Leserstimmen zu
Der Welt geht es besser, als Sie glauben

Jacques Lecomte

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Paperback
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Jacques Lecomte ist Doktor der Psychologie und ein führender Experte in der positiven Psychologie. Man merkt das als Leser auch ein bisschen, denn die Texte sind super recherchiert, dabei aber super flüssig zu lesen und keineswegs trocken oder kompliziert. Das hat auch damit zu tun, dass die Seiten auch Bilder und Statistiken enthalten. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und empfehle es deswegen auch gerne weiter, nur mit seiner Meinung, dass die Ozonschicht sich bis 2050 wieder erholt haben soll, konnte er mich nicht anstecken. Er hat zwar seine Gründe, dies zu behaupten, wie zum Beispiel die Reduzierung der Abholzung der Regenwälder um 80%, aber ich glaube es trotzdem nicht. Laut Lecomte sind die Medien schuld daran, dass die Weltlage so bedroht erscheint, sind laut dem Psychologen die Medien. Ob man das so sagen kann, weiß ich nicht, ich habe so das Gefühl, dass von vielen schlimmen Dingen manchmal zu wenig berichtet wird. Irgendwie macht der Autor im Laufe des Buches die Fehler, die er anderen vorwirft: er argumentiert gegen die Medien, anstatt es ihm um die Sache an sich geht. Außerdem versucht er, die Leser zu manipulieren und ist ziemlich komisch. Allerdings unfreiwillig und deswegen auch nicht unbedingt angenehm. Fazit: Wenn man zu dem großen Thema Weltuntergang einmal eine positive Stimme statt einer Negativen hören möchte, ist das Buch ganz nett, ansonsten finde ich nicht, dass es der Brüller ist.

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Ein Aufruf, nicht mehr pessimistisch zu sein! Themen wie Armut, Hunger, Demographie, Krankheiten, Artenvielfalt und Terrorismus werden hier deutlich erörtert. Lecomte erklärt, wie stark sich die Welt verbessert hat und inwiefern oft übertrieben wird, wenn es um Zahlen und Zustände geht. Lecomte zählt hier viele interessante Fakten auf, die er auch immer gut belegt. Was mir besonders gefallen hat, sind die Statistiken und Bilder, die er eingefügt hat. Die Bilder lockern alles etwas auf und die Stastiken sind hilfreich, um manche Aussagen besser zu verstehen. Es ist interessant, welche Fakten er dort aufzählt und wie er diese dann belegt oder widerlegt. Teilweise finde ich, dass er auf manchen Behauptungen zu lange hängen bleibt, aber das ist nur ein kleiner Minuspunkt. Teils habe ich Probleme gehabt Aussagen sofort zu verstehen, da Jacques Lecomte sich manchmal umständlich ausdrückt, aber das ist, denke ich mal. normal bei Psychologen :P Aber es hat Spaß gemacht, seine Aussagen auseinanderzunehmen und zu verstehen. Die Gründe werden in kurzen Kapiteln alle dargelegt und können auch unabhängig voneinander gelesen werden, da sie nicht immer zusammenhängen (zum Beispiel Krieg, Ozonschicht, Armut, …) Am Ende werden die 50 Gründe nochmal kurz zusammengefasst, davor hat man alles ausführlich und nachvollziehbar aufgelistet. Alles wird ausführlich erläutert und beinhaltet interessante Fakten. Wer sich für solche Thematiken interessiert, wird hier definitiv Interesse daran finden! Sarah Schröder, 19 Jahre

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Steckt nicht den Kopf in den Sand! Das könnte die Botschaft sein, die der französische Psychologe und ehemalige Dozent an der Universität Paris Ouest-Nanterre La Défense mit seinem Buch "Der Welt geht es besser, als Sie glauben" vermitteln will. Lecomte zieht für seine Betrachtungen Statistiken und belastbare Studien heran. Es ist ja alles so furchtbar! Ach, doch nicht? Wir alle werden von schlechten Nachrichten überflutet: In Zeitungen, im Radio und Fernsehen und auch im Internet jagt eine Krise die nächste, zahllose Menschen sterben und unsere Umwelt ist offenbar so stark verseucht, dass wir nur noch abgekochtes Wasser trinken und flach atmen sollten. Die Welt ist zu einem Schmelztiegel von Gefahren geworden, und bei vielen Menschen macht sich das Gefühl breit: So schlimm wie jetzt war es noch nie! Aber Lecomte weist nach: Es gibt keinen Grund, vor Panik zu hyperventilieren. Im Gegenteil: In den letzten Jahren und Jahrzehnten ging es mit der Erde und ihren Bewohnern bergauf. In vier Kapiteln greift Lecomte die Bereiche allgemeine Lebensqualität, Gesundheit, Umwelt und Gewalt auf und teilt diese in ihre verschiedenen Ausprägungen auf. So gliedert sich beispielsweise das Kapitel über die Gewalt in Kriege, Terrorismus, Kriminalität und Todesstrafe. Gerade der Terrorismus ist es, der vielen Menschen Angst macht, obwohl die Wahrscheinlichkeit, in Europa einem Terrorakt zum Opfer zu fallen, denkbar gering ist. Lecomte zieht hier die französischen Statistiken aus dem Jahr 2015 heran, die ungünstiger sind als diejenigen für Deutschland, weil in Frankreich mehr Menschen bei einem Attentat gestorben sind: 147 (in Deutschland niemand). 2015 kamen in Frankreich 3.616 Menschen durch Autounfälle und damit 25 Mal so viele wie durch Terrorismus ums Leben, an den Folgen des Rauchens verstarben dort 73.000 Menschen. Die Angst vor diesen beiden Risiken ist jedoch deutlich geringer als die vor dem Terrorismus. Der Anschlag auf die Redaktion der Zeitschrift Charlie Hebdo am 7. Januar 2015 in Paris ließ die Angst der Franzosen vor einem Terroranschlag nach oben schnellen - menschlich verständlich, aber nicht rational. Lecomte zitiert den renommierten Kommunikationstheoretiker Marshall McLuhan, der der Meinung ist, dass es ohne die Medien keinen Terrorismus gäbe. Der Terrorismus lebt von der öffentlichen Aufmerksamkeit und der Angst der Menschen. Wenn ein Terroranschlag kein breites Publikum finden würde, wäre er für die Attentäter völlig sinnlos. Aber die mediale Aufmerksamkeit steigt, je mehr Opfer ein Anschlag gefordert hat. Das ist für Terroristen ein Anreiz, Anschläge mit immer mehr Toten und Verletzten zu planen und so das Medienecho am Leben zu erhalten. Lecomte nimmt ein Zitat von Osama bin Laden aus einem 2004 veröffentlichten Video, das sich an die USA und deren damaligen Präsidenten George W. Bush richtete: "(Es ist) leicht für uns, diese Regierung zu provozieren und zu ködern. Wir müssen nur zwei Mudschaheddins an einen Ort ganz im Osten schicken, wo sie ein Stück Stoff mit der Aufschrift Al-Quaida hochhalten, und schon drehen Generäle durch und ergreifen Maßnahmen, die menschliche, wirtschaftliche und politische Schäden für Amerika verursachen." Lesen? Wer bislang glaubte, dass wir einem Armageddon nahe sind, sollte dieses Buch zur Hand nehmen. Jacques Lecomte vertritt eine optimistisch-realistische Weltsicht, die er mit harten Fakten untermauert. Er sitzt jedoch nicht auf einer rosa Wolke, sondern beendet jeden Abschnitt mit deutlichen Hinweisen darauf, wo es noch Handlungsbedarf gibt.

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