Leserstimmen zu
Die Herrin des Winterpalasts

Christopher W. Gortner

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Meine Meinung Allgemein Die Ära der Romanows war glorreichund gleichsam schrecklich. In diesem Buch nimmt uns Gortner auf eine wunderbareund fesselnde Reise mit, in dem aus der kleinen Minnie von Dänemark die großeZarin Fjodorowna wurde. Aufstieg und Fall einer Dynastie. Zunächst muss gesagt sein, dass dieses Buch ein Mix aus fiktiven undnonfiktiven Inhalten ist. Der Autor bleibt so nah bei der Wahrheit wie möglichund verfeinert das Buch, Gedanken und Gefühle, mit seiner eigenen Auslegung.Beispielsweise wurde kurz erwähnt, dass sich Maria Fjodorowna dasBernsteinzimmer ansieht, welches ja bis heute nicht gefunden wurde und somitnur vage niedergeschrieben werden konnte. Laut Literaturangabe standen dem Autor auch Tagebücher zur Verfügung. Von wemwurde nicht genannt. Viele Literaturangaben sind bereits geschriebene underforschte Bücher aus diesem Jahrhundert, doch möchte ich keinesfallsunterstellen, dass der Autor diese nicht wiederum geprüft hat. Vor allem dasNachwort gibt das Gefühl, dass der Autor sehr intensiv geforscht hat. Zur Geschichte selbst muss man sagen: Vergesst alles, was euch der FilmAnastasia jemals gelehrt hat. Ich muss zugeben, ein wenig enttäuscht gewesen zusein, wie wenig sich der Film an die Wahrheit hält. Angefangen mit dem AlterAnastasias, als das Unglück geschah und fortwährend mit Szenen wie derFrankreichreise, der Flucht, dem Zugunglück und Rasputin. Die Großmutter,Minnie (Maria Fjodorowna), war niemals so nah zu ihrer Enkelin, wie im Filmgezeigt. Einen Vorteil hatte dies alles: Ich konnte eine komplett neue Geschichteerleben. Das Buch fängt in Minnies Jugend an, ein paar Jahre vor ihrer erstenVerlobung. Es zeigt ihre Hingabe zu ihrer Familie und vor allem den Wandelzwischen ihrem früheren und späteren Ich. Das Buch hat zwar an die 700 Seiten,doch weißt keine Längen auf. Der Autor versteht sich darauf, die richtigenSzenen auszuschmücken und die unwichtigeren kurz zu halten. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mich ein historisches Buch jemals sogefesselt hat – nicht, dass ich schon hunderte gelesen hätte. Aber der leichteSchreibstil und das Vertrauen in die Richtigkeit der Geschichte, zusammen mitdem glanzvollen Leben der Romanows, verhilft dem Buch zu einem Meisterwerk. Charaktere Ich bin mir sicher, dass Gortner auch bei jedem anderen Charakter versucht hat, so korrekt wie möglich zu bleiben. Dementsprechend kann ich nur sagen: Der Autor hat mich nun auch noch neugierig auf zig andere Persönlichkeiten gemacht. In erster Linie ist da natürlich die letzte Zarin. Über sie gibt es schon viele Bücher, weshalb es auch erfrischend ist, aus der Sicht von jemandem zu lesen, der die Geschehnisse überlebt hat. Dennoch würde ich gerne mehr über die letzte Zarin wissen, die im Buch so schwach erschien, doch bestimmt eigene Probleme hatte. Minnie habe ich auf jeden Fall sehr schnell sehr lieb gewonnen. Die Veränderung ihrer Persönlichkeit ist überdeutlich. Gibt sie am Anfang wenig auf Rang und Namen, so verteidigt sie diesen später stark und hegt Vorurteile gegen Menschen ohne dieses Geburtsrecht. Nicht so nahe kamen mir Minnies Mann, sowie ihre Kinder. Nur Minnies Sohn Niki kommt durch die Rolle des Zaren dem Leser etwas näher. Schreibstil & Sichtweise Es liegt mit Sicherheit an der Geschichte, doch ganz sicher auch am Schreibstil: Ich habe das Buch verschlungen. Hier ist trockener Schreibstil, passend zur Historik fehl am Platz. Locker, leicht, packend, mitreißend ist das Buch geschrieben. Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Dagmar von Dänemark (Maria Fjodorowna) in der Ich-Perspektive. Im Epilog übernimmt der Autor das Reden und reflektiert, was nach der Revolution geschah. Cover & Titel Das Cover ist wunderschön. Die weißen Töne zeigen, wie bitter das Leben im kalten Russland sein konnte, aber auch wie wunderschön. Auch Minnie ist auf dem Cover in weiß gekleidet. Unschuldig, erhaben. Teil einer großen Welt. „Die Herrin des Winterpalastes“ schien mir Minnie kaum zu sein. Oft war sie woanders, fast nie im Winterpalast, so schien es mir jedenfalls. Dennoch war es ihr Palast. Ihre Heimat. Dementsprechend passt der Titel. Zitat Eindringlich hielt mir diese Stätte vor Augen, wie flüchtig die Zeit war, wie blind wir uns in ihr bewegten, ohn zu wissen, welche Stunde unsere letzte sein würde. – Seite 476 Fazit Lest diesen Roman! Sonst verpasst ihr etwas. Durch einen wundervollen Schreibstil wird eine glorreiche Geschichte erzählt, die einem die Welt, wie sie damals war, in vielen Facetten näher bringt.

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Meinung: Wo fange ich? Am Besten an der Stelle, an der ich das Buch als erster erblickte: Im Berufsalltag. Meistens befinde ich mich bei uns der Buchhandlung am Abholfach und gebe die Bestellungen an die Kunden. Dabei fiel mir dann die Herrin des Winterpalasts in die Hände. Dieses magisch-märchenhafte Cover zog meinen Blick auf sich. Aufgrund der Deklaration als Historischer Roman habe ich mir den Klappentext durchgelesen und wusste: Das musste ich lesen! Kommen wir vom äusseren zum Inneren. Das Buch ist unterteilt in verschiedene Teile, die Geschichte Minnies in den darin eingeteilten Jahren. Den Beginn macht das Jahr 1863, als es in ihrer Familie zu großen Veränderungen kommt: Aufgewachsen in Armut, wird ihr Vater der nächste König Dänemarks und die Familie wohlhabend. Daneben verlobt sich ihre Schwester und treuste Freundin mit einem Sohn von Königin Victoria und zieht nach England. Für Minnie zwei schwere Schicksalsschläge. Doch, dass weilt nicht lange, denn sie verlobt sich selber mit dem Zarewitsch und zieht nach St. Petersburg. Ab da an beginnt ihr Geschichte als Zarewna, dann als Zarin und später als Zarenwitwe. So viel Fiktion, wie in diesem Buch steckt, so viele historische Fakten stecken auch in dem Buch. So stimmen die allgemeinen Fakten und Zahlen, aber hin und wieder hat der Autor sich „kreative Freiheiten“ erlaubt, die er im Nachwort darlegt. Was ich daran so schön fand, man bekommt ein Bild der Geschichte der letzten Zaren. Für mich total interessant und faszinierend, weil ich in der Schule fünf Jahre Russisch hatte und mich das Land deshalb schon länger fasziniert. Das Bild was Gortner von Minnie wirft zeigt sie als starke Persönlichkeit, die sich vor allem um ihre Familie, ihr ans Herz gewachsene Russland und ihren Wohltätigen Organisationen kümmerte. So gründete sie einen Tierschutzverein und machte über das rote Kreuz eine Ausbildung zur Krankenschwester. Allgemein lag ihr viel an Bildung- und Sozialeinrichtungen. Das Einzige was ich negativ fand war, dass es gegen Ende hin etwas langatmig auf mich wurde, aber ich war viel zu gefangen von der Geschichte, um dem viel an zu messen. Fazit: Russland ist ein Land, was man gerne mit kitsch in Verbindung gebracht wird, dass Buch ist weniger kitschig, aber hat mich verzaubert. Vor allem Dagmar von Dänemark alias Minnie hat es mir angetan mit ihrer Art. Für mich steht fest, dass ich mich in nächster Zeit mehr mit der Zarenfamilie auseinander setzen möchte. Ist das nicht das schöne an solchen Büchern? Sie sorgen dafür, dass wir uns für die realen Hintergründen hinter der fiktionalen Erzählung anfangen zu interessieren. Ich kann es nur jeden ans Herz legen, der gerne historische Romane liest.

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Minnie wächst in Dänemark behütet in ihrer Familie mit ihren Geschwistern auf bis ihr Vater unerwartet den dänischen Thron besteigt. Auch Minnie muss nun eine gute Partie machen und wird mit dem Thronfolger von Russland verlobt. Es beginnt als eine Ehe aus Pflicht, doch es wird eine Verbindung die auf Liebe und Treue gebaut ist. Doch so schillernd das Leben der Romanows auch ist ihre Welt scheint dem Untergang geweiht und mit dem ersten Weltkrieg zieht ein Sturm auf den auch Minnie nicht aufhalten kann. Auf diesem Roman wurde ich durch den Titel des Romans aufmerksam und auch das Cover hatte mich angesprochen. Vom Autoren hatte ich bis jetzt noch nichts gelesen, deshalb habe ich mich nur umso mehr auf die Lektüre des Romans gefreut. Mir ist der Einstieg ins Buch mehr als leicht gefallen und obwohl das Buch mehr als 600 Seiten hat bin ich mehr als zügig vorangekommen da ich den Roman fast nicht aus der Hand legen konnte. Gut gefallen hat mir, dass obwohl die Geschichte natürlich fiktiv ist hat der Autor sich aber an historisch belegbare Fakten gehalten und sich alles so zusammengefügt hat als wäre alles genauso geschehen wie es hier erzählt wurde. Minnie wie die Zarin im Familienkreis genannt wurde war mir so gar nicht bekannt, ihre Schwiegermutter und auch ihre Schwiegertochter waren mir dagegen ein Begriff. Zuerst war Minnie schon recht unglücklich, doch sie hatte eine Art an sich sich recht schnell bei den Romanows einzuleben und so eine neue Heimat gefunden zu haben. Der Roman war in sechs Teile unterteilt und jeder war einer bestimmen Lebensphase von Minnie gewidmet und hatte alles mit einem Roten Faden verbunden. Dem Handlungsverlauf an sich konnte ich immer sehr gut folgen und auch wenn es eine andere Zeit war und ja die Romanows sowieso anders waren als andere konnte man doch alle Entscheidungen sehr gut nachvollziehen. Obwohl der Roman über 600 Seiten aht war der Spannungsbogen bis zum Schluss gespannt und dies hat mir sehr gut gefallen. Ebenfalls fand ich es sehr gut, dass im Nachwort wirklich nochmal alle Romanow Personen aufgeführt waren und wie es ihnen nach dem Ende der Zarenzeit ergangen ist. Genauso hat mir auch gefallen, dass es eine Ahnentafel am Anfang des Romans gab damit man wusste wer mit wem verheiratet oder verwandt ist. Auch die Landkarte des russischen Reiches war sehr informativ da man sich so alles viel besser vorstellen konnte. Die Figuren des Romans waren alle mit viel Liebe zum Detail beschrieben, so dass man sie sich sehr gut während des Lesens vorstellen konnte. Auch die Handlungsorte waren alle sehr gut und anschaulich beschrieben, obwohl ich noch nie in Russland oder St. Petersburg war konnte ich mir all die Orte vor dem inneren Auge entstehen lassen. Alles in allem aht mir der Roman wirklich sehr gut gefallen und ich hatte sehr informative Lesestunden mit dem Buch. Sehr gerne vergebe ich alle fünf Sterne für das Buch.

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Klappentext: Kopenhagen 1863: Minnie wächst behütet im Kreise ihrer liebevollen Familie auf. Als ihr Vater den dänischen Thron besteigt, verändert sich das Leben der jungen Prinzessin aber schlagartig. Nun von dynastischer Bedeutung soll Minnie den Romanow Zarewitsch, Thronfolger des fernen und gewaltigen Russischen Kaiserreiches ehelichen. Was als politische Bindung beginnt, entwickelt sich bald zu einer großen Liebe. Die neue Zarin wird vom Volk verehrt, doch die schillernden Romanows sind dem Untergang geweiht. Mit dem zerstörerischen Weltkrieg zieht ein Sturm herauf, der alles zu vernichten droht, was Minnie liebt ... __________ Meine Meinung: Um ehrlich zu sein, hat mich das Cover dieses Romans dazu gebracht es als Rezensionsexemplar anzufragen, denn es ist einfach wunderschön und märchenhaft. Doch auch der Inhalt hat mich keineswegs enttäuscht. Ich lese ab und an wirklich gerne historische Romane und hier wusste ich auch sehr schnell wieder wieso. Der Autor macht es einem mit seinem Schreibstil leicht in die Geschichte einzutauchen und besonders gut haben mir die bildhaften Beschreibungen der Gebäude und Personen gefallen. Schon nach kurzer Zeit war ich regelrecht besessen von den Romanows. Gefühlt nach allen zehn gelesenen Seiten musste ich Bilder oder mehr Details googeln. Ich wollte unbedingt so viel wie möglich über diese Zeit wissen. Natürlich ist der Großteil des Buchs Fiktion, aber soweit ich das sagen kann, entsprechen die historischen Fakten und Stammbäume der Wahrheit. Zu Beginn des Buches findet man auch zwei Stammbäume, die bei der Menge an Personen auch sehr hilfreich sind um den Überblick zu behalten. Mit fast 700 Seiten handelt es sich um ein sehr umfangreiches Buch und leider wurde mir dieser Umfang während des Lesens auch bewusst. Trotz alledem hat mich die Geschichte um Minnie und das Ende dieser Herrschafts-Ära fasziniert und ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen dieses Stücks Geschichte. __________ Fazit: Geschichte zum Anfassen. Eine Empfehlung für alle, die mehr über die Romanows erfahren wollen. Ich vergebe 4 Sterne.

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Minnie, Prinzessin von Dänemark, die spätere Zarin von Russland. Man begleitet Minnie von ihren Jugendjahren im dänische Königshaus bis hin zur schillernden Dynastie der Romanows von der sie als Zarin schließlich selbst ein Teil wird. Das Buch erzählt sehr detailliert und beeindruckend recherchiert die Geschichte einer starken und selbstbewussten Frau, die ihren Platz sucht und für das kämpft, was sie möchte. Ich mochte Minnie, mich hat ihre Stärke beeindruckt, in einer Zeit, in der die Welt um sie herum buchstäblich in Flammen aufging. Sie hat immer ihre eigene Meinung, trotzdem steht ihre Familie und ihre Liebe zum Zaren im Mittelpunkt ihrer Existenz. Minnie kämpft mit dem schillernden Bild der Zarin, dass sie ihrem Volk nach außen hin präsentiert und sie ist eine sehr kluge Frau, die schon bald die Wahrheit erkennt, nämlich dass es für das Zarenhaus kaum eine Chance gibt, den Krieg und die Zukunft unbeschadet zu überstehen. Trotzdem gibt es von mir nur 3 Sterne. Für mich war das Buch zu langatmig. Ich bin sicher, anderen Lesern gefällt genau das, aber für mich war es anstrengend zu lesen. Die fremden Namen, die in Massen auftauchen, die vielen politischen Verwicklungen, die russische Gesellschaft der damaligen Zeit, das alles war so viel Neues und zum Teil sehr komplex und hat mich von der eigentlichen Story um Minnie und ihr Leben abgelenkt. Ich habe das Buch über fast 3 Monate hinweg immer wieder in kleinen Happen gelesen, vielleicht war das der Fehler, den ich gemacht habe, aber es hat mich nie genug gepackt, als dass ich wirklich dauerhaft dran geblieben bin. Trotzdem war das Buch toll recherchiert, Minnie eine sehr liebevoll gezeichnete Hauptfigur und darum gibt es von mir 3 von 5 Sternen

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Persönliche Meinung Das Cover: Das Cover ist einfach wunderschön, die Protagonistin Minnie im verschneiten St. Petersburg, das passt einfach. Auch die Farbzusammensetzung die größtenteils in kühlen Blau- und Grüntönen gehalten ist, harmonisiert im Kontrast zu Minnie’s elegantem weißen Kleid. Die Handlung: Wir befinden uns als Leser im Jahre 1863 und werden sogleich in jene Zeitepoche versetzt. Die Romanows, eine Ära, die nie vergessen sein wird, alleine schon bekannt durch die Verfilmung der verschollenen Zarentochter Anastasia. Jedoch spielt dieser Roman noch weit vor dem Untergang des Hauses Romanow. Es geht hier um die dänische Prinzessin Dagmar (hier wird sie stets Minnie genannt), der Ehefrau des Zaren Alexander III. Es wird zunächst ihr Leben in Dänemark beschrieben und wie es kam, dass ihr Vater König wurde. Minnie gefiel mir als Protagonistin auf den ersten Blick, da sie eine sehr toughe Frau ist, und mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg hält, was für diese Zeit jedoch recht ungewöhnlich ist. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und übt sehr oft Kritik. Der Autor, von dem ich bisweilen noch kein Werk gelesen hatte (wieso eigentlich??), versteht es gut, den Leser in diese Zeitebene zu entführen, ohne einen mit zu vielen Zahlen und Daten und auch Namen zu überfordern. Er schildert sehr detailiert, wie Minnie in ihrer Rolle als liebende Mutter und Zarengattin aufging und agierte. Ich fühlte mich sehr nahe in die Geschichte hineinversetzt und langweilte mich keine Sekunde, obwohl der Roman sehr viel von einer Biographie aufweist. Da ich ohnehin ein sehr sehr sehr großer Fan der Romanows bin, war dieses Buch ein absolutes Muss für mich und ich werde nun auch die anderen Werke dieses Autors lesen, da mir dessen angenehmer Schreibstil und die Art, wie er Orte beschreibt, sehr gut gefallen hat. Fazit: Das Buch war für mich ein sehr kurzweiliges Vergnügen und ein historischer Ausflug zur Romanow-Dynastie und ich möchte mich hier für die Bereitstellung des Leseexemplares nochmal extra beim Goldmann-Verlag bedanken. Da ich weder an der Recherche, noch an dem Schreibstil etwas auszusetzen hatte (ganz im Gegenteil), vergebe ich hier 5 von 5 Büchersternchen.

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Rezension zu Die Herrin des Winterpalasts ❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄ Zuerst einmal muss ich zugeben das ich dieses Buch nur aufgrund seines schönen Covers angefragt habe, weswegen ich völlig ohne Erwartungen dran gegangen bin und mir daher das Herz gebrochen wurde. ❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄ Ich kannte ja schon die Geschichte der Romanows. Nicht nur die schöne Zeichentrickversion, in der Anastasia überlebt, zu ihrer Großmutter zurück und eine Liebe findet. Nein, denn dank dieses Filmes und einem Buch über die komplette Zarendynastie Russlands welches meiner Mutter gehört, wusste ich auch um das grausame Ende des letzten Zaren und seiner Familie. Nichtsdestotrotz musste ich mit den Tränen kämpfen als es dann im Buch soweit war. ❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄ Aber in Die Herrin des Winterpalasts geht es um Dagmar 'Minnie', welche später ihren russisch orthodoxen Namen Maria Fjodorowna annahm und zur Zaringemahlin wurde. Wie ihr Vater zum König Dänemarks wurde und sie in die Romanow Familie einheiratet und durch ihren Aufgaben als Zarin Russlands wächst und an Stärke und Selbstvertrauen gewinnt. ❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄ Ich muss gestehen das ich das ein oder andere mal verwirrt war während ich das Buch las, was aber eher daran lag das viele Personen ähnliche wenn nicht gar gleiche Namen trugen. Was mich aber teilweise echt überrascht hat, war die Tatsache das so gut wie alle Königshäuser miteinander Versand sind und sogar ein König meines Heimatlandes eigentlich ein Däne war und nach dem Tod des alten Königs von Griechenland als dessen Nachfolger bestimmt wurde. 😮 ❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄ Der Schreibstil des Autors hat mir sehr zugesagt und ich konnte direkt in die Handlung hinenfinden. Die Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten, welche aber natürlich zugunsten des Leseflusses und damit es kein riesiger Wälzer wird, zusammengefasst, weggelassen, dazugedichtet oder angepasst wurden. Beim Lesen des Buches hatte ich aufjedenfall meinen Spaß, ich versank regelrecht darin und kann es definitiv weiter empfehlen. ❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄❄ #werbung #goldmann #verlag #dieherrindeswinterpalasts #rezensionsexemplar #bloggerportal #blogger #rezension

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Handlung: Kopenhagen 1863 Bisher führte Minnie mit ihrer Familie ein beschauliches Leben, ohne Reichtum und Ansehen. Dies ändert sich schlagartig als ihr Vater den dänischen Thron besteigt und sie zu einer begehrten jungen Prinzessin wird, welche für die ledigen Prinzen in Europa eine gute Wahl ist. Aus dynastischen Gründen wird der Romanow Zarewitsch als Bräutigam ausgewählt und Minnie zieht in das von Dänemark weit entfernte Russland, um dort zu heiraten und als Zarewna zu leben. Entgegen ihrer Erwartungen entwickelt sie zu ihrem Mann Liebe und sie führen eine glückliche Ehe. Doch nicht alles in Minnies Leben ist derart von Glück erfüllt. Zwar wird sie von dem Volk verehrt und geliebt, jedoch müssen die Romanows immer wieder um ihre Macht kämpfen, um sich den Thron zu bewahren. Eine Aufgabe, der sich drei Generationen von Zaren stellen müssen. Den Höhepunkt dieses Kräftemessen stellt schließlich der erste Weltkrieg dar, der vieles in Russland, und besonders in Minnies Familie ändert. Meinung: Das Cover finde ich sehr märchenhaft und angenehm. Es hat mich auf den ersten Blick an ein russiches Märchen erinnert und vermittelt einen angenehmen Gesamteindruck. Nicht nur die reine Optik finde ich angenehm, sondern auch, dass es perfekt zu dem Inhalt des Romans passt. Ich war sehr gespannt auf den Roman und konnte es kaum erwarten, mit dem Lesen zu beginnen. Und bin auch nach dem Beenden des Romans nicht enttäuscht von dem Werk. Christopher W. Gortner hat ein wunderbares Bild von Minnie und den Erlebnissen rund um Hause Romanow geschaffen, welches authentisch und lebendig wirkt. Obwohl die Handlung durchweg spannend war und auch der Schreibstil gleich angenehm blieb, hatte ich so meine Probleme, den Roman flüssig und zügig zu lesen. Ich kann mir selbst nicht genau beschreiben, woran dies lag, aber letztendlich habe ich für das Buch knapp zwei Wochen zum Lesen gebraucht. Mir hat es durchweg immer gefehlt, dass es keine Auflistung von den Personen gibt, welche in dem Roman mitspielen. Es tauchen so viele Namen auf, dass ich manches Mal meine Mühe hatte, alle zu unterscheiden und wiederzuerkennen. Für mich wäre es wirklich eine große Hilfe gewesen, wenn es eine solche Auflistung gegeben hätte. Im Verlauf des Romans vergingen viele Jahre. Diese waren kurzlebig erzählt und wurden stets interessant beschrieben, mir hätte es gut gefallen, wenn es mehr Hinweise gegeben hätte, in welchem Jahr man sich gerade im Leben Minnies befindet. Teilweise fand ich dies zu wenig kennlich gemacht, weshalb ich dann im nächsten Kapitel plötzlich erschrocken bin, wie viele Jahre in der Zwischenzeit vergangen sind. Von der ersten bis zu letzten Seite hat mir die Schreibweise wirklich gut gefallen. Sie war einfach und gut verständlich, sodass es richtig Freude gemacht hat, den Roman zu lesen. Besonders schön fand ich immer die Beschreibungen von Kleidung oder Palästen. Diese waren ausführlich und bildhaft, vieles konnte ich mir vorstellen. Noch dazu hat der Autor den Protagonisten viel Leben eingehaucht, sodass es Spaß gemacht hat, ihnen zu folgen. Es war spannend mitzuverfolgen, wie viele Verwandte die Romanows haben und wie weit sie in Europa gestreut sind. Toll fand ich hier, dass nicht nur heile Welt innerhalb der Familie gezeigt wurde, sondern es auch Streitereien und Verschwörungen gab und offen gesagt wurde, wenn sich zwei Personen nicht ausstehen konnten. Fazit: Ein wirklich toller Roman, der einen guten Einblick in das Leben von Minnie gibt und in die gesamte Geschichte der Romanows. Nach dem Lesen hatte ich das dringende Bedürfnis, noch mehr von der Familie zu lesen und ihre Geschichte weiterzuverfolgen. Leider gab es auch Kleinigkeiten, die ich nicht so toll fand, mein größter Kritikpunkt hierbei ist das Fehlen der Auflistung von den Protagonisten.

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