Leserstimmen zu
Rumo & die Wunder im Dunkeln

Walter Moers

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Ist das niedlich!

Von: Lilith

02.05.2019

Erinnert ihr euch an Rumo, den Wolpertinger-Bodyguard, dem Blaubär als Welpen das Leben rettete? Dies ist seine Geschichte... "Wolpertingerwelpen, die: Sie erfreuen sich als Schoßtiere (...) und gelten als Inbegriff der Niedlichkeit, noch vor dem Fhnernhachischen Schmiegehäschen. (...) Es gibt die wissenschaftlich noch nicht erhärtete Theorie, daß sich Wolpertingerwelpen in ganz jungem Alter von Zuneigung ernähren können." (aus Prof. Abdul Nachtigallers Lexikon) Ist das nicht niedlich?! Der kleine Rumo hat nur leider Pech: als er gerade zahnt, werden er und seine Besitzer von fürchterlichen Piraten entführt! Doch Glück im Unglück: er trifft jemand, der ihm sprechen und kämpfen beibringt und zusammen können sie entkommen. Zurück an Land kann Rumo endlich Rumo dem seltsamen silbernen Faden folgen, den er am Horizont sehen kann. Dieser führt ihn nach Wolperting, eine Stadt die - wie der Name andeutet - nur aus Wolpertingern besteht. Dort begegnet Rumo zum ersten Mal Mädchen, entdeckt seine eigenen Fähigkeiten und lernt seinesgleichen kennen. Als er eines Tages von einem Ausflug zurückkommt, sind plötzlich alle verschwunden und in der Mitte der Stadt klafft ein Loch. Alle Wolpertinger wurden entführt, nach Untenwelt, ein Land unter der Erde, wo die grausigsten Figuren leben und Rumo muss versuchen, seine Artgenossen und seine erste große Liebe zu retten... Awww! Ist das niedlich! Also erstmal Rumo als Welpe ist eine Ausgeburt an Niedlichkeit. Dann kommen ein paar Kämpfe und dann kommt die Liebe. Dann wieder ein paar Kämpfe und schließlich schlägt man das Buch zu und hat ein fettes, zufriedenes Grinsen im Gesicht. Ein weiterer wundervoller Zamonien-Roman aus der irren Feder von Moers. Wie kann ein einzelner Mensch nur soviel Fantasie in sich vereinen? Absolut irre. Großartig. Besonderes Highlight in der Hardcover-Ausgabe ist das silberne Leseband, das wunderbar an Rumos silbernen Faden erinnert. "Lest! Lest, sonst seid ihr verloren!"

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Die Geschichte des Wolpertingers Rumo, der den Weg zu seinem Volk finden und allen Gefahren trotzen muss, um einer der größten Helden Zamoniens zu werden. "Einen Rumo zu spielen, bedeutete einerseits, das Schicksal herauszufordern und alles – wirklich alles – zu riskieren. Andererseits versprach es die Möglichkeit eines haushohen Sieges. So kam Rumo zu seinem Namen." (Walter Moers, Rumo & Die Wunder im Dunkeln, Knaus, eBook, erstes Kapitel) Dass der kleine Wolpertinger aus den 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär eine eigene Geschichte bekommen hat, hat uns sehr gefreut. Und was für eine Geschichte das ist: gefährliche Kämpfe um Leben und Tod, Tore direkt in den Schlund der Erde und natürlich auch zarte Liebesbande. Im Vergleich zu Blaubär oder Ensel und Krete geht es in Rumos Leben deutlich düsterer zu. Rumos Weg ist geprägt von gefährlichen Kämpfen und lebensbedrohlichen Ereignissen, und das liest sich mitunter ziemlich blutrünstig. Das Buch besteht aus zwei Teilen, Obenwelt und Untenwelt. Im ersten Teil verfolgen wir Rumos Weg vom Welpen bis in die Stadt Wolperting, in der alle zivilisierten Wolpertinger ihre Heimat finden. Wie einst der kleine blaue Bär begegnet auch Rumo dabei den wundersamsten Wesen der zamonischen Artenvielfalt: von den aus Ensel und Krete bekannten Fhernhachenzwergen über Teufelszyklopen bis zu Eydeeten. Sowohl die Begegnungen mit bekannten Kreaturen als auch das Staunen über Moers' neue Einfälle lässt diesen Teil zum Lesevergnügen werden, wenngleich der Beginn auf den wandernden Teufelsfelsen stellenweise doch sehr unappetitlich und nichts für ganz zart Besaitete ist. Der zweite Teil spielt in Untenwelt. Hier gibt es (un)tote Yetis, wahnsinnige Herrscher, gefährliche Nurnen, Unvorhandene Winzlinge und sogar ein "Theater der Schönen Tode". Zusammen mit alten und neuen Freunden muss Rumo allen Gefahren trotzen, um die Liebe seines Lebens zu finden. Walter Moers' Einfallsreichtum scheint keine Grenzen zu kennen, auch die typografischen Feinheiten begeistern uns immer wieder – allen voran das in zwei verschiedenen Schriftarten kommunizierende Schwert. Ergänzend gibt es Zeichnungen im altbekannten Stil. Wer Moers noch nicht kennt, sollte nicht unbedingt mit "Rumo" starten, denn der Einstieg ist sehr unvermittelt und könnte Zamonienfremde verwirren. (Gibt es überhaupt einen besseren Zamonienreisebeginn, als die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär mitzuerleben? Vermutlich nicht. Also, Neulinge: Startet damit!) Wer Moers Wunderwelten kennt und mag, weiß auch hier wieder sprachlichen Witz und unerschöpfliche Kreativität zu schätzen. Ein Herz Abzug gibt es allerdings für die (nicht kindgerechten) Brutalitäten. Insgesamt erhält "Rumo" von uns 4 von 5 Sternen und natürlich eine Leseempfehlung für alle Zamonienfans.

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Rumo, der junge Wolpertinger aus "Die 13 ½ Leben des Käpt'n Blaubär", macht sich selbstständig und geht seinen eignen Weg durch den gefährlichen Kontinent Zamonien. Er folgt dem Silbernen Faden, einer Geruchsspur, die nur er wittern kann und an deren Ende Rumo das Glück vermutet. Auf seiner abenteuerlichen Reise durch zwei höchst unterschiedliche Welten begegnet er Teufelszyklopen und Mondlichtschatten, den Kupfernen Kerlen und den Toten Yetis. Rumo lernt das Kämpfen, die Liebe, die Freundschaft und das Böse kennen, es verschlägt ihn in den geheimnisvollen Nurnenwald, in die legendären Untenwelt und in das Theater der Schönen Tode; er erfährt von den Unvorhandenen Winzlingen, von den Belagerungen der Lindwurmfeste, von Professor Dr. Abdul Nachtigaller und seinem Schubladenorakel - und Rumo findet endlich zu Rala, die ihm die Wunder im Dunkeln zeigt. WER BRAUCHT EINEN ROTEN FADEN, WENN ES EINEN SILBERNEN GIBT? "Es gibt Wunder, die müssen im Dunkeln geschehen", sagt Professor Dr. Abdul Nachtigaller (und der hat sieben Gehirne und muss es wissen!). Manche Bücher (besonders die zamonischer Art) müssen in der kalten Jahreszeit gelesen werden - sage ich (auch wenn ich nur ein Gehirn habe, aber dessen bin ich mir trotzdem sicher!). Die Bücher von Walter Moers gehören für mich in diese Kategorie, allein schon des Genres wegen. Epische Fantasy voller Abenteuer und Reisen, Kämpfe und Geschichten - genau das ist "Rumo & die Wunder im Dunkeln", gepaart mit einer ordentlichen Prise Humor, viel Kreativität und Liebe zum Detail. Nachdem ich jahrelang (vergebens) versucht habe, an eine gebundene Ausgabe von "Rumo & die Wunder im Dunkeln" zu kommen (die zu unfassbaren Preise gebraucht verkauft wurden), hat sich der Knaus Verlag glücklicherweise dazu entschieden, das Buch neu aufzulegen. "Rumo & die Wunder im Dunkeln" ist eine Abenteuer- und, ja, auch eine Liebesgeschichte und erzählt die rasante, blutige und spannende Geschichte des Wolpertingers Rumo, der auf seinem Weg, dem silbernen Faden nach, Zamonien erkundet und seine wahre Liebe findet. Dabei gibt es mehr als einmal ordentlich auf die Zwölf und Moers beweist einmal mehr seinen genialen Humor und seine scheinbar grenzenlose Phantasie, die mich immer wieder zu beeindrucken weiß. Walter Moers schafft es dabei immer wieder, den Leser zu überraschen und mit neuen, kreativen Ideen aufzuwaten, die schlichtweg einmalig und unvergleichlich sind. All die verschiedenen Wesen, Geschichten und Hintergründe sind derart zahlreich und faszinierend, dass man sich in dieser Welt verlieren könnte - wäre all das nicht zusätzlich noch so herrlich absurd und skurril. Während Rumo seinem silbernen Faden folgt, ist es für den Leser der sprichwörtliche rote Faden, der sich bis zum Ende durch das Buch zieht und hier und da schon vorsichtig andeutet, in welche Richtung die Geschichte gehen wird. So strukturiert wie sich das anhört, ist es allerdings nicht, denn Walter Moers gerät gerne einmal vom roten Faden ab und erzählt Hintergrundgeschichten und Nebenstränge, die den Leser teils auf Grund ihrer Länge in den Wahnsinn treiben oder ihn schlichtweg erheitern. Eines geht auf der langen und abenteuerlichen Reise Rumos nämlich niemals verloren: der Humor, der immer wieder entweder absolut platt oder wunderbar subtil eingebaut wird. GENIALER HUMOR, VIELFÄLTIGE GESCHICHTE IN TYPISCHER MOERS-MANIER Protagonist Rumo ist dabei eher schweigsamerer Natur - das Reden übernehmen auf den knapp siebenhundert Seiten eher andere Figuren -, doch das macht Rumo nur umso sympathischer, der die Weiten Zamoniens so naiv und unverbraucht durchquert, dass man ihn einfach gern haben muss. Rumo ist mehr Wolpertinger der Taten, denn Kämpfen ist eins seiner großen Talente und auch dies ist eine Konstante, die sich bis zum Ende durch das Buch zieht: gekämpft wird viel und im großen Stil, teils mit sehr blutigen und brutalen Umschreibungen, teils überaus skurril und voller verrückter Kreaturen und Wesen. Für Leser mit schwachen Nerven ist diese Geschichte daher in vielerlei Hinsicht eher nichts. Ich für meinen Teil habe zwar ungewöhnlich lange an Rumos Abenteuer gelesen, jedoch habe ich die Geschichte und alles, was damit zusammenhängt, sehr genossen. Einige längere Einschübe musste ich über mich ergehen lassen, doch insgesamt habe ich genau das bekommen, was ich erwartet habe: eine spannende, witzige, geniale, wundervoll illustrierte und speziell-skurrile Geschichte, die unvergleichlich ist und von dem unverwechselbaren Moers-Charakter geprägt ist. Wer Walter Moers Bücher liebt, wird "Rumo & die Wunder im Dunkeln" vermutlich längst gelesen haben - wer das Buch noch vor sich hat, sollte das schleunigst nachholen, denn mit diesem wunderbaren Abenteuer wird es garantiert nicht langweilig!

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