Leserstimmen zu
Die Feder

Britta Teckentrup

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So bibliophil wie ein Bilderbuch, so interessant wie ein Sachbuch und dabei so einfach und klar wie ein Kinderbuch. Ein echter Volltreffer ist dem Prestel Verlag da gelungen mit diesem hübschen Band. Der Titel „Die Feder“ lässt wenig Spielraum für Deutungen – und so ist es denn auch genau das, was es verspricht: ein wunderschön illustriertes Buch über alles rund um die Plumologie, also die Wissenschaft der Vogelfedern, verfasst in einem schlichten, gut verständlichen Stil, der dennoch eine Menge Inhalte transportiert. Die Illustratorin ist gleichsam auch die Autorin des Werkes, was ja immer erstaunlich ist, denn nur weil jemand gut malen kann, muss er ja lange noch kein Talent fürs Texten haben. Doch hier kommt beides auf hohem Niveau zusammen. Die Bilder erinnern mich in ihrer unprätentiösen, schlichten Schönheit auf mattem Papier an Bilderbücher aus den späten 1970er- und frühen 1980er-Jahren – also die Zeit meiner Kindheit. Schon das ist natürlich ein riesen Bonus, denn bereits beim Aufschlagen des Buches werde ich in ein positives Grundgefühl getaucht. Daher nicht lange reden, sondern die Innenseiten anschauen, die es hier auf der Homepage des Verlages zum Download gibt. Man bemerkt die liebevolle farbliche Abstimmung der Textseiten auf die Illustrationsseiten, die immer mindestens ganzseitig sind, wenn sie sich nicht sogar über eine Doppelseite erstrecken. Britta Teckentrup beschreibt pro Doppelseite immer einen speziellen Aspekt zum genannten Thema. Da wird der Flügelschlag erklärt, Aufschluss erteilt über Schwanzfedern, die beim Klettern helfen können, die Bedeutung der Federn in der menschlichen Kultur und Gesellschaft näher beleuchtet oder Näheres zum urmenschlichen Traum vom Fliegen gesagt. So ist dies nicht nur ein Buch über Vögel, sondern ebenso sehr über uns Menschen, die wir uns vom Vogel und seinem Kleide viel abgeschaut haben. Der Prestel Verlag sieht das Buch auch für ganz junge Bücherfreunde vor, schaut man auf der Website nach, bemerkt man nämlich, dass das Buch sogar unter „Prestel junior“ läuft, was sich anhand des Buches selbst und seines Impressums nicht erschließt. Ab 6 Jahren wird es ausgewiesen. Das ist sicherlich nicht falsch, denn die Bilder sprechen eine klare, ansprechende Sprache und auch die Texte sind, wie eingangs erwähnt, selten in komplizierten Schachtelsätzen formuliert. So kann man das Buch als Vorlesebuch nutzen – allerdings unter Vorbehalt, da einige Texte zwar in einfacher Sprache, aber dennoch nicht ganz simpel geschrieben sind. Ob man all das bereits mit 6 Jahren versteht? Aber das macht ja auch manchmal den Zauber eines guten Kinderbuches aus: Dass sich nicht alles erschließt, man das Buch aber dennoch liebt, weil man die Grundidee mit dem Herzen erfasst und mit dem Auge erkennt. Und wenn man dann etwas älter ist und immer noch etwas in seinem alten Lieblingsbuch entdecken kann und es womöglich Jahre später auch noch zur Deko auf dem vielgerühmten Coffeetable landet, dann haben Autorin und Verlag wohl alles richtig gemacht. Mich wird das Buch sicherlich noch lange weiterbegleiten – außer, es wird mir von einem meiner Kinder gemopst … Klares Daumenhoch und Lesegebot!

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"Federn gehören zu den erstaunlichsten Dingen, die die Natur zu bieten hat. Sie sind gleichzeitig zerbrechlich und stark, extravagant und wunderschön." (S.3) Egal ob man dieses Sachbilderbuch nur durchblättern und die wunderschönen Illustrationen bewundern und auf sich wirken lassen möchte, oder ob man Seite für Seite für sich entdeckt - mit diesem Buch kommt sowohl Jung als auch Alt auf seine Kosten! Es ist ein Buch, dass man einfach gerne ich die Hand nehmen möchte und das man im Prinzip auf einer beliebigen Seite aufschlagen kann. Thematisch beschäftigt sich das Sachbilderbuch mit den verschiedensten Bereichen, die mit Federn zu tun haben: Verschiedenen Arten von Federn, Entstehung einer Feder, Aufbau einer Feder, Farben von Federn, Länge & Anzahl bei den Vögeln, das Fliegen, Flügeltypen, Funktionen von Federn und die Verwendung von Federn in der Menschheit. Durch die Anzahl von 87 Seiten, sind recht viele Bilder und Texte vorhanden und es bietet sich daher an, immer wieder darin zu blättern. Vom Verlag wird das Buch für Kinder ab 6 Jahren empfohlen. Ich denke, dies kommt ganz darauf an, wie man das Buch einsetzen möchte. 6-jährige Kinder werden bestimmt einige Bilder für sich entdecken. Doch die Texte beinhalten häufig (physikalische & biologische) Fachbegriffe, von denen einige, aber nicht alle erklärt werden. Zum Lesen ist das Buch vom Verständnis her eher für etwas ältere Kinder geeignet oder benötigt einen Erwachsenen, der bei Bedarf noch manches erklärt, oder ggf. nur einzelne Textstellen daraus zum Lesen auswählt. Außerdem ist der Bucheinband etwas empfindlich, da er keine spezielle Beschichtung aufweist. Im Gegenzug kann man das Buch so auch von außen haptisch wahrnehmen. Zudem verhilft ihm dies meiner Meinung nach, mitsamt den hübschen Illustrationen, zur wunderschönen Aufmachung des Buches! Auf jeder Doppelseite befinden sich Bilder von Federn und/ oder Vögeln, die sich mindestens über eine Seite erstrecken. Verschiedene Drucktechniken wurden verwendet und die Farben sind zwar immer wieder bunt, aber nicht so knallig und oft dezent eingesetzt und zum Teil ein kleines bisschen düster, was mir persönlich jedoch gut gefällt und das Buch besonders aussehen lässt. FAZIT: Ein wirklich schönes Sachbilderbuch für Jung und Alt, das regelrecht dazu einlädt, es immer wieder in die Hand zu nehmen, darin zu blättern und zu lesen! Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5/5 Sterne!

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