Leserstimmen zu
Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

Walter Moers

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Meine Rezension zum Hörbuch „Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr“ vom DHV Der Hörverlag. Sprecher/in: Andreas Fröhlich Verlag: DHV Der Hörverlag Preis: 24,99€ Laufzeit: 11h 23 min EAN: 9783844528091 Erscheinungsdatum: 01. September 2017 Inhaltsangabe Höre auf das dunkle Herz der Nacht Prinzessin Dylia, die sich selbst „Prinzessin Insomnia“ nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius Opal, wie sich der gleichsam beängstigende wie sympathische Gnom vorstellt, kündigt an, die Prinzessin in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue und überraschende Wendungen bereit hält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Walter Moers erzählt dieses Märchen aus der zamonischen Spätromantik voller skurriler Charaktere mit der ihm eigenen Komik: spannend und anrührend zugleich. Gelesen von Andreas Fröhlich, ausgezeichnet mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2018 als Bester Interpret. Meine Meinung Mir gefällt das Hörbuch sehr sehr gut. Das Cover des Hörbuches ist ansprechend gestaltet und die ausgewählten Farben passen gut zum Inhalt. Der Sprecher Andreas Fröhlich hat eine überaus angenehme Stimme, sodass man ihm gerne zuhört und gar nicht genug bekommen kann. Er erzählt die ideenreiche und phantasievolle Geschichte sehr spannend und durch die vielen Zungenbrechern, Metaphern und Wortneuschöpfungen bleibt die Aufmerksamkeit dauerhaft aufrechthalten. Die Geschichte fesselte mich so sehr, dass die 11 Stunden Hörzeit wie im Fluge vorbei waren. Gerne möchte man in der Welt leben, in welche man durch die Geschichte versetzt wird. Für mich ist die Geschichte eine gute Möglichkeit, etwas abzuschalten und dem Alltag zu entkommen, indem man in eine andere Welt eintaucht. Daher gebe ich dem Hörbuch 5 von 5 Sterne und bedanke mich beim @hoerverlag ganz herzlich für das kostenlose Rezensionsexemplar!

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Wie immer bei Walter Moers Bücher wurde ein sehr interessantes und besonderes Cover gewählt! Es hat etwas von einem klassischen Märchenbuch und passt hervorragend zu anderen Büchern des Autors. Ich persönlich finde es etwas dunkel und trist, aber trotzdem noch ansprechend. Toll fand ich, das beim Hörbuch ein kleines Heftchen dabei war, mit den Illustrationen, die man sonst nur im Buch sehen könnte. Als ich das Hörbuch beginne habe, habe ich nebenbei zu erst die wunderschönen Illustrationen von Lydia Rode bewundert. Die bunten Farben passen einfach perfekt zu den schillernden Träumen der Geschichte. Sie machen das Hörbuch zu einem ganz besonderen Erlebnis. Ich bin vorher noch nie in Moers Zamonien eingetaucht und war von Anfang an begeistert, wie viel Kreativität in dieser Welt steckt. Die Geschichte war voller kreativer Einfälle und einer sprachlichen Schönheit, wie ich sie sonst kaum lese. Man merkt Moers die Freude an der Sprache einfach an. Von extravaganten Beschreibungen, bis hin zu altdeutschen Worten ist alles dabei. Aber nicht nur in der Sprache ist er kreativ, sondern auch im Aufbau seiner ganzen Geschichte. Dabei muss man aber anmerken, dass sich aus diesem Grund der Anfang der Geschichte sehr hinzieht. Ich kann mir aber vorstellen, dass das für eingeschworene Moers' Fans ein wahres Vergnügen ist. Als Havarius Opal und die Prinzessin sich dann erstmal auf den Weg in ihr Gehirn machen, nimmt die Geschichte aber deutlich an Fahr auf und ein Abenteuer jagt das nächste. Super interessant fand ich, wie Moers das menschliche Gehirn beschrieben hat und während der Reise die verschiedenen Hirnregionen und deren Funktionen dargestellt hat. Auch sehr interessant war wie der Autor mit Gewissen Bildern diverse mentale Krankheiten dargestellt hat. Das macht das Buch auch für die interessant, die solche Krankheiten besser verstehen wollen, oder für Betroffene, die es anderen besser verständlich machen wollen. Jedoch hat nicht alles an dem Roman gefallen. Ja, ich habe die Lektüre von "Prinzessin Insomnia" genossen, denn ich mag einfach die Art und Weise, wie dieser Autor schreibt, aber trotzdem hat mir einfach etwas gefehlt. Zunächst hat mir bei diesem Buch ein bisschen das große Abenteuer gefehlt. Es gab zwar viele tolle Szenen, jedoch kein großes Highlight, auf das alles hinarbeitete. Außerdem habe ich zwar Moers fantastischen Umgang mit Sprache gelobt, mit der Zeit hat es mich jedoch beim Zuhören etwas gestört und ich bin des öfteren abgeschweift. Alles in allem ist "Prinzessin Insomnia und der alptraumhafte Nachtmahr" mit den schönen Illustrationen von Lydia Rode, dem einzigartigen Schreibstil und Moers' schier endlosen Kreativität ein hörenswerter Roman, den ich Fans von fantastischen Welten nur ans Herz legen kann.

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Ich möchte diese Rezension mit einem Zitat beginnen: „Ein Alptraum kommt, um anschließend wieder zu gehen. Ein Nachtmahr kommt, um für immer zu bleiben. […]Und da bin ich!“ (Opal, Kap. Septimus) Denn genauso verhält es sich mit diesem Buch. Hat man es einmal gelesen, vergisst man es nicht mehr. Ich habe zuvor noch kein Buch von Walter Moers gelesen oder gehört und konnte deshalb ganz unbefangen an die Geschichte und auch den Autor und seinen Schreibstil herangehen. Zunächst etwas zu meinem Eindruck vom Sprecher. Gelesen wird diese Geschichte von Andreas Fröhlich, den man vor allem als Stimme von Bob Andrews von den Drei ??? kennt. Ich fand seine Sprechstimme sowie sein Sprechtempo für dieses Hörbuch wirklich passend und hatte keine Schwierigkeiten seiner Stimme an sich zu folgen. Da hatte ich wegen dem Inhalt zu Beginn deutlich mehr Probleme. Denn ich war anfangs besonders von dem wortgewaltigen und sprachgewandten Schreibstils des Autors schlichtweg überwältigt. Stellenweise sogar ein wenig überfordert. Denn gerade zu Beginn gab es sehr viele Aufzählungen und Erklärungen mit außergewöhnlichen Wörtern und Wortneuschöpfungen, sodass ich mich beim Hören wirklich sehr stark konzentrieren musste. Das hat mir leider nicht so gut gefallen, da ich mich gerne beim Hörbuch hören einfach entspanne und mich berieseln lasse. Zudem empfand ich gerade die ersten Stunden als sehr langezogen, da nicht viel Handlung passiert ist. Vielleicht wäre an dieser Stelle das geschriebene Buch besser geeignet gewesen, weil man dort einfach die Seiten überfliegen könnte. Man erfährt in dem ersten Teil der Geschichte vor allem viel vom Leben der zamonischen Prinzessin Dylia. Sie nennt sich selbst Insomnia, da sie an einer seltenen unheilbaren Krankheit leidet, aufgrund derer sie oft viele Nächte hintereinander wach liegt und nicht schlafen kann. Ich fand es sehr gut, dass der Autor so auf eine wirklich existierende Krankheit aufmerksam macht. Weniger gut gefallen haben mir die zahlreichen Schilderungen von Dylias Gedankengängen sowie ihren nächtlichen Beschäftigungen. Denn trotz der vielen Zeit, die ich hörtechnisch mit Dylia verbracht habe, ist sie mir irgendwie nicht so wirklich sympathisch geworden und ich konnte keine Nähe zu ihr aufbauen. Deutlich bergauf ging die Geschichte ab dem Zeitpunkt, wo Opal, der alptraumfarbene Nachtmahr als weitere Figur in die Story eingestiegen ist und der Handlung einen ordentlichen Aufwind verpasst hat. Er nimmt Dylia mit auf eine sehr spannende und kuriose Reise in ihr eigenes Gehirn. Ich fand diese Vorstellung wirklich verrückt, fantasievoll und originell. Mein Fazit: Nach einem wirklich sehr langatmigen Anfang wurde die Geschichte für mich doch noch sehr unterhaltsam und phantasievoll. Für mich war dieses Hörbuch keine Geschichte, die man mal eben so nebenbei hören konnte. Man muss sich wirklich bewusst drauf einlassen und sich stellenweise sehr konzentrieren. Ich vergebe deshalb gute 3 von 5 möglichen (Hörbüchern)!

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Hat was

Von: Buecher Loewe

21.12.2017

Ui, ui, ui Die Stimme von Andreas Fröhlich gefällt mir sehr gut, ich denke er und die Geschichte passen schon gut zueinander. Ich habe bereits das eine oder andere Buch von Walter Moers gehört und mochte eigentlich alle sehr gerne. Ach nein, es gibt eine Ausnahme 😉 Der Fönig, das ist mir dann irgendwie zu anstrengend. Meinem Mann und meiner Freundin gefällt der König super gut, aber ich komm da nicht klar 😉 Allen gemeinsam ist die besondere Ausdrucksweise von Moers, seine Sprache ist schon irgendwie anders und schön. Prinzessin Dylia hat die seltenste Krankheit in ganz Zamonien, eine der Begleiterscheinungen ist die chronische Schlaflosigkeit. Wie schlimm Schlaflosigkeit sein kann, da kann ich auch irgendwie mitreden, hoffe doch sehr, dass ich mich nicht beim Hören angesteckt habe 😉 Wenn man sich so umschaut sind die Meinungen zu diesem Titel ja sehr unterschiedlich. Die einen sind total begeistert viele andere finden es sei kein „richtiger“ Zamonienroman. Was soll ich sagen, ich denke ich bin definitiv nicht der wirkliche Zamonienkenner um dies zu beurteilen. Mir hat das Hörbuch schon sehr gut gefallen und die Reise von Prinzessin Dylia und dem Nachtmahr Havarius Opal durch Dylias Gehirn war schon unterhaltsam :-). Auch die Wortkreationen haben mir gefallen, ich selber habe auch schon das eine oder andere seltsame Wort in meinem Sprachschatz aufgenommen, zum Leidwesen meines Mannes. Die Dialoge zwischen der Prinzessin und dem Nachtmahr waren einfach nur köstlich. Für mich war das Hörbuch schon sehr viel Kopfkino, einfach fallen lassen und lauschen. Schon interessant, was da so alles in Dylias Gehirn zu finden ist. Das Titelbild passt in meinen Augen schon zu den anderen Büchern von Walter Moers und eines ist schon schade, alle schreiben von den wunderbaren Zeichnungen im Buch. Dies entgeht uns Hörbuchfreunden leider, vielleicht könnte man ein kleines Booklets dazu legen…Auch habe ich gelesen, das es im Nachwort um die Zeichnungen und deren Entstehen eine kleine wichtige Geschichte gibt, dies entgeht dem Hörer leider auch.

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Direkt zu Anfang lernen wir Prinzessin Dylia kennen, die Prinzessin aus Zamonien. Die Thronerbin leidet unter einer seltenen Schlafkrankheit, die auch von den besten Heilern in Zamonien bisher nicht bezwungen werden konnte. Das führt dazu, dass sie tagelang nicht Schlafen kann und durch ihren Schlafentzug Halluzinationen und Traumreisen bekommt. Innerhalb dieser Traumreise begegnet sie dem Nachtmahr Havarius Opal, einem albtraumfarbenen Bösewicht, der seine Opfer in ihr eigenes Gehirn verschleppt und sie dort zum Selbstmord bringt. Während einer ihrer schlaflosen Zustände machen sich die beiden also auf dem Weg „ins dunkele Herz der Nacht„, mitten hinein in Dylias Gehirn. Hier muss sie verschiedene Aufgaben, Abenteuer und Prüfungen absolvieren, um nach Hause zurückkehren können, denn Havarius Opal’s Aufgabe ist es, sie in den Wahnsinn zu treiben. Dies macht er so geschickt und ausgetüfftelt, dass sie ihrerseits Opal reinlegen muss, um unversehrt wieder an die Oberfläche ihres Bewusstseins zu kommen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Prinzessin Dylia erzählt. Zu Beginn erfahren wir alles über Dylia und ihre Krankheit, bis uns dann Havarius Opal recht schnell in Dylias Gehirn entführt. Moers neue Geschichte platzt nur so von kreativen Germanistentum. Er kreiert hier eine völlig neue, schillernde, bunte und verrückte Welt, in der Dylia und Opal zum „dunkelen Herz der Nacht“ reisen müssen. Germanisten, Moers-Fans und Wortakkrobaten kommen hier definitiv auf ihre Kosten: So ist nicht nur Dylia ein riesen Wort-Fan, die sich immer wieder mit Wortspielen ablenkt. Es gibt viele Orte und Wesen in Dylias Gehirn, die mit Worten, Lauten und Sätzen spielen. Mir hat das Buch gut gefallen, obwohl ich sagen muss, dass es zwischendurch mal etwas langatmig gewesen ist. Gerade die lange Reise durch das Gehirn, bzw das ständige gezanke zwischen Dylia und Havarius Opal empfand ich als etwas sehr lang. An einigen Stellen verliert Moers sich im Detail. Die Welt des Denkens und Träumens ist teilweise so schillernd, dass man den Regenbogen vor lauter Farben nicht mehr sehen kann. Ich hatte auch das Gefühl, dass diese Geschichte für viele Fanatsyleser nichts ist. Einige Freunde haben das Buch relativ schnell abgebrochen, da es ihnen zu „“laut, unsinnig und grell“ war. Andreas Fröhlich liest das Buch wirklich wunderbar. Er nimmt uns mit in eine schillernde Reise und bringt durch seine Stimme noch mehr Lebendigkeit in die Geschichte. Auch das kratzige, verrückte von Havarius Opal hat mir richtig gut gefallen! So hat der Charakter noch mehr Ecken bekommen. Was mir besonders gut gefallen hat ist, dass man das Hörbuch dem Design des Hardcovers angepasst hat. Außerdem liegt dem Hörbuch noch ein Booklet bei, indem einige der Illustrationen aus dem Buch abgebildet sind. Hier sehen wir die Zergesser, die Gestgeiser, Amygdala und vieles mehr.

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Ob Tag, ob Nacht - Prinzessin Dylia findet keinen Schlaf. Sie ersinnt verschiedene Methoden, um zur Ruhe zu kommen, doch nichts hilft. Weit übers Schafe zählen hinaus gehen die Praktiken, die ihr beim Einschlafen helfen sollen. Sie ersinnt Traumfarben, die für die Träume stehen, die den Schlaf rauben, aber auch für solche, die diesen versüßen. Sie versucht ihren Geist zu beruhigen und gleichzeitig nicht schläfrig werden zu lassen. Sie beschäftigt sich mit philosophischen Gedanken, mit Musik, Kultur, Wörtern und Fragen, die sie sich schon immer stellen wollte. Nichts hilft. Doch eines nachts bekommt sie Besuch von Havarius Opal, einem Nachtmahr, der eigentlich nichts Gutes im Schilde führt. Nachtmahre sind schließlich nicht die Guten im Spiel des Lebens und so hegt er den Wunsch sie in den Wahnsinn zu treiben, wie er ihr ganz offen und ehrlich, etwas arrogant, aber sehr charmant mitteilt. Er bietet ihr eine Reise nach Amygdala an, in ihr eigenes Inneres, ihr Gehirn. Und alles kommt ganz anders, als die beiden es eigentlich geplant hatten. Walter Moers ist bekannt für seine schillernde Fantasie, die auch hier zum wieder so opulent zum Tragen kommt, wie auch schon in den Vorgängerromanen in der Fantasiewelt Zamonien, in Käpt'n Blaubär, etc. Er ist ein Meister der Worte, der Wortspiele, denkt sich in neue Wörter aus, die in Form und Klang so perfekt sind, dass man kaum glauben kann, irrealen Wortschöpfungen gegenüberzustehen. Eins ist an dieser Geschichte neu: sie beruht auf einer wahren Begebenheit. Lydia Rode, die an der Krankheit CFS leidet, eine Erkrankung, die Schlaflosigkeit mit sich bringt, hat Moers einen Brief geschrieben, in dem sie davon berichtet, dass ihr die Zamonien Romane über ihre Schlaflosigkeit hinweg helfen. Es entstand eine Korrespondenz und daraus die Idee zum neuen Roman. Lydia Rode ist die Illustratorin des Romans. Gelesen wird "Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr" von Andreas Fröhlich, der so eine weiche und feine Stimme hat, dass der Gedanke aufkommt, dass er sicher in der Lage wäre Prinzessin Insomnia so weit zu beruhigen, dass sie von ihren Gedankenspiralen herunterkommen und sich beruhigen könnte. Nicht einschläfernd, aber so schmeichelnd, dass er als Leser ausschlaggebend dafür war, dass ich mich entschieden habe, den Roman lieber zu hören, als selbst zu lesen. Moers zieht und in Prinzessin Insomnia in eine Gedankenwelt, mit der wir uns vorher vielleicht schon mal befasst haben, vielleicht aber auch nicht. Eigene Wünsche, aber auch eigene Ängste, versteckt in den tiefsten Windungen unseres Gehirns, warten auf eine Konfroontation, eine Auseinandersetzung, eine Umarmung, um vertrieben zu werden oder zur Ruhe zu kommen. Ich glaube Moers und seine fantasievollen Ausführungen, seine eigene Poesie liebt man oder hasst man. Ich liebe sie und hoffe, dass es viele andere auch tun.

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Die CD kommt in einen Schuber mit einem bunten,mehrseitigen Booklet. In dem Booklet findet man kurze Texte zu Dingen aus dem Hörbuch. Illustriert ist es diesmal nicht mit dem typischen Stil, sondern durch das Heft ziehen sich viele Aquarellbilder. Die Auqarelle stammen von Lydia Rode. Im Booklet wird auch erklärt, warum sie die Bilder gezeichnet hat und nicht Walter Moers selbst. Lydia Rode nahm per Brief Kontakt zu Walter Moers auf, und erzählte ihm, dass seine Romane ihr Ablenkung schenken von ihrer Krankheit. Durch einen regen Briefaustausch entstand die Idee, dass sie eine Kurzgeschichte illustrieren könne, aus dieser wurde dann ein immer längeres Werk, bis schließlich der aktuelle Roman dabei entstanden ist. Die Geschichte ist mehr oder weniger ein langer Monolog. Die Prinzessin beginnt damit von ihrer Schlaflosigkeit zu berichten und was sie dagegen tut, was von Forschung über Zwielichtzwerge bis hin zu Erfinden neuer Wörter geht. Sich versucht allerlei um müde zu werden, aber so recht mag ihr das nicht gelingen. Die Geschichte nimmt leider sehr sehr langsam Fahrt auf. Und immer wenn man denkt: ‚Jetzt! Jetzt geht es los‘ zieht es sich doch noch etwas hin. Im großem und ganzen finde ich die Geschichte gut, habe aber schon bessere Romane von ihm gelesen bzw gehört. Der Leser macht seine Sache gut und hat auch eine angenehme Stimme. Was sich mir aber nicht erschließt, ist die Tatsache, dass es Mann den Roman liest, obwohl das Buch aus der Sicht der Prinzessin geschrieben ist. Trotzdem kann er die Stimmung und alles sehr gut wieder geben. Besonders Spaß macht es, ihm zuzuhören, wenn er eine der komplizierten Wortneuschöpfungen vorträgt.

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Über den Sprecher: Andreas Fröhlich wurde 1965 geboren und hatte bereits mit sechs Jahren seinen ersten Hörspielauftritt. Seine wohl bekannteste Rolle ist die des Bob Andrews für die Hörspielserie "Die drei Fragezeichen". Er lebt in Berlin und arbeitet als Schauspieler, Synchron- und Hörspielsprecher, Synchronregisseur sowie Dialogbuchautor. (Quelle: Verlag) Zum Inhalt: (Klappentext) Prinzessin Dylia, die sich selbst "Prinzessin Insomnia" nennt, ist die schlafloseste Prinzessin von ganz Zamonien. Eines Nachts erhält sie Besuch von einem alptraumfarbenen Nachtmahr. Havarius Opal, wie sich der gleichsam beängstigende wie sympathische Gnom vorstellt, kündigt an, die Prinzessin in den Wahnsinn treiben zu wollen. Vorher nimmt er die Prinzessin aber noch mit auf eine abenteuerliche Reise durch die Welt des Denkens und Träumens, die für beide immer neue überraschende Wendungen bereit hält, bis sie schließlich zum dunklen Herz der Nacht gelangen. Walter Moers erzählt dieses Märchen aus der zamonischen Spätromantik voller skurriler Charaktere mit der ihm eigenen Komik: spannend un anrührend zugleich. Meine Meinung: Ich habe mich sehr auf eine neue, zamonische Geschichte gefreut. Aber irgendwie ging es nicht richtig los. Die Prinzessin denkt sich ewig und ewig neue, sinnbefreite Wörter aus. Dann ist es hin und wieder doch witzig und ich dachte, es geht jetzt richtig los. Aber dann hat es doch wieder keine Auswirkungen auf die Geschichte. Dann taucht Havarius auf und kurze Zeit war es echt spannend und ich dachte, das Abenteuer geht jetzt richtig los... aber es folgen wieder endlose Erklärungen. Positiv hervorzuheben ist hier allerdings die supertolle, angenehme Sprecherstimme von Andreas Fröhlich. Er haucht den Charakteren Leben ein und lässt endlose Dialoge nicht ganz so langatmig erscheinen. Es ist sehr angenehm zu lauschen und der Sprecher vermag dem Zuhörer die Geschichte auf seine eigene Art näher zubringen. Cover: Das Cover ist typisch zamonisch und ich erkenne hier sofort ein Buch von Walter Moers. Es sticht auf jeden Fall sofort ins Auge und macht neugierig. Fazit: Ein, wie ich finde, eher etwas untypischer Moers, der Dank des Synchronsprechers, viel Leben in seine zamonischen Charaktere bekommt.

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