Leserstimmen zu
Ein notwendiges Übel

Abir Mukherjee

Sam-Wyndham-Serie (2)

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Der Kriminalroman, Ein notwendiges Übel, punktet durch sein schönes Cover. Kenntnisreich beschreibt Abir Mukherjee Indien zur britisch besetzten Kolonialzeit 1920. Seinen Ermittler Sam Wyndham lässt er als Ich-Erzähler auftreten. Ich finde die Geschichte als Historie gut erzählt. Als Kriminalroman denke ich, einige Seiten weniger hätten dem Erzählton mehr Schwung verliehen, und dem Spannungsbogen nicht geschadet.

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Der Krimi spielt im Indien der zwanziger Jahre. Für mich eine exotische Welt, über die man auch in Sachen Politik wenig weiß. Der Autor verwendet eine Menge indischer Begriffe, die aber im Glossar gut erklärt werden. Ich fand den Roman spannend und er hat ein überraschendes Ende. Leider hatte ich den ersten Band um das Ermittlerduo Sam Wyndham und Sergand Banerjee nicht gelesen und so fehlte mir ein bisschen das Wissen um die Beziehungen der beiden zu anderen Figuren, die sowohl im ersten, als auch im zweiten Band auftauchen. Das hat das Lesevergnügen aber nur minimal beeinträchtigt. Alles in allem ein gut zu lesender Krimi.

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Ein notwendiges Übel

Von: Josef Keldenich

10.09.2018

Das Buch liest sich erst zäh, aber dann nimmt die Handlung Fahrt auf. Die Sprache ist lebendig und steckt dennoch voller Überraschungen. Leider ist das Buch als Krimi wenig überzeugend. Es erinnert leider nicht an die Berlin Krimis von Kutscher auch wenn die Zeit nahezu die gleiche ist. Wer einen Thriller dieser Art erwartet hat, wird enttäuscht sein. Mein Fazit, als Urlaubslektüre geeignet, für Krimi Fans kein Muss.

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Mir geht es so wie vielen anderen auch: zuerst sprachen mich die Aufmachung des Covers und der Titel an. Das Taschenbuch liegt gut in der Hand, das Papier ist nicht zu dünn und der Schriftsatz ist für mich angenehm. Die Story nimmt relativ schnell an Fahrt auf und ist zwar nicht so spannend, dass ich mir die Fingernägel abgekaut habe, aber interessant. Mir gefielen vor allem die Schilderungen des farbenprächtigen Indiens mit seinen Facetten. Die Kontraste zwischen prunkvoll, laut, üppig und überfüllt, schwül und beengend vermittelt der Autor glaubwürdig. Ohnehin ist das ganze Setting interessant, Stichwort britische Kolonialherrschaft. Auch dadurch entstehend interessante Kontraste zwischen unterwürfigen Bediensteten, die bei einem britischen Ermittler sofort kratzbuckeln, und indischem Adel, der diplomatisches Fingerspitzengefühl im Umgang erfordert. Weniger gut gefiel mir der Erzähl-Stil, was allerdings sicher Geschmackssache ist. Ich mag es nicht, wenn der Ich-Erzähler den Leser direkt anspricht, was in diesem Roman zwar nicht häufig, aber immerhin gelegentlich der Fall ist. Außerdem empfinde ich Sam Wyndham als ziemlich unsympathisch, was bei einem 3.-Person-Erzähler deutlicher weniger ins Gewicht fiele. Ansonsten habe ich den Eindruck gewonnen, dass man lieber nicht "Ein notwenidiges Übel" lesen sollte, ohne vorher auch "Ein angesehener Mann" gelesen zu haben. Der Fall an sich ist zwar unabhängig von der Vorgeschichte, aber es gibt viele Personen, die wieder auftauchen. Gerade das Verhältnis zwischen Wyndham und Sergeant Banerjee finde ich spannend, man erahnt beim Lesen des zweiten Bandes, dass der erste Band sich der Entwicklung dieser Beziehung ausgiebiger gewidmet hat.

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kein Pageturner

Von: Marco

28.08.2018

Die Handlung ist überschaubar und zieht sich etwas, schön sind die Beschreibungen exotischer Prachtentfaltung. Sprachlich wird ein eher moderner Ton angeschlagen, der mir bei der Vorstellung der kolonialen Welt etwas im Wege steht. Insgesamt eher reizvoll für anglophile Leser.

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Ein notwendiges Übel

Von: Renate Tandler

28.08.2018

Der Anfang ist etwas gewöhnungsbedürftig, weil man ins Indien der 20er Jahre geführt und mit zahlreichen indischen Fachausdrücken konfrontiert wird. Deshalb muss man häufig das am Ende angefügte Glossar zu Rate ziehen. Aber wenn man sich dann durch die ersten Kapitel gelesen hat, in denen man auch man vieles über die Zeit der Kolonialmächte und die indische Mentalität erfährt, baut sich nach und nach Spannung auf, so dass man das Buch schließlich nicht mehr weglegen möchte.

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