Leserstimmen zu
Sterne sieht man nur im Dunkeln

Meike Werkmeister

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Handlung Anni lebt mit ihrem Freund Thies in Bremen und arbeitet als Gamedesignerin in einer kleinen Agentur. Ihr Chef bittet sie darum, eine neue Stelle in Berlin anzunehmen. Doch ihr Freund Thies hat ganz andere Pläne: Er möchte heiraten. Nur Annie weiß absolut nicht, was sie will. Als ihre Schulfreundin Maria sich unerwartet meldet und ihr die Möglichkeit gibt, für ein paar Wochen auf Norderney zu arbeiten, packt sie sofort ihre Sachen. Sie hofft, dass der Abstand es ihr leichter macht, eine Entscheidung zu fällen. Allerdings haben auch Maria und Anni sich seit Jahren nicht mehr gesehen, und das nicht ohne Grund. Schafft Anni es wirklich, einen klaren Kopf zu kriegen, oder reißen auf Norderney stattdessen alte Wunden wieder auf? Meine Meinung Seitdem ich in München wohne, ist die Nordsee viel zu weit weg, um nur für einen Tag oder ein Wochenende hinzufahren. Daher habe ich die Gelegenheit, zumindest gedanklich da zu sein, natürlich sehr gerne genutzt. Das Buch ist sehr atmosphärisch geschrieben. Ich habe mich gleich wieder an die raue Nordsee zurückversetzt gefühlt, die mit tollem Wetter oder tosendem Sturm immer etwas Besonderes zu bieten hat. Auch das Leben auf der Insel wurde meiner Meinung nach gut beschrieben. Ich habe mehrere Wochen in zwei verschiedenen Jobs auf Borkum gearbeitet und somit selbst erlebt, wie es ist, in der Gastronomie zu arbeiten. Man kann Glück haben und wie Anni eine Stelle erwischen, die zwar manchmal Herausforderungen oder verrückte Arbeitszeiten mit sich bringt, aber dazu auch tolle Kollegen. Oder man hat Pech und gerät an einen Arbeitgeber, der nicht nur verrückte Arbeitszeiten vorgibt, sondern bei dem auch die zwischenmenschlichen Verhältnisse im Betrieb eine Katastrophe sind. Ich habe beides erlebt und kann mir somit sehr gut vorstellen, dass es da draußen auch Annis Version gibt. Die Figuren waren mir sympathisch und insgesamt sehr verschieden, wenn auch nicht besonders speziell oder ausgefallen. Anni konnte ich von Anfang an ins Herz schließen! Als Hobby-Poster- und Postkarten-Designerin visualisiert sie immer wieder peppige Sprüche. Einige Bilder sind am Ende des Romans auf hochwertigem Papier abgedruckt und gefallen mir sehr gut. Für meinen Geschmack waren manche Szenen etwas zu kitschig, aber was für mich zu kitschig ist, kann für jemand anderen genau das richtige sein. Das muss jeder für sich selbst entscheiden (und es ist schließlich eine Liebesgeschichte). Besonders gut hat mir die Botschaft des Buchs gefallen: Man muss mit seiner Vergangenheit Frieden schließen, um in der Gegenwart vollends glücklich zu werden Lesung Ich hatte das große Glück, an einer Lesung des Buchs „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ teilnehmen zu können. Allerdings hat nicht nur Meike Werkmeister toll vorgelesen und von ihrem Buch erzählt, sondern Julia Kautz hat die Lesung zusammen mit ihrem Gitarristen musikalisch untermalt. Die Musik von Julia Kautz spielt eine Rolle in Meike Werkmeisters Roman und sogar ein Teil eines Songtexts ist in „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ abgedruckt. Das Cover Ich finde das Cover super schön – es spiegelt genau die Leichtigkeit wider, die auch die Geschichte vermittelt. Außerdem habe ich meine Liebe für Glitzer in den letzten Jahren wiederentdeckt. Habt ihr euch mal diese tolle glitzernde Schrift angeschaut? 😀 Fazit „Sterne sieht man nur im Dunkeln“ ist eine tolle Lektüre zum Entspannen oder für Zwischendurch. Die Charaktere waren mir sympathisch und auch der Verlauf der Geschichte war interessant. Ich würde dieses Buch selbst auf jeden Fall mit in den Urlaub nehmen – insbesondere, wenn es an die Nordsee geht!

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Wirklich ein schönes Buch, viel weniger vorhersehbar, als ich anfangs dachte! Der Klappentext lässt erstmal an ein typisches "Chic-Lit"-Buch denken, bei dem man eigentlich schon ziemlich bald weiß, wie es ausgehen wird und dass es auf alle Fälle ein Happy End geben wird. Naja - es gibt ein Happy End - zumindest was in der Art - aber zumindest für mich war nicht von Anfang an klar, wer da wen bekommt und wie genau das ganze ausgehen wird. Als Leser erfährt man erst nach und nach, warum genau sich Maria und Anni so gestritten haben, dass sie über 10 Jahre keinen Kontakt mehr hatten und wie genau Annis erste große Liebe da ins Bild passt, was es mit Marias Mutter auf sich hat. Ein großer Teil der Geschichte spielt auf Norderney, und auch wenn ich da erst einmal war, als Tagesausflüglerin von Norddeich mit ungefähr 10 Jahren, glaube ich sagen zu können, dass man den Schilderungen anmerkt, dass die Autorin die Insel sehr gut kennt. Alle Charaktere waren sympathisch gezeichnet, und es hat mir Spass gemacht, dass auch skurile Nebenfiguren wie Annis Chef oder der Imker Herr Jensen so liebevoll portraitiert werden. Die Sprecherin macht ihren Job sehr ordentlich, ich mochte besonders den sehr subtilen "nordischen Slang", mit dem sie Ties Mutter Mo oder auch Herrn Jensen spricht. Insgesamt ein sehr gelungenes Buch, ich kann mir gut vorstellen, noch mehr von Frau Werkmeister zu hören. Ich vergebe 5 von 5 Sternen - ein wirklich nettes Buch!

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Beim Buch Sterne 🌟 sieht man nur im Dunkeln, zog mich das wunderschön geprägte Cover sofort in der Thalia in seinen Bann. Ebenso das die Geschichte auch auf Norderney spielt, reizte mich. Anni führt das perfekte Leben, sie hat einen tollen ungewöhnlichen Job als Spieledesignerin und ist mit Thies , einem Mann zusammen der sehr liebevoll ist und sie sehr verwöhnt. Als beide auf der Hochzeitsfeier einer guten Freundin sind , nimmt sich Thies ein Herz und macht ihr einen Antrag. Doch Anni weicht aus , sie trägt sich gerade mit dem Zweifeln rum ob sie ihren neuen Job, für den sie von Bremen nach Berlin umziehen muß, annehmen soll. Sie soll dort eine neue Abteilung der Spielefabrik leiten , an heiraten kann sie da nicht denken. Beide reden im Moment nicht gerade viel und am wenigsten über ihre gemeinsamen Pläne und wünsche, und ob Thieß mitgehen würde nach Berlin.... Anni wächst alles über den Kopf und sie nimmt sich vom Job , von ihrer Beziehung und von Bremen eine Auszeit und geht für 6 Wochen nach Norderney um dort im Café einer alten Freundin auszuhelfen. Dort möchte sie sich klar darüber werden was sie will . Doch auch dort ist es nicht einfach, sie muss sich den Geistern ihrer Vergangenheit stellen..... Ich fand es wunderbar mit Anni nach Norderney zu reisen und ebenso alle lieben Personen, wie z. B. Thies Mutter Moni kennenzulernen.... dieses Buch öffnet einem die Augen wie wichtig es ist das man miteinander redet und sich auch mal ab und an eine Auszeit vom anderen nimmt um ihn mal wieder richtig zu vermissen.... es bekommt von mir 5 Sonnen.

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Von der ersten Seite an hat es Meike Werkmeister geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen! Ich war schon oft in Büchern auf Norderney und auch diesmal habe ich mich direkt wohl und nicht fremd gefühlt! Aber von vorne: Das in einer Beziehung nicht immer alles nach Plan läuft, dürfte jedem schon mal so ergangen sein. Auch Anni und Thies sehen sich diesem Problem konfrontiert. Während Thies sich durchaus vorstellen kann, seine Anni zu ehelichen, schlägt sie sich zur Zeit mit der Überlegung rum, nach Berlin zu ziehen, um dort eine leitende Stelle anzunehmen. Würde ihre Beziehung das überleben? Ist diese Stelle überhaupt etwas für sie? Ist ihr Job generell noch das, was sie weiterhin machen möchte? Anni designt in ihrer Freizeit Poster und Postkarten mit Sprüchen, die sie online verkauft! Möchte sie vielleicht mehr so etwas machen? Sie weiß es nicht, sie kann sich nicht zu einer Entscheidung durchringen! Und man leidet mit ihr! Und mit Thies! Als sie schließlich nach Norderney fährt und Anni und Thies beschließen vorerst den Kontakt einzustellen, tat mir das in der Seele weh! Und man kann nicht anders, als einfach dabei zu bleiben und zu hoffen, dass alles gut wird! Aber wir sind ja noch nicht fertig mit der Geschichte, jetzt geht es ja erst richtig los: Zu Anfang ist alles supi mit ihr und Marie, große Wiedersehensfreude, Urlaubsfeeling! Aber schon bald entstehen erste Risse! Aber nein, sie waren schon seit langem da und brechen jetzt erneut auf!!... Es ist toll, wie Meike Werkmeister uns ganz behutsam mitnimmt auf diese Reise. Denn auch wir erfahren im gleichen Tempo wie Anni, was eigentlich los ist bei Marie, welches Geheimnis sie seit Jahren mit sich rumschleppt und wie sie sich Anni nach und nach offenbart! Und wie letztendlich alle Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden! Dieses Buch ist eine wundervolle Geschichte über die Freundschaft, über das Verzeihen, über das Mutigsein und über die Liebe! Ich denke jeder, der das Buch gelesen hat, nimmt etwas für sich persönlich daraus mit, dafür sorgen allein schon die Postkarten und die Sprüche am Ende des Buches, die auch im Buch selbst an den verschiedensten Stellen immer wieder auftauchen ( „Annis Lieblingssprüche“) z.B.: „Alle schreien: Festhalten! Nur mein Herz flüstert: Spring!“ Die Botschaft, die Meike Werkmeister uns hier mit auf dem Weg gibt, ist ganz klar: Man muss oft erst mit der Vergangenheit Frieden schließen, um im Hier und jetzt sein Glück zu finden!

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Kennt ihr das, wenn ihr lest und plötzlichen Heißhunger auf das Essen im Buch habt? Was würde ich grade für ein Backfisch-Brötchen geben? Puhhh oder für Kuchen vom Blech? Haha, ich bin grade in China, deshalb ist dieser Heißhunger noch schlimmer als sonst. Zum Buch; Sterne sieht man nur im Dunkeln, ist so eine tolle Geschichte. Direkt aus dem Leben, erzählt uns Ani von ihrem und gemeinsam finden wir heraus was sie wirklich will. Die Entwicklung der Protagonistin ist flüssig und überzeugt. Ich fand auch grade schön, wie sie begonnen hat sich auch mal an ihre eigenen Weisheiten zu halten. Am besten gefällt, mir ja der Spruch: Wenn das Leben dir Sturm schickt, mach wenigstens die Haare auf. Anis Geschichte ist super schön und lässt hin und wieder das Herz kribbeln. Es ist ein Buch über Fehler die man macht im Leben, über verlorene Freundschaft und darüber, über seinen eigenen Schatten zu springen um um Verzeihung zu bitten. Ein Buch über das echte, wahre Leben und es ist großartig.

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Wer kennt das nicht? Die Beziehung läuft über Jahre gut, denkt man zumindest, und plötzlich entwickelt sich alles anders, als geplant. Diese Erfahrung müssen auch Anni und Thies machen. Anni, die Protagonistin der Geschichte, ist ein Mensch, den man sofort ins Herz schließen muss. Ausgelaugt vom Job, nicht mehr ganz zufrieden mit ihrer Beziehung macht sie das, was sich Viele nicht trauen würden, aber gerne täten: sie bricht aus. Anni nimmt sich eine Auszeit und geht für 6 Wochen zu einer ehemaligen Schulfreundin nach Norderney. Einerseits natürlich eine Flucht, gibt ihr diese Auszeit die Gelegenheit über viele Dinge in ihrem Leben nachzudenken. Nicht ganz unschuldig daran ist Simon, der junge, lebenslustige Surfer, der ihr dort über den Weg läuft. Eine weitere wichtige Rolle nimmt in diesem Roman Maria, Annis ehemalige beste Freundin ein. Der Leser erfährt schnell, dass zwischen den beiden Frauen vor vielen Jahren etwas vorgefallen ist, was der Freundschaft einen tiefen Riß verpasst hat. Nicht ganz so schnell wird die Geschichte dann aufgedeckt. Immer häppchenweise erfahren wir mehr, bis wir ein rundes Gesamtbild erhalten. Auch Maria hat mir gut gefallen. Sie ist sehr lebenslustig, trotz vieler Probleme, die ihr das Leben in den Weg geworfen hat. Mir Maria konnte ich mich fast noch ein bisschen besser identifizieren, als mit Anni. Marie ist eine Frau, die erst sehr spät erwachsen geworden ist und für sich uns ihre Lieben Verantwortung übernommen hat. Simon ist, wie gesagt, aus meiner Sicht derjenige, der Anni unbewusst in die richtige Richtung schubst. Er zeigt ihr, wie man Lebensfreude lebt. Simon war der Mann in dieser Geschichte, den ich zu Beginn völig falsch eingeschätzt hatte. Bei aller Lebensfreude und Abenteuerlust hat er auch eine ernste Seite, die ihn zu einem sehr liebenswerten Mann macht, auf den man sich komplett verlassen kann, wenn es notwendig wird. Annis Lebensgefährte Thies ist eine ebenso interessante, sehr liebevoll ausgearbeitete Figur. Leider erfahren wir von ihm etwas weniger, als von Anni, da er in Bremen zurück bleibt. Die wenigen Telefonate, die er mit Anni führt brachen mir fast das Herz. Ebenso spielen Thies Mutter Mo und Marias Mutter Iris entscheidende Rollen in dieser Geschichte. Ach ja, und nicht zu vergessen, Herr Jensen, Annies Nachbar. Ach, sie sind einfach alle ganz entzückend gestaltet. So normal. Es geht in diesem Roman um so viel mehr, als nur eine Liebesgeschichte. Es geht in erster Linie darum, sein Leben zu leben und das zu tun, wozu man sich berufen fühlt. Es geht darum, miteinander zu reden und Probleme nicht tot zu schweigen. Es geht außerdem darum, Vergebung zu erhalten und selbst zu vergeben. Trotz der tiefgründigen, sehr nachdenklich machenden Geschichte schaffte Meike Werkmeister es, der Geschichte auch eine gewisse Leichtigkeit zu verleihen. Man spürt förmlich den Wind um die Nase und die Sonne auf dem Haar. Umrahmt wird die ganze Geschichte mit den von Annie entworfenen Postkartensprüchen, die im Anhang des Buches noch einmal in Farbe zu finden sind. Ganz besonders angetan hat es mir: “Egal, wie hell die Sonne scheint – aus dem Schatten treten musst du selbst”. Ja, da ist viel Wahres dran. Von mir gibt es gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung für diese wunderbare Norderney-Geschichte mit Tiefgang.

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Manchmal muss man einfach ausbrechen, aus dem Alltag, dem gewohnten Leben und Umfeld, um hinter seine Unzufriedenheit zu blicken, nein, um überhaupt erst einmal wahrnehmen zu können, DASS man unzufrieden ist und dringend eine Veränderung braucht. Genau das tut Anni, nachdem ihr Chef ihr ein Jobangebot in Berlin gemacht und ihr Freund Thies sie gefragt hat, ob sie nicht heiraten wollen. Eigentlich wollte Anni alles so belassen wie es ist, weil es doch gut funktioniert, wie es ist. Doch dann schreibt ihr auch noch ihre ehemals beste Freundin Maria, die ein Strandcafé auf der Nordseeinsel Norderney betreibt, und fragt sie, ob sie nicht vielleicht auf ein Weilchen zu ihr auf die Insel kommen mag. Das ist Annis perfekte Gelegenheit, um sich dort einmal in Ruhe über ihre Lebensumstände klar zu werden. Sollte man zumindest meinen ... Dass dort aber erst mal ihre Vergangenheit auf sie wartet, die darauf pocht, nochmal genauestens unter die Lupe genommen und endgültig bereinigt zu werden, hätte ich, nach den Infos aus dem Klappentext, nicht erwartet. Aber genau das kam dort auf Anni zu: Gefühlschaos, alte Wunden und Unklarheit. ~ »Manchmal braucht es eine Veränderung von außen, damit sich innen etwas bewegt.« ~ (S. 112) Ich bin sehr schnell in der Geschichte gelandet, der Schreibstil liest sich angenehm und durchgängig flüssig. Ich wurde schon recht bald mitgerissen von den Geschehnissen und der unvorhersehbaren Handlung, so sehr, dass ich während des Lesens die Zeit vergessen habe. Und dann bekommt man als Leser im zweiten Buchdrittel noch diese schockierende, halbe Enthüllung hingeworfen, die die Spannung natürlich extrem steigert, die letztlich aber erst auf den letzten Seiten gänzlich herauszulesen ist ... DAS ist Folter! Schrecklich, sowas. Aber damit trifft die Autorin genau meinen Geschmack! Auch mit den Charakteren bin ich in diesem Roman vollkommen zufrieden. Die Protagonistin kommt erst mal allein durch ihren unkonventionellen Job als Game-Designerin sehr sympathisch rüber. Anni wirkt liebevoll, hat aber scheinbar auch eine tiefe Unzufriedenheit in sich sitzen, die selbstverständlich etwas mit ihrer Vergangenheit, aber auch was mit fehlender freier Kreativität zu tun hat. Der Widerspruch in Annis Leben ist, dass sie einerseits inspirierende und kreative Sinnsprüche erfindet, sie aber andererseits überhaupt nicht in ihr eigenes Leben integriert. Ist es nicht oft so, dass man genau das, was man anderen gerne näherbringen möchte, eigentlich selbst am allerdringendsten lernen muss? Zumindest bei Anni ist das so. Und es ist schön, dass sie sich das Ziel gesetzt hat, nach ihren eigenen großartigen Sprüchen zu leben und man diesen Prozess als Leser begleiten darf. ~ »Vergeben ist wie Vergessen mit Puderzucker drauf.« ~ (einer von Annis Lieblingssprüchen) Ein wirklich schöner Roman übers Vergeben und Freiwerden, über Freundschaft und übers Ausleben seiner Kreativität. Absolute Leseempfehlung!

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„Sterne sieht man nur am Himmel“ von Meike Werkmeister – ein Roman, auf den ich mich total gefreut hatte und dann kam die Sache mit der Erwartungshaltung wenn man ein Buch beginnt... Eigentlich ist Anni glücklich. Eigentlich führt sie ein schönes, solides Leben und dann macht ihr ihr Langzeitfreund auch noch einen Heiratsantrag! Was kann es schöneres geben? Naja... das ist in dieser Geschichte sozusagen das Problem... dieser Antrag drückt Anni dermaßen in eine Ecke, aus der sie fliehen möchte. Und das tut sie... zu einer alten Freundin mit der sie damals aus besonders unschönen Gründen nicht gerade in Freundschaft auseinander gegangen ist. Tja... und hier fing für mich das Problem an. Denn einerseits kann ich manches von Annis Gedanken nachvollziehen, dann wieder nicht. Es ist unglaublich vorhersehbar was sie tun wird, wie es weitergehen wird und irgendwie wirkte diese „Dramatik“ hier etwas erzwungen und für mich ein bisschen zu viel des Guten. Die Idee immer wieder Annis Sprüche mit einzubinden fand ich schön, nur leider war mir der Zusammenhang mit der aktuellen Szene der Geschichte und dem Spruch nicht immer ganz klar. Das ganze Gehampel von Anni und Maria ging mir zeitweise echt auf die Nerven, muss ich leider sagen und es gab immer wieder kleine Längen, die ich einfach leider langweilig und nicht relevant für die Geschichte fand. Das machte es mir ehrlich gesagt etwas mühsam das Buch zu lesen... Einfach echt schade, aber mich konnte es leider so gar nicht erreichen, geschweige denn berühren.

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