Leserstimmen zu
Nadelherz

Julia Corbin

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Kaum ist Alexis Hall von der Mannheimer Kripo aus dem Urlaub zurück, wird sie auch schon an einen Tatort gerufen. Tessa Maerten hat ein menschliches Herz, gespickt mit Nadeln, erhalten. Sie ist eine Überlebende aus dem Mühlsteinhof, indem sie ein Jahr gefangen gehalten wurde. Das hat nicht nur körperliche, sondern auch seelische Wunden hinterlassen. Ist sie erneut in den Fokus eines Irren geraten? "Nadelherz" ist der dritte Band der Hall & Hellstern Reihe und nichts für schwache Nerven. Obwohl ich die Vorgänger nicht kenne, ist mir der Einstieg leicht gefallen. Relevantes zu den Protagonisten wird erklärt. Am Anfang gibt es zudem ein Personenregister der Mannheimer Kripo mit den jeweiligen Eigenarten der Beamten. Leider hat mir bei dem Buch ein bisschen die Spannung gefehlt. Was an mehreren Dingen gelegen hat. Es wurde sehr viel Wert darauf gelegt, die biologischen Untersuchungen zu den gefundenen Leichen detailiert zu erklären. Was mir immer wieder den Lesefluss genommen hat. Man merkt hier, dass die Autorin Biologin ist. Auch das Privatleben der Protagonisten wird ausführlich thematisiert. Dadurch sind die Ermittlungen immer mehr in den Hintergrund gerückt. Vieles hätte hier gekürzt werden können, da einiges ständig wiederholt wurde. Vor allem was die Eltern von Alexis betrifft. Viele Erkenntnisse der Ermittlungen werden erwähnt, kamen mir manchmal jedoch wie dahin geworfen vor. Auch nach mehrmaligem zurückblättern, konnte ich den Zusammenhang zum gerade Gelesenem nicht verstehen. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir, dass die Identität einer Leiche schon bekannt ist, bevor sie gefunden wird. Bis dato hatten die Ermittler nur das Herz. Wirklich spannend fand ich die Rückblicke mit den Ereignissen aus dem Mühlsteinhof. Die Ermittlungen in der Gegenwart hingegen ziehen sich dahin. Zum Schluss kommt dann noch ein bisschen Action auf. So ganz überrascht war ich jedoch nicht. Auch die Beweggründe konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Schade, die Grundidee ist jedenfalls gut. Fazit: Ein Thriller dessen Grundidee gut ist. Mich aber leider aus diversen Gründen nicht überzeugen konnte.

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