Leserstimmen zu
Wetten, ich kann lauter furzen?

Heike Abidi, Ursi Breidenbach

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„Söhne bedeuten für jede Mutter die ultimative Herausforderung, denn in unserer Erfahrungswelt sind sie unbekannte Wesen: Wie Jungs ticken, können wir nur ahnen, schließlich waren wir selbst einst kleine Mädchen.“ (Seite 295) So habe ich das noch nie gesehen. Anfälle von Ratlosigkeit befreundeter Jungsmütter habe ich darauf zurückgeführt, dass man generell nicht weiß, was genau in anderen Menschen vorgeht. Aber diese Erklärung leuchtet vollkommen ein! Die beiden Autorinnen wissen ja auch, wovon sie reden: Sie sind selbst Mütter von Jungs. In 41 kurzen Kapiteln schildern sie uns kenntnisreich und humorvoll, was das im Alltag bedeutet, in welchen Bereichen es schwierig wird, und warum es trotzdem die tollste Sache der Welt ist, Söhne zu haben. Natürlich stützen die Autorinnen sich nicht nur auf ihre eigenen Erfahrungen. Sie haben Expert*innen und Fachliteratur zurate gezogen und auch im Bekanntenkreis fleißig recherchiert. Manche Fallbeispiele sind derart komisch, dass man durch lautes Lachen auffällt, wenn man das Buch in der Gegenwart nichts ahnender Mitmenschen liest. Das sollte man vorher wissen. Zur Beruhigung: Die Namen der handelnden Personen wurden im Buch verändert. Es soll ja keiner für etwas bloßgestellt werden, das er als Kind getan hat. Lernen kann man hier eine ganze Menge. Jungsmütter dürften vor allem die Erfahrung machen, dass sie mit ihren Sorgen und Herausforderungen nicht allein sind. Aber auch Mädchenmütter, Schwestern, Tanten, Partnerinnen usw. haben das eine oder andere Aha-Erlebnis. „Ach, deswegen ist das so ...!“ Und all dieses Wissen wird so locker und unaufgeregt vermittelt, als erzählten uns zwei Freundinnen bei einem guten Wein aus ihrem turbulenten Familienalltag. Wie genderneutral man auch zu erziehen meint – manche Vorlieben und Verhaltensweisen scheinen genetisch bzw. hormonell bedingt zu sein. Und als einziges weibliches Wesen in einem Mehrmännerhaushalt muss frau mitunter zurückstecken. Dekoration? Fehlanzeige! Beete, Rabatten oder Zierpflanzen im Garten? Pfff! Man(n) braucht Rasen zum Fußballspielen! Auch Fernsehprogramm, Menüpläne und Gesprächsthemen wären anders, wenn’s nach der Mutter ginge. Sie würde sicher auch Sportarten wählen, bei denen sie nicht dazu verurteilt ist – unterlegen in Sachen Adrenalin und Muskeln – ihren Männern mühsam hinterher zu schnaufen. Wie grundverschieden wäre doch das Leben als Mädchenmutter! Aber wäre es besser ...? Herrlich sind Ursi Breidenbachs Anekdoten von der Technikbegeisterung der männlichen Haushaltsmitglieder. Und Heike Abidi ist nichts anderes übriggeblieben, als sich auch mit Fußball und Autos zu beschäftigen, weil diese Themen ihren Sohn so faszinieren. So erweitert frau unversehens ihren Horizont ... um Dinge, für die sie sich aus eigenem Antrieb niemals interessiert hätte. ;-) Wie lebt man als Mutter, die mal ein ängstliches Mädchen war, mit der Neigung von Jungs, manche Aktivitäten in ihrer Gefährlichkeit zu unterschätzen? Was tun, wenn man mit den Interessen, der Lieblingsmusik und den Lieblingsfilmen der Söhne so gar nichts anfangen kann? Und wie motiviert man Jungs zum Lernen, wenn ihnen „Fleißsternchen“ und die Anerkennung der Lehrkraft vollkommen egal sind? Beim Lernen neigen die Burschen ja gern zum Minimalismus: nicht mehr als unbedingt nötig! Es sei denn, der Stoff interessiert sie. Auch eine gute Frage: Ist es überhaupt möglich, männliche Pubertiere satt zu kriegen? Wie übersteht frau Kindergeburtstage mit einer Horde sich balgender kleiner Buben und einem eifersüchtigen Geschwisterkind? Die Autorinnen zeigen die wichtigsten Entwicklungsschritte der Jungs von 0 bis 18 Jahren auf, liefern uns augenzwinkernd ein Mini-Lexikon mit Begriffen aus dem Wortschatz der Söhne, damit man als Erwachsene*r wenigstens der Spur nach weiß, wovon sie reden. Ein wichtiges Thema sind natürlich Sexualerziehung, Pubertät und Abnabelung. Dafür sind die Erinnerungen der Mütter an ihre eigene Teenagerzeit nur bedingt brauchbar. Sehr schön ist die Liste der Dinge, die das Loslassen erleichtern. Denn eines darf frau nicht vergessen: Sie ist nicht nur Jungsmutter, sondern hat auch noch ein eigenes Leben. Die „Zehn Gründe, warum es das Schönste auf der Welt ist, eine Jungsmutter zu sein“ (Seite 295) ist eine zauberhafte Liebeserklärung an die Söhne.

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Ich habe zwei Jungs und als ich den Titel dieses Buches las, dachte ich mir sofort, das muss ich haben. Von den gleichgesinnten (beides Jungsmütter) Autorinnen Ursi Breidenbach und Heike Abidi Überlebenstipps und Gebrauchsanleitungen ;-) zum Überleben als Mutter von Jungs angeboten zu bekommen, verhieß viel Spaß und gute Unterhaltung. Die beiden berichten dabei auf sehr humorvolle und lockere Weise aus ihrem Leben mit Jungs. Es kommen auch Freunde und Bekannte zu Wort, sodass ein buntes Potpourri amüsanter Berichte entstanden ist. Ich habe mich und meine Jungs in den zahlreichen Anekdoten nicht selten wiedererkannt. Im Austausch mit anderen Müttern und den Autorinnen in der Leserunde von lovelybooks wurde mir schnell bewusst, dass Jungs bei aller Verschiedenheit doch ähnlich ticken und dass sie uns Müttern bei allen Nerven, die sie uns kosten, doch soviel Liebe schenken und neue Sichtweisen und Welten eröffnen – Dinosaurier, Star Wars, Zimmer, eingehüllt in den Duft miefender Socken und das Leben als Handball- Mum wären mir wohl auf ewig verschlossen geblieben. Mutter von Jungs zu sein ist wunderbar und ich würde sie für kein Mädchen der Welt eintauschen. Trotzdem hoffe ich auf nette Schwiegertöchter (ich nähme auch Schwiegersöhne). Die Aufgabe von uns Müttern ist es, aus unseren Jungs glückliche und verantwortungsbewusste Menschen zu machen und sie zu idealen Partner zu erziehen. Diese Buch gibt uns eine heitere, mal mehr mal weniger ernst zu nehmende Gebrauchsanleitungen

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Das Abenteuer, Söhne zu erziehen

Von: hapedah

23.09.2019

Schon das Bild auf dem Cover hat mich zum Schmunzeln gebracht, dieses Motiv würde mein Sohn begeistert auf einem T-Shirt tragen, wenn es das denn gäbe. Das Buch erzählt von den Freuden und Herausforderungen des Lebens als Mutter von einem oder mehreren männlichen Sprösslingen. Mit viel Liebe und Humor bringen die Autorinnen Ursi Breidenbach und Heike Abidi oft Erlebnisse aus ihrem eigenen Alltag in die Kapitel ein. Als "Gebrauchsanleitung" für Söhne sind viele Informationen über Geschlechterklischees und typische Verhaltensweisen unserer geliebten Jungen zusammengefasst. Sicher ist jedes Kind anders und nicht Jeder entspricht der typsichen Geschlechterrolle, dennoch habe ich meinen Sohn und mich an vielen Stellen des Buches wieder finden können. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, beide Autorinnen wechseln sich kapitelweise ab, so dass die Perspektive nicht eintönig wird. Das Lesen war unterhaltsam und dennoch sehr lehrreich für mich, einige Verhaltensweisen kann ich nun besser nachvollziehen. Eine Lektüre, die ich allen Müttern ans Herz legen möchte, unsere Söhne sind wunderbar auch wenn sie ganz anders ticken, als wir (ehemaligen) Mädchen.

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