Leserstimmen zu
Die Saphirtür

Stefanie Lasthaus

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Rezension

Von: buecher_celina

10.11.2018

Ein sehr spannendes Buch. Allerdings war es an einigen Stellen ein wenig anstrengend zu lesen.

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KURZBESCHREIBUNG Isla ist eine junge Frau, die bei den Austins im Jahre 1957 eine Stelle als Lehrerin antritt. In dem Haus der Austins unterrichtet sie nicht nur die kleine Ruby, sondern lebt dort auch wie die übrigen Angestellten. Schnell bemerkt sie, dass mit Ruby irgendetwas nicht stimmt. Das Mädchen ist blass und behauptet, nicht mehr träumen zu können. Isla will dem nachgehen und fängt schnell an, die kuriosesten Dinge zu träumen, die sich mehr als real anfühlen. Dabei stößt sie auf eine Tür, die in eine magische Welt führt … MEINUNG Alles in allem konnte mich Die Saphirtür positiv überraschen. Einige befreundete Blogger erzählten mir im Vorwege, dass ihnen der Schreibstil der Autorin nicht zusagt und ihnen ihr anderes Werk – Das Frostmädchen – überhaupt nicht zugesagte. Sie würden dem neuen Roman der Autorin sehr skeptisch gegenüberstehen. Ich möchte mich ungern von solchen Meinungen beeinflussen lassen, aber wenn sie mir öfter zu Ohren kommen, habe ich sie beim Lesen leider dennoch im Hinterkopf. Umso glücklicher war ich, dass Die Saphirtür nicht das war, was ich im Vorwege gehört habe. Ich finde den Roman schön und kann mir sogar vorstellen, ihn ein weiteres Mal zu lesen. Besonders zu so kuscheligen Herbsttagen wie den jetzigen. SYMPATHISCHE FIGUREN Das Figurenspektrum hält sich in diesem Roman in Grenzen. Isla hat als Protagonistin den meisten Anteil der Geschichte, aber auch über Ruby kann der Leser viel lernen. Zunächst einmal zu Isla, die mich mit ihrer ruhigen und klugen Art sofort begeisterte. Isla hat eine durchdachte, stille und dennoch selbstbewusste Art – ihr Charakter spricht mich einfach an. Sie kümmert sich mit großer Sorgfalt um Ruby und geht sehr bedacht mit ihr um. Ruby selbst schloss ich auch rasch ins Herz. Sie ist sechs Jahre alt und verhält sich besonders für ein Kind dieses Alters. Gerade zu Beginn des Romans war sie sehr ängstlich, aber sie blüht von Seite zu Seite mehr auf. Die Nebenfiguren, seien das Rubys Eltern, Hannah oder Jeremy, sind in meinen Augen alle gelungen, da sie so unterschiedlich und wenig klischeebelastet sind. Zudem konnten sie etwas in mir auslösen – besonders Rubys Eltern! Die sind nämlich ganz schön beängstigend und ziemlich autoritär, was ich etwas befremdlich fand. Gerade an den Charakteren der Eltern sieht man, dass das Buch in den 50er Jahren spielt und eine ganz andere Art des Denkens gegenwärtig ist. Hannah gefiel mir neben Isla am besten. Sie hat eine herrische, freche Art an sich und ist fast wie ein kleiner Rebell in dem gesitteten Haus der Austins. DIE MITTELSTARKE HANDLUNG Die größte Schwäche an dem Roman ist in meinen Augen die Handlung und leider kann ich euch nicht genau sagen, woran das explizit liegt. Ich finde, Die Saphirtür beginnt sehr stark – einerseits ist man direkt im Geschehen, andererseits gibt Stefanie Lasthaus dem Leser genügend Zeit, um ihn langsam in die Handlung zu ziehen. Der Leser erfährt, was den Alltag von Ruby und Isla definiert, wie Isla denkt und was sie als Person bewegt. Außerdem gibt es viele spannende Momente, die Nervenkitzel gleichkommen – besonders die Dinge, die Isla nachts erlebt – und einen interessanten Handlungsverlauf mit immer neuen Abenteuern und Geheimnissen. Dennoch war es die Handlung, die mich etwas an dem Buch kauen ließ. Sie ist nicht schlecht, ganz und gar nicht, aber sie hat mich nicht immer gepackt. Die Saphirtür gehört zu den Büchern, die ich leicht aus den Händen legen konnte. Vielleicht liegt das daran, dass die Kapitel auf eine angenehme Art enden und ich nach dem Beenden eines Kapitels oft dachte: »Mhm, das klingt gut, jetzt trinke ich aber erstmal eine Tasse Tee.« Wisst ihr, was ich meine? Ich wollte zwar schon wissen, wie die Geschichte weitergeht, aber hatte nicht das Bedürfnis, es sofort herauszufinden. Wenn es mal Cliffhanger gibt, waren sie nicht allzu fies. Es gibt jedoch auch einen Punkt in der Handlung, den ich großartig finde und zu dem ich immer mehr wissen wollte … TRÄUME Das Thema der Träume spielt in Die Saphirtür eine große Rolle, was ich klasse finde, da ich Träume als ein spannendes Thema empfinde. Nicht nur in Romanen, sondern generell. Welche Schlafphasen gibt es? Wann träumt man, während man schläft? Was hat es mit luzidem Träumen oder Hypnose auf sich? Alle diese Aspekte und mehr hat die Autorin geschickt in die Geschichte gewebt und ich habe während des Lesens sogar viel dazu gelesen. Demnach kann ich dieses Buch allein schon wegen der Träume all jenen empfehlen, die sich auch für dieses Thema interessieren. EIN INTERESSANTER SCHREIBSTIL Ja, das ist er wirklich. Den Schreibstil der Autorin muss man mögen und ich bin froh, dass ich es tue. Ich finde, er ist sehr verträumt und ein wenig verschachtelt, aber das gefällt mir. So passt er nämlich gut zu der verträumten Handlung der Geschichte. Ich bin in der Regel kein Fan davon, wenn zu viele Gedankengänge in Romanen auftauchen. Mir gefallen spannende Dialoge einfach besser. Islas Gedankengänge in Die Saphirtür waren da allerdings anders. Ich empfand sie als sehr interessant zu verfolgen und hatte auch das Gefühl, dass man ihr Handeln so viel besser verstehen kann. Letzten Endes wird es wohl Geschmacksache bleiben, da ich mir gut vorstellen kann, dass viele Leser den Schreibstil zu langatmig und ausschweifend finden. Fazit: Eine großartig verfasste Geschichte, die sich mit spannenden Themen auseinandersetzt, mich allerdings nicht immer zu packen wusste.

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Meine Meinung zum Fantasiebuch: Die Saphirtür Aufmerksamkeit: Diesen Punkt findet ihr auf meinem Blog. Inhalt in meinen Worten: Isla nahm eine Stelle als Privatlehrerin an. Das Kind, das sie unterrichten darf, ist aber komisch, denn es träumt nicht. Es wird immer schwächer und irgendwie fehlt Leben in diesem Kind. Eigentlich will Isla keine Nähe aufbauen, denn sie muss professionell sein, doch geht das überhaupt, wenn sich auf einmal eine Tür öffnet, die in eine andere Parallele führt, als die, die man kennt? So trifft Isla auf einen fremden schönen Mann, der sie warnt, nicht weiter zu gehen, doch Isla ist, wie sie ist, und somit folgt das eine auf das andere. Wird sie dieses Abenteuer heil überstehen? Wie ich das Gelesene empfinde: Das Buch war auf den ersten zweihundert Seiten eine Einführung in die Welt, in der ich mich bewege. Isla versucht ihre Anvertrauten zu stützen und kommt damit selbst in arge Bedrängnis, so dass sie auch zu einem seltsamen Arzt fährt, der etwas wirklich Böses im Sinn hat. Somit ist klar, dass Isla in wirkliche Gefahr gerät, weswegen dann auch die letzten dreihundert Seiten eine irre Menge passiert, und genau diese Menge bringt das Buch richtig in Fahrt. Geschichte: Ich finde, das Buch spielt um 1957, ich kann keine Zeit nennen , wo das Buch spielt. Ich hatte nicht das Gefühl, im Jahr zu sein, wo das Buch spielen soll, weil viele Sachen waren erst viel später wirklich greifbar. Doch dafür nahm die Autorin sich ganz viel Zeit, um die Ortschaften und die Orte, wo das Buch spielt, herrlich auszustatten. Deswegen haltet euch nicht an der Zeit fest, sondern versucht mit Isla durch die Geschichte zu gehen, die alles andere als eine Wattewelt ist, denn dazu passiert zu viel und zu intensives. Toll finde ich, dass wirklich Träume einfach mal im Fokus stehen, denn wie selten findet man solche Traumwelten, wie es in diesem Buch der Fall ist. So finde ich die Ausstattung und Ideen der Träume irre rasant und toll, sowie auch ein bisschen faszinierend, wie viel Fantasie man doch im Träumen finden kann. Spannung: Die ersten zweihundert Seiten zogen sich irgendwann in die Länge, weil nicht so viel passiert ist, sondern einfach nur daraufhin gearbeitet wurde, bis es endlich zu Spannung kam, dann wurde es aber rasant und es erschlugen sich gerade am Ende die Ereignisse. Irgendwie blieb mir aber noch etwas offen, und ich hoffe doch sehr, dass es bald Aufklärung gibt, wie es weitergehen wird. Charaktere: Mein liebster Charakter war Hannah. Sie war die knurrigste von allen und hatte doch so eine mega liebe Ausstrahlung, weswegen ich gerade ihre Ruppigkeit lieben lernte. Dicht gefolgt von Isla, die man gerne im Leben hätte. Die keine Angst hat, was zu wagen ist und doch fantasievoll genug ist, um sich gewissen Herrschaften in den Weg zu stellen. Somit einfach und doch genial dargestellt. Themen im Buch: Einerseits geht es um Hypnose im Buch, und was diese ausrichten könnte, zum anderen geht es um Träume und was Träume bewerkstelligen könnten. Wenn man sich bewusst an die Träume erinnert, kann man mit diesen auch arbeiten und feststellen, wo man gerade selbst steht, das finde ich interessant und toll, dass die Autorin das auch anspricht. Empfehlung: Wenn ihr auf Fantasiegeschichten voller Herz steht, dann kann ich nur sagen, lernt Isla und ihre Mitspieler kennen. Mögt ihr eine reine Liebesgeschichte seid gewarnt. Letztlich kann ich euch sagen, das sich die ersten 200 Seiten etwas ziehen, dann aber wirklich Fahrt aufgenommen wird und ich doch recht schnell am Ende angekommen bin und auch überrascht war, was da so alles auf mich gewartet hatte und warum es zu diesem Titel gekommen war. Bewertung: Wie gesagt, die Spannung hat sich für mich erst auf den letzten 300 Seiten richtig eingestellt und selbst da blieb mir noch vieles offen und ich dachte mir, wie jetzt … . Deswegen gibt es auch nur vier Sterne und ich hoffe sehr, das es ganz bald den nächsten Teil der Serie geben wird, zumindest hoffe ich, dass es eine Serie wird.

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Die Saphiertür von Stefanie Lasthaus handelt in den 1950er Jahren in England. Isla ist als Hauslehrerin bei den Austins angestellt, einer reichen und verschwiegenen Familie. Deren junge Tochter Ruby ist ein sehr stilles Kind. Als Isla bemerkt, dass es ihr immer schlechter geht, entscheidet sie sich, gegen des Willens der Austins zu handeln um der kleinen Ruby zu helfen. Das Buch von Stefanie Lasthaus verspricht eine spannende Geschichte, die einen in die magische Welt der Träume entführt. Es wird mit viel Liebe zum Detail von der magischen Welt erzählt. Sie hält auch zu großen Teilen was sie verspricht. Der einzige Makel ist der Aufbau und der Spannungsfaden der Geschichte. Das Aufbauen der Geschichte ist sehr gelungen, er ist spannend gestaltet, weil man eben so wenig wie Isla weiß, was in dem Haus der Austins vorgeht. Meiner Meinung nach braucht die Geschichte zu lange, bis die Haupthandlung beginnt. Ab dem Zeitpunkt verfliegt der Rest des Buches jedoch regelrecht und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Alles in allem kann ich das Buch zum Kauf für diejenigen empfehlen, die Lust auf eine leichte Lektüre haben und dennoch in eine spannende und magische Welt der Träume entführt werden möchten.

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Spannend bis zur letzten Seite

Von: Bücherkaktus

11.09.2018

"Die Saphirtür" hat mir ausgesprochen gut gefallen. Anfangs war ich überrascht, dass es fast etwas gruselig war, da ich nach dem Klappentext in der Form nicht damit gerechnet habe. Allerdings war das Buch durchweg spannend! Die Traumthematik war mal etwas ganz anderes und deshalb zum Reindenken und Mitfiebern wirklich geeignet. Für meinen Geschmack hätte der Mittelteil etwas kürzer gefasst werden können, allerdings wurde somit auch das Geheimnis um die Träume möglichst lange aufrecht erhalten, was es wiederum spannend gemacht hat. Leider hat sich das gesamte Buch dadurch aber auch etwas gezogen. Die Charaktere des Buches fand ich wundervoll! Von der kleinen Ruby über Isla und das Hausmädchen Hannah habe ich alle in mein Herz geschlossen und habe so immer gerne weitergelesen, um wieder in ihre Welt einzutauchen. Nach der Ankündigung im Klappentext hat mir ein bisschen die Stimmung Englands in den 50er Jahren gefehlt. Man hätte die Geschichte mit ein paar kleinen Abänderungen problemlos in die heutige Zeit übertragen können, was ich etwas schade fand. So ist viel potentieller Charme verloren gegangen. Insgesamt ein tolles Buch mit einer neuen, faszinierenden Thematik, das mit seinen sympathischen Charakteren und einer ganzen Menge Spannung überzeugt.

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Die Saphirtür

Von: Svanvithe

11.09.2018

England, 1957: Isla Hall, eine hübsche junge Frau ist bei dem reichen Ehepaar Alan und Victoria Austin auf dem exklusiven Landsitz Silverton House als Lehrerin für deren sechsjährige Tochter Ruby eingestellt. Schnell schließt sie das kleine Mädchen ins Herz und entdeckt, dass dieses sorgenfreie Leben für Ruby aus Regeln und Vorschriften besteht, denen sie ohne nennenswerten Widerspruch folgt, und welches mit Mauern aufwartet, die sie nicht zu durchbrechen versucht. Aber das ist nicht das eigentliche Problem. Vielmehr ist Ruby in sich gekehrt und will nicht schlafen. Ihre Träume sind verschwunden, und Isla ist die einzige, der sie sich anvertraut, zumal das Interesse der Eltern, die mit Strenge agieren, auf ein Mindestmaß reduziert scheint. Nachdem Isla ihren Schützling beim Schlafen beobachtet hat, bestätigt sich deren Behauptung: Das Mädchen ist von geisterhafter Blässe und liegt wie leblos in ihrem Bett. Hingegen sind Islas eigene Träume intensiv und verstörend, seit sie auf Silverton House lebt. Dazu kommen weitere rätselhafte und merkwürdige Ereignisse. In Rubys Zimmer taucht plötzlich eine in sanftem Blau schimmernde Tür auf, mit unzähligen Funken auf der Oberfläche, die an Saphire erinnern. Sie entpuppt sich als Zugang zu einer anderen Welt. Es ist eine magische Welt, in der Islas Träume real werden. Als Isla bei Victoria Austin hinsichtlich der fehlenden Träume und der zu denken gebenden Entwicklung von Ruby auf taube Ohren stößt, versucht sie auf eigene Faust, das Geheimnis zu entschlüsseln, um Ruby zu helfen und um ihrem eigenen Seelenfrieden Genüge zu tun… Mit ihrem Roman „Die Saphirtür“ führt Stefanie Lasthaus in das Jahr 1957, vermittelt ein anschauliches und reelles Bild dieser Zeit und verleiht dadurch der Handlung eine interessante Note. Denn ihre Protagonistin Isla, die mit mysteriösen Ereignissen konfrontiert wird, kann nicht mal eben im Internet nachlesen. Sondern sie muss in Büchern nachschlagen und auf die Hilfe ihres besten Freundes Andrew, eines Medizinstudenten, zurückgreifen, um sich das Geschehen erklären zu können. So erhält mit ihr auch der Leser einen Exkurs in das komplexe Thema Hypnose, Träume und Traummanifeste, muss hier jedoch konzentriert bei der Sache bleiben, um zumindest grundlegende Zusammenhänge zu begreifen. Stefanie Lasthaus gelingt es, eine gespenstisch-unheimliche und teilweise bedrohliche Atmosphäre zu kreieren, die einen das eine oder andere Mal frösteln lässt. In der Düsternis der Traumwelt ist gut nachzuvollziehen, dass Isla sich beobachtet fühlt. Für sie ist das, was sie erlebt, zunächst nur ein Traum, und mit ihr tappt der Leser im Dunkeln, das sich im Verlauf lichtet... Zum Gelingen der Geschichte tragen auch die hinsichtlich ihrer Bedeutung und Position unterschiedlich ausgestatteten Charaktere bei. Unbestreitbar steht Isla im Mittelpunkt. Und während es einigen Figuren – wie dem Ehepaar Austin – an Emotionen mangelt, hat Stefanie Lasthaus ihrer Heldin Isla eine Menge Gefühl verpasst. Isla ist zunächst eher zurückhaltend und folgsam, sie beugt sich dem Druck der Austins. Allerdings nimmt sie von Anfang an ihre Fürsorgepflicht gegenüber Ruby sehr ernst. Mit der Zeit fällt es ihr immer schwerer, Abstand zu dem aufgeweckten und bezaubernden Mädchen zu wahren. Bedauerlicherweise mangelt es in Silverton Hall in hohem Maße an Zuneigung, vielmehr stehen Etikette und der Rosengarten mehr im Mittelpunkt. Das gesamte Leben des Ehepaars Austin ist ein einziger Plan. Sie reagieren allergisch auf Unregelmäßigkeiten, können mit den Gedanken, Wünschen und Träumen ihrer Tochter nichts anfangen und halten eine gewisse Distanz zu Ruby. Genau diese Distanz verbindet Isla mit dem kleinen Mädchen, denn in Bezug auf ihre Eltern teilen Ruby und Isla gewissermaßen dasselbe Schicksal. Dagegen lehnt sich Isla zwar nicht offen auf, durch ihre Erlebnisse in der Traumwelt festigt sich indes ihr Charakter und sie reagiert selbstbewusster und weniger ängstlich. Obwohl die Rollen von Gut und Böse auf den ersten Blick klar verteilt sind, verschwimmen die Grenzen durchaus. Vor allem mittels des Prologs ist es möglich, einer vermeintlich bösen Figur nahe zu kommen und die Handlungsweise ansatzweise zu verstehen. Stefanie Lasthaus' Roman ist lebendig erzählt und mit ansprechender Dramatik ausgestattet, auch wenn zwischendurch der Spannungsfaktor abflacht. Sie verknüpft gelungen fantastische mit kriminalistischen Elementen. Sogar an eine Liebesgeschichte hat die Autorin gedacht, diese jedoch erfreulich zurückhaltend und divergierend von der Norm dargestellt. Hierzu passt das relativ offene Ende, das so manchen Leser unbefriedigt zurücklassen mag, gleichwohl aber einer eventuellen Fortsetzung Raum bietet.

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Die Saphirtür

Von: Svanvithe

11.09.2018

England, 1957: Isla Hall, eine hübsche junge Frau ist bei dem reichen Ehepaar Alan und Victoria Austin auf dem exklusiven Landsitz Silverton House als Lehrerin für deren sechsjährige Tochter Ruby eingestellt. Schnell schließt sie das kleine Mädchen ins Herz und entdeckt, dass dieses sorgenfreie Leben für Ruby aus Regeln und Vorschriften besteht, denen sie ohne nennenswerten Widerspruch folgt, und welches mit Mauern aufwartet, die sie nicht zu durchbrechen versucht. Aber das ist nicht das eigentliche Problem. Vielmehr ist Ruby in sich gekehrt und will nicht schlafen. Ihre Träume sind verschwunden, und Isla ist die einzige, der sie sich anvertraut, zumal das Interesse der Eltern, die mit Strenge agieren, auf ein Mindestmaß reduziert scheint. Nachdem Isla ihren Schützling beim Schlafen beobachtet hat, bestätigt sich deren Behauptung: Das Mädchen ist von geisterhafter Blässe und liegt wie leblos in ihrem Bett. Hingegen sind Islas eigene Träume intensiv und verstörend, seit sie auf Silverton House lebt. Dazu kommen weitere rätselhafte und merkwürdige Ereignisse. In Rubys Zimmer taucht plötzlich eine in sanftem Blau schimmernde Tür auf, mit unzähligen Funken auf der Oberfläche, die an Saphire erinnern. Sie entpuppt sich als Zugang zu einer anderen Welt. Es ist eine magische Welt, in der Islas Träume real werden. Als Isla bei Victoria Austin hinsichtlich der fehlenden Träume und der zu denken gebenden Entwicklung von Ruby auf taube Ohren stößt, versucht sie auf eigene Faust, das Geheimnis zu entschlüsseln, um Ruby zu helfen und um ihrem eigenen Seelenfrieden Genüge zu tun… Mit ihrem Roman „Die Saphirtür“ führt Stefanie Lasthaus in das Jahr 1957, vermittelt ein anschauliches und reelles Bild dieser Zeit und verleiht dadurch der Handlung eine interessante Note. Denn ihre Protagonistin Isla, die mit mysteriösen Ereignissen konfrontiert wird, kann nicht mal eben im Internet nachlesen. Sondern sie muss in Büchern nachschlagen und auf die Hilfe ihres besten Freundes Andrew, eines Medizinstudenten, zurückgreifen, um sich das Geschehen erklären zu können. So erhält mit ihr auch der Leser einen Exkurs in das komplexe Thema Hypnose, Träume und Traummanifeste, muss hier jedoch konzentriert bei der Sache bleiben, um zumindest grundlegende Zusammenhänge zu begreifen. Stefanie Lasthaus gelingt es, eine gespenstisch-unheimliche und teilweise bedrohliche Atmosphäre zu kreieren, die einen das eine oder andere Mal frösteln lässt. In der Düsternis der Traumwelt ist gut nachzuvollziehen, dass Isla sich beobachtet fühlt. Für sie ist das, was sie erlebt, zunächst nur ein Traum, und mit ihr tappt der Leser im Dunkeln, das sich im Verlauf lichtet... Zum Gelingen der Geschichte tragen auch die hinsichtlich ihrer Bedeutung und Position unterschiedlich ausgestatteten Charaktere bei. Unbestreitbar steht Isla im Mittelpunkt. Und während es einigen Figuren – wie dem Ehepaar Austin – an Emotionen mangelt, hat Stefanie Lasthaus ihrer Heldin Isla eine Menge Gefühl verpasst. Obwohl die Rollen von Gut und Böse auf den ersten Blick klar verteilt sind, verschwimmen die Grenzen durchaus. Vor allem mittels des Prologs ist es möglich, einer vermeintlich bösen Figur nahe zu kommen und die Handlungsweise ansatzweise zu verstehen. Stefanie Lasthaus' Roman ist lebendig erzählt und mit ansprechender Dramatik ausgestattet, auch wenn zwischendurch der Spannungsfaktor abflacht. Sie verknüpft gelungen fantastische mit kriminalistischen Elementen. Sogar an eine Liebesgeschichte hat die Autorin gedacht, diese jedoch erfreulich zurückhaltend und divergierend von der Norm dargestellt. Hierzu passt das relativ offene Ende, das so manchen Leser unbefriedigt zurücklassen mag, gleichwohl aber einer eventuellen Fortsetzung Raum bietet.

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Allein durch den Prolog wird der Leser animiert weiterzulesen und ist erstmal ein wenig verwirrt. Man liest sich sehr gut und schnell in die Geschichte ein und sofern man sich für Fantasy und auch ein wenig für Träume, Traumdeutung etc begeistern kann, kann man es nicht mehr aus der Hand legen. Der Roman ist einfach aber gut geschrieben und ist auch für etwas Ältere zu empfehlen, also nicht nur für Jugendliche. Die Story dreht sich hauptsächlich um das Traumthema und die geheimnisvolle Saphirtür, wie man dem Klappentext bereits entnehmen kann, jedoch geht die Geschichte deutlich tiefgründiger als man erwartet und man merkt zu Beginn schon, dass irgendetwas seltsam ist, Figuren mehr wissen, als sie zugeben und alles etwas anders ist als es scheint. Teilweise gibt es kleinere Zeitsprünge, die für Verwirrung sorgen könnten und manchmal Gedankengänge unausformuliert lassen, was aber nicht weiter störend ist. Viel mehr will ich gar nicht verraten, ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck vermitteln. Viel Spaß beim Lesen.

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