Leserstimmen zu
Die goldenen Jahre des Franz Tausend

Titus Müller

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Kommissar Heinrich Ahrendt soll 1924 Zeuge eines außergewöhnlichen Experimentes werden: Der Chemiker Franz Tausend behauptet, aus Blei Gold herstellen zu können. Die deutschnationale Elite ist begeistert und wittert die Erstarkung des deutschen Volkes gegen den Schandfrieden von Versailles. Doch Ahrendt sieht in dem Experiment nur eines, handfesten Betrug. Kann er dies beweisen? "Die goldenen Jahre des Franz Tausend" ist ein außerordentlich gut recherchierter Roman aus der Feder von Titus Müller. Er nimmt seine Leser mit in die goldenen Zwanziger und zeigt auf eindrückliche und fast poetische Weise das Erstarken der Nationalsozialisten. Ich hatte mich aufgrund des Klappentextes auf einen Roman über einen Fälscher gefreut. Die Geschichte von Franz Tausend ist aber nur der Aufhänger des Buches und spielt keine große Rolle. Hauptfigur des Romans ist der Pazifist Carl von Ossietzky, dessen Schreiben für die Weltbühne ihn in den Fokus der Jusitz rückt. So interessant das Leben des Pazifisten ist, so enttäuscht war ich streckenweise, dass sich der Roman großteilig nur um ihn dreht. Hier wurden leider falsche Erwartungen geweckt. Unabhängig davon hat Titus Müller einen nachdenklichen Roman geschaffen, der mit seinen poetischen Klängen das Erstarken der Nazis schonungslos und ungeschönt beschreibt.

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