Leserstimmen zu
Die Kreuzfahrer

Wladimir Kaminer

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Hardcover
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Grottenschlecht

Von: Sabine Kachel aus Berlin

12.01.2019

Sorry, entweder hat der gute Mann noch nie eine Kreuzfahrt gemacht oder tatsächlich die ganze Zeit an den Bars gesoffen. Zudem dicke Seiten, große Schrift....nicht mal Mühe hat er sich gegeben!

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Ich hatte vor 2 Jahren die Möglichkeit, Wladimir Kaminer auf der Leipziger Buchmesse sehen zu können. Ein Buch von ihm hatte ich bis dahin noch nicht gelesen gehabt. Aus diesem Grund war ich besonders neugierig, denn ich fand ihn einfach mega sympathisch und lustig. Genauso wie sein neues Buch. In diesem nimmt Wladimir Kaminer und seine Frau Olga uns auf eine Kreuzfahrt mit. Die Reise beginnt in Teneriffa. Er schreibt über die unterschiedlichsten Menschen, Orte und sehr witzige Begegnungen Oft musste ich schmunzeln. S. 144/145: „Am nächsten Tag wachte ich auf. Ich saß in einer fremden, streng riechenden Jacke in einer vollkommen unbekannten Runde. Das Gespräch verlief auf Finnisch, doch durch den Zaubertrank Salmiakkikossu beherrschte ich die Sprache auf einmal fließend und verstand jedes Wort„ Das Buch hatte einen angenehmen Schreibstil und hat mir sehr gefallen. Es war ein gutes Buch für zwischendurch, welches einem gute Laune bereitet hat.

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Philippiner fürs Putzen und die Sicherheit, Ukrainer tanzen und singen, und das oberste „Unterhaltungsmanagement“ kommt aus Österreich. Klar, nicht sonderlich differenziert, aber das muss Kaminer auch nicht sein, wenn er (eingeladen natürlich, den „Kreuzfahrer aus Leidenschaft“, wie Kaminer sich selbst bezeichnet) einmal selber teilnimmt an einem der zahlenmäßig immer größer und wichtiger werdenden „Urlaubsvergnügen“ einer modernen Kreuzfahrt. „Ich fragte mich, wie all diese Menschen wohl zu ihren Berufen gekommen waren und wo sie gelernt hatten, so gut zusammenzuarbeiten“. Vielleicht mag hier die Antwort ganz einfach sein. Was die routinierte Enge für die Mannschaften auf einem Kreuzfahrtschiff angeht und die, natürlich, immer gleichen Routinen zur Versorgung und Unterhaltung der Gäste. Wobei jene Blick hinter die Kulissen, die Kaminer in seinen Reiseerinnerungen auch wirft, zwar nicht unbedingt völlig Neues an Erkenntnissen beim Leser hervorrufen, durchaus aber leger in der Sprache und präzise in der Beobachtung auf den Punkt treffen. Bis dahin, dass beim Zwischenstopp in Schweden die Touristenfolklore voll zuschlägt beim Anblick schwedischer Verkäuferinnen. „Siehst du, Ulrich, die sind alle echt. Ist das nicht toll“? Wobei neben solchen treffenden Beobachtungen (und man weiß nicht, ob es einfach eine ehrliche Seite des Buches oder eine schwache Seite ist), Längen auf solchen Fahrten (und im Buch) vorkommen. Denn auch wenn solche Fahrten nicht unbedingt Wochen dauern, es stellt sich doch Routine ein und der häufige Besuch der diversen Gastronomie an Bord und das Suchen nach solchen verliert im Lauf der Lektüre doch mehr und mehr an Reiz. Was auch auf manche Ziele zutrifft. „Die Städte waren klein, die Straßen eng….mal hatten sie Links-, mal Rechtsverkehr“. Kurze Eindrücke von Santa Lucia, klar als „Paradies“ angekündigt, was eher nicht hält, was man sich davon versprochen hätte (ein Eindruck, der sich hier und da wiederholt, neben durchaus anregenden und sehenswerten Ausflugszielen). Was wiederum zur obengenannten Gastronomie führt, denn hier und da verfallen die Reisenden auf solchen Schiffen fast kollektiv einer „Unlust an Paradiesen“ und wenden sich dafür der Lust am (vor allem, wenn „all-inclusive“ gilt) leiblichen und alkoholischem Genuss zu. Was in Teilen des Werks humorvoll und anregend zu lesen ist, in anderen Teilen doch den Impuls zum raschen Weiterblättern in sich trägt. Dennoch, insgesamt eine durchaus anregende Lektüre, mal die weniger hochglänzenden Seiten der „Traumschiffe“ und ihrer Kreuzfahrten in den Blick zu nehmen.

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Der Kreuzfahrttourismus boomt wie nie zuvor. Woran liegt das? Wladimir Kaminer nutzt die Gelegenheit bei Lesereisen auf großen Kreuzfahrtschiffen genauer hinzusehen. Seine Erlebnisse und Eindrücke hat er in diesem Buch verarbeitet... Pointiert und witzig nimmt sich Wladimir Kaminer den Kreuzfahrern an. Er berichtet in seinem ganz besonderen Erzählstil und mit herrlichen Ansichten, zum Beispiel auf Seite 9, warum Engländer in der Sonne nicht so schnell rot werden, von seinen Erlebnissen auf den unterschiedlichen Ozeanriesen. Seine Gedankengänge hierzu sind amüsant, teils schräg und immer kurzweilig. Man fühlt sich an manchen Stellen schon so, als würde er der Gesellschaft einen kleinen Spiegel vorhalten. Auch die Blicke hinter die Kulissen der riesigen Kreuzfahrtschiffe waren spannend, interessant und für mich abschreckend zugleich. Den lieben langen Tag mit Schlagern berieselt zu werden, ist für mich eine ziemliche Horrorvorstellung. Nicht nur das Leben an Bord beschreibt er treffend, sondern auch die Landausflüge werden gnadenlos unter die Lupe genommen. Auch hier schafft er es alles auf den Punkt zu bringen und mir oftmals ein Schmunzeln zu entlocken. Das gilt gleichermaßen für seine Gedanken zu den politischen aktuellen Ereignissen. Insgesamt habe ich mich bei dieser Lektüre bestens unterhalten, meine Lachmuskeln mussten ordentlich arbeiten. Fazit: Gute Unterhaltung mit Schmunzelgarantie.

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Das Buch ist im ganzen liebevoll gestaltet mit rotem Leinenrücken und Lesebändchen. Das Cover zeigt ein Schiff von vorne. Aus dem Schornstein steigt eine weiße Wolke, in der Autor und Titel genannt werden. Farblich passend sind unterm Schiff blaue Wellen zu sehen. Schlägt man das Buch aus, findet man Wellenlinien auf der ersten und der letzten Seite. Mir gefällt das Buch. Meinen Urlaub verbringe ich sehr gerne auf dem Meer. So bin ich auch auf das Buch von Wladimir Kaminer aufmerksam geworden. Auf einer Karibik- Kreuzfahrt 2017 stand für die Abendunterhaltung Wladimir Kaminer auf dem Programm. Da musste ich als Lesejunkie natürlich hin. Unter anderem präsentierte er die ersten Auszüge aus seinem Buch, an dem er gerade arbeitete. Tja, dieses Buch habe ich nun heute für dich. Unsere Karibik- Reise bildet übrigens das letzte Kapitel von „Die Kreuzfahrer“. Wladimir Kaminer ist selbst der Erzähler der Geschichte. Zusammen mit seiner Frau Olga erlebt er vier verschiedene Kreuzfahrten. Die Fahrtgebiete haben mein Mann und ich auch jeweils schon bereist. Wie oben schon erwähnt, waren wir bei einer Etapper der Karibik- Kreuzfahrt selbst an Bord. Auf seine ganz spezielle Art betrachtet und erlebt Kaminer die Kreuzfahrer. Ich musst beim Lesen immer wieder schmunzeln, weil ich mir den Autor auf der Bühne vorstellte, wie er mit Gestik und Mimik die jeweilige Szene zum besten gibt. Nachdem ich Kaminer selbst Live erlebt habe, kann ich den Humor in seinen Büchern besser nach vollziehen. Mit Humor und scharfer Zunge gibt er seine Kommentare zu Menschen, Ländern und Politik ab. Ich konnte nur immer wieder nicken und zustimmen. Für mich war es eine kleine Erinnerungsreise an besuchte Orte. Beim Lesen habe ich jeweils überlegt, was mein Mann und ich in den Häfen unternommen haben. Wobei wir da ganz andere Vorstellungen haben, als das Ehepaar Kaminer. Wir gehen auf Entdeckungstour und wollen Sehenswürdigkeiten der Länder erkunden. Der Autor scheint eher auf kulinarischer Reise zu sein. Es ist ein Buch, dass einen unweigerlich zum Schmunzeln bringt. Ich sage nur „Teriyaki- Grill“, Beschriftung und rohes Essen. Zu gerne sitze ich einfach nur im Restaurant und beobachte die Leute am Buffett. Da muss man einfach ein Buch drüber schreiben. Wenn du jetzt mehr dazu wissen möchtest, dann lese das Buch oder buche eine Kreuzfahrt. Du wirst die einzelnen Personen an Bord wieder treffen. Das Buch ist eine unterhaltsame Urlaubslektüre für jeden, der Sinn für Humor hat und die Welt nicht so ernst nimmt.

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Eine etwas andere Reisebeschreibung

Von: Susann Scheer aus Berlin

21.08.2018

Ich habe die Kreuzfahrer in einem Durchlauf gelesen, einfach weil ich gar nicht mehr aufhören konnte. Lustige Anekdoten und skurile Beschreibungen reihen sich abenteuerlich aneinander mit einem liebevollen Blick immer auf " die Anderen und die Russen "und wie im richtigen Leben ist manches so überzeichnet ,dass man es kaum glauben mag aber doch weiß ,das Leben spielt genauso. Kaminer hat diese wunderbare Leichtigkeit alltägliche Details,die nicht nur Kreuzfahrern sondern auch anderen Touristen durchaus genauso begegnen mit einem Augenzwinkern zu beschreiben ,dass dieses Buch eigentlich eine vollkommen eigene Reise ist ,nämlich in seine Sicht und Wahrnehmung. Unterhaltsame Reiselektüre oder eine kleine Reise für ein paar Stunden aus dem eigenem Alltag heraus.Einfach wunderbar.

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Kielunter

Von: Petra Vetter aus Aschaffenburg

18.08.2018

Wladimir Kaminer ist kein Autor für schenkelklatschenden Humor, aber für den feinen unterschwellig philosophischen, der so leicht daher kommt. Auch "Die Kreuzfahrer" sind wieder ein Buch für Menschen, die gerne genau hinschauen. Auf den vier Kreuzfahrten, die Atlantiküberquerung, die Mittelmeerkreuzfahrt, die Ostseereise und die Karibikkreuzfahrt, geht es nicht um Land und Leute in erster Linie, sondern um die Menschen, die bunt zusammengewürfelt, von einer internationalen Crew umsorgt und in Schach gehalten werden und zwischen vielen Mahlzeiten und Zwischenmahlzeiten ihren Urlaub verleben. Das alles beschreibt Kaminer mit leichter Hand und das Schmunzeln verlässt einen auf kaum einer Seite! Großes Kompliment.

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