Leserstimmen zu
Eines Tages in der Provence

Karine Lambert

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Taschenbuch
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Handlung und Protagonisten: Ein kleines südfranzösiches Dorf ist in Aufruhr: Der prachtvolle alte Baum auf dem Marktplatz soll gefällt werden. Wo, wenn nicht in seinem wohltuenden Schatten, wird die Barbesitzerin Suzanne Pastis servieren? Wo wird Manu Artischocken verkaufen? Der kleine Clément liebt es in dessen Ästen zu klettern und die Schwestern Adeline und Violette tröstet nichts so sehr wie der Anblick der Blätter, die sich seit ihrer Kindheit im Wind wiegen. Widerstand formiert sich unter den Dorfbewohnern. Und auch der Baum, der seit Jahrzehnten das Kommen und Gehen der Menschen auf dem Platz verfolgt, wird von ihren Emotionen mitgerissen. Die Charaktere mochte ich sehr gerne. Sie waren allesamt sehr herzlich, auch wenn es bei der sein oder anderen etwas gedauert hat sie ins Herz zu schließen. Die einzelnen Personen kann man durch Perspektivenwechesl (allerdings aus der Außenperspektive des Baumes) besser kennenlernen. Der Baum selbst kommt durch die Ich-Form auch des Öfteren zur Rede, was teilweise zu wirklich witzigen und ulikigen Stellen führt.  Schreibstil etc.: Den Schreibstil fand ich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die verschiedenen Perspektivenwechesl waren auch keinesfalls verwirrend, wie es ja leider durchaus bei manchen Büchern ist. Die Message, dass Menschen, wenn sie zusammenhalten, viel schaffen können und die Natur etwas wundervolles ist, kommt auf jeden Fall an. Fazit: Ich finde, es ist ein sehr wichtiges Buch, welches man unbedingt lesen sollte. Die Charaktere sind allesamt wunderbar. Dass es eine leichte, kurze Lektüre ist, spricht ja auch für ein paar Nachmittage mit Frühlingsstimmung auf der Terrasse;-) 

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Hallo ihr lieben! Vor kurzem hat mich dieses wundervolle Buch erreicht und ich habe mich so gefreut! Es geht um einen einhundert Jahre alten Baum, der mitten auf einem Marktplatz steht. Eines Tages hängt dann die Information für die Bewohner aus, dass der Baum gefällt werden soll. Diese können das nicht verstehen, der Baum ist kerngesund und gehört einfach zur Stadt, sodass sie einen Widerstand organisieren. Die Geschichte wird aus mehreren POVs geschildert, unter anderem aus der des Baumes selbst und einiger Dorfbewohner. Der Schreibstil ist toll, das Buch ließt sich wahnsinnig gut und sehr leicht, sodass man richtig in der Geschichte aufgehen kann. Das Buch punktet nicht mit einer unheimlich spannenden Story und das ist auch gut so. Der eigentliche Charme der Geschichte war für mich nämlich, mehr über das Leben der Charaktere zu erfahren. Sie sind alle sehr verschieden, mit ihren eigenen Problemen und Sorgen und sie alle sind super ausgearbeitet. Besonders schön fand ich allerdings die Erzählungen des Baumes, da man hier viel über die Historie der Stadt und der Menschen erfahren kann. Alles in allem für mich eine absolute Leseempfehlung, wenn ihr mal ein Buch haben wollt, das einfach schön ist!

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Karine Lambert hat vor kurzem Buch Nummer 3 veröffentlich. Ich liebe ihre herzhafte Art und Weise wie die Autorin Geschichten erzählt. Deshalb musste ich unbedingt das Buch „Eines Tages in der Provence“ verschlingen. Im Allgemeinen werden Datumsangaben als Abschnittsbezeichnungen verwendet. Die Namen der beteiligten Person von der erzählt wird, gibt es zusätzlich in den Kapiteln als Übersicht. In Ich-Form aus der Sicht eines Baumes sowie in der dritten Person aus mehreren Perspektiven wird die Story erläutert. Ausgangspunkt ist der Baum quasi als Erzähler, was meiner Meinung nach eine sehr charismatische Grundidee ist. Vor allem in diesem Buch legt die Autorin Karine Lambert auf vielfältige Charaktere. Da gibt es François den einspurigen Dorfbewohner, Cllément der sensible Schuljunge, Adeline die alte, Geheimnis suchende Dame, Suzanne die ausgelaugte Kellnerin, Mau der freie Vogel, Raphaël der verfahrene Zahnarzt und Fanny die junge verliebte Food-Stylistin. Weiters ist der Schreibstil wie in Watte verpackt und zugleich spielend leicht sowie verführerisch sanft, aber auch Gedanken verloren und oft sehr feminin in die Gefühle versunken. Die Sprache ist sehr gehoben an vielen Stellen, dann malerisch und faszinierend detailliert in Metaphern und in Szenenbeschreibungen. Zugleich sind die Handlungen nicht überladen und immer zu auf das Wesentliche reduziert - guter Schreibstil und Art den Leser beim Buch zu behalten. Viel Sarkasmus bzw. Ironie treffen auf Gedankenketten und emotionalen Abschnitten. Dann gibt es wiederum Auflockerungen durch tolle Momentaufnahmen und Situationskomik. Insgesamt ist der Einstieg lieblich mit einem anmutigen Auszug. Man kommt im ernsten Absatz in ein locker leichtes Lesevergnügen hinein und genießt die schön verpackten Passagen der Story. Zwischendurch gestalten sich die mehreren Perspektiven einfach inklusive deren Wechsel und man lernt nach und nach alle kennen. Für den Anfang sind es fast zu viele auf einmal um einen Überblick zu bewahren. Dennoch verschmelzen dann die diversen Erzählstränge beizeiten. Es geht dann eher ruhig gemächlich dahin. Mein persönliches Highlight ist die Sichtweise des Baumes. Sie bietet viele Anregungen für tiefgründige Gedanken, lustige Anekdoten und beinah klischeehafte Ironie. Alles in allem herrscht in der Story eine lakonische beinah irrwitzige Grundstimmung, die circa ab der Mitte bei manchen Charakteren durch das Hintergrundwissen etwas eintönig und zäh zum Lesen wird. Dies fängt sich wieder und die Story endet in einem stimmig kurzweiligen Ende. Fazit: Eines Tages in der Provence ist eine lustige, tiefgründige und zugleich beinah klischeehaft ironische Story der Autorin Karine Lambert. Sie schafft es mit ihrem weichem, verführerisch sanften Schreibstil und ihrer fröhlichen Art den Leser mit malerischen Anekdoten, charakterstarken Figuren und einer liebevollen Geschichte zu verzaubern. Eines Tages in der Provence erhält von mir 3,5 von 5 Sternen.

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Ich bin ja ein großer Fan von Dorfgeschichten, allerdings eigentlich nicht so ein großer Frankreich-Fan. Allerdings: Alles was nicht Paris ist, geht. Und Provence ist nicht Paris (ach!), also alles gut. Allerdings war ich am Anfang etwas verwirrt, denn die recht kurzen Kapitel werden aus der Sicht von ganz unterschiedlichen Dorfbewohnern erzählt, als "Indikator", wer gerade erzählt, wird nur kurz der Name genannt. Das fand ich am Anfang des Hörbuchs etwas verwirrend. Ach ja, der Baum erzählt manchmal auch selbst. Insgesamt war das aber eine schöne Geschichte, wie die Sorge um den Baum die ganz unterschiedlichen Dorfbewohner näher zusammenbringt: Die altjüngferlichen Schwestern, die Besitzerin der Dorfbar, den Artichokenverkäufer, den kleinen Clement, den Zahnarzt in Therapie, die Food-Stylistin... Das ganze spielt im März, ich habe es aber im November und Dezember gehört. Ging auch, aber schöner wäre es gewesen, wenn ich das Buch auch im Frühling gelesen hätte. Insgesamt aber zu empfehlen!

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Eine hundertjährige Platane steht im Mittelpunkt des Geschehens, die vor langer Zeit von Menschenhand gepflanzt wurde und nun aufgrund eines überraschenden Beschlusses gefällt werden soll. Unruhe kommt auf in dem beschaulichen Dorf in der Provence, leise zunächst, doch dann zunehmend lauter. Doch wird der Widerstand Einzelner wirklich Erfolg zeigen? Karine Lambert versteht es, leise Geschichten zu schreiben. Dabei betrachtet sie diesmal nicht wie beispielsweise in 'Und jetzt lass und tanzen' das Schicksal einiger weniger Hauptcharaktere, sondern stellt Fragmente von Lebensgeschichten etlicher Dorfbewohner nebeneinander. Geschichten, die einander berühren durch den Kampf um die Platane - ein Kampf, der bei allen zu mehr Gemeinsamkeit und Zugehörigkeit führt. Egal, wie er ausgehen mag. Der ständige Perspektivwechsel machte es mir anfangs etwas schwer, wirklich in die Geschichte eintauchen zu können, doch zog mich die leise Erzählung trotzdem zunehmend in ihren Bann. Der Schreibstil ist leicht und eingängig, der Ton unaufgeregt und behutsam. Keine der Charaktere wuchs mir wirklich ans Herz, und doch konnte mich der ein oder andere leise berühren. Ein angenehm zu lesendes Buch, warmherzig und stellenweise leicht melancholisch, voller kleiner Sehnsüchte und Lebenswahrheiten. © Parden

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Inmitten eines kleinen Dorfes in Südfrankreich steht eine wundervolle alte Platane. Sie ist auch der Mittelpunkt der Geschichte. Die Anwohner treffen sich bei Suzanne, der Barbesitzerin, deren Mann sich nach einem Unfall in der Reha befindet und den sie sehr vermißt. Und plötzlich hängt ein Zettel am Baum, dass er am 21. März gefällt werden soll. Es ist der 1. März und nun zeigt sich der Zusammenhalt in dem kleinen Ort: Der kleine Clement will den Baum retten und schreibt eine Petition, die er von den Anwohnern unterschreiben läßt. Und immer mehr Anwohner machen mit. Dann gibt es noch Francois, den Gemeindearbeiter. Seine Frau Rosalia, die von La Reunion stammt, wird in diesen Tagen ihr Baby bekommen. Er hat den Zettel an den Baum gehängt und wird noch eine ganz wichtige Rolle spielen. Er findet den Grund für die Fällung der Platane heraus. Es kommen Rundfunkreporter, um sich der Sache anzunehmen. Eine tolle Idee wird verwirklicht: Um den Baum wird ein Blumenteppich in Schachbrettmuster gelegt. Die Zeit bis 21. März vergeht wie im Flug. Das Schicksal der Platane entscheidet sich…… Dieses wunderbare, voller Poesie geschriebene Buch von Karine Lambert darf man sich nicht entgehen lassen.

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Inmitten eines kleinen Dorfes in Südfrankreich steht eine wundervolle alte Platane. Sie ist auch der Mittelpunkt der Geschichte. Die Anwohner treffen sich bei Suzanne, der Barbesitzerin, deren Mann sich nach einem Unfall in der Reha befindet und den sie sehr vermißt. Und plötzlich hängt ein Zettel am Baum, dass er am 21. März gefällt werden soll. Es ist der 1. März und nun zeigt sich der Zusammenhalt in dem kleinen Ort: Der kleine Clement will den Baum retten und schreibt eine Petition, die er von den Anwohnern unterschreiben läßt. Und immer mehr Anwohner machen mit. Dann gibt es noch Francois, den Gemeindearbeiter. Seine Frau Rosalia, die von La Reunion stammt, wird in diesen Tagen ihr Baby bekommen. Er hat den Zettel an den Baum gehängt und wird noch eine ganz wichtige Rolle spielen. Er findet den Grund für die Fällung der Platane heraus. Es kommen Rundfunkreporter, um sich der Sache anzunehmen. Eine tolle Idee wird verwirklicht: Um den Baum wird ein Blumenteppich in Schachbrettmuster gelegt. Die Zeit bis 21. März vergeht wie im Flug. Das Schicksal der Platane entscheidet sich…… Dieses wunderbare, voller Poesie geschriebene Buch von Karine Lambert darf man sich nicht entgehen lassen. ISBN: 978-3-453-29211-6   ersch. 10.09.2018    18 € gebunden, 208 Seiten auch als e-book und Hörbuch CD http://www.diana-verlag.de

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"Mein Freund, der Baum" war ein bekanntes Lied von Alexandra in den späten 1960er Jahren, das von der engen Verbundenheit von Mensch und Natur erzählt, die durch einen brutalen Eingriff zerstört wird. Auch der Roman "Eines Tages in der Provence" von Karine Lambert greift diese Problematik auf. Ein beschauliches südfranzösisches Dorf ist in Aufruhr: Der prachtvolle alte Baum auf dem Marktplatz soll gefällt werden. Wo, wenn nicht in seinem wohltuenden Schatten, wird die Barbesitzerin Suzanne Pastis servieren, wo Manu Artischocken verkaufen? Der junge Clément liebt es, in den Ästen zu klettern, und die Schwestern Adeline und Violette tröstet nichts so sehr wie der Anblick der Blätter, die sich seit ihrer Kindheit im Sommerwind wiegen. Widerstand formiert sich unter den Dorfbewohnern. Und auch der Baum, der seit Jahrzehnten das Kommen und Gehen auf dem Platz verfolgt, wird von ihren Emotionen mitgerissen. Das Cover ist kunstvoll gestaltet und wirkt sehr ansprechend. Der Betrachter bickt auf einen großen Baum, der den Mittelpunkt eines Dorfplatzes bildet und alle Häuser, die um ihn herum gebaut worden sind, überragt. Sein Schatten fällt auf die Bewohner des Dorfes, die - wie Scherenschnitte aus einem vergangenen Jahrhundert - nur schememhaft zu erkennen sind. Der Titel bleibt bewusst vage und erinnert an ein Märchen aus längst vergangenen Zeiten, wie man es selbst gehört hat. Karine Lambert erzählt eine unspektakuläre Geschichte, wie sie sich überall ereignen könnte. Das Geschehen wird aus mehreren Perspektiven geschildert, nicht nur die jungen und alten Dorfbewohnern, sondern sogar der betroffene Baum selbst kommt zu Wort und erzählt aus seiner Vergangenheit. Leider bleiben die menschlichen Protagonisten etwas blass. Der Leser muss sich mit winzigen Fragmenten aus ihrem Leben begnügen, so dass es schwierig ist, mit ihnen warm zu werden. Aber dennoch ist diese leise Geschichte anrührend. Denn der gemeinsame Kampf um den alten Baum eint die Bewohner des Dorfes, die nicht allzu viel Kontakt miteinander gepflegt haben. Sie werden wieder lebendig und entwickeln ein neues Gemeinschaftsgefühl. Trés charmant, n'est-ce pas?

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