Leserstimmen zu
Der europäische Frühling

Kaspar Colling Nielsen

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Verstörend aber trotzdem mitreißend

Von: Janina

26.03.2020

Ich weiß nicht so ganz, was ich über dieses Buch denken soll. Es ist eine Mischung aus Sci-Fiction, Satire, Erotik, Utopie und Dytopie. Ein roter Faden fehlt eigentlich völlig, eine wirkliche Bindung zu den Personen habe ich nicht aufgebaut. Und trotzdem habe ich das Buch förmlich verschlungen. Es ist sehr poltisch und spricht aktuelle Themen wie die Flühtlingsproblematik, der wachsende Rechtsdruck, die immer schneller werdene Digitalisierung und Nachhaltigkeit an. Das Buch trifft einen sehr wahren Kern und regt zum Nachdenken an. Alles in einem wurde es mir aber manchmal ein bisschen too much und ich wusste nicht immer, was Nielsen mir mit dem einen oder anderen Handlungsstrang sagen wollte. Wer sich aber nach einer Lektüre der ganz anderen Art sehnt, sollte dem "Europäischen Frühling" auf jeden Fall eine Chance geben.

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Fesselnde Zukunftsvision

Von: Sophie P.

23.01.2020

Ich habe das Buch „Der europäische Frühling von Kaspar Colling Nielsen“ als kostenloses Leseexemplar im Rahmen einer Testleseraktion bekommen. Ich erwartete ein Buch über die politische und wirtschaftliche Zukunft Europas. Diese Erwartungen wurden auf etwas andere Weise und nur am Rande erfüllt. Der Autor erzählt seine Zukunftsversion in verschiedenen Erzählsträngen die sich immer wieder im Laufe der Geschichte treffen. Die Geschichten fesseln und haben mich nicht mehr losgelassen. Das Buch ist erzählerisch und sprachlich sehr gut.

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Ungewöhnliches Buch

Von: charly p.

22.01.2020

Ich habe das Buch „Der europäische Frühling von Kaspar Colling Nielsen“ als kostenloses Leseexemplar bekommen. Erwartet hatte ich ein Buch über die politische und wirtschaftliche Zukunft Europas. Diese Erwartung wurde nur am Rande erfüllt. Die Geschichte wird in mehreren Erzählsträngen aufgebaut und sprachlich sehr gut umgesetzt. Inhaltlich konnte ich mich an den Geschichten nur selten begeistern. Die agierenden Charaktere, ihre Lebensweisen, Probleme und Geschichten haben mich nicht gefesselt.

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Regt zum Nachdenken an

Von: Player90

20.01.2020

Dies ist ein sehr interessanter Roman, der sich mit aktuellen Problemen (Terror, Flüchtlinge) und mit zukünftigen Visionen (künstliche Intelligenz) auseinander setzt. Im weitesten Sinne wird die Schere zwischen Arm und Reich thematisiert. Der Roman regt auf jeden Fall zum nachdenken an. Es ist nicht einfach ein Roman, den man mal nebenbei liest, man muss auch mitdenken / nachdenken. Es ist nicht unbedingt so, dass man erfahren will, wie derRoman endet aber die Umsetzung der Thematik ist dem Autor sehr gut gelungen Das Buch an sich ist sehr gut. Der Schreibstil des Autoren ist flüssig. Ich muss ehrlich sagen, ich hatte mir nach dem Klappentext etwas anderes von dem Buch erhofft, trotzdem wurde ich von dem Roman an sich nicht enttäuscht.

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Zum Nachdenken

Von: Collaine

11.01.2020

Eine mögliche, sarkastische Darstellung von Europa, am Beispiel von Kopenhagen, Däne-mark. Das Leben in den Großstädten wirkt depressiv. Aber anhand von Stigs Geschichte weiß ich nicht, ob das früher in der Punkszene nun besser war als heute. Heute verdient er eher zufällig sein Geld als Galerist. Jeder scheint auf den anderen mit Herablassung zu blicken. Stigs Frau Elisabeth ist Forscherin und dadurch ziehen sie nach Lolland. Die Insel auf der alles Nachhaltig ist, keine Industrie in der heute bekannten Form und man muss eine hohe Summe als Eintritt zahlen. Arbeiten werden von Drohnen erledigt, Probleme mit Immigranten werden nach Mosam-bique ausgelagert und an Tieren wird mit menschlicher Intelligenz experimentiert. Mir war nicht einer der dargestellten Charaktere sympathisch. Viele Dinge wurden, höchstwahrscheinlich bewusst und absichtlich, überspitzt und klischeehaft dargestellt. Manche Personen, manche Handlungen fand ich nur daneben. Elisabeth wirkt, soweit sie in Erscheinung tritt, noch am vernünftigsten. Die gemeinsame Tochter ist sehr neben sich und andere Dinge, wie ein menschlich intelligenter Hund, der sich eine Zigarette ansteckt (wie auch immer) fand ich reichlich überspitzt. Der Roman zeigt unsere Gesellschaft, oder wohin sie steuert in bisher noch überspitzter Form. Das Buch regt zum Nachdenken an, ist gut geschrieben, aber es konnte mich nicht packen, es blieb irgendwie an der Oberfläche.

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Hier heißt es: Sex doesn´t sell

Von: Gudrun

23.09.2019

Der Europäische Frühling von Kaspar Colling Nielsen zeichnet das Bild einer erschreckenden Welt, der man nur mit viel Geld entfliehen kann. Denn wer Geld hat, der kann sich auf der Insel Lolland einkaufen, der Insel auf der das Leben vermeintlich perfekt ist und Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und Menschlichkeit das Leben bestimmen. Die Idee für diesen Roman klingt gut, der Klappentext liest sich sogar noch besser, aber das Buch selber hat leider die dadurch aufkommenden hohen Erwartungen nicht erfüllt. Zu Beginn wird der Plot realitätsnah und auch nachvollziehbar vom Autor aufgebaut. Herrschende Vorurteile, wie wir sie auch kennen, werden gekonnte, wenn auch sehr überspitzt, in die Geschichte eingearbeitet. Es scheint eine gut durchdachte und interessante Geschichte zu werden. Und dann kommt ein Bruch. Erschreckend ordinäre und provokante Sexszenen werden beschrieben und der Gipfel des Schlechten Geschmacks wird erreicht, als eine behinderte junge Frau das Objekt der Begierde des pädophilen Künstlers Christian wird. Was dieser Nebengeschichte mit der tatsächlichen Geschichte zu tun hat ist mir schleierhaft geblieben und bei mir hat sich Unwille und Frustration über den Verlauf der Geschichte breit gemacht. Aber auch die eigentliche Geschichte selbst scheint mit zusammenhanglos zu sein, zu viele Erzählstränge, die für mich kein richtiges Ende haben, teilweise nicht gut genug ausgearbeitet sind und auch nicht richtig zusammenkommen. Schade, denn ich hatte mir viel von dem Buch erhofft. Auch wenn die Idee des Buches durchaus ansprechend und gut ist und der Schreibstil auch flüssig und gut zu lesen ist, hat es im Ganzen für mich die Grenzen des guten Geschmacks deutlich überschritten und darum kann ich es auch nicht weiter empfehlen.

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Dystopie oder Utopie?

Von: forti

27.07.2019

"Der europäische Frühling" startete für mich beschwerlich. Die ausufernden Rückblicke, ohne dass sich absehen ließ, worauf das alles hinaus läuft. Die Altmännerphantasiewelt von Christian. Die seltsamen Blicke in die Zukunft. Aber keine Angst: nach und nach nimmt das alles Form an, die Zusammenhänge werden klar und Emma bildet endlich einen Gegenpart zur Weltsicht der Elterngeneration. Mit den gegensätzlichen Kolonien Lolland und Frederiksstad, gesellschaftlichen Konflikten und der Entwicklung intelligenter technischer Systeme wird eine Zukunftsvision gezeichnet, die durchaus möglich scheint, Anlehnungen an unsere Realität hat und die dabei auch ziemlich zynisch ist. Das ganze wird aus der Perspektive einer privilegierten weißen Oberschicht beschrieben, die sich abgrenzt und wenig bis keine Verantwortung für die gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen übernimmt - ob man sich als Leser davon nun persönlich angesprochen fühlt (oder genau das Gegenteil) hängt wohl von einem selbst ab. "Der europäische Frühling" ist für mich keine übliche Dystopie - die positiven (zumindest für den Teil der Bevölkerung, die hier im Mittelpunkt steht), utopischen Elemente nehmen dafür zu viel Raum ein. Nicht alle Erzählstränge werden zu Ende erzählt und die Geschichte um die künstliche Intelligenz fand ich nicht ganz überzeugend, teilweise fast schon slapstickartig. Allerdings ist das mal etwas neues - so eine Zukunftsvision habe ich noch nie gelesen. Insgesamt betrachtet hat Kaspar Colling Nielsen ein Buch geschrieben, das eine bitterböse Zukunftsvision zeichnet, das überaus kontroverse Charaktere hat und das zum Nachdenken anregt.

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interessantes Buch

Von: cobo123

18.07.2019

Das Buch lässt mich ein wenig ratlos zurück: Die Themen „Flüchtlingskrise“ und „Wie wollen wir in Zukunft leben“ sind interessant aber auch zwiespältig gelöst; andererseits finde ich die Beschreibung des Verhältnisses eines Künstlers zu einem geistig behinderten Mädchen ziemlich verstörend. Das Buch ist fesselnd geschrieben, ich bin bis zum Schluss gespannt dran geblieben.

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