden sind spannend, dann aber fand ich das erste Drittel des Buches etwas langatmig. Es muss viel Hintergrundgeschichte etabliert werden und die Flashbacks helfen auch nicht gerade, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Dafür aber konnten mich die letzten zwei Drittel wirklich packen. Als ich endlich angefangen habe zu begreifen, wer eigentlich wer ist, wurde die Geschichte interessant. Ich habe mit Rufus mitgefiebert und bin selbst immer wieder auf die falsche Fährte gelockt werden. Die Aufklärung ist geschickt aufgebaut, sodass man als Leser selbst im Dunkeln tappt und auch die Auflösung ist zufriedenstellend. Charaktere: Rufus ist ein toller Protagonist. Trotz seiner schwierigen Verhältnissen ist er überhaupt nicht selbstmitleidig, dafür aber ruchlos und unerschrocken. Es scheint als habe er nichts zu verlieren, was ihn unberechenbar macht. Sebastian als Rufus Love-Interest hat mir auch gefallen. Er ist klar charakterisiert und ihre Liebesgeschichte ist perfekt in die restlichen Geschehnisse verwoben. Fazit Wenn man bereit ist der, Geschichte etwas Zeit zu geben, Fahrt aufzunehmen lohnt sich das Lesen auf jeden Fall, auch wenn definitiv noch Luft nach oben vorhanden ist. Bewertung ⭐⭐⭐ /5

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Rezension zu

Von: sonesa.mue

03.08.2019

Rezension zu „Keiner sagt die Wahrheit“ von Caleb Roehrig Inhalt: Rufus erlebt die schlimmste Nacht seines Lebens. Erst taucht sein Ex-Freund Sebastian auf, der ihm das Herz gebrochen hat, und will reden. Und dann ruft seine Schwester April an, dass sie seine Hilfe braucht. Sebastian und Rufus finden sie blutverschmiert mit einem Messer in der Hand, neben ihr liegt ihr toter Freund. April schwört, dass sie es nicht war, und fleht ihn an, ihr zu helfen. Rufus hat eine Nacht, ihre Unschuld zu beweisen, und gerät dabei selbst in tödliche Gefahr … Meine Meinung: Da ich mich an Thriller nicht so wirklich ran traue versuche ich es inzwischen immer mal wieder mit Jugendthrillern. Auch dieses Buch konnte mich wirklich begeistern. Es war von Anfang an sehr spannend und ich hatte das Buch sehr schnell gelesen, einfach weil ich unbedingt wissen wollte wie es endet. Der Schreibstil war gut und einfach gehalten. Dennoch forderte das Buch einiges an Konzentration, damit man der Handlung bzw. den neuen Information folgen konnte. Das Cover hat mir super gefallen und ich es passt auch hervorragend zum Inhalt des Buchs. Nun zum Inhalt selbst. Im Buch geht es um Rufus und eine Nacht, die alles verändert. Gemeinsam mit seinem Ex Sebastian versucht er herauszufinden was überhaupt vorgefallen ist und inwiefern seine Schwester April verwickelt ist. Ich mochte die Protagonisten und deren Geschichte. In Flashbacks werden immer wieder Rückblicke gegeben und ihre Geschichte wird nebenbei auch erzählt. So hatte das Buch nicht nur Thriller- sondern auch Romancharakter. Alles in allem, hat mir das Buch gut gefallen und ich fand alles sehr rund und passend. Fazit: Für Fans von Riverdale, oder One of us is lying. Wobei ich finde, dass es an letzteres nicht rankommt. Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sternen, weil ich es wirklich spannend und gut fand, jedoch hat mir das gewisse Etwas, ein I-Tüpfelchen noch gefehlt.

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Das Cover und der Klappentext sind mir hier sofort ins Auge gesprungen. Klingt einfach mega spannend und harmoniert toll zusammen. Die Protagonisten wirken mit ihren Ecken und Kanten sehr authentisch-menschlich. Was sie mal mehr, mal weniger sympathisch für mich macht. Die Schreibstil an sich ist leider nicht meins, denn es wurde mir hier viel zu viel ins Detail gegangen und das wesentliche kurz gehalten. Das hat das ganze sehr langatmig und manchmal sogar fast langweilig werden lassen. Ich habe es, in der Hoffnung, das es besser wird, zu Ende gelesen wurde aber nicht zufrieden gestellt. Themen wie Mobbing, sexuelle Orientierung, Outing, körperliche Gewalt sind wichtige Themen die in diesem Buch angesprochen werden, aber dennoch konnte es mich nicht überzeugen. Schade eigentlich nachdem der Klappentext so toll gelungen ist. 3,5 Sterne

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Dies ist mein erstes Buch von Caleb Roehrig gewesen und der Schreibstil hat mir auf Anhieb super gefallen. Ohne große Ausschmückungen erzählt er die Erlebnisse packend, so dass man am liebsten gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen. Der Protagonist Rufus hat einen Hang zur Gewalt. Vor allem in der Vergangenheit hat er sich dadurch viele Probleme eingebrockt. Im Gegensatz zu seinem Ex-Freund Sebastian gehört er nicht zu den angesagten Leuten auf der Schule. Das Leben ist für ihn nicht immer einfach. Die Beziehung zu Sebastian wird stark thematisiert und durch viele Flashbacks erfährt man, wie es zu der Trennung kam. Diese waren leider nicht immer chronologisch, was mich etwas verwirrt hat. Dennoch war die Liebesgeschichte zwischen den beiden sehr interessant und konnte mich durchaus fesseln. Die Handlung nimmt ziemlich schnell Fahrt auf und ist direkt zu Beginn spannend, doch in der Mitte hatte ich stellenweise das Gefühl, dass die Luft raus ist. Rufus und Sebastian haben immer wieder verschiedene Leute befragt, um endlich die Wahrheit zu erfahren. Doch diese Ermittlungen beinhalten keine Gruselmomente oder das man total von einer Wendung geflasht ist. Man muss viel mitdenken, da der Großteil der Handlung aus der Befragung der Verdächtigen besteht und die beiden Protagonisten immer wieder prüfen müssen, wer lügt und welche Geschichte stimmen könnte. Zum Ende hin wurde es noch einmal richtig spannend. Leider ist die Auflösung nicht wirklich überraschend, da der Kreis der Verdächtigen nicht allzu groß ist. Trotzdem habe ich bis zum Ende mitgerätselt, wer es sein könnte. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, dennoch haben richtige Gruselmomente gefehlt. Diese gehören für mich bei einem Thriller einfach dazu. Ebenfalls gibt es meiner Meinung nach nicht viele überraschende Wendungen. Dafür gefällt mir die Nebenhandlung umso mehr. Die Liebesgeschichte passt gut zum Inhalt und ist sehr fesselnd.

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