Leserstimmen zu
Midnight, Texas - Nachtschicht

Charlaine Harris

Midnight, Texas-Serie (3)

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Mit "Midnight, Texas – Nachtschicht" liefert Charlaine Harris einen nur mäßig packenden Abschluss ihrer ohnehin eher mittelprächtigen Trilogie um eine Handvoll übersinnlicher Gestalten in einem texanischen Kaff. So wirkt das Geschehen zunächst sehr behäbig, dann überfrachtet und zuletzt inspirationslos, was nicht eben die Zutaten sind, die sich zu einem stimmungsvollen Urban-Fantasy-Roman verrühren lassen, obwohl zumindest die Essgewohnheiten der Protagonisten ausgiebig diskutiert und erörtert werden.

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Auf der Kreuzung in Midnight, Texas, begehen verschiedene Personen plötzlich Selbstmord. Was anfangs wie ein mysteriöses Rätsel aussieht, entwickelt sich bald zu einem ausgeklügelten Plan, der von einer bösen Macht stammt. Die Bewohner von Midnight stellen sich dem Kampf … . Schade, schade schade … Was mit dem ersten Band äußerst vielversprechend begann und mit dem zweiten Teil zumindest eine annehmbare Fortführung der Geschichte um das Städtchen Midnight fand, endet (zumindest aus meiner Sicht) mit dem finalen Band in einem unglaublichen Desaster. Es dauerte nicht lange und war mir gar nicht mehr so sicher, ob dieses Buch von der gleichen Autorin wie „True Blood“ verfasst wurde. An vielen Stellen wirkte es vollkommen unausgegoren und uninspiriert auf mich. Es kam mir oftmals vor, als hätte eine Schülerin als Strafarbeit einen Aufsatz schreiben müssen. Charlaine Harris hat wohl eine Storyline verfasst und die dann stur und ohne jedwede Abweichung „abgearbeitet“. Manchmal musste ich sogar lächeln und fragte mich, wie so eine Manuskript an einen Verlag kommen konnte. „Nachtschicht“ wirkt leblos, ideenlos und unbeholfen. Der Plot ist dermaßen konstruiert, dass es fast schon wehtut und hätte ich nicht die ersten beiden Bände gelesen (und das durchaus auch gerne), so hätte ich den finalen Band bereits nach weniger als hundert Seiten abgebrochen. Habe ich schon während der ersten beiden Teile keinen besonderen Bezug zu den Protagonisten bekommen, so verliert Harris im vorliegenden dritten Teil vollends die Kontrolle über ihre Personen. In keinem steckt Leben, es wird alles nur oberflächlich und ohne echte Seele beschrieben, so dass einem die einzelnen Gedankengänge und Schicksale absolut nicht nahe gehen. Ich konnte hier absolut keine Beziehung zu den einzelnen Personen aufbauen. Die Dialoge und die fadenscheinigen, an den Haaren herbeigezogenen Erklärungen für die Selbstmorde empfand ich schon nach kurzer Zeit extremst nervig. Interessant war auch, dass immer irgendetwas zufällig passierte. Fast schien es, als wäre der Zufall der einzige Strohhalm, der der Autorin einfiel, um unlogische Vorgänge zumindest durch einen Zufall erklären zu können. Das Szenario der Stadt Midnight und deren Bewohner hätte durchaus Potential gehabt. Vor allem nach den ersten beiden Bänden, die mir wirklich noch gefallen und ein kurzweiliges Lesevergnüngen bereitet haben, waren meine Erwartungen wohl einfach zu hoch. Allerdings hätte ich nicht gedacht, dass das Niveau dieser Saga mit jedem Band steigen würde und nicht immer tiefer nach unten sinkt. Selbst wenn ich wollte, ich kann diesem dritten Teil nicht mehr als drei Sterne vergeben, wobei selbst das fast schon geschönt ist. Ich finde es wirklich schade, dass ich Midnight, das ich immer gerne zwischen den Buchdeckeln betreten habe, nun äußerst unzufrieden und auch enttäuscht verlassen muss. Aber die Plattheit der Charaktere hat mich bei „Nachtschicht“ nur noch aufgeregt und ich fand die meisten Entwicklungen der Story schlichtweg nur noch lächerlich. Ich bekomme leider den Eindruck nicht los, dass Charlaine Harris entweder die Ideen ausgegangen sind oder sie selbst auf ein weiteres Abenteuer in Midnight einfach keine Lust mehr hatte. Habe ich mich nach Band 2 der Reihe noch auf die Verfilmung gefreut, so kann ich nach „Genuß“ des dritten Teils nicht einmal mehr eine kleine Vorfreude verzeichnen. Wie gesagt, Potential auf eine atmosphärische Story wär da gewesen, wurde aber im vorliegenden finalen Teil durch den plumpen, fast schon amateurhaften Schreibstil und die uninspirierte Handlung zunichte gemacht. . Fazit: Unbefriedigender und sehr simpel verfasster Abschlussband der Midnight-Saga. Das Potential wurde letztendlich allumfassend verschenkt. © 2018 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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In Midnight ereignen sich eine Reihe von Selbstmorden, die darauf schließen lassen, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Gemeinschaft um die Hexe Fiji und den anderen Übernatürlichen aus Midnight nimmt sich der Sache an und sie müssen feststellen, dass eine wirklich böse Macht am Werke ist. Ich liebe diese Reihe wirklich und ich freue mich sehr, dass auch der 3. Teil übersetzt wurde. Bisher scheint die Autorin aber leider keine weiteren Bücher in dieser Reihe geschrieben zu haben, was ich sehr schade finde. Denn die Reihe hat wirklich Potential und ich würde mich freuen, wenn es noch weiter geht. Die Charaktere sind mir mittlerweile richtig ans Herz gewachsen und ich will mich noch gar nicht von ihnen verabschieden, jetzt wo man sie erst einmal richtig kennen gelernt hat. Wie gewohnt wird die Handlung abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Protagonisten erzählt. Wir erfahren dieses Mal sehr viel über die einzelnen Charaktere, was ich sehr spannend fand. Die Charakterentwicklung der einzelnen Figuren hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Die Gruppe ist mittlerweile zu einer eingeschworenen Gemeinschaft geworden und es haben sich tiefe Freundschaften gebildet und auch romantische Beziehungen haben sich gebildet. Das Zwischenmenschliche steht im Mittelpunkt, aber auch die neue Gefahr, die sich für Midnight ergibt. Fiji, Manfred, Leumel und die anderen haben es mit einem sehr gefährlichen Gegner zutun, der sie auf Trapp hält. Alles in allem ein wirklich gelungener 3. Teil, der natürlich wieder die volle Punktzahl von mir bekommt.

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