Leserstimmen zu
Die Hexenholzkrone (Teil 2)

Tad Williams

Der letzte König von Osten Ard (2)

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Im zweiten Teil der Reihe geht es zunächst mehr um Politik als um Krieg. Prinz Morgan ist immer noch ein ziemlich widerborstiger Thronfolger, auch wenn seine Trotzigkeit ein wenig der Einsicht weicht, schafft er es bis zu Ende des Hörbuchs nicht dieses gänzlich abzulegen. Das Königspaar versinkt immer mehr im Höflichen Alltag, schließlich gilt es ein Land zu regieren. Und neben der Nornen-Bedrohung scheint auch das Reich sich innerlich aufzureiben. Auch König Simon und Königin Miriamel sind ratlos was zu tun ist und ihre Berater und Hofstaat haben mit den sich verändernden Verhältnissen zu kämpfen. Und über allem schwebt die Vermutung das irgendetwas im Verborgenen die Fäden zieht und sich nicht im Lichte zeigt. Prinz Morgan soll in all diesem Chaos zum Mann und verantwortlichem Thronfolger werden; die Nornen sind zurück und haben einen unbekannten Plan und es steht statt Krieg eher ein Bürgerkrieg auf der Tagesordnung. Prinz Morgan wird aufgetragen die vergiftete Sithi zu ihrem Volk zu bringen und die alten Bande neu zu knüpfen die das Hochkönigreich einst schloss. Eine lange Reise beginnt an deren Ende eine Überraschung auf ihn wartet. Die Königin begibt sich ihrerseits auf eine Reise um vielleicht doch noch zu verhindern das die Anspannung ihres Volkes in Krieg umschlägt. Auch Viyeki, Großmeister des Ordens der Bauleute, stehen Dinge bevor die sich sowohl seiner Kenntnis als auch seinem Verständnis entziehen. Er muss auf eine Reise ohne zu wissen wohin und warum. Er lebt in ständiger Angst vor seiner Königin da er so wie auch andere Hohe Hikeda´ya beschlossen hatten Mischlinge zwischen Mensch und Hikeda´ya als notwendiges Übel zuzulassen. Königin Utuk´ku ist darüber immer noch erbost und sucht die Kollaborateure in ihren Reihen um sie zu vernichten. Sie ist es auch die Viyeki auf die Reise schickt, was sein Gefühl, das die Königin Aller weis, was er getan hat nur noch verstärkt. Viyeki´s Tochter ist mit ihrer Hand immer noch auf dem Weg um zu erfüllen was ihnen aufgetragen wurde. Anführer Makho ist jedoch so verblendet von seiner Pflichterfüllung das er folgenschwere Fehler begeht, welche die ganze Mission gefährden. Denn je weiter sie nach Süden reisen um so gefährlicher wird es für sie. Alles ist in Bewegung und bewegt sich immer weiter unaufhörlich aufeinander zu. Die Ereignisse wiegen schwer und Entscheidungen müssen getroffen werden. Jede Seite für sich allein, ohne zu wissen was der nächste Tag bringt und welche Konsequenzen es haben wird. Nur eines ist sicher! Es wird Konsequenzen haben. Der zweite Teil geht da weiter wo der Erste aufhört. Nun ja, fast. Man fühlt sich eher als hätte man irgendwie zwei Kapitel übersprungen. Aber wie im falschen Film fühlt man sich eigentlich bei den anderen beiden Teilen am Anfang auch. Daher irgendwie vertraut. Weil aber der letzte Teil mit einem so derben Cliffhanger endete war ich zuerst schon ein wenig enttäuscht da die aufgebaute Spannung quasi im Nichts verpufft. Die Erzählweise empfand ich als ungleichmäßig. Zuerst fand ich die Erzählung streckenweise sehr zähfliessend, da nicht viel Neues passiert. Dann jedoch hatte ich schon ein wenig Schwierigkeiten der Handlung zu folgen da diese ruckartig komplexer wird. Neue Charaktere, neue Schauplätze, neue Handlungsstränge. Zum Teil werden die Charaktere weiter ausgeformt und man bekommt immer mehr Einsicht in das Gefühlsleben der Personen. Was einen tiefer in die Geschichte zieht. Manchmal springt die Handlung so unvermittelt von einem Ort an den anderen, das es dauert um zu merken das man sich woanders befindet. Auch zeitlich gibt es Sprünge die mich aus dem Konzept brachten. Ich hatte das Gefühl das Ereignisse fehlen oder nicht erzählt werden. Manches wird so detailliert geschildert das man irgendwie enttäuscht ist das das nicht immer der Fall ist. Andreas Fröhlich macht auch wie im ersten Teil einen hervorragenden Job. Die Tiefe, die er den Charakteren mit seiner Stimme verleiht ist für mich einzigartig. Der Wiedererkennungswert der Personen ist schlichtweg herausragend was es für mich wieder zum Erlebnis macht das Hörbuch anzuhören. Fazit Trotz seiner kleinen Schwächen ist auch der zweite Teil der Hexenholzkrone ein gelungenes Werk und absolut eine Empfehlung. Wobei ich dann doch empfehlen würde sich zuvor den ersten Teil anzuhören. Hier und da etwas langatmig, ein bisschen weniger Spannung als im ersten Teil und das Gefühl das man hier und da einfach zu viel den Rotstift im Lektorat angesetzt hat bringt mich dazu diesem Teil keine fünf Sterne zu geben. Die inhaltlichen Schwächen kann leider auch der brillierende Andreas Fröhlich nicht wegsprechen. Ich hoffe das der nächste Teil wieder etwas beschwingter daher kommt.

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