Leserstimmen zu
Ein notwendiges Übel

Abir Mukherjee

Sam-Wyndham-Serie (2)

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In Bildern erzählt

Von: Verena

10.09.2018

Abir Mukherjee versteht es, den Leser in den Bann zu ziehen. Sein Schreibstil verschmilzt mit einer bildlichen Ebene. Selten habe ich eine solchen Erzählstil erlebt, detailliert, facettenreich und strukturiert. Namen und Begriffe aus der Kolonialzeit werden in einem Glossar erklärt. Ab dem 2. Kapitel erhöht sich die Spannung, die bis zum letzten Wort gehalten wird, so dass man das Buch kaum weglegen kann. Eine Empfehlung für jeden Krimileser.

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Der Krimi spielt im Indien der zwanziger Jahre. Für mich eine exotische Welt, über die man auch in Sachen Politik wenig weiß. Der Autor verwendet eine Menge indischer Begriffe, die aber im Glossar gut erklärt werden. Ich fand den Roman spannend und er hat ein überraschendes Ende. Leider hatte ich den ersten Band um das Ermittlerduo Sam Wyndham und Sergand Banerjee nicht gelesen und so fehlte mir ein bisschen das Wissen um die Beziehungen der beiden zu anderen Figuren, die sowohl im ersten, als auch im zweiten Band auftauchen. Das hat das Lesevergnügen aber nur minimal beeinträchtigt. Alles in allem ein gut zu lesender Krimi.

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Ein notwendiges Übel

Von: Josef Keldenich

10.09.2018

Das Buch liest sich erst zäh, aber dann nimmt die Handlung Fahrt auf. Die Sprache ist lebendig und steckt dennoch voller Überraschungen. Leider ist das Buch als Krimi wenig überzeugend. Es erinnert leider nicht an die Berlin Krimis von Kutscher auch wenn die Zeit nahezu die gleiche ist. Wer einen Thriller dieser Art erwartet hat, wird enttäuscht sein. Mein Fazit, als Urlaubslektüre geeignet, für Krimi Fans kein Muss.

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Mir geht es so wie vielen anderen auch: zuerst sprachen mich die Aufmachung des Covers und der Titel an. Das Taschenbuch liegt gut in der Hand, das Papier ist nicht zu dünn und der Schriftsatz ist für mich angenehm. Die Story nimmt relativ schnell an Fahrt auf und ist zwar nicht so spannend, dass ich mir die Fingernägel abgekaut habe, aber interessant. Mir gefielen vor allem die Schilderungen des farbenprächtigen Indiens mit seinen Facetten. Die Kontraste zwischen prunkvoll, laut, üppig und überfüllt, schwül und beengend vermittelt der Autor glaubwürdig. Ohnehin ist das ganze Setting interessant, Stichwort britische Kolonialherrschaft. Auch dadurch entstehend interessante Kontraste zwischen unterwürfigen Bediensteten, die bei einem britischen Ermittler sofort kratzbuckeln, und indischem Adel, der diplomatisches Fingerspitzengefühl im Umgang erfordert. Weniger gut gefiel mir der Erzähl-Stil, was allerdings sicher Geschmackssache ist. Ich mag es nicht, wenn der Ich-Erzähler den Leser direkt anspricht, was in diesem Roman zwar nicht häufig, aber immerhin gelegentlich der Fall ist. Außerdem empfinde ich Sam Wyndham als ziemlich unsympathisch, was bei einem 3.-Person-Erzähler deutlicher weniger ins Gewicht fiele. Ansonsten habe ich den Eindruck gewonnen, dass man lieber nicht "Ein notwenidiges Übel" lesen sollte, ohne vorher auch "Ein angesehener Mann" gelesen zu haben. Der Fall an sich ist zwar unabhängig von der Vorgeschichte, aber es gibt viele Personen, die wieder auftauchen. Gerade das Verhältnis zwischen Wyndham und Sergeant Banerjee finde ich spannend, man erahnt beim Lesen des zweiten Bandes, dass der erste Band sich der Entwicklung dieser Beziehung ausgiebiger gewidmet hat.

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Nachdem ich bereits das erste Buch von Abir Mukherjee gelesen habe, war ich auf den 2. Teil rund um die Ermittlungen von Sam Wyndham und seinem Kollegen Sergeant Banerjees mehr als gespannt. Dieses Mal ist der Leser im Britisch Indien, genauer gesagt in Kalkutta, 1920, wo es nach einer Zusammenkunft mit den Fürstenhäusern zu einem Attentäter-Mord an dem Thronfolger von Sambalpur kommt. Captain Wyndham und sein Kollege übernehmen die Ermittlungen in Sambalpur, wo sie in die Tiefen der Gebräuche am Hof des Maharadschas eintauchen und niemanden trauen können. Die Ermittlungen erweisen sich als besonders schwierig, denn zum Hof des Maharadscha gehören hunderte Bedienstete, Minister und ein großer Zenana, die alle ihre eigenen Ziele verfolgen. Zudem bleibt das Motiv an dem Mord lange verborgen. Politisch? Religiös? Eifersucht? Captain Wyndham kämpft zusätzlich auch noch mit seiner Opiumsucht, die in Sambalpur nur unter schwierigen Bedingungen gestillt werden kann. Besonders gut an den Romanen gefällt mir die explizite Beschreibung des Indiens 1920, wie die Kolonialmächte auf die Einheimischen treffen und umgekehrt, wie auch die politischen Querellen, der Opium- und Diamantenhandel. Der 2. Band enthält auch ein Glossar, mit diversen Begriffserklärungen, die ich im ersten Teil vermisst habe. Da es tlw auch sehr viele Protagonisten gibt, wäre für das nächste Mal vielleicht auch ein Personenverzechnis hilfreich, insbesondere, da bei uns indische Namen nicht so geläufig sind. Alles in allem ist der Hauptcharakter sehr sympathisch, er hat Ecken und Kanten und nicht immer läuft alles glatt. Außerdem schwingt britisch-schwarzer Humor mit.

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Interessanter Roman

Von: Helge1234

07.09.2018

Die Geschichte ist spannend und nicht vorhersehbar. Ich wurde gut unterhalten, auch wenn die vielen Figuren teilweise etwas verwirrend waren.

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Der zweite Band um Sam mit seinem Kollegen Surrender-Not in Britisch-Indien während der goldenen 20er. Das Buch hat mir persönlich gut gefallen und ich habe es innerhalb von 4 Tagen 'weg-gelesen'. Besonders schön fand ich die detaillierten und liebevollen Beschreibungen des Autors. Wenn eine neue Person auftaucht, wird nicht sachlich das Äußere sondern dessen Ausstrahlung beschrieben. Auch Orte werden durch ihre Atmosphäre charakterisiert. Durch diesen sehr charmanten Schreibstil musste ich immer wieder schmunzeln. Auch die Worte sind sehr genau gewählt und angeordnet worden, wodurch die Sätze ineinander fließen. Man hat das Gefühl, dabei zu sein. Kein sachlicher Krimi, sondern eine farbenfrohe Geschichte! Wunderschön zu lesen! Der Ich-Erzähler hat mir auch sehr gut gefallen. Er ist kein Stereotyp, sondern hat viele Facetten, sowohl Stärken als auch Schwächen. Dabei lässt er viele Einblicke in das gesellschaftliche Leben zu, sodass man einen Eindruck davon bekommt, wie es in der damaligen gespaltenen Welt zuging. Der Autor hat sich bemüht die Voreingenommenheit und Intoleranz der damaligen Zeit zu erklären, weswegen man die Einstellung der indischen Bevölkerung und der weißen Sahibs vielleicht nicht verstehen, aber doch irgendwie nachvollziehen kann. Trotz der ganzen geschichtlichen Hintergrundinformationen verliert man nicht den Überblick über die Handlung, was bei einigen historischen Romanen ja schnell mal passiert. Historie und Handlung gehen Hand in Hand. Allerdings hätte ich mir für einen 'Wahrheitssuchenden' gewünscht, mehr Informationen zu erhalten. Einige Aspekte werden nicht aufgeklärt. Ich möchte nicht zu viel von der Handlung verraten, aber z.B. das Schicksal einiger Personen bleibt zum Ende offen. Es gibt viele Wendungen, welche manchmal vorhersehbar sind, manchmal aber auch überraschen. Dadurch werden nicht alle Ansätze, die im Buch vorkommen, genauer verfolgt und teilweise bleibt eine kleine Lücke offen. Auch hätte ich gerne mehr zu dem vergangenen Jahr zwischen dem ersten und zweiten Band erfahren. Ist dort überhaupt etwas passiert? Die ein, zwei Stellen, in denen etwas erwähnt wurde, hätte auch in zwei Wochen geschehen können. Auch einen Unterschied in dem Umgang miteinander von den beiden Mitbewohnern oder anderen Personen habe ich nicht bemerken können. So hätte Band zwei auch direkt an den ersten anknüpfen können. Fazit: Ein wunderbarer Schreibstil, exotische Orte, ein sympathischer Ich-Erzähler, aber ein paar Mängel in der Handlung. Wer gerne historische Romane liest und wem der Schreibstil am Herzen liegt, der sollte das Buch lesen. Wer allerdings Lücken in einem Krimi nicht ausstehen kann und immer alles ganz genau wissen will, der wird am Ende unzufrieden sein.

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Bewertung

Von: Andreas Bey

03.09.2018

Ein rundum gelungenes Buch in dem es nur auf ein paar Seiten einen leichten Spannungsabfall gibt(der sich aber innerhalb ca.10 seiten wieder legt).Sehr verständlicher und für mich spannender Schreibstil. Werde Abir Mukherjee aufjedenfall weiter in mein Leserepertoire im Auge behalten.

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