Leserstimmen zu
Eine Handvoll Glück

Massimo Vacchetta, Antonella Tomaselli

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Meine Meinung: Ich wollte eigentlich nur ganz kurz in das Buch reinlesen, war aber dann sofort gefesselt und musste weiterlesen. Antonella Tomaselli erzählt die Geschichte von Massimo, Ninna und anderen hilfebedürftigen Igeln, die Massimo aufnimmt, so lebendig und interessant, dass ich die knapp 200 Seiten an einem Abend gelesen habe. In der Mitte des Buches findet man einige Seiten mit Fotos von Igelbabys. Sie sind zwar sehr niedlich, aber hier hätte ich mir unter den Fotos Beschreibungen gewünscht. So weiß man nicht, ob Ninna oder andere Igel, von denen in der Geschichte erzählt wird, dabei sind. Die Autorin erzählt in der Ich-Form aus Massimos Sicht, was die Geschichte noch authentischer macht. Massimo war mir sehr sympathisch, man erfährt auch einiges aus seiner Vergangenheit und seine Liebe zu Tieren wird sehr deutlich. Ich finde toll, wie er sich für die Igel einsetzt und was er inzwischen auf die Beine gestellt hat: „La NInna“ das erste Pflegeheim für Igel in Italien. Irritiert hat mich allerdings die Aussage, dass Zecken nachwachsen können, wenn ihr Kopf beim Entfernen im Körper verbleibt. Soweit ich weiß, ist das nicht so. Fazit: Insgesamt ist „Eine Handvoll Glück“ eine ganz zauberhafte und berührende Geschichte. Wissenswerte und interessante Informationen über Igel fließen locker und ohne Fremdwörter in die Handlung ein. Ich möchte jetzt auch einen Igel

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„Tiere sind etwas Wunderbares. Sie sind ein Schatz, und die ganze Menschheit sollte Respekt vor ihnen haben, genau wie vor der Natur. Sonst kommen wir irgendwann an einen Punkt, an dem es nicht mehr weitergeht. Vielleicht haben wir den sogar schon erreicht.“ (S. 123, letzter Absatz) Massimo Vaccetta wollte als Kind schon in Not geratenen Tieren helfen und doch wurde er eher zufällig Tierarzt – für Rinder. Irgendwann wollte er seinem Leben eine Wendung geben, beginnt tageweise in einer Kleintierpraxis mitzuarbeiten, aber erst das Zusammentreffen mit Ninna, einem 2 – 3 Tage alten Igelbaby, die ihm mit einem Fliegengewicht von 25 Gramm zum Aufpäppeln übergeben wurde, findet er nach und nach seine Aufgabe und Bestimmung: er möchte Igeln in Not eine Zukunft geben, kranke Tiere retten und die Menschen für das kleine Stacheltier sensibilisieren – die Pflegestation „La Ninna“ ist geboren. Antonella Tomaselli hat von dieser Geschichte gehört und es sich zur Aufgabe gemacht, darüber zu berichten – erst in einem Artikel und dann in diesem Buch, welches in der persönlichen „Ich-Form“ und somit aus der Sicht von Massimo Vaccetta geschrieben wurde. Es gibt Rückblenden in die Vergangenheit, um den Tierarzt und sein Tun besser zu verstehen; es gibt Einblicke in sein Privatleben und er zeigt uns von seiner „Seele“ - all diese Zutaten führen zu einem Buch, in welchen Fotos von Ninna und anderen kleinen Igelbabies das i-Tüpfelchen sind und einem das Igel-Daumenkino zum Lächeln bringt. Unterhaltsam ist das Buch geschrieben: wir dürfen den Tierarzt und Ninna in lockerer, leicht verständlicher Sprache bei ihrer ersten Autofahrt, einem Ausflug ans Meer begleiten und erleben auch, wie andere Igel in die Station einziehen und letzten Endes Ninna in einem Igel-Paradies ihre Freiheit findet. Wir erleben, wie schwer ein solcher Abschied sein kann, wie sehr man sich an seinen „ersten Schützling“ hängen kann und wie lange es dauert, bis man doch der Natur ihren Vortritt lässt. Außerdem erfahren wir einiges über den Igelschutz allgemein, bekommen Hinweise und Tipps, wie wir uns selbst verhalten sollten, wenn wir einen Igel in Not finden. Hier würde ich mir allerdings noch mehr (deutsche) Kontaktadressen wünschen – als schnelles Nachschlagekapitel vielleicht... Eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen Mensch und Tier – eine Gradwanderung zwischen Kitsch und unterhaltsamer Geschichte, die meines Erachtens gut gelungen ist. Auf jeden Fall ist das Buch ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit, mehr Menschlichkeit und mehr Rücksichtnahme – auf die Natur, die Tiere und uns Menschen... und somit eine absolute Empfehlung wert.

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Anlass: Ich habe, wie die Betrachter meines Instagramchannels eventuell wissen, schon öfter einen Igel aufgepäppelt. Um zu wissen, was ich da tue, habe ich Bücher über igelfreundliche Gärten gelesen, Spezialfutter gekauft und hübsche Trinkschälchen aufgestellt. Und nun muss ich sagen, dass sie mir fehlen, wenn sie wieder genug wiegen und sich davon machen, auch wenn sie irgendwo in den Blätterhaufen im Garten weiterschlafen, wenn es kalt wird. Da kam mir ein Igelbuch über genau dieses Thema gerade recht! Inhalt: Dr Massimo Vacchetta ist ein italienischer Tierarzt, der auf Großtiere spezialisiert ist und dessen Freunde ihm raten, doch wenigstens ab und zu in Kleintierpraxen zu arbeiten, denn da liege das Geld(dank meiner zwei Maine Coons kann ich das bestätigen). Bei einem seiner ersten Vertretungsdienste landet das Igelmädchen Ninna auf seinem Tisch, wiegt zu wenig zum Überleben und muss aufgepäppelt werden – doch wie schafft man(n) das? Massimo lernt, dass er Welpenaufzuchtmilch und eine Einwegspritze braucht, dass man den Bauch eines Igelchens massieren muss, um die Verdauung anzuregen und verliebt sich in Ninna und ihre Artgenossen. So sehr, dass er zu einer ehrenamtlichen Anlaufstation für Igelfinder wird, plant, eine Igelrettungsfarm zu eröffnen und sich sein Freundeskreis erweitert um Igelretter und er sich selbst ganz neu entdeckt jenseits seiner materiellen Wünsche. Meinung: Allein für die süßen Igelbilder lohnt sich das Buch! Ich hoffe, dass viele das Buch lesen, nicht nur wegen der herzerwärmenden Geschichte, sondern weil wir auch ganz viel lernen können, was ein Igel wann braucht, ab wie viel Gramm er wintertauglich ist, was Alarmsignale sind und was für ihn völlig normal ist(was ich mich anfangs erschreckt habe, wenn unser Gartenbewohner so laut geschnauft hat…). Es ist viel weniger hölzern geschrieben, als so manches Gartenbewohnerfachbuch, versprochen! Für wen: Gartenbesitzer und Tierfreunde.

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Für Igelfreunde

Von: MartinS

25.10.2018

Geschichten über und mit Tieren sind (in meinen Augen) eine zweischneidige Sache. Sie können funktionieren oder sie funktionieren eben nicht. Dann meist weil sie zu rührselig, zu unglaubwürdig (auch das kommt vor), zu emotionslos oder zu kitschig (rührselig?) sind. Aber es gibt Ausnahmen. „Eine Handvoll Glück“ ist die Ausnahme. Aber andererseits: Igel sind niedliche Wesen, manchmal auch kleine youtube-Stars. Nun gut, vielleicht hätte es schief gehen können. Ist es aber nicht. Auf amüsante, leichte Art wird die Geschichte von Massimo und Ninna erzählt, die Schwierigkeiten und die kleinen Abenteuer, die die beiden erleben, ohne dass der Igel (die Igelin) zu sehr vermenschlicht wird. Man erfährt einiges über die Aufzucht von Igeln (bzw. die Schwierigkeiten) und die Hingabe, die der italienische Tierarzt für seine Ninna empfindet. Und ja, manchmal merkt man auch eine leicht egoistische Art, denn Massimo will Igeln helfen (und darin ist er gut), aber Ninna will er nicht gehen lassen. Der Klappentext ist etwas irreführend, ich habe nicht den Eindruck, dass es sich bei dieser Igel/Menschfreundschaft um etwas Vergleichbares wie eine Hund/Menschfreundschaft handelt. Vielleicht ist das Ganze auch nur Wunschdenken. „Eine Handvoll Glück“ liest sich schnell und leicht und doch erfährt man viel über Igel und die Entstehung des ersten Igelpflegeheims in Italien „La Ninna“. Mit Augenzwinkern wird die Geschichte erzählt und obwohl man manchmal auch mit den Igeln bangen muss wird nie allzu sehr auf die Tränendrüse gedrückt und die Igel bleiben Igel, die nicht vermenschlicht werden (höchstens vielleicht ein bisschen). Für Igelfreunde und solche, die es werden wollen, zu empfehlen.

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Sooo schön.....

Von: Erika aus Neumarkt

16.10.2018

Beim Lesen dieses Buches hat man das Bedürfnis sofort helfen zu wollen,.... Außerdem möchte man Massimo sofort kennenlernen, ein Mensch, der durch den Kontakt mit einem einzigen Igel sofort soviel unternimmt und bewegt, einfach toll. Es müsste viel mehr solcher Menschen geben. Meine Hochachtung und mein Respekt!!

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Der italienische Tierarzt Massimo soll kurzfristig ein paar Tage auf einen kleinen Igel aufpassen. Doch aus ein paar Tagen wird mehr und mehr Zeit, die er mit dem Igelweibchen, das er Ninna nennt, verbringt – er zieht die kleine Igeldame auf und kümmert sich wunderbar um sie. Es entsteht eine regelrechte Freundschaft und der Gefallen seinerseits daran, dass er auch anderen Igeln helfen möchte. Bücher über Tiere sind eigentlich nichts, was ich wirklich oft lese. Doch diese Geschichte hat mich direkt angesprochen und hat mich auch beim Lesen wirklich begeistert. Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen, es lässt sich angenehm lesen, eine locker-leichte Art und Weise, wie diese wahre Geschichte hier erzählt wird. Keine großen Fachbegriffe oder Fremdwörter. Generell eher eine leichte Sprache, aber einfach super schön zu lesen. Die Zeit beim Lesen verging wie im Flug – so mein Empfinden. Die Geschichte ist wirklich einfach schön und emotional. Es ist interessant immer wieder mehr über Igel zu erfahren, was man bislang vielleicht auch noch gar nicht wusste. Wobei es hauptsächlich um die Geschichte vom Igelweibchen Ninna und dem Tierarzt Massimo geht, dennoch erfährt man auch immer wieder etwas über Igel generell. Inmitten des Buches findet man dann auch noch einige Fotos von meist kleinen Igeln, auch wie sie beispielsweise gefüttert werden. Hier wäre natürlich eine Beschriftung noch schön gewesen, damit man vielleicht noch mehr Bezug zum Buch hat. (Welche Igel welche sind, denn im Buch kommt neben Ninna auch noch Ninno vor, Trilly und Selina ebenso – und natürlich einige weitere Igel, die nicht so oft erwähnt werden wie die hier genannten.) Alles in allem ist es schön mitzulesen, wie sich Massimo hier hinsichtlich der Igelpflege weiterentwickelt und etwas aufbaut. Mir hat dieses Buch wirklich unheimlich gut gefallen. Ich wurde sehr angenehm unterhalten, es gab lustige wie emotionale Momente und ich habe das Buch so schnell gelesen wie lange keines. Einfach weil es so locker-leicht geschrieben war, die Geschichte so interessant. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen, ich kann dieses Buch absolut empfehlen.

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