Leserstimmen zu
Blind

Christine Brand

Milla Nova ermittelt (1)

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Zum Inhalt: Nathaniel ist blind. Durch eine App, die anonym Blinde mit Sehenden verbindet, kann er u.a. Kleidungsstücke auswählen (lassen). Gerade als er auf diese Weise mit einer Frau telefoniert, hört er einen Schrei und die Verbindung wird abgebrochen. Er ist sicher, dass der Frau etwas zugestoßen ist, aber weder die App-Betreiber noch die Polizei nehmen ihn ernst. Da ihm die Angelegenheit keine Ruhe lässt, versucht er selbst zusammen mit einer befreundeten Journalistin, die Hintergründe rauszufinden … Meine Meinung: Auf das Buch war ich bereits in einigen Medien aufmerksam geworden und freute mich, als ich sah, dass die Autorin auf der Leipziger Buchmesse eine Lesung daraus halten wird. Diese spannende Lesung, verbunden mit diversen Hintergrundinformationen der Autorin, bewegte mich dazu, das Buch direkt vor Ort zu kaufen. Schließlich wollte ich schnellstmöglich wissen, wie die Story weitergeht. Der Schreibstil ist klar, realistisch und liest sich sehr flüssig. Ich war sofort „in der Geschichte drin“. Und auch wenn sich verschiedene Erzählstränge abwechseln, habe ich nie „den Faden verloren“. Der etwas andere Hauptprotagonist und die weiteren Charaktere überzeugen durchweg und zeigen die gute Recherchearbeit der Autorin. Und obwohl die Geschichte schon spannend beginnt, schafft sie es, im weiteren Verlauf den Nervenkitzel noch zu steigern bis hin zum dramatischen Finale. Durch einige „falsche Fährten“ glaubt man als Leser, Zusammenhänge zu erkennen, die sich dann doch nicht bewahrheiten. Folgendes Zitat hat mir besonders gefallen, weil es eigentlich um etwas völlig logisches geht, was ich jedoch bisher in keinem Buch oder Film so mitbekommen habe: „Die Voice-Mailbox! Wenn ich jemandem das Handy klaue, überlegt Milla, dann denke ich wohl kaum daran, den Ansagetext des Anrufbeantworters zu ändern.“ Fazit: ein Kriminalroman, den man nicht aus der Hand legen kann

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Nathaniel Branner ist blind. Im Leben kommt er, auch dank seiner Hündin, gut zurecht. Braucht er doch mal Augenlicht, nutzt er die App „Be my eyes“. Hier leihen sehende Menschen ihm ihre Augen und unterstützen ihn im Alltag. An einem dieser Tage trifft Nathaniel so auf Carol, die ihm ein bestimmtes Oberhemd heraussuchen soll. Doch während sie telefonieren, gibt es merkwürdige Geräusche und danach antwortet Carol nicht mehr. Der junge Mann ist sich sicher, dass etwas passiert ist, und wählt den Notruf. Doch dort glaubt ihm niemand. Unglücklicherweise ist die App anonymisiert, so dass es unmöglich ist, seine Helferin, die nun vielleicht selbst Hilfe braucht, zu finden. Ob die Polizei helfen kann? Doch Nathaniel weiß selbst wie wirr und verrückt seine Geschichte klingt. Aufgeben kommt allerdings nicht in Frage und so bleibt ihm nichts, als sich selbst auf Spurensuche zu begeben... Richtig klasse finde ich, dass hier Realität mit Fiktion verbunden wurde. So gibt es die besagte App tatsächlich und bestimmt hat sie nun den einen oder anderen Nutzer mehr. Auch ist der beschrieben Fall nicht total abgedreht oder überzogen dargestellt, sondern realitätsnah. So etwas mag ich ja ganz besonders: Psychothriller, die sich vielleicht gerade so irgendwo abspielen könnten (Was ich natürlich nicht hoffe!) Was mir weiterhin gut gefallen hat, sind die Handlungsfäden, die mich immer wieder auf eine falsche Spur brachten. Es gab öfter Stellen an denen ich dachte: Jetzt weiß ich, was passiert ist, nur um bald darauf zu merken, dass meine Spur ins Leere führte. Die Sprecherin liest so klar und in verschiedenen Tonlagen, dass ich schon nach wenigen Minuten total ins Buch eingetaucht bin. Es war nicht wie ein zuhören, sondern eher wie ein miterleben. Anfangs hörte ich das Buch auf meinem Arbeitsweg, doch schnell wollte ich gar nicht mehr aufhören und „Blind“ begleitete mich bei fast allem was ich gerade so machte. Eine spannende Handlung, gemischt mit Drama, Humor und einem Spritzer Liebe. Packend von der ersten bis zu letzten Minute. Für mich bisher das beste Hörbuch des Jahres!

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Nathaniel telefonierte gerade noch über eine anonyme App mit einer Frau, die ihm dabei helfen sollte das richtige Hemd zu wählen, als er einen Schrei gefolgt von einem dumpfen Aufprall vernimmt, worauf die Verbindung abbricht. Nathaniel ist blind und gerade deshalb sind seine anderen Sinne geschärft, weshalb ihm sofort klar ist, dass das kein normaler Schrei war. Er ist sich sicher, dass der Frau am anderen Ende der Leitung etwas zugestoßen ist. Doch bei der Polizei schenkt man ihm aufgrund fehlender Beweise zunächst keinen Glauben, zumal er selbst eine tragische Familiengeschichte vorzuweisen hat. Gemeinsam mit einer Freundin, der gewieften Journalistin Milla, und seinem Blindenhund Alisha macht er sich selbst auf die Suche nach der Wahrheit, wobei er nicht ahnt, dass er für die fremde Frau die einzige Chance oder ihr Todesurteil sein könnte. Bereits als ich den Klappentext das erste Mal gelesen habe, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte, da ich die Idee eines Blinden als einziger Zeuge eines womöglichen Verbrechens genial finde. "Blind" ist jedoch nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch und haptisch ansprechend, denn neben dem beinahe schon hypnotisierend weiß strahlenden Schriftzug auf dunklem Grund finden sich einige aufgeraute Stellen auf dem Buchcover, die das Buch ungleich ansprechender erscheinen beziehungsweise erfühlen lässt. Von ungezügelter Neugier angetrieben habe ich mich auf die Geschichte gestürzt und diese innerhalb weniger Stunden verschlungen. Gebannt war ich von dem männlichen Protagonisten Nathaniel, der trotz seines Handicaps nicht davor zurückschreckt sich auf der Suche nach der Wahrheit für das Leben einer vollkommen fremden Frau in Gefahr zu bringen. Sein einziger Anhaltspunkt ist ein Schrei, gefolgt von einem dumpfen Aufprall und dennoch ist er felsenfest davon überzeugt, dass dieser ihm unbekannten Person etwas zugestoßen sein muss. Durch seine Blindheit ist er in vielerlei Hinsicht eingeschränkt, was ihn zu unkonventionelleren Ermittlungsmethoden führt, was als Leser natürlich neu und spannend zu verfolgen ist. Gleichzeitig lässt sich die nagende Frage im Hinterkopf nicht ausschalten, ob Nathaniel sich nicht in etwas verrennt, denn alles was er an Beweisen zu haben glaubt sind Geräusche am Telefon. Unterstützung bekommt Nathaniel dabei von der Journalistin Milla, die mir in ihrer Hartnäckigkeit und ihrem Bestreben Ungerechtigkeit aufzudecken und der Öffentlichkeit mitzuteilen sofort sympathisch war, wenngleich sie es als Freundin des leitenden Ermittlers für das Dezernat Leib und Leben nicht einfach hat, da ihre beider gegensätzlicher Berufsleben Auswirkungen auf die Harmonie ihres Privatlebens haben. In dieser Geschichte sind interessanterweise drei Kriminalfälle vielfältiger Themengebiete miteinander verwoben, was für allerhand falsche Fährten, Nervenkitzel und natürlich jede Menge Erzählperspektivenwechselinduzierte Spannung sorgt, wenngleich mir ein Zusammenhang ein Hauch zu viel war. Diesem fesselnden Kriminalroman liegt eine grandiose Ausgangsidee zugrunde, die nahezu bis zur Perfektion ausgearbeitet wurde und neben allerhand klassischer Zutaten wie beispielsweise jeder Menge Nervenkitzel durch den regelmäßigen Wechsel der Erzählperspektiven mit einem außergewöhnlichen Protagonisten beeindruckt, der auf unkonventionelle Art und Weise eigenmächtig zu ermitteln beginnt.

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gut durchdacht

Von: Suse

31.05.2019

»Eine genial spannende Idee meisterhaft umgesetzt. Krimikunst vom Feinsten!« Sebastian Fitzek Nathaniel hört einen Schrei, dann bricht die Verbindung ab. Gerade noch telefonierte er mit einer Frau. Eine anonyme App verband die beiden, die Frau half Nathaniel dabei, das richtige Hemd zu wählen. Denn Nathaniel ist blind, doch der Schrei klang eindeutig. Was, wenn der Frau etwas angetan wurde? Er ist sich sicher: Es muss ein Verbrechen sein. Doch keiner glaubt ihm, es gibt keine Beweise, keine Spur. Gemeinsam mit einer Freundin, der Journalistin Milla, macht sich Nathaniel selbst auf die Suche nach der Wahrheit. Er ahnt nicht, dass er für die fremde Frau die einzige Chance sein könnte – oder ihr Untergang ... Die Autorin: Christine Brand, geboren und aufgewachsen im schweizerischen Emmental, ist Schriftstellerin und freie Journalistin, sie schreibt unter anderem für die «Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag». Zuvor war sie als TV-Reporterin und als Gerichtsberichterstatterin tätig. Nebst zahlreichen Kurzgeschichten in Krimi-Anthologien hat sie mit «Schattentaten - wahre Verbrechen ans Licht gebracht» einen Sammelband mit authentischen Kriminalfällen veröffentlicht. Meine Meinung: Ich bin eigentlich kein Leser von Kriminalfällen. Ich mag es eher richtig Spannung und auch blutig. Die Story hat mich hier aber mit dem Blinden Protagonisten sehr angesprochen. Das Buch ist viel dicker als erwartet, also durchaus Voraussetzungen für eine durchdachte Geschichte. Der Schreibstil gefällt mir richtig gut. Sprachlich sehr angenehm und flüssig zu lesen. Wir steigen in die Geschichte ein und lernen unsere Charaktere kennen. Die Spannung baut sich auf und konnte für mich gehalten werden. Es gibt hier unglaublich viele Wendungen, die den Leser immer wieder auf eine neue Fährte führen. Das hat mir sehr gefallen, denn es war nicht durchschaubar wohin diese Geschichte gehen wird. Für einen Kriminalroman wirklich unglaublich temporeich und undurchschaubar. Mich konnte das Buch wirklich überzeugen. Ein toller Roman der mich durchweg gut unterhalten konnte. Wer Spannung mag und auch durchdachte Charaktere ist hier genau richtig. Ich kann das Buch wirklich empfehlen.

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Nathaniel ist blind. Doch er kommt damit ganz gut zurecht, unter anderem durch die App “Be my eyes”, mit der Sehende Blinden mit einer Videoübertragung durch den Alltag helfen.. Als er sich gerade per App anonym mit einer jungen Frau über die Farbe seines Hemdes unterhält, hört er durch sein Telefon einen Schrei – und die Verbindung reißt ab. Er ist sich sicher, dass seiner unbekannten Helferin etwas passiert ist, doch er weiß nicht, an wen er sich wenden soll. Die Polizei tut die Sache ab. Einzig von der Journalistin Milla bekommt er Unterstützung. Nach und nach decken sie die Umstände eines Verbrechens auf, das noch nicht zuende ist. Kommen sie noch rechtzeitig, um die hochschwangere Carole Stein zu retten? Einen hochspannenden Psychothriller liefert die Schweizerin Christine Brand hier mit ihrem ersten Band “Blind” um die Journalistin Milla Nova ab. Sehr behutsam konstruiert Brand einen komplexen Fall, dessen Auflösung sie sich sodann aus mehreren Richtungen nähert. Das macht sie äußerst geschickt und baut dabei auch auf ihre sehr sympathischen Figuren, zwischen deren Perspektiven sie ganz klassisch hin und her switcht. Vor allem ihre Darstellung des blinden Nathaniels, der mit seinem Blindenhund die Suche nach der unbekannten Helferin Carole Stein aufnimmt, überzeugt und öffnet uns ganz nebenbei die Augen für die Welt der Nicht-Sehenden. Herausgekommen ist ein intensiver und sehr unterhaltsamer psychologischer Krimi, der ganz wunderbar von Martina Treger gelesen wird.

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Es ist mein erstes Ebook, dass ich gelesen habe. Mich nervte ein bisschen die Blocksatzeinstellung, das es vorallem beim Handylesen ein bisschen anstrengend zum Lesen machte. Mal abgesehen davon, fand ich "Blind" sehr spannend. Vorallem ist es mal etwas anderes in eine Welt einzutauchen, die man als sehender Mensch sonst nichts so kennt. Für mich ist ein Kriminalroman manchmal so fesselnd, das ich das Buch nicht weglegen kann. Das passierte mir bei Blind erst am Ende, dass so überraschend und spannend ist, dass man einfach nicht anders kann als es wegzulegen. "Blind" kann man einfach und flüssig weglesen, und auch mal eine Pause legen und ein paar Tage später wieder eintauchen. Ein perfektes Buch für den Alltag, weil es einem nicht vor Spannung den Schlaf raubt, aber trotzdem so neugierig macht, dass man es bis zum Ende lesen möchte. Ich finde auch die Länge des Buches gut. Es fühlt sich nicht zu lange an, sondern man liest es entspannt bis zum Ende. Ausserdem finde ich an diesem Kriminalroman gut , dass es keine versteckte Liebesgeschichte ist, sondern der Fokus auf den Fällen liegt. Aber mehr möchte ich hier gar nicht verraten, ich empfehle das Buch "Blind" auf jeden Fall weiter, und hoffe Sie sind auch neugierig aus der Sicht eines Blinden ein Verbrechen mit zu erleben und Einiges über die Lebenswelt von Menschen, die nicht sehen können zu erfahren, zu lernen und mit ihnen gemeinsam in die Welt der Verbrecher einzutauchen.

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Was muss ich wissen?: Christine Brand hat ein faszinierenden Schreibstil. Sie hat es geschafft, dass man sich als Leser in die Lebenslage eins erblindeten Menschen versetzen kann. Teilweise hatte ich selber das Gefühl, vollkommen ahnungslos vor einer unlösbaren Situation zustehen. Es ist erstaunlich wie dilatiert, undilatiert Christine Brand die Geschichte erzählen konnte, ohne auch nur etwas am Spannungsbogen zu verlieren. Was wohl auch daran lag, dass man die Geschichte aus vier verschieden Perspektiven liest. Die Perspektive des Blinden, der Reporterin, der Entführten und der Polizei. Besonders interessant ist hierbei die Perspektive der Polizei. Durch diese Sichtweise habe ich als Leser das erste Mal zu zweifeln begonnen und an meinem eigen Wissen gezweifelt. Doch darauf will ich hier nicht weiter eingehen. Es ist auch nicht besonders schwer sich auf die jeweilige Perspektive einzulassen. Auch wenn nicht über den Kapiteln steht aus welcher Sicht man gerader liest, weiß man es sofort. Ich habe diese vier Perspektiven als sehr passend empfunden, gerade auch im Zuge der Informationenzufuhr. Die Geschichte ist glaubwürdig geschrieben, was beim lesen den besonderen Nervenkitzel auslöst. Noch dazu wird die Spannung wunderbar gehalten und bis zum letztem Kapitel ausgeschöpft. Zugreifen?: Wenn ihr mal den etwas anderen Krimiroman und über die Auffassungsgabe eines Blinden lesen wollt. Weglegen?: Wenn Ihr hier ein actiongeladenen Thriller erwartet. Also?: 'Blind' ist ein wirklich außergewöhnlicher Krimiroman. Nicht nur dass man die Gesichte teilweise aus der Sicht eines Blinden erlebt, sondern auch weil mein angebliches Wissen des Öfteren infrage gestellt wurden. Zwar sind mir manche Handlungsstrenge zu langgezogen vorgekommen, dennoch konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und wollte es am liebsten in einem Rutsch durchlesen. Mir hat 'Blind' wirklich sehr gut gefallen und ich werde es bestimmt irgendwann noch einmal lesen. Daher bekommt 'Blind' von mir verdiente 5 von 5 Sterne.

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Das Cover von „Blind“ gefällt mir, mit seiner stellenweisen rauen Haptik, die mich entfernt an Blindenschrift erinnert, sehr gut. Der Kriminalroman bleibt bis zur letzten Seite spannend. Oft liest man Geschichten, die man in ähnlicher Form schon kennt, aber diese ist für mich völlig „frisch“. Der Leser wird immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt, man ist sozusagen blind und muss nach und nach Orientierung gewinnen. Für mich waren die Charaktere gut nachvollziehbar und authentisch. Eine absolute Leseempfehlung!

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