Leserstimmen zu
Löwenzahnkind

Lina Bengtsdotter

Die Charlie-Lager-Serie (1)

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€ 13,00 [D] inkl. MwSt. | € 13,40 [A] | CHF 18,90* (* empf. VK-Preis)

Inhalt: Nachdem eines Nachts die siebzehnjährige Annabelle spurlos verschwunden ist, fordert die Polizei der kleinen westschwedischen Kleinstadt Gullspång Verstärkung der Kollegen aus Stockholm an. Die Polizistin Charlie Lager ist allerdings nicht begeistert, dass sie in ihrem Heimatort Gullspång zurückkehren soll, denn nach dem frühen Tod ihrer Mutter ist sie von dort weggezogen und wollte nie mehr zurück. Die Dämonen ihrer Vergangenheit verfolgen sie bis heute und ihre Rückkehr macht es nicht einfacher… Meine Meinung: „Löwenzahnkind“ ist ein riesiger Erfolg in Schweden und ich war sehr gespannt auf das Buch. Der Schreibstil von Lina Bengtsdotter ist auch sehr flüssig und schnell zu lesen, aber die Handlung zieht sich dagegen sehr. Ganz ganz langsam entwickelt sich die Geschichte, die aus drei verschiedenen und gut aufgebauten Handlungssträngen besteht, die sich später verbinden. Auf den letzten ca. hundertfünfzig Seiten wird das Buch dann interessanter und ich war gespannt auf die Auflösung, aber als Thriller würde ich „Löwenzahnkind“ nicht bezeichnen, dafür fehlt einfach die Spannung. Auch die Charaktere haben mir nicht besonders gut gefallen, insgesamt sind alle zu problembelastet. Charlies Kollege wird ständig von seiner eifersüchtigen Frau kontrolliert, ihre Freundin ist von Mann und Kindern gestresst, Annabelles Mutter hat psychische Probleme, usw.. Aber die größten Probleme hat die Protagonistin Charlie Lager. Wie die Autorin selber schreibt: „Sie ist stark und schwach, intelligent und destruktiv zugleich“. Außerdem hat sie ein Alkohol- und Tablettenproblem und wechselt häufig ihre Partner. Auch wenn später verständlich ist, warum sie so geworden ist, wird sie mir deshalb nicht sympathischer. Von Anfang an spielen Alkohol, Tabletten, Zigaretten und Drogen in diesem Buch eine große Rolle, nicht nur bei Charlie, sondern auch bei den Jugendlichen. Das hat mir überhaupt nicht gefallen und mich auch ziemlich genervt. Fazit: Obwohl ich sehr gerne Schwedenkrimis und -thriller lese, hat mich „Löwenzahnkind“ enttäuscht.

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Das Ermittlerduo Charline `Charlie` Lager und ihr Kollege Anders werden zu einem Vermisstenfall im schwedischen Gullspang gerufen, der Ort, in dem Charlie aufgewachsen ist. Mit sehr gemischten Gefühlen fährt sie los, denn in ihrer Vergangenheit gab es so einiges, was sie bis jetzt nicht verarbeitet hat. Beide fand ich nicht sonderlich sympathisch, Charlie braucht fast ständig Alkohol oder Tabletten, Anders ist ein Weichei und steht unter der Fuchtel seiner Ehefrau. Annabelle, ein junges Mädchen, ist nach einer Party spurlos verschwunden und die Menschen im Ort sind nicht besonders kooperativ. Alle scheinen etwas zu wissen, doch keiner hilft der Polizei mit Informationen bei der Suche. Die Zeitsprünge im Buch haben mir gefallen, das lockerte das Ganze etwas auf. Zusätzlich tappt der Leser ein wenig im Dunkeln tappt, weil die Zusammenhänge noch nicht klar sind. Charlie ermittelt, findet Wichtiges heraus, doch dann holen ihre eigenen Dämonen sie am Ort ihrer Kindheit wieder ein, sodass sie etwas verpatzt und vom Fall abgezogen wird. Mir war das zu viel Privatkram und für einen Thriller zu unspannend. Ich lese ja ziemlich schnell, aber für dieses Buch habe ich 10 Tage gebraucht, weil es mich stellenweise nicht so gefesselt hat, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Ich habe erstmal gegoogelt, was ein Löwenzahnkind überhaupt ist und wer im Buch damit gemeint ist. Den Begriff kannte ich nicht. Ich schwanke zwischen 3 und 4 Sternen, habe mich für 4 entschieden, weil zum Ende hin nimmt die Story nochmal etwas Fahrt auf und entschädigt den Leser ein wenig für die langatmigen Phasen. Aber einen weiteren Fall mit Charlie Lager wird es für mich nicht geben.

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Selbstzerstörung, Intelligenz, zu viel Sex, ein Alkoholproblem - das Ermittlerkonzept aus Schweden ist bekannt. Hier ist es aber ausnahmsweise mal die Frau und nicht ein Kerl, die mit der eigenen Dämonen kämpft. Charlie Lager ist Stockholms beste Ermittlerin, aber der aktuelle Fall überfordert sie. Er führt sie in die kleine Stadt Gullspång in Westschweden, in der die Zeit stehengeblieben scheint. Ihr Geheimnis ist, dass sie selbst bis zum 14. Lebensjahr in Gullspång aufgewachsen ist. Zum Fall: Annabelle, 17, ist nach einer ausufernden Party verschwunden. Charlie soll die scheinbar überbehütet aufwachsende Jugendliche zusammen mit einem Kollegen auffinden. Dabei kommt sie ihrer eigenen Familiengeschichte näher, als es ihre eigene psychische Gesundheit verkraftet. Das Buch wird als Thriller verkauft, was sich mir allerdings nicht erschließt. Der Begriff Thriller hält mich normalerweise vom Lesen ab, weil ich es nicht zu spannend mag, und ich habe nur näher hingeschaut, weil mich das Titelbild so angesprochen hat. Für mich ist das allerdings ein Krimi. Löwenzahnkind fand ich spannend, mir ist aber zu keiner Sekunde das Herz beim Lesen gefühlt stehen geblieben. Ich hätte das Buch alleine zu Hause im Dunkeln lesen können. Es sind keine Bilder in meinem Kopf entstanden, die schwer zu vertreiben gewesen wären. Wobei Spannung nicht von Blut abhängt, aber tatsächlich ist die Story unblutig. Die Spannung entsteht durch die Vernetzungen der Geschichten von früher und heute. Ich habe das Buch in neunzigseitigen Schüben in zwei Tagen verschlungen. Es ist der beste Krimi, den ich seit langem gelesen habe. Zum Titel: Ein Löwenzahnkind ist ein Kind, das es allen Widrigkeiten zum Trotz zu etwas gebracht hat (Seite 29). Was auch immer zu etwas gebracht hat heißen soll … und ob das nun auf Charlie zutrifft oder nicht, finde am besten selbst heraus. Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Penguin Verlag aus der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt. Es ist der beste Krimi, den ich seit langem gelesen habe. Am liebsten würde ich sofort Band 2 lesen. Leider ist Band 1 gerade erst erschienen und ich habe keine Ahnung, wie lange ich auf Band 2 zu warten habe.

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Sehr langatmig

Von: U. Pflanz

24.06.2019

Ich bin etwas enttäuscht muss ich sagen. Das Buch hat gleich mal richtig spannend angefangen und mich sofort gepackt. Es ging sofort zur Sache und man war direkt im Geschehen. Die Geschichte hätte wirklich toll werden können. Jetzt kommt das leider. Der Spannungsbogen lies sehr nach und es drehte sich fast nur um Charlie Lager. Was ja nicht schlecht ist, aber nicht in diesem Ausmaße. Es wurde wirklich immer langatmiger und mir verging die Lust am lesen. Was ich wirklich schade finde, denn die Geschichte selbst ist wirklich nicht schlecht. Es ist auf jeden Fall ausbaufähig. Von mir gibt es daher 3⭐️⭐️⭐️

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Gelungen

Von: Kathj

22.06.2019

Für mich zwar eher kein Thriller, sondern ein Familiendrama aber es hat mir dennoch sehr gut gefallen. Die Autorin beschreibt Orte und Personen auf ihre ganz eigene Art und Weise. Das Buch hat sich sehr gut lesen lassen.

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Inhalt: In dem kleinen verschlafenen Nest Gullspang in Westschweden, verschwindet die siebzehnjährige Annabelle nach einer Party spurlos. Um die örtliche Polizei bei der Suche zu unterstützen reisen die Kommissarin Charlie Lager und ihr Kollege Anders an. Was niemand weiß, Charlie ist in Gullspang aufgewachsen und sie hat keine guten Erinnerungen an ihre Kindheit. Meine Meinung: Das Debüt der, laut ihrer Vita in Gullspang aufgewachsenen Autorin Lina Bengstdotter ist durchaus lesenswert, ich mag ihren Schreibstil, die Art wie sie die Protagonisten und die Orte beschreibt, hat einen ganz eigenen Reiz. Die Autorin erzählt in gemächlichem Tempo, von Anabelle dem rebellischen Teenager, die darunter leidet das ihre Mutter sie am liebsten in Watte packen würde, von zwei Mädchen, Rosa und Alice, die irgendwann in der Vergangenheit eine unerwünschte Freundschaft schlossen und natürlich von Charlie, deren Mutter Betty in ihrem Haus ausschweifende Party feierte. Vom Verfall des Ortes, der Abhängigkeit der Bevölkerung von der Holzfabrik, dem langweiligen Leben der Jugendlichen, die in einem verlassenen Laden Partys feiern, bei denen niemand nüchtern bleibt. Dazu kommen noch die Probleme Charlies, sie trinkt, sie hat ihr Privatleben nicht wirklich im Griff und schreckt auch vor einer Affäre mit einem verheirateten Kollegen nicht zurück. Das alles zeichnet ein düsteres Bild, das das verschwinden Annabelles fast in den Hintergrund rücken lässt, zumal die Ermittlungen auch nicht wirklich voran kommen, erst als Charlie vom Dienst suspendiert wird und sie für kurze Zeit in dem Haus ihrer verstorbenen Mutter unterkommt, stößt sie auf weitere Hinweise, die nicht unbedingt dazu führen Annabelle zu finden aber die Licht in die Vergangenheit bringen. Mit ein paar Tagen Abstand zum Buch, komme ich mehr und mehr zu der Erkenntnis: Annabelles Verschwinden, dieser Fall, dient nur dazu um Charlie und ihr Leben vorzustellen, und das ist auch wirklich gelungen, ich bin gespannt, welche Fälle Charlie noch erwarten.

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Gelungenes Romamdebüt

Von: ALKO

18.06.2019

Der erste Roman einer hoffentlich weiterhin so guten Reihe mit einer eigenwilligen schwedischen Komissarin. Die Geschichte wird aus verschiedenenPerspektiven erzählt, was die Charaktere des Buches lebendig werden lässt. Der angenehme Schreibstil und die kurzen Kapitel machen das Buch zu einem echten Genuss. Bis zum Schluss scheint das Verschwinden der 17-jährigen Annabelle undurchsichtig und wird plotzlich auf unerwartete Weise aufgelöst. Absolut lesenswert!

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Löwenzahnkind, ein klischeehaft anmutender schwedischer Thriller. Ein hoffnungsvolles Talent, welches aus der Großstadt Stockholm in seine Vergangenheit katapultiert wird, indem es aufgrund eines Falles in seinen Heimatort geschickt wird. Auch wenn das Buch anfangs den typischen schwedischen Büchern ähnelte, hebt sie sich deutlich ab. Der Plot: Eine ambitionierte Kommissarin wird mit den Geistern der Vergangenheit konfrontiert, in dem sie in Ihrem Heimatort einen Fall übernimmt. Ein junges Mädchen ist verschwunden und die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, um sie entgegen aller Bedenken lebend zu finden. Der Anfang des Buches liest sich etwas schwer und die persönlichen Probleme der einzelnen Personen beeinflussen stets Ihre Handlungen. Doch gerade dies und der wunderbar flüssig zu lesende Schreibstil der Autorin machen es mit der Zeit einfach, der Geschichte zu folgen. Dieses Buch zeigt einem, dass niemand perfekt ist und jeder auf die eine oder andere Art mit seinen Problemen fertig werden muss, da niemand perfekt ist. Die Geschichte ist kurzweilig und doch düster und spannend. Trotzdem würde ich es nicht dem anspruchsvollen Leser empfehlen, da die Probleme der Protagonisten und ihr Umgang damit doch nur geschildert werden. Das Buch hat letztendlich ein sehr eindrucksvolles Ende, welches dem Leser zeigt, dass nicht so ist wie es scheint. Dieses Buch ist perfekt für den Urlaub oder schöne Abende, an denen man einfach nur schmökern möchte.

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